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Neu bei iRights.info

iRights.info-Newsletter im Juli 2023

Liebe Leser, liebe Leserinnen,
bevor wir Ihnen einen Überblick über die Neuigkeiten der vergangenen Monate geben, möchten wir uns mit einer Bitte an Sie wenden: Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen und haben über die gemmeinnützige Plattform Betterplace eine Möglichkeit zur Spende eingerichtet.

Hier können Sie iRights.info – einmalig oder mehrmalig – Spenden zukommen lassen und erhalten dafür auch eine entsprechende Spendenquittung. Und wenn Sie es sich noch überlegen wollen: In vielen unserer Artikel finden Sie einen kleinen grünen Button rechts unten, über den Sie direkt zu Betterplace geführt werden. Dort lassen sich bequem die bemötigten Daten eintragen (Paypal, Lastschrift, Überweisung oder Kreditkarte sind dabei möglich). Wir danken Ihnen schon jetzt herzlich für Ihre Unterstützung!

Was ist passiert in den vergangenen Monaten?

Ein kleiner Rückblick

Seit unserem letzten Newsletter im März sind die Temperaturen deutlich angenehmer geworden. Eine gute Gelegenheit, im Liegestuhl auf die Themen der letzten Monate zurückzublicken. Das Thema Open Access bleibt ein Dauerbrenner, auch bei uns. Die Prophezeiung des US-amerikanischen Historikers Peter Baldwin, der 2014 in einem Interview mit iRights.info meinte, dass man in zehn Jahren nicht mehr über Open Access in der Wissenschaft sprechen werde, hat sich definitiv nicht erfüllt.
  • Noch immer gibt es Widerstände, Beiträge für alle zugänglich zu veröffentlichen. Selbst vor Gericht wird darum gestritten. Ein Fall hat es bis zum Bundesverfassungsgericht geschafft, möglicherweise kommt eine Entscheidung noch in diesem Jahr. Georg Fischer hat hier zusammengefasst, worum es beim juristischen Widerstand gegen das Zweitveröffenlichungsrecht konkret geht.
  • Weil für das wissenschaftliche Arbeiten das Sammeln und Auswerten von Daten einfach dazugehört, muss bei einer Open-Access-Veröffentlichung auch an ein sinnvoll nutzbares Forschungsdatenmanagement gedacht werden. Gerade wenn die Arbeit finanziell gefördert wird, verlangen die Geldgeber in der Regel, dass die zugrundeliegenden Daten veröffentlicht werden. Christoph Hornung erläutert hier die Grundlagen und Potentiale des Forschungsdatenmanagements.
  • Eine Übersicht über geeignete Suchmaschinen für Open-Access-Veröffentlichungen, gibt Christoph Hornung in diesem Beitrag.
  • Natürlich haben wir auch einen Beitrag zu dem Digitalthema derzeit – Künstliche Intelligenz – im Repertoire. Georg Fischer erklärt hier, wie gut sich KI-generierte Inhalte und offene Bildungsmaterialien (OER) vertragen.
  • In weiteren Beiträgen haben wir uns datenschutzrechtlichen Fragen und den urheberrechtlichen Aspekten eines Prince-Porträts von Andy Warhol und dessen aktueller Bewertung durch ein US-Gericht gewidmet. Und wie immer haben wir auch auf anderen Seiten gestöbert und geben Tipps, was es sonst noch Lesenwertes im Netz gibt.
Wir hoffen, dass das ein oder andere Thema Ihr Interesse findet, und wünschen Ihnen eine gute Lektüre. Genießen Sie den Sommer!

Mit besten Grüßen
Georg Fischer und Peggy Fiebig



    Für Ideen, Fragen und Feedback stehen wir Ihnen wie immer per Mail unter redaktion@irights.info zur Verfügung. Auch auf Twitter, Facebook, Telegram und LinkedIn sind wir zu finden.

    Open Educational Resources

    Bildungsmaterialien systematisch auf OER-Kriterien prüfen: Das praxiserprobte OER-Prüfinstrument

    Wer mit offenen Bildungsmaterialien arbeitet, ist früher oder später mit Lizenzfragen konfrontiert, etwa bei der Kombination verschiedener OER. Ein OER-Prüfinstrument hilft in sieben Schritten dabei, die OER-Tauglichkeit zu prüfen und einzuschätzen. Tiefere juristische Kenntnisse sind dafür nicht vorausgesetzt. Wir erklären die Checkliste und ihre Anwendung.

    Freie Lizenzen

    KI und OER: Wie gut passen sie zusammen?

    KI-Technologien laden dazu ein, wie durch Zauberhand neue Texte, Bilder oder Musik generieren zu lassen. Unter bestimmten Umständen eignen sich KI-Schöpfungen gut als OER. Doch die Entwicklung ist dynamisch. Nicht auf alle urheberrechtlichen Fragen gibt es derzeit Antworten.

    Wissenschaft + Open Access

    Zweitveröffentlichungsrecht und Causa Konstanz: Bundesverfassungsgericht vor Entscheidung

    2023 endlich will das Bundesverfassungsgericht im Streit um das Zweitveröffentlichungsrecht entscheiden. Im Kern geht es um die Frage, ob Wissenschaftler*innen vorgeschrieben werden darf, dass diese ihre Aufsätze nach zwölf Monaten frei zugänglich zweitveröffentlichen. Was macht die Regelung so anstößig, dass Jura-Professor*innen dagegen klagten?

    Wissenschaft + Open Access

    Open-Access-Fachliteratur gezielt suchen und finden: 13 Anlaufstellen für die Recherche

    Wer studiert oder forscht, ist auf wissenschaftliche Fachpublikationen angewiesen. Dank Open Access erscheinen immer mehr davon kostenlos und frei zugänglich für alle Interessierten. Mit welchen Suchmaschinen man die richtigen Open-Access-Veröffentlichungen gezielt recherchieren und finden kann, trägt Christoph Hornung in einer praktischen Übersicht zusammen.

    Gutachten auf Englisch erschienen

    Innovation im Urheberrecht: Was ist ein „Pastiche“?

    Der Pastiche verbessert die Kommunikation im digitalen Raum – denn er macht legal, was zuvor meist rechtswidrig war: zum Beispiel Remixes, Fan Fiction und Memes. Doch gibt es Regeln zu beachten. Welche das sind, erklärt ein aktuelles Rechtsgutachten, das es jetzt auch in englischer Sprache gibt.

    Fair Use

    Andy Warhols farbige Prince-Porträts sind doch nicht erlaubte Foto-Bearbeitungen [Update]

    Andy Warhol ist bekannt für seine Kunst, die vorhandene Werke nutzt und umarbeitet. Die Fotografin Lynn Goldsmith sieht allerdings in seinen Bearbeitungen ihres Prince-Fotos ihre Urheberrechte verletzt. Ein New Yorker Richter urteilte 2019, dass Warhols Adaptionen unter die vom US-amerikanischen Fair-Use-Prinzip abgedeckten Erlaubnisse fallen. Diese Entscheidung hob der Supreme Court nun auf.

    Interview mit Datenschutzexperten

    Lösch und weg? Datenlöschung und die DSGVO

    Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht ein „Recht auf Löschung“ personenbezogener Daten vor. Doch ab wann Daten als gelöscht gelten, ist eine knifflige Frage. Im Interview mit iRights.info erklären die beiden Experten Joerg Heidrich und Christoph Wegener die wichtigsten Punkte zum richtigen Löschen.

    Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

    Datenschutz: Worauf muss ich beim Versand von Newslettern achten?

    Newsletter sind ein beliebtes Tool, um andere auf eigene Produkte oder auf selbst erstellte Inhalte aufmerksam zu machen. Es geht ja auch ganz einfach: Per Email erhält eine Vielzahl von Adressaten in regelmäßigen Abständen alle wichtigen Informationen. Allerdings: Der Datenschutz spielt hier eine gewichtige Rolle. Worauf es dabei ankommt.

    Webanalyse

    Matomo-Praxisbericht: Wie sich das offene Webanalyse-Tool in der Anwendung macht

    Mit Matomo lassen sich Nutzungsdaten für Websiten erheben und auswerten. Wie ist die offen lizenzierte Software zu installieren? Und wie schlägt sie sich im Alltag, auch im Vergleich mit dem Angebot des Branchenriesen Google? Das hat sich Alexander Baetz genauer angesehen.

    Digitales Publizieren

    Die Kunst, sich selbst zu verlegen

    YouTube, Blogs, Repositorien: Unüberschaubare Mengen an Inhalt erscheinen jeden Tag auf digitalen Plattformen. Und mit Künstlicher Intelligenz dürfte es bald sogar noch mehr sein. Wie alltäglich ist das Veröffentlichen mit dem Internet geworden? Und was bedeutet der Wandel für Forschung und Kultur? Fragen, denen die Konferenz „Banales Publizieren“ kürzlich nachging.

    Wissenschaft + Open Access

    Wieso Forschungsdatenmanagement künftig zum wissenschaftlichen Alltag gehört

    Daten sammeln, auswerten und sie der wissenschaftlichen Gemeinschaft verfügbar machen – das gehört zum Alltag vieler Forscher*innen. Je mehr und unterschiedliche Daten dabei zusammen kommen, desto notwendiger wird ein sorgsamer Umgang mit ihnen. Christoph Hornung über Grundlagen und Potentiale des Forschungsdatenmanagements.

    Webschau

    Urfassung des Grundgesetzes online – Open-Access-Vertragsgenerator – E-Lending: Podcast und Umfrage

    Zum 74. Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland muss niemand für das gemeinfreie Original des Grundgesetzes unter die Erde steigen: Ein Digitalisat ist nun online verfügbar. Ein Online-Vertragsgenerator hilft dabei, passgenaue Musterverträge für Open-Access-Publikationen zu generieren. Und das Justizministerium startet eine Umfrage zum E-Lending in Bibliotheken.

    Aktuelle Neuerscheinungen unter Mitarbeit von iRights.info

    Rechtsfibel Digitalisierung – Social Media ins Archiv – „Doing Research“: Creative Commons, Verlagswesen

    Mehrere Publikationen unter Beteiligung von iRights.info sind kürzlich per Open Access erschienen. Darunter die „Rechtsfibel für Digitalisierungsprojekte in Kulturerbe-Einrichtungen“, ein Gutachten zur Archivierung von Social-Media-Inhalten sowie Buchkapitel zu Creative Commons und dem wissenschaftlichen Verlagswesen.

    Was sonst noch interessant ist im Netz Empfehlungen aus der Redaktion

    Rechtsgutachten von Paul Klimpel und Fabian Rack

    "Audiovisuelle Materialien in Forschung und Lehre – eine Übersicht zu urheberrechtlichen Aspekten" (PDF bei Zenodo-Repositorium)


    digiS-Förderprogramm

    Bewerbungsfrist endet am 21. Juli: Ausschreibung für das Förderprogramm zur Digitalisierung des kulturellen Erbes Berlin für das Jahr 2024 der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (digiS)


    Veranstaltungsbericht

    Wie es gelingt, Wissen zu demokratisieren: Rückblick auf die Diskussionsveranstaltung „Berlin goes Open Research!?!“ im Mai 2023 (Open Access Büro Berlin)


    Podcast bei Deutschlandfunk Nova

    Open Hardware: Sechs offene Erfindungen für alle. Ein Bericht über die von der Open Knowledge Foundation geförderten Projekte (DLF Nova)

    ARD-Dreiteiler

    "Dirty Little Secrets" Aufwändige Reportage über dubiöse Vorgänge in der Musikindustrie, insbesondere bei Spotify, Musiklabels und beim Ticketverkauf über Eventim (ARD-Mediathek)

    Meinung

    Von Mastodon für eine offenere Forschungsinfrastruktur lernen: Lambert Heller vom Open Science Lab analysiert die offene Twitter-Alternative (Tagesspiegel Background)

    The Guardian Podcast

    "Is it the beginning of the end for scientific publishing?" Einführung in das Geschäft der wissenschaftlichen (Groß-)Verlage und warum sich zunehmend Wissenschaftler*innen von diesen abwenden. (theguardian.com)


    Bericht

    Open4De: In diesem Landscape Report werden Ergebnisse aus dem BMBF-geförderten Verbundprojekt “Stand und Perspektiven einer Open-Access-Strategie für Deutschland - Open4DE” vorgestellt. (Pubpub-Repositorium)


    Artikel bei The Verge

    "Who killed Google Reader? Ten years after its untimely death, the team that built the much-beloved feed reader reflects on what went wrong and what could have been." (theverge.com)

    Bildnachweise

    Buchvo
    1. Laura Hoffmann unter CC BY-2.0.
    2. Henry Steinhau (iRights.Lab) unter CC BY-SA-4.0
    3. DALL·E prompt „woman taking a selfie with her smartphone in the style of Monet“ in zwei Varianten (gemeinfrei)
    4. Mehr Demokratie e.V. unter CC BY SA
    5. PD / gemeinfrei
    6. Van Gogh und Batman: Pastiche von James Hence (Ausschnitt: iRights.info)
    7. Andy Warhol mit Hund, fotografiert von Jack Mitchell, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
    8. sammynetbook unter CC BY-2.0 (Ausschnitt: iRights.info)
    9. Wiener Postbote, Wikimedia Commons unter CC BY-4.0 (Ausschnitt: iRights.info)
    10. Matomo in WordPress: Installation als Plugin (Screenshot: Alexander Baetz für iRights.info)
    11. UHDL, PD / gemeinfrei
    12. University of Michigan, DNA Lab unter CC BY-2.0
    13. Original Grundgesetz im Barbarastollen (Aufnahme: Jörgens.mi; Ausschnitt: iRights.info) unter CC BY-SA-3.0
    14. Cover der drei Publikationen
    15. Zeitungleser, Public Domain / gemeinfrei
    Wenn Sie Hinweise auf Veranstaltungen, Texte und Veröffentlichungen zu den Themen Urheberrecht, Datenschutz, Digitalisierung und ähnlichem haben, freuen wir uns auf E-Mails an redaktion@irights.info.

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