iRights.info-Newsletter im August 2017

 

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Rechtsfragen im Netz

In einer gemeinsamen Themenreihe informieren iRights.info und die EU-Initiative klicksafe über Rechte und Pflichten im Internet. Zwölf Beiträge sind jetzt in aktualisierter Fassung verfügbar, für die neue Entwicklungen, Urteile und Gesetzesänderungen aufgegriffen wurden:

Vorgehensweise bei Abmahnungen: Post vom Anwalt, was tun?
Viele Website-Anbieter und Privatpersonen erhalten Abmahnungen, weil sie selbst oder Angehörige ihres Haushalts gegen Urheberrechte verstoßen haben sollen. Die Forderungen in den Abmahnungen sind häufig drastisch, die Fristen kurz. Wie sollte man sich in einem solchen Fall verhalten?

Speicherdienste: Wie legal sind Filehoster?
Wer die richtigen Seiten kennt, kann viele Filme, Musik, E-Books, Programme und Apps oder digitale Spiele kostenlos herunterladen. Die Dateien lagern oft auf Filehostern, auch Sharehoster oder One-Click-Hoster genannt. Doch der Download ist häufig nicht erlaubt. Und besonders beim Hochladen gilt es aufzupassen, um keine fremden Rechte zu verletzen.

Remixe und Mashups: Kreativ, vielfältig und meistens verboten
Texte, Töne, Bilder, Filme, Spiele: Der Fundus an digitalem Medienmaterial ist im Netz schier unerschöpflich. Wer es nicht nur konsumieren, sondern auf neue Weise verwenden will, gerät schnell an rechtliche Grenzen.

Datenschutz in sozialen Netzwerken: Meine Daten gehören mir
Soziale Netzwerke gehören zum Alltag. Dabei sammeln die Anbieter jede Menge Daten. Worauf sollten Nutzer achten? Wie können sie Einfluss nehmen und ihre Daten vor Missbrauch schützen?

Urheber- und Persönlichkeitsrechte in sozialen Netzwerken
Soziale Netzwerke sind der zentrale Kommunikationsort im Internet. Fotos, Videos, Musik, Texte – alles wird veröffentlicht. Verantwortlich dafür ist jeder Nutzer selbst. Eine Auseinandersetzung mit dem Persönlichkeits- und Urheberrecht ist wichtig, will man es nicht auf eine Abmahnung anlegen.

Fremde Inhalte auf eigenen Seiten
Etwas zu veröffentlichen, geht schnell: im eigenen Blog, in Sozialen Netzwerken oder auch in der Schülerzeitung. Wer alles selber macht, ist meist auf der sicheren Seite. Aber wer einige Bedingungen beachtet, kann oft auch fremde Bilder, Texte oder Musikstücke nutzen.

Cyber-Mobbing und was man dagegen tun kann (I): Erscheinungsformen, Gründe und Auslöser
Mobbing findet auch über Internet und Smartphone statt. Man spricht hier von „Cyber-Mobbing“ oder „Cyberbullying“. Was sind die Hintergründe und Spielarten des Phänomens, wie wird es rechtlich bewertet, was können Betroffene tun?

Cyber-Mobbing und was man dagegen tun kann (II): Immer das richtige Gegenmittel
Was tun bei Mobbing über soziale Netzwerke, Messenger oder im Web? Welche juristischen Gegenmittel gibt es und wann ist Cyber-Mobbing strafbar? Gegenmaßnahmen im Überblick.

Cyber-Mobbing und was man dagegen tun kann (III): Grundregeln für Betroffene
Es gibt ein paar Verhaltensregeln, die für Betroffene von Cyber-Mobbing schon manches vereinfachen können: Fünf Grundregeln.

Youtube und Co.: Darf ich Videos in meine Webseite einbetten?
Wird ein Video per Embedding auf der eigenen Website eingebunden, wird es angezeigt, als sei es dort gespeichert. Tatsächlich wird das Video aber nicht kopiert, sondern es bleibt an der Originalquelle und wird von dort gestreamt. Es stellt sich die Frage, ob das Embedding rechtlich ohne weiteres erlaubt ist.

Youtube & Co.: Abgreifen und Speichern von Video-Streams
Auf Videoportalen findet man Videos und Musik von bekannten und unbekannten Musikern und Filmemachern. Mit den entsprechenden Programmen lassen sich die Streams dauerhaft speichern. Ist das erlaubt?

Youtube, kinox.to & Co.: Filme gucken im Internet
Quellen für Videos im Netz gibt es viele – legale ebenso wie illegale. Wann können Nutzer Urheberrechte verletzen, wo drohen Abmahnungen oder andere Risiken?

OER und Recht

Zu Open Educational Ressources (OER) zählen Lehrmaterialien, die unter freien Lizenzen veröffentlicht werden. Eine neue Artikelreihe gibt Tipps zu rechtlichen und praktischen Aspekten von OER. Die Beiträge entstehen im Rahmen von Jointly, einem vom Bildungs- und Forschungsministerium geförderten Verbund zur Unterstützung von OER-Projekten, zu dessen vier Projektpartnern iRights e.V. zählt.

Fünf Tipps für gutes Lizenzieren von OER
Für offene Lernmaterialien haben sich Creative-Commons-Lizenzen weithin durchgesetzt, um sie leichter nutzbar zu machen. Die folgenden Tipps helfen dabei, eigene Materialien so zu veröffentlichen, dass andere sie möglichst leicht verwenden können.

Kombinieren, Bearbeiten, Remixen: OER richtig verwenden
Wenn offene Bildungsmaterialien unter freien Lizenzen stehen, ist das Weiterverwenden nicht nur erlaubt, sondern gewollt. Aber wann und wie darf man Materialien kombinieren und bearbeiten?

Weitere Beiträge

Leitfaden erläutert freie Lizenzen für Stiftungen
Die Bertelsmann-Stiftung hat einen Leitfaden veröffentlicht, der sich mit dem Einsatz freier Lizenzen durch Stiftungen beschäftigt. Vorgestellt wird in der 30-seitigen Broschüre das Lizenzmodell von Creative Commons, Gründe für den Einsatz durch Stiftungen und häufige Fragen dazu.

Kulturkampf ums Web: Das Ringen um einen Kopierschutz-Standard
Das Web-Gremium W3C ringt um einen Kopierschutz-Standard beim Streaming. US-Bürgerrechtler wollen die Verabschiedung auf den letzten Metern aufhalten. Die Technik ist bereits verbreitet, doch der Streit hat Symbolgehalt.

Reform mit Ausnahme: Ein unnötiges Geschenk für Zeitungsverlage
Die jetzt beschlossene Reform am Urheberrecht soll Bildung und Wissenschaft dienen, doch Zeitungs- und Zeitschriftenartikel wurden dabei ohne triftigen Grund weitgehend ausgenommen. Das hat die Reform beschädigt, kommentiert Céline Lalé.

Publikation

„Das Netz – Digitalization and Society“ jetzt auf Englisch als E-Book verfügbar
The digital magazine „Das Netz“ gathers writers, activists, scientists, politicians and entrepreneurs to think about the developments of our digital life. The magazine is published by iRights.Media, you can download a PDF for free or buy an E-Book (EPUB or Kindle).

Veranstaltungen

Am 1. September 2017 veranstaltet die Seite netzpolitik.org die diesjährige Ausgabe der Konferenz „Das ist Netzpolitik“ im Kosmos-Kino Berlin. Eine Programmvorschau ist bereits verfügbar, ebenso der Ticket-Vorverkauf. Zu den Themen gehören unter anderem Datenschutz, Recht und Regulierung des Internets der Dinge, die E-Privacy-Richtlinie und die europäische Urheberrechtsreform. Unter den zahlreichen Sprecherinnen und Sprechern ist auch Till Kreutzer, Mitherausgeber von iRights.info.

Save the date: Am 19. und 20. Oktober 2017 findet wieder die Konferenz „Zugang gestalten“ statt, in diesem Jahr in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. Sie behandelt die Digitalisierung des kulturellen Erbes und wird von einem breiten Kreis an Kultureinrichtungen und Organisationen getragen, darunter iRights.info. Das Motto lautet „Working together“, erste Informationen und Registrierung unter zugang-gestalten.de.

Ausschreibung

Für das Projekt „Die neuen Verbraucher” sucht iRights e.V. ab 1. September 2017 eine/n Projektmitarbeiter/in (20 h/Woche). Das vom Justiz- und Verbraucherschutzministerium geförderte Projekt arbeitet gemeinsam mit Geflüchteten an Ideen für bessere digitale Verbraucherschutzinformationen.

Anderswo im Web  

Bis zu 30.000 Euro können Programmierer bei der dritten Runde der Prototype-Förderung bekommen, um Freie-Software-Projekte mit einem Schwerpunkt auf Diversität zu entwickeln. Infos auf netzpolitik.org.

Autorinnen und Autoren in der Verwertungsgesellschaft VG Wort haben zusammen auf rund 5 Mio. Euro der Rückzahlungen verzichtet, die ihnen nach dem BGH-Urteil zur Kopiervergütung zugestanden hätten, berichtet buchreport.de. Die Verlage, die am Verzichtsverfahren teilnehmen, müssen nun 30 Mio. Euro für die Jahre 2012 bis 2015 zurückzahlen.

Die Schattenbibliothek Sci-Hub kann Anfragen ihrer Nutzer nach wissenschaftlichen Artikeln, die in klassischen Fachzeitschriften publiziert wurden, zu weiten Teilen nahezu vollständig nachkommen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des US-Forschers Daniel Himmelstein und seiner Kollegen. Großen Wissenschaftsverlagen dürfte die Entwicklung noch deutlich zusetzen, so das Fazit des „Standard“.

Der New Yorker Dichter und Literaturprofessor Kenneth Goldsmith hat die Methode des „Uncreative Writing“ geprägt. Sein nun auf Deutsch verfügbares Buch ist „eine Hymne an die Appropriation, Replikation, Piraterie, Plünderung“, so Mithu Sanyal im Deutschlandfunk.

Und nun zum Wetter: Modellvorhersagen, Radardaten sowie aktuelle Mess- und Beobachtungswerte stellt der Deutsche Wetterdienst jetzt als Open Data bereit – als Folge einer Gesetzesänderung, jedoch nicht unter einer etablierten Lizenz, wie golem.de anmerkt.

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Bild im Header: FolsomNatural, CatPlay3 (Ausschnitt), CC BY.

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