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	<title>iRights.info - Blog &#187; Plattenfirmen</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Prozesswelle gegen US-Plattenfirmen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 12:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Ricarda Lautsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klagen]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Den vier großen US-amerikanischen Plattenlabels droht in naher Zukunft eine Prozesswelle &#8211; die Kläger: einige ihrer erfolgreichsten Künstler. Die Grundlage ist eine Änderung des Urheberrechts aus dem Jahr 1976, die bisher wenig Beachtung gefunden hat. Demnach sollen die Rechte an Musikaufnahmen 35 Jahre bei der jeweiligen Plattenfirma verbleiben und nach Ablauf dieser Zeit wieder von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den vier großen US-amerikanischen Plattenlabels droht in naher Zukunft eine Prozesswelle &#8211; die Kläger: einige ihrer erfolgreichsten Künstler. Die Grundlage ist eine Änderung des Urheberrechts aus dem Jahr 1976, die bisher wenig Beachtung gefunden hat. Demnach sollen die Rechte an Musikaufnahmen 35 Jahre bei der jeweiligen Plattenfirma verbleiben und nach Ablauf dieser Zeit wieder von den Künstlern beansprucht werden können. Betroffen sind grundsätzlich alle Aufnahmen, die vor 1978 gemacht wurden. Darunter befinden sich laut einem<a title="die NYT zum Thema" href="http://www.nytimes.com/2011/08/16/arts/music/springsteen-and-others-soon-eligible-to-recover-song-rights.html" target="_blank"> Bericht der New York Times</a> unter anderem die Alben &#8220;52nd Street&#8221; von Billy Joel, &#8220;Gambler&#8221; von Kenny Rogers sowie Bruce Springsteens &#8220;Darkness on the Edge of Town&#8221;.
<p>Und unter denen, die ihre Rechte an den Aufnahmen einzelner Songs wiedererlangen möchten, befinden sich bereits jetzt einige Prominente der Branche: laut der New York Times engagieren sich hier unter anderem Bob Dylan, Tom Waits, Loretta Lynn und Bryan Adams.</p>
<p><span id="more-3034"></span>
<p>Das Geschehen trifft die Plattenfirmen in einer Zeit, in der die Verkaufszahlen schrumpfen und Umsätze einbrechen, besonders empfindlich. Die Industrie sei stärker den je abhängig vom Verkauf alter Aufnahmen aus besseren Zeiten. Und so ist es wenig verwunderlich, dass man dort mit harten juristischen Bandagen um den Erhalt der Rechte kämpfen wird. Der Anwalt des Verbands der amerikanischen Plattenindustrie Steven Marks lässt verlauten: &#8220;Wir glauben, dass die betreffende Gesetzesänderung auf die meisten Musikaufnahmen keine Anwendung findet.&#8221;</p>
<p>Unabhängige Copyright-Experten sehen diese Äußerung hingegen kritisch. June Besek von der Columbia University School of Law erklärt: &#8220;Unter den herrschenden Bedingungen in der Branche ist der einzelne Künstler nicht als Angestellter, sondern als unabhängiger Vertragspartner zu betrachten.&#8221; Man müsse lediglich seinen gesunden Menschenverstand bemühen, um zu sehen, dass die Künstler weder direkt für die Plattenfirma arbeiteten noch eine Sozialversicherung erhielten. Kein Grund also, ihnen nach 35 Jahren die Rechte an ihren Aufnahmen weiter vorenthalten zu können.</p>
<p>Unter Umständen gelangt die Angelegenheit bis zum Supreme Court, dem höchsten Gericht der USA. Und bis dahin werden auf beiden Seiten die Zähne zusammengebissen.</p>
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		<title>US-Musikindustrie 1990-2007</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 15:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Musikmarkt in den USA ist der größte der Welt. Als solcher bildet er Industrietrends deutlich ab. Der wichtigste Industrieverband für Plattenfirmen, die Recording Industry Association of America (RIAA), veröffentlicht regelmäßig Zahlen zum Zustand der Branche. Darunter befinden sich sowohl Absatz- als auch Umsatzzahlen. Ein Blick in diese Zahlen kann helfen, zu verstehen, in welcher Umbruchphase sich die Branche befindet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Musikmarkt in den USA ist der größte der Welt. Als solcher bildet er Industrietrends deutlich ab. Der wichtigste Industrieverband für Plattenfirmen, die Recording Industry Association of America (<a href="http://riaa.com/" target="_blank">RIAA</a>), veröffentlicht regelmäßig Zahlen zum Zustand der Branche. Darunter befinden sich sowohl Absatz- als auch Umsatzzahlen. Ein Blick in diese Zahlen kann helfen, zu verstehen, in welcher Umbruchphase sich die Branche befindet.<br />
<a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/shipment-of-physical-sound-recordings-1990-2007-14032009.png"><img class="size-large wp-image-1026 alignleft" style="border: 1px solid black;" title="shipment-of-physical-sound-recordings-1990-2007-14032009" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/shipment-of-physical-sound-recordings-1990-2007-14032009-1024x724.png" alt="shipment-of-physical-sound-recordings-1990-2007-14032009" width="491" height="347" /></a><br />
<span id="more-1025"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/1b484b90f65543918833821a3a0b604c" width="1" height="1" alt=""><br />
Die Grafik zeigt den Absatz von physischen Tonträgern in den Jahren 1990-2007. Berücksichtigt wurden ausschließlich so genannte &#8220;Longplayer&#8221;. Singles, Musikvideos und neue, exotische Tonträgermedien wie DVD-Audio oder SACD wurden außer acht gelassen. Es wurde unterschieden zwischen traditionellen (analogen) Tonträgern (orange Kurve) und dem digitalen Tonträgermedium CD (blaue Kurve). Zusätzlich wurde das Aggregat dieser beiden Kategorien gebildet (grüne Kurve). Die Phase der von etwa 1995-2001 andauernden so genannten &#8220;Internet-Blase&#8221; wurde hervorgehoben. Im Zeitverlauf der aggregierten Absatzkurve wurden technologische Schlüsselinnovationen markiert.</p>
<p>Bei der Absatzentwicklung im Markt für physische Tonträger in den USA lassen sich seit 1990 drei große Phasen unterscheiden:</p>
<ol>
<li><strong>Wachstumsphase</strong> (1991-1994): Nach einem Abschwung in den achtziger Jahren ist es mit der Einführung der CD gelungen, eine Trendwende herbeizuführen. Seit 1991 wächst der Absatz von Tonträgern wieder. Dabei gewinnt die CD gegenüber den traditionellen Tonträgermedien &#8211; MC, LP und EP &#8211; schnell die Überhand. Im Verlauf des Jahres 1991 wird die CD zum dominierenden Tonträgermedium. Der Gesamtabsatz von physischen Tonträgern steigt bis 1994 im Vergleich zu 1990 um rund 50 Prozent auf über 1 Milliarde verkaufter Tonträger.</li>
<li><strong>Konsolidierungsphase</strong> (1994-2000): Der Absatz physischer Tonträger pendelt sich mit größeren Ausschlägen 1997 nach unten und 1999 nach oben um 1 Milliarde Stück ein. Das große Wachstumspotenzial der vergangenen Jahre ist weitgehend erschöpft. Zum Ende der Konsolidierungsphase hat die CD mit rund 90 Prozent Marktanteil eine unangefochtene Spitzenstellung im Markt erreicht. Wenn Musik verkauft wird, dann wird sie auf CD verkauft. (Der Absatzkorridor für die Konsolidierungsphase wurde extra hervorgehoben.)</li>
<li><strong>Schrumpfungsphase</strong> (seit 2000): Der Absatz physischer Tonträger sinkt kontinuierlich. Da kaum noch traditionelle Tonträger verkauft werden, bedeutet das, dass der CD-Absatz einbricht. Abgesehen von einer kurzen Erholungsphase 2004 hält die Schrumpfungsphase bis heute an. 2005 lag der Gesamtabsatz von physischen Tonträgern etwa wieder auf dem Niveau von 1991.</li>
</ol>
<h3>Interpretation</h3>
<p>Wie lassen sich die drei Phasen erklären?</p>
<h4><strong>Wachstumsphase</strong></h4>
<p><strong></strong>Für die Wachstumsphase könnte die Einführung der CD im Jahr 1983 eine plausible Erklärung liefern. Zu Beginn waren CD-Player vergleichsweise teure Konsumgüter und das Angebot an Musik-CDs eingeschränkt. Im Vergleich zu Schallplatten und Musikkassetten waren CDs zudem teure Tonträger. CDs kosteten ungefähr doppelt soviel wie Langspielplatten mit derselben Musik. Es war also der Kostenfaktor, der die Nachfrage begrenzte. Mit sinkenden Preisen für CD-Player und einem wachsenden Angebot an Musik bekam ein größerer Teil der US-Bevölkerung die Möglichkeit, das neue Tonträgermedium zu nutzen. Die wahrgenommenen Vorteile der CD gegenüber den analogen Tonträgermedien führte nicht nur dazu, dass neue Musik verstärkt auf CD erworben wurde. Viele Musikliebhaber kauften sich auch Musik auf CD nach, die sie bereits auf analogen Tonträgermedien gekauft hatten. Dieser Nachkauf-Effekt dürfte einen wichtigen Wachstumsimpuls beigesteuert haben.</p>
<h4><strong>Konsolidierungsphase</strong></h4>
<p>Für die Erklärung der Konsolidierungsphase dürfte eine wichtige Eigenschaft der CD eine große Rolle spielen, die sie von den traditionellen Tonträgermedien unterscheidet. Schallplatten und Musikkassetten sind Tonträgermedien, die bei der Benutzung einer vergleichsweise hohen Verschleiß aufweisen. Demgegenüber ist die CD bei bestimmungsgemäßem Gebrauch praktisch verschleißfrei. Innerhalb des betrachteten Zeitraums von 1990-2007 akkumulieren sich die verkauften CDs, ohne dass eine zusätzliche Nachfrage nach Ersatz für verschlissene CDs generiert wird. Je mehr CDs verkauft werden, desto mehr CDs sind in den Haushalten vorhanden, die sich im praktischen Neuwertigenzustand befinden. Eine Schallplatte, die mit einem durchschnittlichen Schallplattenspieler vielleicht 100 mal abgespielt wurde, weist deutliche Zeichen von Verschleiß auf. Eine CD, die mit einem durchschnittlichen CD-Player 100 mal abgespielt wurde, weiß dagegen sehr wahrscheinlich nur marginale Zeichen von Verschleiß auf, die sich zudem nicht auf die Qualität der Musik beim Abspielen auswirken. Zu der fehlenden Ersatznachfrage kommt noch die hervorragende Eignung von CDs für den Wiederverkauf im Gebrauchtmarkt hinzu. Die dortigen Absatzzahlen werden von der RIAA-Statistik nicht erfasst.</p>
<h4>Schrumpfungsphase</h4>
<p>Die folgende Grafik zeigt, wie viele CDs pro Kopf der Bevölkerung in den USA von 1990-2007 verkauft worden sind.</p>
<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/approximate-cd-ownership-in-the-usa-1990-2007-15032009.png"><img class="size-large wp-image-1041 alignleft" style="border: 1px solid black;" title="approximate-cd-ownership-in-the-usa-1990-2007-15032009" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/approximate-cd-ownership-in-the-usa-1990-2007-15032009-1024x724.png" alt="approximate-cd-ownership-in-the-usa-1990-2007-15032009" width="553" height="391" /></a></p>
<p>Man erkennt eine S-Kurve, wie sie typisch für die Marktdurchdringung so genannter dauerhafter Güter ist. Das S kommt dadurch zu Stande, dass die Nachfrage kurz nach der Produkteinführung nur langsam wächst, mit zunehmender Popularität des Produkts schneller wächst, und schließlich wieder nachlässt, nachdem die Haushalte ausreichend mit dem Produkt versorgt sind. Seit 1990 hat jeder US Bürger mehr als 40 CDs neu gekauft. In einem vierköpfigen Haushalt haben sich also seit 1990 rund 160 CDs angesammelt. Selbst, wenn man 10 oder 20 Prozent davon als Verschleiß abziehen würde, verbliebe noch eine stattliche Zahl an CDs. Es ist also keineswegs verwunderlich, dass die Nachfrage nach neuen CDs in den vergangenen Jahren gesunken ist. Die Marktsättigung scheint schon eine Weile erreicht zu sein.</p>
<p>Diese Annahme erscheint umso plausibler, wenn man die folgende Grafik betrachtet. Dargestellt ist die Menge der in den USA seit 1990 verkauften, neuen CDs.</p>
<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/circulation-of-cds-in-the-usa-1990-2007-15032009.png"><img class="size-large wp-image-1048 alignleft" style="border: 1px solid black;" title="circulation-of-cds-in-the-usa-1990-2007-15032009" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/circulation-of-cds-in-the-usa-1990-2007-15032009-1024x724.png" alt="circulation-of-cds-in-the-usa-1990-2007-15032009" width="553" height="391" /></a></p>
<p>Bis einschließlich 2007 wurden mehr als 12 Milliarden neue CDs verkauft. Selbst unter Berücksichtigung eines gewissen Verschleißes darf man wohl guten Gewissens annehmen, dass mindestens 10 Milliarden dieser CDs noch existieren. Ein nennenswerter Anteil von ihnen &#8211; genaue Zahlen existieren nicht &#8211; werden im Gebrauchtmarkt gehandelt werden. Die dort angebotenen CDs machen zwangsläufig in gewissem Umfang dem Handel mit neuen CDs Konkurrenz. Selbst, wenn nur 5 Prozent der gebrauchten CDs gehandelt werden, wären das immer noch rund 500 Millionen Stück. Das entspräche circa 50 Prozent der während der Konsolidierungsphase jährlich neu verkauften CDs.</p>
<p>Auf den Punkt gebracht, kann man folgende These formulieren:</p>
<blockquote><p><strong>Das Verhalten des Marktes für physische Tonträger in der Phase von 1990-2007 wurde maßgeblich durch die spezifischen Produkteigenschaften der CD geprägt.</strong></p></blockquote>
<p>Damit ist nicht gesagt, dass die Einführung von CD-Brennern, die Verbreitung der Musikkompression im MP3-Format oder das Aufkommen von Peer-to-Peer-Tauschbörsen gänzlich ohne Einfluss gewesen ist. Wahrscheinlich haben sie aber das Erreichen der Konsolidierungs- und Schrumpfungsphase lediglich beschleunigt. Auch ohne diese neuen Technologien hätte der Markt für neue Musik-CDs nicht ewig weiterwachsen können. Auch die Konsolidierungsphase musste irgendwann zu Ende gehen, da sich die gekauften CDs bei den Käufern langsam aber sicher stapelten.</p>
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		<title>UK: Regierungsbericht zur Digital-Strategie vorgelegt</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 07:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der britische Kommunikationsminister, Lord Stephen A. Carter, hat gestern seinen lang erwarteten Zwischenbericht zur Digital-Strategie der Regierung vorgelegt. Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau der Breitbandnetze, die Digitalisierung des Rundfunks und ein Ausbau von Maßnahmen zur Durchsetzung von Urheberrechten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der britische Kommunikationsminister, Lord Stephen A. Carter, hat gestern seinen lang erwarteten Zwischenbericht zur Digital-Strategie der Regierung vorgelegt. Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau der Breitbandnetze, die Digitalisierung des Rundfunks und ein Ausbau von Maßnahmen zur Durchsetzung von Urheberrechten.<br />
<span id="more-813"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/c11ac5d8fd07443c9257a20981378e9a" width="1" height="1" alt=""><br />
Die Zukunft des britischen Radios heißt Digital Audio Broadcasting (DAB). Die britische Regierung wird den Ausbau des digitalen Rundfunks zügig vorantreiben, kündigt Lord Carter in dem gestern von ihm vorgelegten Zwischenbericht mit dem Titel &#8220;Digital Britain. The Interim Report&#8221; an. In dem lang erwarteten <a href="http://news.bbc.co.uk/2/shared/bsp/hi/pdfs/29_01_09digital_britain_interimreport.pdf" target="_blank">Bericht</a> (PDF, via BBC) werden die Grundzüge der Regierungsstrategie für die Digitalisierung des Landes umrissen. Lord Carter ist überzeugt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ein erfolgreiches Großbritannien muss ein digitales Großbritannien sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auf insgesamt 86 Seiten werden in Carters Zwischenbericht 22 Aktionsvorschläge unterbreitet, die von der Digitalisierung des Rundfunks über den Ausbau der Breitbandnetze bis hin zu neuen Maßnahmen zum besseren Schutz von Urheberrechten reichen. Mit der Umsetzung der Aktionsvorschläge verfolgt die Regierung fünf Ziele: die Modernisierung der digitalen Netzwerke; verstärkte Investitionen in die Produktion digitaler Inhalte und Dienstleistungen; qualitativ hochwertige Inhalte, die in Großbritannien für Nutzer in Großbritannien produziert werden; Fairness und Zugang für alle; ein breites Online-Angebot ein Verwaltungsdienstleistungen.</p>
<p>In der hoch umstrittenen Frage der Durchsetzung von Urheberrechten an digitalen Inhalten bleibt der Bericht eher zurückhaltend. Lord Carter kündigt an, &#8220;mit interessierten Parteien das Potenzial zur Einrichtung einer neuen Rechte-Agentur auszuloten, die sich mit Fragen der Schaffung von Anreizen zur legalen Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke und zur Vorbeugung gegen die unrechtmäßige Nutzung geschützter Werke befassen soll&#8221;. Bis zur Verabschiedung der Endfassung des Digital-Britain-Berichts will die Regierung mit Rechteinhabern und Distributoren darüber verhandeln, in welchem Umfang diese sich an der besseren Durchsetzung von Urheberrechten finanziell beteiligen können.</p>
<p>Hinsichtlich der von der Musikindustrie geforderten Bekämpfung von Filesharing-Aktivitäten schlägt Lord Carter vor, dass die Internetprovider die Filesharer unter ihren Kunden bei Urheberrechtsverletzungen verwarnen sollten. Eine Zwangssperrung des Internetzugangs im Wiederholungsfall plant die Regierung jedoch nicht. Stattdessen wird der Musikindustrie empfohlen, die größten Übeltäter vor Gericht zu bringen. Die ISPs sollten die Plattenfirmen dabei durch die Sammlung anonymisiert der Informationen unterstützen. Auf gerichtliche Anordnung hin würden sie die Informationen dann den Plattenfirmen übergeben.</p>
<p>Die Musikindustrie hatte sich offensichtlich schärfere Maßnahmen von der Regierung erhofft. In einer Stellungnahme erklärt der Verband der britischen Plattenfirmen (BPI):</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist schwer zu erkennen, wie durch das Verschicken von Warnschreiben das von der Regierung selbst gesetzte Ziel einer deutlichen Reduzierung des illegalen Filesharings erreicht werden kann. Die Verbraucherforschung hat gezeigt, dass Filesharer nur dann bereit sind, ihr Verhalten zu ändern, wenn sie nach den Briefen weitere Maßnahmen der ISPs befürchten müssen. Der Zwischenbericht schlägt vor, die größten Urheberrechtsverletzer zu verklagen. Es gibt aber kaum jemanden, der die Lösung des Problems darin sieht, Verbraucher zu verklagen. Wir glauben, dass angemessene Maßnahmen der ISPs wesentlich effektiver wären.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aber noch ist nicht aller Tage Abend, sind die Plattenfirmen <a href="http://www.ifpi.com/content/library/BPI-response-to-digital-britain-interim-290109.pdf" target="_blank">überzeugt</a> (PDF):</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir werden weiterhin Druck auf die Regierung ausüben, gemeinsam mit uns und den ISPs eine effektive Antwort auf das Problem des illegalen Filesharings auszuarbeiten.&#8221;</p></blockquote>
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		<item>
		<title>kidffm: &#8220;Von Musik 2.0 und der Zukunft der Musikindustrie&#8221;</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/05/15/kidffm-von-musik-20-und-der-zukunft-der-musikindustrie/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 09:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Im kidffm-Blog gibt es einen langen, interessanten Beitrag von Francis Northend, in dem dieser sich Gedanken über die &#8220;Zukunft der Musikindustrie&#8221; macht. Lesenswert! An einer Stelle schreibt er über die Nutzung von Tauschbörsen: &#8220;&#8230;es ist verführerisch problemlos möglich, sich dauerhaft mit absolut individueller Musik zu versorgen, ohne auch nur ein einziges Album kaufen zu müssen.&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im kidffm-Blog gibt es einen langen, interessanten <a href="http://www.kidffm.com/2008/05/14/von-musik-20-und-der-zukunft-der-musikindustrie/" target="_blank">Beitrag</a> von Francis Northend, in dem dieser sich Gedanken über die &#8220;Zukunft der Musikindustrie&#8221; macht. Lesenswert!</p>
<p>An einer Stelle schreibt er über die Nutzung von Tauschbörsen:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;es ist verführerisch problemlos möglich, sich dauerhaft mit absolut individueller Musik zu versorgen, ohne auch nur ein einziges Album kaufen zu müssen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Damit trifft er in meinen Augen einen ganz wunden Punkt der Plattenfirmen. Aus der wissenschaftlichen Marktforschung ist seit Jahren das Phänomen bekannt, daß die Nachfrage immer individueller, immer fragmentierter wird. Die Zeiten als jede und jeder dasselbe Produkt kaufen wollte, um Teil einer Massenkultur zu sein, neigen sich dem Ende zu. Die Anbieterseite muß darauf angemessen reagieren, wenn sie ihre Waren weiterhin verkaufen will. Eine mögliche Reaktion der Anbieter darauf wird als &#8220;mass customization&#8221; (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mass_customization" target="_blank">Wikipedia-Artikel</a>) bezeichnet. Dell hat bei Computern demonstriert, wie das funktioniert; die Autorhersteller haben damit seit langer Zeit Erfahrungen gesammelt. Ein ganz modernes Beispiel sind die Online-Fotodienstleister bei denen man sich individuelle Fotobücher bestellen kann.</p>
<p>Ein Angebot wie iTunes überträgt im Grunde genommen das Prinzip &#8220;mass customization&#8221; auf die Ware <em>aufgezeichnete Musik</em>. Vorgemacht haben es allerdings die Tauschbörsen, wie Francis Northend treffend feststellt. Die Webcaster, die Radiostationen des Internets, haben natürlich auch ihren Beitrag dazu geleistet. Die Plattenfirmen schauten zu und klagten.</p>
<p>Die Plattenfirmen haben sich lange Zeit gegenüber der Fragmentierung der Nachfrage bei den Musikhörern taub gestellt. Ökonomisch könnte man da auch von <em>Marktversagen</em> sprechen: Die offensichtliche Nachfrage wurde nicht bedient.</p>
<p>Die jetzt von den Plattenfirmen akzeptierten und unterstützten Flatrate-Modelle und Download-Portale sind zumindest eine plausible Antwort auf die &#8212; nicht mehr länger zu leugnende &#8212; Nachfrage. Diese werden  ihren Teil dazu beitragen, die in den vergangenen Jahren entstandene Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Das Wachstum der Umsätze beim elektronischen Musikvertrieb im vergangenen Jahr zeigt das bereits deutlich.</p>
<p>Auf ein Angebot, bei dem sich potentielle Käufer ihre Wunsch-CD (oder -LP) mit gedrucktem Booklet (oder Cover) aus einer unbegrenzten Anzahl von Titeln aus allen Zeiten bestellen können, werden wir wohl noch ein Weilchen warten müssen.</p>
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		<title>Mussolini und die Geburtsstunde der IFPI</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/04/15/mussolini-und-die-geburtstunde-der-ifpi/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 17:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[1933]]></category>
		<category><![CDATA[IFPI]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Der internationale Verband der Tonträgerhersteller, die IFPI, wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Nun ist das für viele Internetnutzer nicht unbedingt ein Grund zum Feiern. Für einen Blick in die Geschichte der Organisation bietet so ein Jubiläum dennoch Anlaß, zum Beispiel für Telepolis (und einen Tag später auch für die TAZ). Die grundlegenden Informationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der internationale Verband der Tonträgerhersteller, die IFPI, wird in diesem Jahr 75 Jahre alt.</p>
<p>Nun ist das für viele Internetnutzer nicht unbedingt ein Grund zum Feiern. Für einen Blick in die Geschichte der Organisation bietet so ein Jubiläum dennoch Anlaß, zum Beispiel für <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27717/1.html" target="_blank">Telepolis</a> (und einen Tag später auch für die <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/mussolini-und-die-filesharing-jaeger/?src=HL&amp;cHash=f5728c2b23" target="_blank">TAZ</a>). Die grundlegenden Informationen für die Artikel lieferte ein schwedischer Artikel vom 7. April bzw. dessen <a href="http://copyriot.se/2008/04/08/what-the-ifpi-tries-to-conceal-about-its-origins-in-fascist-italy/" target="_blank">englische Kurzfassung</a> bei Copyriot vom 8. April.</p>
<p>Bemerkenswert: Wie man früher wohl auch bei Wikipedia nachlesen konnte, fand die Gründungsveranstaltung der IFPI 1933 in der Hauptstadt des von Mussolini regierten faschistischen Italiens, in Rom statt. Entsprechende Informationen im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/IFPI" target="_blank">Wikipedia -Artikel zur IFPI</a> wurden allerdings aus dem IFPI-Hauptquartier (IP-Adresse 195.40.39.2) getilgt.</p>
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		<title>Fundstücke zur Kreativwirtschaft</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/03/04/fundstucke-zur-kreativwirtschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Mar 2008 22:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bertelsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Cory Doctorow]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Gowers-Report]]></category>
		<category><![CDATA[kostenloser Download]]></category>
		<category><![CDATA[McCreevy]]></category>
		<category><![CDATA[Nine Inch Nails]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[RIAA]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier die Beute des heutigen Tages, in Häppchen serviert. EU-Binnenmarktskommissar Charlie McCreevy will bekanntlich den großen Plattenfirmen (&#8220;Majors&#8221;) mit ihrem umfangreichen Backkatalog sowie Künstlern wie Paul McCartney und Udo Jürgens &#8212; und ihren künftigen Erben &#8212; einen großen Gefallen tun. McCreevy will die urheberrechtlichen Schutzfristen verlängern, damit die Plattenfirmen und ein paar schwerverdiente Künstler noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier die Beute des heutigen Tages, in Häppchen serviert.</p>
<p><span id="more-68"></span></p>
<p>EU-Binnenmarktskommissar Charlie McCreevy will bekanntlich den großen Plattenfirmen (&#8220;Majors&#8221;) mit ihrem umfangreichen Backkatalog sowie Künstlern wie <a href="http://www.irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=297&amp;cHash=917191a3e1" target="_blank">Paul McCartney und Udo Jürgens</a> &#8212; und ihren künftigen Erben &#8212; einen großen Gefallen tun. McCreevy will die urheberrechtlichen <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/02/14/eu-kommissar-will-schutzfrist-um-45-jahre-verlangern/">Schutzfristen verlängern</a>, damit die Plattenfirmen und ein paar schwerverdiente Künstler noch mehr Geld mit dem Verkauf alter Aufnahmen machen können. Ach ja, ein paar Studiomusiker sollen irgendwie auch was abbekommen. McCreevys Vorschlag ist nicht nur ökonomisch unsinnig, wie der vor einer Weile im Auftrag der britischen Regierung erstellte <a href="http://www.irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=251&amp;cHash=eb12f8761e" target="_blank">Gowers-Report</a> feststellte, er hat auch wenig Freunde. Der Widerstand gegen McCreevys Pläne hat nun die Form einer Kampagne angenommen. &#8220;<a href="http://www.soundcopyright.eu/de/home" target="_blank">Sound Copyright</a>&#8221; fordert: &#8220;Lassen sie die EU wissen: das Urheberrecht soll harmonisch bleiben!&#8221; (Das liest sich, als wäre es von Google übersetzt worden.) Die Kampagne hat eine <a href="http://www.soundcopyright.eu/de/petition" target="_blank">Unterschriftensammlung</a> gestartet.</p>
<p>Digitales Rechte-Management (DRM) verliert zunehmend an Bedeutung. Wie die New York Times am 3. März <a href="http://www.nytimes.com/2008/03/03/business/media/03audiobook.html?ref=technology" target="_blank">berichtete</a>, verzichten immer mehr Anbieter von Hörbüchern auf die digitalen Fesseln und bieten ihre Waren im kundenfreundlichen MP3-Format an. Die Hörbuchanbieter folgen der Musikindustrie somit auf dem Fuße, die  sich über den Jahreswechsel peu à peu von DRM verabschiedet hatte. Auf der anderen Seite haben sich Ende Februar auf einer Tagung in New York Vertreter aus der Medienbranche, ihre Anwälte und Berater mehrheitlich für DRM ausgesprochen, wie DRM Watch <a href="http://www.drmwatch.com/article.php/3730981" target="_blank">berichtete</a>. Was soll man nun davon halten?<br />
<!--more--></p>
<p>Den Plattenfirmen sind ja in den letzten Jahren die Kunden in Scharen davon gelaufen. Nun laufen die Musiker auch noch weg und den Kunden hinterher. Die Band Nine Inch Nails hat zum Beispiel ihren ausgelaufenen Plattenverlag nicht verlängert sondern beschlossen, die Vermarktung ihrer Musik künftig selbst in die Hand zu nehmen. Zum einem Preis zwischen 0 und 300 US-Dollar können unterschiedliche Pakete einer Titelsammlung namens “Ghosts I-IV” erworben werden, sogar unter einer Creative-Commons-Lizenz. So <a href="http://www.nytimes.com/2008/03/04/arts/music/04nine.html?_r=1&amp;ref=business&amp;oref=slogin" target="_blank">berichtete</a> jedenfalls die New York Times heute. Was bleibt Plattenfirmen wie EMI da übrig, als sich auf die glorreiche Vergangenheit zu besinnen? Bei EMI strebt man &#8220;back to the future&#8221;. Anders ausgedrückt: David Bowie und Pink Floyd sollen laut britischer Times die <a href="http://business.timesonline.co.uk/tol/business/industry_sectors/media/article3479315.ece" target="_blank">Bilanz aufbessern</a>. (Sie haben richtig gelesen &#8212; David Bowie und Pink Floyd.)</p>
<p>Der Autor Seth Godin hat in seinem Blog das Transskript einer Rede &#8220;<a href="http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2008/03/the-live-music.html" target="_blank">On the future of the music business</a>&#8221; veröffentlicht. Sehr lesenswert (in meinen Augen). Dazu ergänzend: Die britische Times konnte <a href="http://business.timesonline.co.uk/tol/business/industry_sectors/retailing/article3479093.ece" target="_blank">mitteilen</a>, daß im vergangenen Jahr erstmals mehr Umsatz mit Computerspielen (1,7 Milliarden GBP) als mit Musikaufnahmen gemacht wurde. Kein Wunder, daß sich Musiker wie Aerosmith für Computerspiele zu interessieren <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/02/17/aerosmith-20/">beginnen</a>.</p>
<p><a href="http://www.gulli.com/news/urheberrecht-im-2008-02-29/" target="_blank">Bei Gulli</a> habe ich einen Hinweis auf eine <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktplatz/712917/" target="_blank">Sendung</a> des Deutschlandfunks zum Thema Urheberrecht gefunden. Die Sendung läßt sich als MP3 herunterladen und nachhören.</p>
<p>Ars Technica brachte einen <a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20080302-riaa-wants-to-pay-percentage-rate-it-denied-to-webcasters.html" target="_blank">Artikel</a> darüber, welche Kreativität die Recording Association of America (RIAA) an den Tag legt, wenn es um die Berechnung von Urheberabgaben für Musikaufnahmen geht. Mutmaßliches Motto: Wenig zahlen, viel kassieren.</p>
<p>Die schockierendste Nachricht des 3. März, klar der Kategorie &#8220;Zeichen und Wunder&#8221; zuzuordnen: Ein Buch von Cory Doctorow erscheint mit einer CC-Lizenz &#8220;<a href="http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=9452&amp;mid=1317" target="_blank">zum kostenlosen Download</a>&#8221; bei &#8230; Bertelsmann. Das ist keine Ente, C.D. hat bei BoingBoing auch persönlich auf das Erscheinen <a href="http://www.boingboing.net/2008/03/03/eastern-standard-tri-1.html" target="_blank">hingewiesen</a>.</p>
<p>&#8220;Kreatives Schaffen in der digitalen Welt&#8221; wird von der US-Regierung ganz eigen interpretiert. Jetzt sollen virtuelle Terroristen in virtuellen Welten gejagt werden, oder so ähnlich. So ganz schlau werde ich aus der <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/7274377.stm" target="_blank">BBC-Meldung</a> dazu nicht. Sie wirft schwierige Fragen auf: Wenn ein Terrorist statt echter virtuelle Bomben wirft, ist er dann noch ein echter Terrorist oder ein virtueller? Und wenn der virtuelle Terrorist nie ein echter Terrorist war, kann er dann überhaupt zu einem virtuellen werden? Und wer wird ihn jagen &#8212; das <em>iFBI</em>? Fragen über Fragen&#8230;</p>
<p>Zum guten Schluß noch ein erfreulicher Beitrag in eigener Sache. Das &#8220;Open Source Jahrbuch 2008&#8243; ist erschienen. (Full disclosure: Ich bin Mitherausgeber und verdiene überhaupt nichts am Buch.) Das Buch gibt es ebenfalls <a href="http://www.opensourcejahrbuch.de/" target="_blank">zum kostenlosen Download</a> (PDF), aber nicht bei Bertelsmann ;-)</p>
<p align="center"><img src="http://www.opensourcejahrbuch.de/img/osjb08_cover_klein.jpg" alt="" width="101" height="149" align="absbottom" /></p>
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		<title>USA: Streit ums Geld zwischen Musikverlagen, Songschreibern, Plattenfirmen usw. usf.</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 06:36:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenzgebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikverlage]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Songschreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Tonträgerhersteller]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es ums Geld geht, ist in der Musikwirtschaft (wie in anderen Wirtschaftszweigen auch) jeder sich selbst der nächste und es bilden sich ungewöhnliche Beutegemeinschaften, wenn es um die Aufteilung der Einnahmen geht. Derzeit laufen in den USA Anhörungen vor dem Copyright Royalty Board über die Beteiligung von Musikverlagen und Songschreibern an den Einnahmen aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es ums Geld geht, ist in der Musikwirtschaft (wie in anderen Wirtschaftszweigen auch) jeder sich selbst der nächste und es bilden sich ungewöhnliche Beutegemeinschaften, wenn es um die Aufteilung der Einnahmen geht. Derzeit laufen in den USA Anhörungen vor dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Copyright_Royalty_Board" target="_blank">Copyright Royalty Board</a> über die Beteiligung von Musikverlagen und Songschreibern an den Einnahmen aus dem digitalen Musikgeschäft. Ihnen gegenüber steht eine Allianz aus <strike>Plattenfirmen</strike> Tonträgerherstellern, Yahoo, Napster, Apple usw. usf. Die Allianz fordert, die Kopierabgaben (&#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Royalties#Music_Royalties" target="_blank">mechanical royalties</a>&#8220;), die den Verlagen und Songschreibern von Gesetz wegen für jedes Vervielfältigungsexemplar eines Tonträgers zusteht, zu senken. Ihr Argument: Die Geschäfte gehen schlecht und den Verlagen und Songschreibern geht es zu gut. Das sehen die natürlich anders. Verlage und Songschreiber fordern zusätzlich eine Beteiligung an den Einnahmen aus dem Internetgeschäft mit Musik-Streaming. Dafür haben aber Yahoo, Napster, Apple &amp; Co. kein Verständnis. Aus ihrer Sicht handelt es sich bei Streaming nicht um Kopiervorgänge (von Musik) sondern um Aufführungen. Und dafür sollten keine Abgaben an Verlage und Sonschreiber fällig werden&#8230;</p>
<p>Für einen Außenstehenden ist das alles nicht ganz leicht verständlich. Der <em>Hollwood Reporter</em> beschreibt die Auseinandersetzung <a href="http://www.hollywoodreporter.com/hr/content_display/music/news/e3i29ce7ca58f3334d03346ad2dcaa23e21#" target="_blank">hier</a> ausführlicher (29. Januar 2008).</p>
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