iRights.info-Newsletter im Oktober 2017

 

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Neu auf iRights.info

Zweitveröffentlichungen von Forschern: Elsevier und Fachgesellschaft klagen gegen Researchgate
Fachartikel auf der Plattform Researchgate sind Wissenschafts­verlagen zunehmend ein Dorn im Auge. Nun haben der Verlag Elsevier und die Fachgesellschaft American Chemical Society angekündigt, Klagen gegen den Dienst einzureichen. Parallel wollen die Verlage Artikel von der Plattform löschen lassen.

Interview über OER und Lizenzen: „Wissen zu teilen ist gesellschaftlich und kulturell bedeutend“
Welchen Stellenwert haben freie Bildungsressourcen für das Teilen von Wissen und wie geht man als Bildungsakteur mit den Creative-Commons-Lizenzen um?

Auf Motivsuche: Wen und was darf man fotografieren?
Kölner Dom, blauer Himmel, Sonnenschein – ideale Bedingungen für ein schönes Bild. Nur steht vor der Kathedrale ein japanischer Tourist. Muss man um Erlaubnis bitten, bevor man ihn mit aufs Foto bannt? Darf man überhaupt den Dom fotografieren? Will man seine Aufnahmen veröffentlichen, sollte man die Antworten auf diese Fragen kennen.

Bundesgerichtshof: Suchmaschinen müssen Vorschaubilder nicht überprüfen
Bildersuche, die dritte: Erneut hat sich der Bundesgerichtshof am heutigen Donnerstag mit Vorschaubildern befasst, wie sie Google im Rahmen seiner Bildersuche anzeigt. Er entschied, dass Suchmaschinen nicht prüfen müssen, was sie als Vorschaubild anzeigen.

Nutzungsrechte bei Foto-Uploads: Facebook und Instagram bleiben vage, Pinterest klarer
Wer eigene Bilder bei sozialen Netzwerken hochlädt, fürchtet oftmals, alle Rechte an seinen Werken abzugeben. Das ist meist übertrieben: Exklusive Rechte beanspruchen die Dienste in der Regel nicht. Dennoch finden sich merkliche Unterschiede in den Nutzungsbedingungen.

Streit um Zweitveröffentlichungen: Verlage nehmen Researchgate ins Visier
Auf der Plattform Researchgate laden viele Forscher eigene Publikationen hoch. Nun setzen Verlage den Dienst unter Druck, die Inhalte stärker zu kontrollieren. Im Streit geht es auch darum, wer eine Infrastruktur bereitstellt, die für die Wissenschaft zunehmend bedeutsam wird.

Nicht nur kostenlos, sondern frei: Zehn Anlaufstellen für Bilder im Netz
Auf vielen Seiten sind Fotos und andere Bilder umsonst verfügbar. Doch zwischen „kostenlos“, „lizenzfrei“, „gemeinfrei“ und „frei lizenziert” gibt es einige Unterschiede. Zehn empfehlenswerte Quellen für freie Bilder im Netz.

Publikationen

Wieder erhältlich: Wirtschaft neu denken
Ob Finanzkrise, Eurokrise oder wachsende Ungleichheit: Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen rufen nach neuem ökonomischen Denken sowie theoretischem und methodischem Pluralismus. Das Buch „Wirtschaft neu denken“, herausgegeben von Till van Treeck und Janina Urban, leistet dazu einen Beitrag. Jetzt ist die zweite Auflage beim Verlag iRights.Media verfügbar (Print und E-Book).

Jetzt vorbestellbar: 3th1cs. Die Ethik der digitalen Zeit
Autonome Waffen, künstliche Intelligenz, Algorithmen: In einer digitalisierten Welt stellen sich ethische Fragen. Wo genau liegen die Probleme? Wie sollen wir als Gesellschaft damit umgehen? Und wo muss sogar Umdenken stattfinden? Das behandelt der Sammelband „3th1cs. Die Ethik der digitalen Zeit“, herausgegeben von Philipp Otto und Eike Gräf. Erscheinungsdatum: 25.10.2017 (Print und E-Book, Deutsch/Englisch).

Veranstaltungen

Am Institut für Informatik der Freien Universität Berlin beginnt im Oktober die VortragsreiheOpen Technology for an Open Society“, jeweils am Mittwoch von 18 bis 20 Uhr. „Freies Wissen für Wissenschaft und Gesellschaft“ lautet der Titel am 18. Oktober 2017 (Vortrag von Claudia Müller-Birn und Dominik Scholl), „Über das Öffentliche im algorithmischen Zeitalter“ heißt es am 25. Oktober (Vortrag von Lorena Jaume-Palasí).

Datenschutz, Regulierung und Internetrecht gehören zu den Themen der ITechLaw-Konferenz in Stockholm am 18. und 19. Oktober 2017. Mit dabei ist auch Ramak Molavi (Anwältin bei iRights.Law), sie spricht am 19. Oktober über die Frage „Do We Need Platform Regulation?“.

Am 19. und 20. Oktober 2017 findet die Konferenz „Zugang gestalten“ in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main statt. Sie behandelt die Digitalisierung des kulturellen Erbes und wird von zahlreichen Kultureinrichtungen und Organisationen veranstaltet, darunter iRights.info. Informationen und Programm unter zugang-gestalten.de.

Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer: Am 24. Oktober findet in Erfurt der Thüringer Schulmedientag zum Thema „Navigation durch den Rechtedschungel“ statt. Mit dabei ist auch iRights.info-Redakteur Henry Steinhau mit Impulsen zu Datenschutz, Urheberrecht und Smartphones sowie freien Bildungsmaterialien. Wer sich lieber online weiterbilden will, kann das im vor wenigen Tagen gestarteten Kurs „Das Internet in meinem Unterricht? Aber sicher!“ des Anbieters Imoox tun, ebenfalls mit einem Block zum Urheberrecht und freien Lizenzen.

Am 16. und 17. November findet in der Berliner Konrad-Adenauer-Stiftung das SymposiumPower Shifts. Media Freedom and the Internet“ des Forums Medien und Entwicklung (FoME) statt, hosted by iRights. FoME ist eine Iniative von 20 Organisationen im Bereich Medien und Entwicklung, darunter CAMECO, die GIZ, Reporter ohne Grenzen und andere.

Anderswo im Web  

Wenn Museen das Kulturerbe digital verfügbar machen wollen, stoßen sie nach wie vor schnell an die Grenzen des geltenden Urheberrechts. Ob sie allerdings die bestehenden Möglichkeiten bereits nutzen und wie die Probleme angegangen werden sollten, diskutierten Museumsleute auf der Münchner Tagung „Museen im digitalen Raum“, unter anderem mit Vertretern der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst, wie Susanne Hermanski in der Süddeutschen berichtet.

Die europäische Urheberrechtsreform war mit Ambition gestartet, doch Vorhaben wie ein europäisches Verleger-Leistungsschutzrecht, verschärfte Haftung und neue Filterpflichten für Online-Dienste lassen nun eher Rückschritte befürchten. Monika Ermert schreibt dazu auf IP Watch über die Ergebnisse der Copycamp-Konferenz in Warschau. Auch eine neue Studie im Auftrag des EU-Parlaments kann neuen Schutzrechten wenig Positives abgewinnen, wie Leonhard Dobusch auf netzpolitik.org resümiert.

Mozilla hat mit seiner Open-Source-Iniative MOSS bereits Projekte wie den Kriseninformationsdienst Ushahidi oder das sichere Betriebssystem Tails unterstützt, nun läuft eine neue Runde des Förderprogramms. Noch bis Ende Oktober können sich Open-Source-Projekte für die aktuelle Förderlinie bewerben.

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