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	<title>iRights.info - Blog &#187; Sony</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>&#8220;Three-Strikes-Regelung&#8221;: Irische Internetprovider leisten Plattenfirmen Widerstand</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 08:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Interessenverband der irischen Internetprovider, die Internet Service Provider Association of Ireland (ISPAI), hat freiwillige Vereinbarungen mit der Musikindustrie über Internetsperren für Nutzer bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen abgelehnt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Interessenverband der irischen Internetprovider, die Internet Service Provider Association of Ireland (ISPAI), hat freiwillige Vereinbarungen mit der Musikindustrie über Internetsperren für Nutzer bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen abgelehnt.<span id="more-1077"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/ddd3e38917ef483bafcf7864d6d769dd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Die Eroberung von Irland fällt vorerst aus. Die vier großen Musikkonzerne – Universal, Sony, EMI und Warner – sind fürs Erste mit ihrem Vorhaben gescheitert, in Irland allumfassende Internetsperren auf freiwilliger Basis einzuführen. Die meisten irischen Internetprovider wollen dabei nicht mitspielen. In einer <a href="http://www.ispai.ie/docs/20090313copyright.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> (englisch, PDF) griff der Interessenverband ISPAI die Plattenfirmen scharf an:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;Die Internet Service Provider in Irland haben kürzlich im Auftrag der vier großen Plattenfirmen Drohbriefe von deren Anwälten bekommen. Dieses Vorgehen entbehrt jeder rechtlichen Grundlage. Es gibt keinen Beleg für ein Fehlverhalten der Internet Service Provider. Das Vorhaben [der Plattenfirmen] könnte die Privatsphäre der Nutzer verletzen, die Entwicklung neuer Internetdienste behindern und Irlands Position als zentraler E-Commerce-Standort gefährden.&#8221;</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">ISPAI vertritt die Interessen von British Telecom, O2, 3, Vodafone, Irish Broadband, Vodafone und Eircom. Die Internetprovider verweisen zur Begründung ihrer Verweigerung einer Zusammenarbeit mit den Plattenfirmen im Rahmen eines Three-Strikes-Modelles auf das europäische und irische Datenschutzrecht. Das könne man nicht einfach ignorieren, bloß weil es die Musikindustrie so wünsche, machten die ISPs deutlich. Der Musikindustrie warfen sie Versagen vor:</p>
<p class="MsoNormal">
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;ISPAI ist enttäuscht darüber, wie die Musikindustrie das große Potential des Internets für […] neue Geschäftsmodelle vernachlässigt.&#8221;</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Den Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen den ISPAI und den Plattenfirmen bildet eine Vereinbarung, die Irlands größter Internetprovider, Eircom, Ende Januar mit den vier großen Plattenfirmen vor Gericht getroffen hat. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Plattenfirmen dem Internetprovider Informationen darüber liefern, welche IP-Adressen zum illegalen Dateitausch benutzt werden. Eircom wird dann an Stelle der Plattenfirmen seine Kunden anschreiben und verwarnen. Kunden, die dreimal erwischt worden sind, verlieren ihren Eircom-Internetzugang. Den Kunden stehen keine Rechtsmittel zur Verfügung, um sich gegebenenfalls gegen unrechtmäßige Anschuldigungen durch die Plattenfirmen zu wehren.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung mit Eircom hatte der internationale Verband der Musikindustrie, IFPI, erklärt, die Vereinbarung sei <em>&#8220;freundschaftlich und zur beiderseitigen Zufriedenheit getroffen&#8221;</em> worden. Zugleich hatten die Plattenfirmen angekündigt, auch mit anderen Internetprovidern in Irland vergleichbare Vereinbarungen treffen zu wollen. Für den Fall der Weigerung drohten die Plattenfirmen den ISPs damit, vor Gericht zu ziehen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ob die Plattenfirmen ihre Drohung wahr machen, wird sich nun zeigen müssen. Irische Internutzer können jedenfalls erst einmal aufatmen.</p>
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		<title>Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen: Mehr Geld für tote Musiker?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 13:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten sprechen sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen eine Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen aus. Sie warnen vor einer Zunahme der Piraterie, wenn das Urheberrecht Lobbyinteressen geopfert wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten sprechen sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen eine Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen aus. Sie warnen vor einer Zunahme der &#8220;Piraterie&#8221;, wenn das Urheberrecht Lobbyinteressen geopfert wird.<br />
<span id="more-995"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/e6be939798b94e1f8a82ea9dfa2f2643" width="1" height="1" alt=""><br />
Am 23. März hat das EU-Parlament die Wahl. Die Parlamentarier können ihren Wählern einen Dienst erweisen &#8212; oder den vier großen Musikkonzernen. Am 23. März findet im Parlament die Abstimmung über eine EU-Richtlinie zur Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzfrist für Musikaufnahmen statt. Auf Initiative des irischen Binnenmarktkommissars Charlie McCreevy soll die Schutzfrist von 50 auf 95 Jahre verlängert werden.</p>
<p>Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten <a href="http://www.cippm.org.uk/downloads/Press%20Release%20Copyright%20Extension.pdf" target="_blank">warnen</a> (PDF) zum wiederholten Mal davor, die Schutzfrist zu verlängern:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine solche Verlängerung [...] wird der europäischen Kultur und Wirtschaft schaden. [...] Wenn Europa seine Innovationsfähigkeit behalten will, darf es nicht in einem Moment großer technologischer Umwälzungen die gegenwärtige Industriestruktur zementieren. Es darf die digitalen Schöpfer und Archive nicht an der Erforschung der Musik hindern, die ja schon längst bezahlt ist.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.cippm.org.uk/downloads/Studies_and_Signatories.pdf" target="_blank">Unabhängige Studien</a> (PDF) haben wiederholt belegt, dass eine Schutzfristverlängerung zu Lasten der Allgemeinheit gehen würde. Profitieren würden davon praktisch ausschließlich die vier großen Musikkonzerne Universal Music, Sony/BMG, EMI und Warner Music. Diese haben seit Mitte des 20. Jahrhunderts die ganz überwiegende Mehrheit der Rechte an den weltweit gemachten Musikaufnahmen aufgekauft.</p>
<p>Die Wissenschaftler glauben, vielen Musikern ist nicht recht klar, was die Schutzfristverlängerung bedeutet. Profitieren werden überwiegend die Musikkonzerne und ein paar wenige, noch lebende Musiker. Zahlen müssen das Publikum und die heute aktiven Musiker. Die Tantiemen für die Aufnahmen der toten Musiker fließen hingegen zum größten Teil in die Tresore der Musikkonzerne.</p>
<p>Viele Musiker, die in den 40er, 50er und 60er Jahren Plattenaufnahmen gemacht haben, sind bereits verstorben. Manche sind sehr reich geworden, andere haben mit ihrer Musik keinen Cent verdient. Die Rechte an ihren Plattenaufnahmen, die bei Universal &amp; Co. lagen oder liegen, sind überwiegend bereits abgelaufen, oder stehen kurz davor. Nach Ablauf der Schutzfrist darf im Prinzip darf jeder diese Plattenaufnahmen verwenden und verbreiten, gegebenenfalls gegen Zahlung von Urheberabgaben an eine Verwertungsgesellschaft. So wird mehr Musik zu günstigen Preisen verfügbar. Auch der Vertonung eigener Videos mit 50er-Jahre-Hits steht kein prinzipielles Hindernis mehr im Wege. Wird die Schutzfrist am 23. März verlängert, ist es mit dieser Freiheit vorbei.</p>
<p>Den Musikhörern wird das nicht egal sein, warnen die Wissenschaftler: &#8220;Das Publikum wird sich nicht für dumm verkaufen lassen. Wenn das Urheberrechtsgesetz zynischerweise seiner eigentlichen Bestimmung nicht mehr dient, wird Piraterie zu einer leichten Alternative.&#8221; Fast 16.000 Bürger haben bereits eine von Sound Copyright initiierte <a href="http://www.soundcopyright.eu/petition" target="_blank">Online-Petition</a> gegen die Schutzfristverlängerung unterzeichnet.</p>
<p>Die Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen wäre im Übrigen nur der Anfang. Der deutsche Kulturrat hat im September 2008 schon eine vergleichbare Verlängerung für Musikvideos <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/10/09/kulturrat-bekraftigt-forderung-nach-schutzfristverlangerung/" target="_self">gefordert</a>. Dem haben sich die Filmschaffenden <a href="http://www.euronews.net/de/article/03/03/2009/europ-actors-call-for-equal-rights/" target="_blank">angeschlossen</a>.</p>
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		<title>Britische YouTube-Nutzer gucken in die Röhre</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/03/10/britische-youtube-nutzer-gucken-in-die-rohre/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 20:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Googles Video-Ableger YouTube konnte sich mit der britischen Verwertungsgesellschaft PRS nicht über Urheberabgaben für Videos einig werden. In der Folge wird britischen Nutzern der Zugang zu Musikvideos gesperrt. Der Konflikt steht beispielhaft für die Umbrüche bei den Verwertungsgesellschaften.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Googles Video-Ableger YouTube konnte sich mit der britischen Verwertungsgesellschaft PRS nicht über Urheberabgaben für Videos einig werden. In der Folge wird britischen Nutzern der Zugang zu Musikvideos gesperrt. Der Konflikt steht beispielhaft für die Umbrüche bei den Verwertungsgesellschaften.</p>
<p><span id="more-966"></span></p>
<p><em>Sendepause </em>&#8211; YouTube hat damit begonnen, britischen Nutzern den Zugang zu Videos von U2, The Killers und anderen Bands und Musikern zu versperren. Schuld daran sein soll die britische Verwertungsgesellschaft Performing Rights Society (PRS), erklärte YouTube. In den Verhandlungen über Urheberabgaben für gesendete Videos soll die PRS auf für YouTube nicht akzeptablen Preisvorstellungen beharrt haben.</p>
<p>Dazu <a href="http://uk.youtube.com/blog?entry=UaUSnLJ1wWE" target="_blank">sagte</a> Patrick Walker, bei YouTube in Europa für Videogeschäfte zuständig:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir hatten in Großbritannien eine Lizenz von der Verwertungsgesellschaft PRS für die Sendung von Musikvideos die uns unsere Partnerplattenfirmen zur Verfügung gestellt haben. Nun verlangt die PRS mit einem Mal viel, viel mehr Geld für die Lizenz als vorher. Die Kosten sind für uns einfach prohibitiv hoch. Ginge es nach den Vorstellungen der PRS, würden wir bei jedem Abspielen eines Video draufzahlen. Außerdem weigert sich die PRS, uns mitzuteilen, welche Lieder von der Lizenz erfasst sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Da die bisher geltende PRS-Lizenz für YouTube abgelaufen ist, verfügt das Unternehmen nicht mehr über die Berechtigung zur Online-Bereitstellung von Musikvideos in Großbritannien. Daher sieht sich YouTube zu dem drastischen Schritt veranlasst, britischen Nutzern den Zugriff auf Musikvideos zu versperren. Google kündigte zugleich an, die Verhandlungen mit der PRS fortzusetzen.</p>
<p>Die PRS wehrt sich in einer Pressemitteilung und wirft YouTube übereiltes Handeln vor. Laut PRS hätte Google die Sperrmaßnahmen ohne vorherige Ankündigung und &#8220;mitten in den laufenden Verhandlungen&#8221; verfügt.</p>
<p>Dazu <a href="http://www.prsformusic.com/about_us/press/latestpressreleases/Pages/PRSforMusicStatementGoogleYouTube.aspx" target="_blank">erklärte</a> PRS-Direktor Steve Porter am Montag:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir sind schockiert und frustriert. Heute Nachmittag erfuhren wir per Telefon von Googles drastischer Aktion. Wir glauben, dass damit nur die britischen Verbraucher und die Songschreiber, die wir vertreten, bestraft werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aus Sicht der PRS sollen die geforderten Lizenzzahlungen nicht zu hoch sein. Vielmehr wolle Google weniger zahlen als bisher.</p>
<p>Mark Mulligan, Vizedirektor beim Marktforschungsunternehmen Forrester, bleibt gelassen. Er ist der Meinung, die Streithähne würden sich schon einigen, weil sie beide zu viel zu verlieren hätten. Mulligan <a href="http://musicindustryblog.wordpress.com/2009/03/09/why-its-in-everyones-interest-to-get-music-videos-back-on-youtube-in-the-uk/" target="_blank">im Wortlaut</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;UK consumers needn’t worry too much. The music videos will be back. Once the grandstanding is over both parties will hit upon a compromise.<span> </span>Music video is too important to YouTube not to reach an agreement, just as YouTube is too important a revenue stream for PRS. Until they do UK music fans have plenty of alternatives, such as Daily Motion and of course file sharing networks. And there’s very strong reason why the labels, PRS and even YouTube don’t want YouTube’s loss to be Bit Torrent’s gain.&#8221;</p></blockquote>
<h3>Verwertungsgesellschaften im Umbruch</h3>
<p>Googles/YouTubes Argument, daß die PRS nicht genau sagen könne, welche Musikstücke eigentlich lizenziert würden, verdient etwas mehr Aufmerksamkeit. Im Verlauf des letzten Jahres haben die Musikverlage der großen Musikkonzerne allesamt mehr oder weniger exklusive Verträge mit einzelnen Verwertungsgesellschaften über die Online- und Mobilfunk-Vermarktung von Rechten am anglo-amerikanischen Repertoire der Verlage in der EU geschlossen:</p>
<ul>
<li>Sony/ATV Music Publishing mit der deutschen GEMA;</li>
<li>Warner/Chappell Music mit der niederländischen BUMA/STEMRA;</li>
<li>EMI Music mit <a href="http://www.celas.eu/" target="_blank">CELAS</a>, einem Gemeinschaftsunternehmen (GmbH mit Sitz in München) von GEMA und der britischen MCPS/PRS (schon 2006 gegründet);</li>
<li>Universal Music mit der französischen SACEM.</li>
</ul>
<p>Ein Großteil der unabhängigen Musikunternehmen ist an der Lizenzagentur <a href="http://www.merlinnetwork.org/home/" target="_blank">MERLIN</a> beteiligt. (*)</p>
<p>Die Lizenzen decken wie gesagt erst einmal das anglo-amerikanische Repertoire ab. Nach und nach werden die Musikverlage aber wohl ihre Verträge über das europäische Repertoire mit den nationalen Verwertungsgesellschaften auslaufen lassen &#8212; das dauert ein paar Jahre &#8212; und sie dann ebenfalls über exklusive Verträge mit einzelnen Verwertungsgesellschaften oder Verwertungsunternehmen wie CELAS vermarkten.</p>
<p>Die vier großen Majors halten zusammen vielleicht zwischen 70 und 80 Prozent Marktanteil. Wir haben es also in der EU mit einem klassischen Oligopol zu tun bekommen, das die nationalen Monopole der Verwertungsgesellschaften abgelöst hat.</p>
<p>Die exklusiven Verträge der Musikverlage mit den Verwertungsgesellschaften haben zur Folge, dass Unternehmen wie Google/YouTube, RealNetworks, Nokia usw. usf. jetzt mit mehreren Verwertungsgesellschaften Lizenzverträge (wohl zu unterschiedlichen Bedingungen) über die Nutzung von Urheberrechten (für Texte und Kompositionen) in der EU aushandeln müssen. Dafür gelten die Lizenzen dann auch EU-weit. Bisher konnten/mußten die Unternehmen Lizenzen immer mit vielen einzelnen, den nationalen Verwertungsgesellschaften aushandeln, die dann jeweils nur landesweit galten.</p>
<p>Für alle anderen Länder außerhalb der EU gilt übrigens weiterhin, dass die Lizenzen je nach den nationalen Gegebenheiten ausgehandelt werden müssen.</p>
<p>Ich kenne die Lizenzbedingungen der Verwertungsgesellschaften nicht, die Google/YouTube angeboten worden sind. Ich halte es aber durchaus für vorstellbar, daß sich die Lizenzabgaben für die nötigen Verträge auf betriebswirtschaftlich schwer vertretbare Beträge summieren. Könnte sein. Vielleicht erfahren wir in der Zukunft mehr.</p>
<p>PS: Mehr Informationen zu CELAS gibt es übrigens via Google-Buchsuche, z.B. <a href="http://books.google.com/books?id=db-Q7G1MFNsC&amp;pg=PA816&amp;dq=celas&amp;hl=de#PPA812,M1" target="_blank">hier</a>. Dort steht etwas Interessantes:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Verteilung der Lizenzerträge, die sich aus der Wahrnehmung des Anglo-Amerikanischen EMI-Verlagsrepertoires durch die CELAS GmbH ergeben, richtet sich nach den Verteilungsbestimmungen der CELAS GmbH in Übereinstimmung mit den Vorgaben der EMI Music Publishing.&#8221; (Reinhold Kreile, Recht und Praxis der GEMA: Handbuch und Kommentar, 2. Aufl., 2008, S. 816.)</p></blockquote>
<p>Diese Ausführungen sind ja sehr kurz. Vielleicht verstehe ich das bloß falsch, aber ich habe den Eindruck, hier hat sich der Bock selbst zum Gärtner gemacht.</p>
<p>Die CELAS ist rechtlich (bisher?) keine Verwertungsgesellschaft. Zwar hat sie ihren offiziellen Sitz in München, aber die in Deutschland geltenden gesetzlichen Bestimmungen über Verwertungsgesellschaften finden keine Anwendung. (Wäre die CELAS eine Verwertungsgesellschaft würde sie der Aufsicht durch das deutsche Patentamt (DPMA) und das Bundeskartellamt unterliegen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verwertungsgesellschaft" target="_blank">Siehe Wikipedia.</a>)</p>
<p>Ja, wo bleiben denn da die Urheber &#8212; Komponisten und Texter &#8211;, wenn der Verlag wie bei der CELAS die Vorgaben darüber machen darf, wie er seine Einnahmen verteilt?</p>
<p>Im Moment sind überwiegend anglo-amerikanische Urheber betroffen. Wenn EMI aber in Zukunft vielleicht den Wahrnehmungsvertrag mit der GEMA nicht verlängert, sondern die Verlagsrechte in die GEMA-Tochter CELAS GmbH überführt, die ja keine VG ist, könnten sich die deutschen Urheber mit EMI-Verträgen schnell in derselben Lage wiederfinden. Zeit, aufzuwachen?</p>
<p>(*) Kurzer Nachtrag vom 14.3.: MERLIN vergibt &#8212; jedenfalls bisher &#8212; ausschließlich Lizenzen für Musikaufnahmen, nicht für die Urheberrechte an Kompositionen und Texten. Dafür sind weiterhin die nationalen Verwertungsgesellschaften zuständig.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mehr Interoperabilität für Windows-Media-DRM</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 10:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Microsoft unterstützt den DRM-Adapter von INKA Entworks. Das gab der südkoreanische DRM-Spezialist am Montag bekannt. Die Vereinbarung zwischen INKA Entworks und Microsoft soll weltweit gelten. Der südkoreanische DRM-Spezialist INKA Entworks hat am 1. Dezember 2008 bekannt gegeben, dass Microsoft den DRM-Adapter des Unternehmens unterstützen wird. Inhalte, die mit Microsofts Windows-Media-DRM geschützt sind, sollen sich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Microsoft unterstützt den DRM-Adapter von INKA Entworks. Das gab der südkoreanische DRM-Spezialist am Montag bekannt. Die Vereinbarung zwischen INKA Entworks und Microsoft soll weltweit gelten.</p>
<p><span id="more-712"></span></p>
<p>Der südkoreanische DRM-Spezialist <a href="http://www.netsync.co.kr/EN/" target="_blank">INKA Entworks</a> hat am 1. Dezember 2008 bekannt gegeben, dass Microsoft den DRM-Adapter des Unternehmens unterstützen wird. Inhalte, die mit Microsofts Windows-Media-DRM geschützt sind, sollen sich in Zukunft mit Hilfe von INKAs DRM-Adapter in andere DRM-Systeme übertragen lassen. Als Zielsysteme kommen beispielsweise die DRM-Standards <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/OMA_DRM" target="_blank">OMA</a> (via Wikipedia) und <a href="http://www.intertrust.com/main/research/initiatives.html#marlin" target="_blank">Marlin</a> in Frage. Selbst iPod-Unterstützung hat INKA-CEO James Ahn gegenüber Music Industry News Network in Aussicht <a href="http://www.mi2n.com/press.php3?press_nb=115449" target="_blank">gestellt</a>.</p>
<p>Digitales Rechte-Management (DRM) ist bei vielen Verbrauchern unbeliebt. Das liegt daran, dass DRM-Systeme meist verhindern, was Vebraucher gerne tun: Musik und Filme kopieren und auf unterschiedlichen Geräten nutzen. Daher kaufen die Verbraucher ihre Musik lieber im ungeschützten MP3-Format oder laden sich Filme aus P2P-Netzwerken herunter. So sind sie vor unangenehmen Kompatibilitätsproblemen einigermaßen sicher.</p>
<p>DRM ist für viele Verbraucher nur akzeptabel, wenn es die Nutzung von Inhalten nicht übermäßig behindert. Diese Erkenntnis setzt sich allmählich auch bei Technologie- und Inhalteanbieter durch. So soll das im August gegründete DECE-Konsortium ein <a href="http://www.golem.de/0809/62437.html" target="_blank">DRM-Ökosystem</a> aufbauen, in dessen Grenzen sich Inhalte beliebig transferieren lassen.</p>
<p>Microsoft beteiligt sich ebenso an der DECE-Initiative wie Alcatel-Lucent, Best Buy, Cisco, Comcast, Fox Entertainment, Hewlett-Packard, Intel, Lions Gate Entertainment, NBC Universal, Paramount Pictures, Philips, Sony, Toshiba, VeriSign und Warner Brothers. Die jetzt verkündete Unterstützung für einen weiteren Ansatz zu DRM-Interoperabilität kommt daher einigermaßen überraschend.</p>
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		<title>Sony Pictures will DRM retten &#8212; &#8220;Open Market&#8221; soll für Interoperabilität sorgen</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 10:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Rechtemanagement]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter Führung von Sony Pictures unternehmen eine Reihe großer Hollywood-Studios einen neuen Anlauf zur Etablierung von digitalem Rechtemanagement (DRM). Das &#8220;Open Market&#8221; getaufte Konzept soll für Interoperabilität und Nutzerakzeptanz sorgen. Sony hat bisher reichlich glücklos agiert, wenn es um den Einsatz von Verfahren zum digitalen Rechtemanagement bzw. Kopierschutz für Musik ging (Stichwort: XCP, bei Wikipedia). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Unter Führung von Sony Pictures unternehmen eine Reihe großer Hollywood-Studios einen neuen Anlauf zur Etablierung von digitalem Rechtemanagement (DRM). Das &#8220;Open Market&#8221; getaufte Konzept soll für Interoperabilität und Nutzerakzeptanz sorgen.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-296"></span></p>
<p class="MsoNormal">Sony hat bisher reichlich glücklos agiert, wenn es um den Einsatz von Verfahren zum digitalen Rechtemanagement bzw. Kopierschutz für Musik ging (Stichwort: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/2005_Sony_BMG_CD_copy_protection_scandal" target="_blank">XCP</a>, bei Wikipedia). Geht es nach dem Willen des zum Konzern gehörenden Unternehmens Sony Pictures, will man die Fehler im Filmbereich nicht wiederholen. Statt inkompatibler Geräte, Software und Datenformate setzt der CTO von Sony Pictures, Mitch Singer, auf einen &#8220;offenen Markt&#8221; für digitale Filme mit DRM. Nach einem <a href="http://www.techcrunch.com/2008/08/26/movie-labels-to-launch-new-open-market-play-anywhere-scheme-as-last-ditch-effort-to-save-drm/" target="_blank">Bericht</a> von TechCrunch sollen unter anderem Fox, Paramount, Time Warner, Amazon, WalMart und Comcast das Sony-Konzept unterstützen; Apple und Disney hingegen seien bisher nicht im Boot.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Einer <a href="http://www.techcrunch.com/wp-content/uploads/2008/08/singer.pdf" target="_blank">Präsentation</a> (PDF) von Sony Pictures’ Mitch Singer kann man entnehmen, wie &#8220;Open Market&#8221; funktionieren soll. Statt von einzelnen Anbietern errichteter &#8220;Silos&#8221; für Nutzungsmodelle mit je eigener Lizenzverwaltung die Kunden letztlich dazu zwingen, sich vor dem Kauf für ein Format und gegebenenfalls auch für ein Gerät zu entscheiden, will Singer ein Domänen-Konzept einführen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Alle Geräte eines Nutzers würden demnach zu seiner individuellen Domäne gehören. Dazu müssten sie bei einem unabhängigen Domänenverwalter angemeldet und registriert werden. Inhalte ließen sich zwischen den Geräten in einer Domäne grundsätzlich beliebig transferieren. Der Domänenverwalter würde die Lizenzverwaltung organisieren. Die notwendigen Lizenzschlüssel für Inhalte und Geräte würden von Inhalteanbietern an den Domänenverwalter geliefert, nachdem der Kunde bei einem beliebigen Anbieter Lizenzen für Inhalte erworben hat. Der Kunde hätte dann die Wahl zwischen einer Vielzahl von Inhalteanbietern, ohne sich mit inkompatiblen Systemen zur Lizenzverwaltung herumschlagen zu müssen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Das von Singer vorgeschlagene System hätte aus Kundensicht mit Sicherheit einige Vorteile gegenüber den bisherigen Ansätzen. Allerdings kann das System nur mit einem monopolistischen Domänenverwalter funktionieren, bei dem sich prinzipiell umfangreiche Informationen über die Mediennutzungsgewohnheiten aller angeschlossenen Nutzer ansammeln würden. Weder Wettbewerbshüter noch Datenschützer dürften von dieser Vorstellung begeistert sein.</p>
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		<title>Major-Labels verlassen IFPI Hongkong</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/08/21/major-labels-verlassen-ifpi-hongkong/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 16:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<category><![CDATA[EMI]]></category>
		<category><![CDATA[Hongkong]]></category>
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		<category><![CDATA[Universal Music]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie Music 2.0 berichtet, haben die vier großen Plattenfirmen (aka &#8220;Labels&#8221;) &#8212; Universal, Warner, Sony und EMI &#8212; die lokale Niederlassung der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) &#8220;aus geschäftlichen Gründen&#8221; verlassen. Ein Sprecher von Sony Music erklärte dazu: &#8220;Europa und die USA haben verschiedene Verbände für die Musikwirtschaft die unterschiedliche Firmen mit unterschiedlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Music 2.0 <a href="http://www.music2dot0.com/archives/132" target="_blank">berichtet</a>, haben die vier großen Plattenfirmen (aka &#8220;Labels&#8221;) &#8212; Universal, Warner, Sony und EMI &#8212; die lokale Niederlassung der International Federation of the Phonographic Industry (<a href="http://www.ifpi.com/" target="_blank">IFPI</a>) &#8220;aus geschäftlichen Gründen&#8221; verlassen. Ein Sprecher von Sony Music erklärte dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;Europa und die USA haben verschiedene Verbände für die Musikwirtschaft die unterschiedliche Firmen mit unterschiedlichen Interessen und Perspektiven&#8230;vertreten. Plattenfirmen entwickeln sich ganz unterschiedliche weiter und es ist Zeit, eine neue Organisation zu schaffen, um die Entwicklungen zu koordinieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es wird sicher spannend sein, das zu beobachten.</p>
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		<title>Bertelsmann verkauft Anteil an Sony-BMG an Sony</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 07:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Arvato]]></category>
		<category><![CDATA[Bertelsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Sony]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Bertelsmann-Konzern gibt das Musikgeschäft mehr oder weniger auf und verkauft den 50-Prozent-Anteil am Joint Venture Sony-BMG an den japanischen Partner. So ganz will man bei Bertelsmann die Musik nun aber doch nicht aufgeben. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet (6.8.), soll die Marke BMG (&#8220;Bertelsmann Music Group&#8221;) weiter am Leben gehalten werden und in Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bertelsmann-Konzern gibt das Musikgeschäft mehr oder weniger auf und verkauft den 50-Prozent-Anteil am Joint Venture Sony-BMG an den japanischen Partner. So ganz will man bei Bertelsmann die Musik nun aber doch nicht aufgeben. Wie die Süddeutsche Zeitung <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/124/305094/text/" target="_blank">berichtet</a> (6.8.), soll die Marke BMG (&#8220;Bertelsmann Music Group&#8221;) weiter am Leben gehalten werden und in Zukunft vor allem für &#8220;Dienstleistungen für Künstler&#8221; stehen. Mit der Tochter <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Arvato" target="_blank">Arvato</a> (via Wikipedia) ist Bertelsmann ja schon breit im Dienstleistungsgeschäft aufgestellt. Neben dem Musikgeschäft wird laut SZ auch das Geschäft mit Buchclubs deutlich reduziert.</p>
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		<title>Sony-BMG öffnet eigenen MP3-Download-Shop</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 14:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Sony-BMG hat mit Music Box in aller Stille einen eigenen MP3-Shop im Internet eröffnet. Ganze Alben kosten zwischen 6,99 EUR und 9,99 EUR, einzelne Titel sind für 1,19 EUR erhältlich. Mit der Eröffnung von Music Box gibt es Musik aus dem Sony-BMG-Repertoire – von Paul Potts über Mark Medlock bis Schnuffel – im 320kBit-MP3-Format online [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Sony-BMG hat mit Music Box in aller Stille einen eigenen MP3-Shop im Internet eröffnet. Ganze Alben kosten zwischen 6,99 EUR und 9,99 EUR, einzelne Titel sind für 1,19 EUR erhältlich.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-217"></span></p>
<p class="MsoNormal">Mit der Eröffnung von <a href="http://www.musicbox.de/" target="_blank">Music Box</a> gibt es Musik aus dem Sony-BMG-Repertoire – von Paul Potts über Mark Medlock bis Schnuffel – im 320kBit-MP3-Format online zu kaufen. Der Preis von 1,19 EUR pro Titel ist verglichen mit anderen MP3-Portalen recht hoch. Dafür stimmt aber die Qualität: 320 kBit MP3 lassen hochwertigen Musikgenuss erwarten.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Bei den Alben setzt Sony-BMG die aus dem CD-Handel bekannte Nice-Price-Strategie fort. Eine Auswahl an Alben ist schon für 6,99 EUR zu kommen – eine Ersparnis von 30 Prozent gegenüber dem regulären Preis von 9,99 EUR. Wer es lieber kurz mag, kann sich aus einer Auswahl von Klingeltönen bedienen. Dafür sind dann allerdings üppige 2,99 EUR pro Titel zu berappen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Musikvideos bietet Music Box kostenlos als Stream an. Darüber hinaus gibt es für Privatpersonen die Möglichkeit die Videos auf der eigenen Website einzubinden. Dazu muss man einen von Music Box generierten Code auf der eigenen Website einbinden. Dieser Code bettet dann automatisch den Flash basierten Music Box Player auf der jeweiligen Website ein und spielt die Videos ab. Zur Auswahl gibt es neben dem „Einzeltitel-Player“ eine Variante, bei der eine Auswahl der Titel eines bestimmten Künstlers der Reihe nach abgespielt wird.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Zwar wirkt das Angebot noch etwas unfertig, weil beispielsweise Künstlerfotos fehlen. Auch ist nicht klar, wieviele Titel bei Musik Box insgesamt im Angebot sind. Unterm Strich aber scheint sich nun auch Sony-BMG auf den Weg in die Zukunft gemacht zu haben.</p>
<p class="MsoNormal">Übrigens gibt es bei Deutschlandradio einen recht umfangreichen <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/825879/" target="_blank">Artikel</a> zur Krise der Musikindustrie: &#8220;Down durch Download&#8221;.</p>
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		<title>Microsoft lässt DRM-Server für Musiklizenzen länger laufen</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/06/21/microsoft-lasst-drm-server-fur-musiklizenzen-langer-laufen/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 05:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitales Rechtemanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[EFF]]></category>
		<category><![CDATA[Electronic Frontier Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[MSN Music]]></category>
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		<category><![CDATA[PlaysForSure]]></category>
		<category><![CDATA[Sony]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Im April hatte Microsoft angekündigt, in den USA die DRM-Lizenzserver für den MSN-Music-Dienst zum 31. August 2008 abzuschalten. Nach erneuter Überprüfung des Beschlusses hat Microsoft nun entschieden, die Server noch bis Ende 2011 weiter laufen zu lassen. Ehemalige Kunden von MSN Music in den USA dürfen vorerst aufatmen. Wie verschiedene US-Newsdienste übereinstimmend berichten, hat Microsoft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Im April hatte Microsoft angekündigt, in den USA die DRM-Lizenzserver für den<span> </span>MSN-Music-Dienst zum 31. August 2008 abzuschalten. Nach erneuter Überprüfung des Beschlusses hat Microsoft nun entschieden, die Server noch bis Ende 2011 weiter laufen zu lassen.</p>
<p><span id="more-133"></span></p>
<p class="MsoNormal">Ehemalige Kunden von MSN Music in den USA dürfen vorerst aufatmen. Wie verschiedene US-Newsdienste übereinstimmend berichten, hat Microsoft den Abschalttermin für die Lizenzserver um mehr als drei Jahre auf Ende 2011 verschoben. Bereits Ende 2006 hatte Microsoft den MSN-Music-Dienst eingestellt und wollte nun, dem Beispiel von Sony folgend, auch die Lizenzserver <a href="http://irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews[tt_news]=374&amp;cHash=30247290a0" target="_self">abschalten</a>. Das hatte bei Kunden und Verbraucherschützern zu Protesten geführt.</p>
<p class="MsoNormal">Ehemalige Kunden von Microsofts Musikportal in den USA, die erworbene, DRM-geschützte Musik zum Beispiel auf andere Abspielgeräte übertragen wollen, benötigen jeweils neue Abspiellizenzen. Diese werden über spezielle Lizenzserver bereitgestellt. Die Abschaltung der Lizenzserver hätte für sie zur Folge, dass sie die Musikstücke nur noch auf dem Gerät und in der Konfiguration würden abspielen können, für die die letzten Lizenzen generiert wurden. Ein Betriebssystemupdate oder die Installation neuer Hardware würde in den meisten Fällen automatisch die Musikstücke unbrauchbar machen, da das von Microsoft für MSN Music eingesetzte PlaysForSure-DRM (stammt vom Windows Media Player 10) an die Hard- und Software-Konfiguration der Abspielgeräte gekoppelt ist.</p>
<p class="MsoNormal">Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hatte in einem <a href="http://www.eff.org/press/archives/2008/04/28" target="_blank">offenen Brief</a> an Microsoft-Chef Steve Ballmer die Unternehmenspolitik kritisiert: &#8220;Die Kunden von MSN Music haben Microsoft vertraut, als das Unternehmen sagte, MSN Music wäre ein sicheres Angebot, um Musik zu kaufen. Microsoft hat die Kunden enttäuscht. Wenn Microsoft bereit ist, Kunden so zu behandeln, wer sagt dann, dass das in Zukunft nicht wieder passieren wird?&#8221; Die EFF hatte Microsoft zum Einlenken aufgefordert.</p>
<p class="MsoNormal">Kunden des deutschen MSN-Music-Dienstes sind von den Entscheidungen nicht betroffen, da das Angebot hierzulande von OD2 betrieben wird.</p>
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