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	<title>iRights.info - Blog &#187; Universal Music</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen: Mehr Geld für tote Musiker?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 13:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten sprechen sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen eine Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen aus. Sie warnen vor einer Zunahme der Piraterie, wenn das Urheberrecht Lobbyinteressen geopfert wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten sprechen sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen eine Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen aus. Sie warnen vor einer Zunahme der &#8220;Piraterie&#8221;, wenn das Urheberrecht Lobbyinteressen geopfert wird.<br />
<span id="more-995"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/e6be939798b94e1f8a82ea9dfa2f2643" width="1" height="1" alt=""><br />
Am 23. März hat das EU-Parlament die Wahl. Die Parlamentarier können ihren Wählern einen Dienst erweisen &#8212; oder den vier großen Musikkonzernen. Am 23. März findet im Parlament die Abstimmung über eine EU-Richtlinie zur Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzfrist für Musikaufnahmen statt. Auf Initiative des irischen Binnenmarktkommissars Charlie McCreevy soll die Schutzfrist von 50 auf 95 Jahre verlängert werden.</p>
<p>Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten <a href="http://www.cippm.org.uk/downloads/Press%20Release%20Copyright%20Extension.pdf" target="_blank">warnen</a> (PDF) zum wiederholten Mal davor, die Schutzfrist zu verlängern:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine solche Verlängerung [...] wird der europäischen Kultur und Wirtschaft schaden. [...] Wenn Europa seine Innovationsfähigkeit behalten will, darf es nicht in einem Moment großer technologischer Umwälzungen die gegenwärtige Industriestruktur zementieren. Es darf die digitalen Schöpfer und Archive nicht an der Erforschung der Musik hindern, die ja schon längst bezahlt ist.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.cippm.org.uk/downloads/Studies_and_Signatories.pdf" target="_blank">Unabhängige Studien</a> (PDF) haben wiederholt belegt, dass eine Schutzfristverlängerung zu Lasten der Allgemeinheit gehen würde. Profitieren würden davon praktisch ausschließlich die vier großen Musikkonzerne Universal Music, Sony/BMG, EMI und Warner Music. Diese haben seit Mitte des 20. Jahrhunderts die ganz überwiegende Mehrheit der Rechte an den weltweit gemachten Musikaufnahmen aufgekauft.</p>
<p>Die Wissenschaftler glauben, vielen Musikern ist nicht recht klar, was die Schutzfristverlängerung bedeutet. Profitieren werden überwiegend die Musikkonzerne und ein paar wenige, noch lebende Musiker. Zahlen müssen das Publikum und die heute aktiven Musiker. Die Tantiemen für die Aufnahmen der toten Musiker fließen hingegen zum größten Teil in die Tresore der Musikkonzerne.</p>
<p>Viele Musiker, die in den 40er, 50er und 60er Jahren Plattenaufnahmen gemacht haben, sind bereits verstorben. Manche sind sehr reich geworden, andere haben mit ihrer Musik keinen Cent verdient. Die Rechte an ihren Plattenaufnahmen, die bei Universal &amp; Co. lagen oder liegen, sind überwiegend bereits abgelaufen, oder stehen kurz davor. Nach Ablauf der Schutzfrist darf im Prinzip darf jeder diese Plattenaufnahmen verwenden und verbreiten, gegebenenfalls gegen Zahlung von Urheberabgaben an eine Verwertungsgesellschaft. So wird mehr Musik zu günstigen Preisen verfügbar. Auch der Vertonung eigener Videos mit 50er-Jahre-Hits steht kein prinzipielles Hindernis mehr im Wege. Wird die Schutzfrist am 23. März verlängert, ist es mit dieser Freiheit vorbei.</p>
<p>Den Musikhörern wird das nicht egal sein, warnen die Wissenschaftler: &#8220;Das Publikum wird sich nicht für dumm verkaufen lassen. Wenn das Urheberrechtsgesetz zynischerweise seiner eigentlichen Bestimmung nicht mehr dient, wird Piraterie zu einer leichten Alternative.&#8221; Fast 16.000 Bürger haben bereits eine von Sound Copyright initiierte <a href="http://www.soundcopyright.eu/petition" target="_blank">Online-Petition</a> gegen die Schutzfristverlängerung unterzeichnet.</p>
<p>Die Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen wäre im Übrigen nur der Anfang. Der deutsche Kulturrat hat im September 2008 schon eine vergleichbare Verlängerung für Musikvideos <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/10/09/kulturrat-bekraftigt-forderung-nach-schutzfristverlangerung/" target="_self">gefordert</a>. Dem haben sich die Filmschaffenden <a href="http://www.euronews.net/de/article/03/03/2009/europ-actors-call-for-equal-rights/" target="_blank">angeschlossen</a>.</p>
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		<title>Britische YouTube-Nutzer gucken in die Röhre</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 20:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Googles Video-Ableger YouTube konnte sich mit der britischen Verwertungsgesellschaft PRS nicht über Urheberabgaben für Videos einig werden. In der Folge wird britischen Nutzern der Zugang zu Musikvideos gesperrt. Der Konflikt steht beispielhaft für die Umbrüche bei den Verwertungsgesellschaften.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Googles Video-Ableger YouTube konnte sich mit der britischen Verwertungsgesellschaft PRS nicht über Urheberabgaben für Videos einig werden. In der Folge wird britischen Nutzern der Zugang zu Musikvideos gesperrt. Der Konflikt steht beispielhaft für die Umbrüche bei den Verwertungsgesellschaften.</p>
<p><span id="more-966"></span></p>
<p><em>Sendepause </em>&#8211; YouTube hat damit begonnen, britischen Nutzern den Zugang zu Videos von U2, The Killers und anderen Bands und Musikern zu versperren. Schuld daran sein soll die britische Verwertungsgesellschaft Performing Rights Society (PRS), erklärte YouTube. In den Verhandlungen über Urheberabgaben für gesendete Videos soll die PRS auf für YouTube nicht akzeptablen Preisvorstellungen beharrt haben.</p>
<p>Dazu <a href="http://uk.youtube.com/blog?entry=UaUSnLJ1wWE" target="_blank">sagte</a> Patrick Walker, bei YouTube in Europa für Videogeschäfte zuständig:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir hatten in Großbritannien eine Lizenz von der Verwertungsgesellschaft PRS für die Sendung von Musikvideos die uns unsere Partnerplattenfirmen zur Verfügung gestellt haben. Nun verlangt die PRS mit einem Mal viel, viel mehr Geld für die Lizenz als vorher. Die Kosten sind für uns einfach prohibitiv hoch. Ginge es nach den Vorstellungen der PRS, würden wir bei jedem Abspielen eines Video draufzahlen. Außerdem weigert sich die PRS, uns mitzuteilen, welche Lieder von der Lizenz erfasst sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Da die bisher geltende PRS-Lizenz für YouTube abgelaufen ist, verfügt das Unternehmen nicht mehr über die Berechtigung zur Online-Bereitstellung von Musikvideos in Großbritannien. Daher sieht sich YouTube zu dem drastischen Schritt veranlasst, britischen Nutzern den Zugriff auf Musikvideos zu versperren. Google kündigte zugleich an, die Verhandlungen mit der PRS fortzusetzen.</p>
<p>Die PRS wehrt sich in einer Pressemitteilung und wirft YouTube übereiltes Handeln vor. Laut PRS hätte Google die Sperrmaßnahmen ohne vorherige Ankündigung und &#8220;mitten in den laufenden Verhandlungen&#8221; verfügt.</p>
<p>Dazu <a href="http://www.prsformusic.com/about_us/press/latestpressreleases/Pages/PRSforMusicStatementGoogleYouTube.aspx" target="_blank">erklärte</a> PRS-Direktor Steve Porter am Montag:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir sind schockiert und frustriert. Heute Nachmittag erfuhren wir per Telefon von Googles drastischer Aktion. Wir glauben, dass damit nur die britischen Verbraucher und die Songschreiber, die wir vertreten, bestraft werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aus Sicht der PRS sollen die geforderten Lizenzzahlungen nicht zu hoch sein. Vielmehr wolle Google weniger zahlen als bisher.</p>
<p>Mark Mulligan, Vizedirektor beim Marktforschungsunternehmen Forrester, bleibt gelassen. Er ist der Meinung, die Streithähne würden sich schon einigen, weil sie beide zu viel zu verlieren hätten. Mulligan <a href="http://musicindustryblog.wordpress.com/2009/03/09/why-its-in-everyones-interest-to-get-music-videos-back-on-youtube-in-the-uk/" target="_blank">im Wortlaut</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;UK consumers needn’t worry too much. The music videos will be back. Once the grandstanding is over both parties will hit upon a compromise.<span> </span>Music video is too important to YouTube not to reach an agreement, just as YouTube is too important a revenue stream for PRS. Until they do UK music fans have plenty of alternatives, such as Daily Motion and of course file sharing networks. And there’s very strong reason why the labels, PRS and even YouTube don’t want YouTube’s loss to be Bit Torrent’s gain.&#8221;</p></blockquote>
<h3>Verwertungsgesellschaften im Umbruch</h3>
<p>Googles/YouTubes Argument, daß die PRS nicht genau sagen könne, welche Musikstücke eigentlich lizenziert würden, verdient etwas mehr Aufmerksamkeit. Im Verlauf des letzten Jahres haben die Musikverlage der großen Musikkonzerne allesamt mehr oder weniger exklusive Verträge mit einzelnen Verwertungsgesellschaften über die Online- und Mobilfunk-Vermarktung von Rechten am anglo-amerikanischen Repertoire der Verlage in der EU geschlossen:</p>
<ul>
<li>Sony/ATV Music Publishing mit der deutschen GEMA;</li>
<li>Warner/Chappell Music mit der niederländischen BUMA/STEMRA;</li>
<li>EMI Music mit <a href="http://www.celas.eu/" target="_blank">CELAS</a>, einem Gemeinschaftsunternehmen (GmbH mit Sitz in München) von GEMA und der britischen MCPS/PRS (schon 2006 gegründet);</li>
<li>Universal Music mit der französischen SACEM.</li>
</ul>
<p>Ein Großteil der unabhängigen Musikunternehmen ist an der Lizenzagentur <a href="http://www.merlinnetwork.org/home/" target="_blank">MERLIN</a> beteiligt. (*)</p>
<p>Die Lizenzen decken wie gesagt erst einmal das anglo-amerikanische Repertoire ab. Nach und nach werden die Musikverlage aber wohl ihre Verträge über das europäische Repertoire mit den nationalen Verwertungsgesellschaften auslaufen lassen &#8212; das dauert ein paar Jahre &#8212; und sie dann ebenfalls über exklusive Verträge mit einzelnen Verwertungsgesellschaften oder Verwertungsunternehmen wie CELAS vermarkten.</p>
<p>Die vier großen Majors halten zusammen vielleicht zwischen 70 und 80 Prozent Marktanteil. Wir haben es also in der EU mit einem klassischen Oligopol zu tun bekommen, das die nationalen Monopole der Verwertungsgesellschaften abgelöst hat.</p>
<p>Die exklusiven Verträge der Musikverlage mit den Verwertungsgesellschaften haben zur Folge, dass Unternehmen wie Google/YouTube, RealNetworks, Nokia usw. usf. jetzt mit mehreren Verwertungsgesellschaften Lizenzverträge (wohl zu unterschiedlichen Bedingungen) über die Nutzung von Urheberrechten (für Texte und Kompositionen) in der EU aushandeln müssen. Dafür gelten die Lizenzen dann auch EU-weit. Bisher konnten/mußten die Unternehmen Lizenzen immer mit vielen einzelnen, den nationalen Verwertungsgesellschaften aushandeln, die dann jeweils nur landesweit galten.</p>
<p>Für alle anderen Länder außerhalb der EU gilt übrigens weiterhin, dass die Lizenzen je nach den nationalen Gegebenheiten ausgehandelt werden müssen.</p>
<p>Ich kenne die Lizenzbedingungen der Verwertungsgesellschaften nicht, die Google/YouTube angeboten worden sind. Ich halte es aber durchaus für vorstellbar, daß sich die Lizenzabgaben für die nötigen Verträge auf betriebswirtschaftlich schwer vertretbare Beträge summieren. Könnte sein. Vielleicht erfahren wir in der Zukunft mehr.</p>
<p>PS: Mehr Informationen zu CELAS gibt es übrigens via Google-Buchsuche, z.B. <a href="http://books.google.com/books?id=db-Q7G1MFNsC&amp;pg=PA816&amp;dq=celas&amp;hl=de#PPA812,M1" target="_blank">hier</a>. Dort steht etwas Interessantes:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Verteilung der Lizenzerträge, die sich aus der Wahrnehmung des Anglo-Amerikanischen EMI-Verlagsrepertoires durch die CELAS GmbH ergeben, richtet sich nach den Verteilungsbestimmungen der CELAS GmbH in Übereinstimmung mit den Vorgaben der EMI Music Publishing.&#8221; (Reinhold Kreile, Recht und Praxis der GEMA: Handbuch und Kommentar, 2. Aufl., 2008, S. 816.)</p></blockquote>
<p>Diese Ausführungen sind ja sehr kurz. Vielleicht verstehe ich das bloß falsch, aber ich habe den Eindruck, hier hat sich der Bock selbst zum Gärtner gemacht.</p>
<p>Die CELAS ist rechtlich (bisher?) keine Verwertungsgesellschaft. Zwar hat sie ihren offiziellen Sitz in München, aber die in Deutschland geltenden gesetzlichen Bestimmungen über Verwertungsgesellschaften finden keine Anwendung. (Wäre die CELAS eine Verwertungsgesellschaft würde sie der Aufsicht durch das deutsche Patentamt (DPMA) und das Bundeskartellamt unterliegen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verwertungsgesellschaft" target="_blank">Siehe Wikipedia.</a>)</p>
<p>Ja, wo bleiben denn da die Urheber &#8212; Komponisten und Texter &#8211;, wenn der Verlag wie bei der CELAS die Vorgaben darüber machen darf, wie er seine Einnahmen verteilt?</p>
<p>Im Moment sind überwiegend anglo-amerikanische Urheber betroffen. Wenn EMI aber in Zukunft vielleicht den Wahrnehmungsvertrag mit der GEMA nicht verlängert, sondern die Verlagsrechte in die GEMA-Tochter CELAS GmbH überführt, die ja keine VG ist, könnten sich die deutschen Urheber mit EMI-Verträgen schnell in derselben Lage wiederfinden. Zeit, aufzuwachen?</p>
<p>(*) Kurzer Nachtrag vom 14.3.: MERLIN vergibt &#8212; jedenfalls bisher &#8212; ausschließlich Lizenzen für Musikaufnahmen, nicht für die Urheberrechte an Kompositionen und Texten. Dafür sind weiterhin die nationalen Verwertungsgesellschaften zuständig.</p>
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		<title>Videohoster Veoh siegt vor Gericht gegen Universal Music</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/01/06/videohoster-veoh-siegt-vor-gericht-gegen-universal-music/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 13:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klagen]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[A. Howard Matz]]></category>
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		<category><![CDATA[Veoh]]></category>

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		<description><![CDATA[Online-Videohoster verstoßen nicht gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA), wenn sie die Videos ihrer Nutzer in andere Formate in ein anderes Format konvertieren. Das hat ein US-Gericht festgestellt und eine Klage von Universal gegen Veoh abgewiesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Online-Videohoster verstoßen nicht gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA), wenn sie die Videos ihrer Nutzer in andere Formate konvertieren. Das hat ein US-Gericht festgestellt und eine Klage von Universal gegen Veoh abgewiesen.</p>
<p><span id="more-766"></span></p>
<p>Die Universal Music Group verliert in den USA erneut vor Gericht. Am vorletzten Tag des vergangenen Jahres entschied ein Bundesgericht, dass Online-Videohoster wie <a href="http://www.veoh.com/" target="_blank">Veoh</a> Videos ihrer Nutzer in andere Formate konvertieren dürfen. Auch die automatische Herstellung von Videostücken und die Bereitstellung von Videos via Streaming oder zum Download sind durch den DMCA gedeckt, <a href="http://www.eff.org/files/UMG%20v%20Veoh%20order.pdf" target="_blank">entschied</a> (PDF) der Richter. Universal hatte gegen Veoh geklagt und argumentiert, dass sich der Dienst wegen dieser vier Funktionen nicht auf die Schutzklauseln des DMCA für Service-Provider berufen könne, wenn die Nutzer Videos hochladen, die Universals Urheberrecht verletzen.</p>
<p>Immer wieder kommt es vor, dass Veoh-Nutzer Videos hochladen, die Rechte Dritter verletzen. Das betrifft auch Videos mit Musik, an denen Universal die Verwertungsrechte hält. Veoh hat in der Vergangenheit auf Anforderung solche Videos gelöscht und auch Filtertechnologie installiert, um den erneuten Upload der Videos zu verhindern. Die Nutzungsbestimmungen von Veoh sehen zudem vor, dass Nutzer des Videohosting-Dienstes nur solches Videomaterial hochladen dürfen, an dem sie die notwendigen Rechte zur Verbreitung haben.</p>
<p>Richter A. Howard Matz  kam nach gründlicher Prüfung der bisherigen Rechtsprechung und der Gesetzeslage zu dem Schluss, dass Veoh ausreichende Vorkehrungen gegen Urheberrechtsverletzungen durch seine Nutzer getroffen hat. Anders als Universal sah Richter Matz daher keinen Verstoß gegen die Safe-Harbor-Bestimmungen des DMCA und wies Universals Klage ab.</p>
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		<title>Universal Music legt positive Gewinnzahlen vor</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/09/03/universal-music-legt-positive-gewinnzahlen-vor/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 09:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Universal Music]]></category>

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		<description><![CDATA[Universal Music geht es deutlich besser, wie aus den jüngst vermeldeten Gewinnzahlen hervorgeht. Vor Steuern stieg der Gewinn im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um satte 17,7 Prozent auf 259 Millionen Euro, meldet Musikmarkt. Die Gewinnsteigerung verdankt sich vor allem dem florierenden Digitalgeschäft und steigenden Marktanteilen in den USA und Japan.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Universal Music geht es deutlich besser, wie aus den jüngst vermeldeten Gewinnzahlen hervorgeht. Vor Steuern stieg der Gewinn im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um satte 17,7 Prozent auf 259 Millionen Euro, <a href="http://www.musikmarkt.de/site/start/il/1/bid/35540/ridtb/112/pid/1" target="_blank">meldet</a> Musikmarkt. Die Gewinnsteigerung verdankt sich vor allem dem florierenden Digitalgeschäft und steigenden Marktanteilen in den USA und Japan.</p>
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		<title>Major-Labels verlassen IFPI Hongkong</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/08/21/major-labels-verlassen-ifpi-hongkong/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 16:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie Music 2.0 berichtet, haben die vier großen Plattenfirmen (aka &#8220;Labels&#8221;) &#8212; Universal, Warner, Sony und EMI &#8212; die lokale Niederlassung der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) &#8220;aus geschäftlichen Gründen&#8221; verlassen. Ein Sprecher von Sony Music erklärte dazu: &#8220;Europa und die USA haben verschiedene Verbände für die Musikwirtschaft die unterschiedliche Firmen mit unterschiedlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Music 2.0 <a href="http://www.music2dot0.com/archives/132" target="_blank">berichtet</a>, haben die vier großen Plattenfirmen (aka &#8220;Labels&#8221;) &#8212; Universal, Warner, Sony und EMI &#8212; die lokale Niederlassung der International Federation of the Phonographic Industry (<a href="http://www.ifpi.com/" target="_blank">IFPI</a>) &#8220;aus geschäftlichen Gründen&#8221; verlassen. Ein Sprecher von Sony Music erklärte dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;Europa und die USA haben verschiedene Verbände für die Musikwirtschaft die unterschiedliche Firmen mit unterschiedlichen Interessen und Perspektiven&#8230;vertreten. Plattenfirmen entwickeln sich ganz unterschiedliche weiter und es ist Zeit, eine neue Organisation zu schaffen, um die Entwicklungen zu koordinieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es wird sicher spannend sein, das zu beobachten.</p>
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		</item>
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		<title>Fundstücke zur Kreativwirtschaft</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/04/22/fundstucke-zur-kreativwirtschaft-3/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 11:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Tagtäglich gebiert der Moloch Internet Neuigkeiten aller Art, unterhaltsame und öde, relevante und obskure. Hier die aktuelle Auswahl, handverlesen (oder muß das jetzt Hand verlesen heißen…?). Wikipedia bei Bertelsmann Bertelsmann druckt Wikipedia nach, berichtet der Heise Newsticker. Wikimedia-Deutschland-Vorstandsmitglied Mathias Schindler ist erfreut: „Es wird weltweit das erste gedruckte allgemeine Nachschlagewerk auf Basis von Wikipedia-Inhalten sein“. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Tagtäglich gebiert der Moloch Internet Neuigkeiten aller Art, unterhaltsame und öde, relevante und obskure. Hier die aktuelle Auswahl, handverlesen (oder muß das jetzt Hand verlesen heißen…?).</p>
<p class="MsoNormal">
<h3><span id="more-84"></span>Wikipedia bei Bertelsmann</h3>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Bertelsmann druckt Wikipedia nach, <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bertelsmann-druckt-Wikipedia--/meldung/106835" target="_blank">berichtet</a> der Heise Newsticker. Wikimedia-Deutschland-Vorstandsmitglied Mathias Schindler ist erfreut: „Es wird weltweit das erste gedruckte allgemeine Nachschlagewerk auf Basis von Wikipedia-Inhalten sein“. Wohin die Profite aus dem Geschäft fließen werden, wird nur teilweise mitgeteilt: „Im Handel soll der Einbänder knapp 20 Euro kosten – davon geht ein Euro an den Verein Wikimedia Deutschland.“ Allerdings soll es eine kostenlose Online-Version des einbändigen Lexikons geben. Bertelsmann, zur Erinnerung, ist Europas größter Medienkonzern.</p>
<h3>Teurer Lobbyismus</h3>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die US-Musikindustrie läßt sich passende Gesetze einiges kosten. Ars Technica hat <a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20080421-riaa-spent-2-million-lobbying-for-tougher-ip-laws-in-2007.html" target="_blank">recherchiert</a>, wieviel genau: 2 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr. Das geht aus den gesetzlich vorgeschriebenen Berichten zum Lobbying im US-Kongreß hervor. Dort sind alle Ausgaben der Recording Associaton of America (RIAA) aufgeführt. Die Millionen investierte die RIAA in vier Gesetzgebungsverfahren: PRO-IP Act; Intellectual Property Enforcement Act; The College Opportunity and Affordability Act; gesetzlich vorgeschriebene Abgaben für Rundfunksender, inkl. Webcaster.</p>
<h3>Fingerabdrücke für YouTube</h3>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">YouTube und andere Websites für User Generated Content (UGC) werden wohl in Zukunft genauer unter die Lupe genommen. Mittels elektronischer Fingerabdrücke für Musik- und Filmdateien will BayTSP in Zusammenarbeit mit der Nippon Telephone and Telegraph Corporation (NTT) versuchsweise die „Piraterie“ auf den Webangeboten besser überwachen. BayTSP-CEO Mark Ishikawa <a href="http://www.news.com/8301-10784_3-9925178-7.html?tag=nefd.top" target="_blank">erklärte</a> dazu laut CNET-News-Blog: „Das Ziel dieses Versuches ist es, ein Video- und Audio-Fingerprinting-Dienst aufzubauen, der es Inhaltebesitzern erlaubt, die Nutzung ihres geistigen Eigentums weltweit zu verwalten.“</p>
<h3>Wie dumm ist Deutschlands Jugend?</h3>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Der SPIEGEL wiederum erklärt auf seinem Online-Portal, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,548617,00.html" target="_blank">„Wie Deutschlands Jugend dumm geredet wird“</a>. Im Artikel geht es darum, daß Deutschlands Zeitungsverleger immer weniger Zeitungen verkaufen. Um den Umsatz anzukurbeln, haben die Zeitungsverleger jetzt mit Unterstützung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann eine „Nationale Initiative Printmedien – Zeitungen und Zeitschriften in der Demokratie“ ins Leben gerufen. Was hat das mit der Artikelüberschrift zu tun, fragt man sich unwillkürlich. Nun, die Zeitungsverleger haben „Deutschlands Jugend“ als die Schuldigen für die Umsatzeinbußen ausgemacht. Diesmal ist aber nicht die Rede von Piraterie, wie bei den sinkenden Umsätzen der Plattenfirmen. Nein, diesmal ist die <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2008/03/2008-03-31-bkm-nationale-initiative-printmedien.html" target="_blank">„sinkende Lesefähigkeit“</a> (Neumann) von Deutschlands Jugend“ Schuld, und ihr „zurückgehende[s] Interesse an gesellschaftspolitischen Fragen“.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die Autoren des SPIEGEL-Artikels, Konrad Lischka und Christian Stöcker, wollen Neumanns Analyse allerdings nicht so recht folgen: „Das wahre Problem, und das wissen vermutlich auch die Initiatoren der ,Initiative Printpresse’, liegt ganz woanders: Anzeigen auf Papier sind im Augenblick noch deutlich teurer als Anzeigen auf Webseiten. Der Wandel von analog zu digital bringt keine primär gesellschaftliche, sondern eine primär wirtschaftliche Schwierigkeit mit sich: Guter Journalismus ist teuer, und Onlinejournalismus rechnet sich zu den derzeitigen Marktpreisen nur in einigen wenigen Fällen. Das ist ein Problem &#8211; aber man löst es gewiss nicht, indem man die weglaufende Zielgruppe fortwährend der Dummheit bezichtigt.“ Die größten Auflagenverluste müssen laut Artikel übrigens „Erotikblättchen“ wie Coupé hinnehmen – und für deren Lektüre braucht es nun wirklich nicht viel Lesefähigkeit oder gesellschaftliches Engagement. So doof ist „Deutschlands Jugend“ also vielleicht gar nicht…</p>
<h3>Hollywood-Studios wollen eigenen Sender</h3>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Hollywood On Demand: „Hollywood-Studios planen US-Bezahlsender“, weiß die Financial Times Deutschland zu <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Hollywood%20Studios%20US%20Bezahlsender/346093.html" target="_blank">berichten</a>. Anscheinend sind die Verhandlungen mit einem etablierten Pay-TV-Sender geplatzt, weil Viacom und Lionsgate mehr Geld wollten, als Showtime zu zahlen bereit war. Die Rede ist von „mehreren 100 Mio. $ im Jahr“.</p>
<h3>Plattenfirmen werden sozial</h3>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Und schließlich scheint die Musikindustrie auf die Idee gekommen zu sein, dahin zu gehen, wo die Kunden sind (und diesmal nicht mit einer Klageschrift). Wie das Branchenblatt Billboard Ende vergangener Woche <a href="http://www.billboard.biz/bbbiz/content_display/industry/e3i733a804d916e2336a372f125344ab29e">mitteilte</a>, hat sich die weltgößte Musikfirma, die Universal Music Group (UMG), bei Buzznet eingekauft. Buzznet ist eine von vielen „sozialen Websites“, die derzeit im Internet wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden zu schießen scheinen. UMG will laut Billboard seinen ganzen Katalog zum Streaming via Buzznet anbieten. Bei UMG unter Vertrag stehende Künstler sollen Gastblogger werden.</p>
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