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	<title>iRights.info - Blog &#187; Musikaufnahmen</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen: Mehr Geld für tote Musiker?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 13:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten sprechen sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen eine Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen aus. Sie warnen vor einer Zunahme der Piraterie, wenn das Urheberrecht Lobbyinteressen geopfert wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten sprechen sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen eine Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen aus. Sie warnen vor einer Zunahme der &#8220;Piraterie&#8221;, wenn das Urheberrecht Lobbyinteressen geopfert wird.<br />
<span id="more-995"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/e6be939798b94e1f8a82ea9dfa2f2643" width="1" height="1" alt=""><br />
Am 23. März hat das EU-Parlament die Wahl. Die Parlamentarier können ihren Wählern einen Dienst erweisen &#8212; oder den vier großen Musikkonzernen. Am 23. März findet im Parlament die Abstimmung über eine EU-Richtlinie zur Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzfrist für Musikaufnahmen statt. Auf Initiative des irischen Binnenmarktkommissars Charlie McCreevy soll die Schutzfrist von 50 auf 95 Jahre verlängert werden.</p>
<p>Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten <a href="http://www.cippm.org.uk/downloads/Press%20Release%20Copyright%20Extension.pdf" target="_blank">warnen</a> (PDF) zum wiederholten Mal davor, die Schutzfrist zu verlängern:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine solche Verlängerung [...] wird der europäischen Kultur und Wirtschaft schaden. [...] Wenn Europa seine Innovationsfähigkeit behalten will, darf es nicht in einem Moment großer technologischer Umwälzungen die gegenwärtige Industriestruktur zementieren. Es darf die digitalen Schöpfer und Archive nicht an der Erforschung der Musik hindern, die ja schon längst bezahlt ist.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.cippm.org.uk/downloads/Studies_and_Signatories.pdf" target="_blank">Unabhängige Studien</a> (PDF) haben wiederholt belegt, dass eine Schutzfristverlängerung zu Lasten der Allgemeinheit gehen würde. Profitieren würden davon praktisch ausschließlich die vier großen Musikkonzerne Universal Music, Sony/BMG, EMI und Warner Music. Diese haben seit Mitte des 20. Jahrhunderts die ganz überwiegende Mehrheit der Rechte an den weltweit gemachten Musikaufnahmen aufgekauft.</p>
<p>Die Wissenschaftler glauben, vielen Musikern ist nicht recht klar, was die Schutzfristverlängerung bedeutet. Profitieren werden überwiegend die Musikkonzerne und ein paar wenige, noch lebende Musiker. Zahlen müssen das Publikum und die heute aktiven Musiker. Die Tantiemen für die Aufnahmen der toten Musiker fließen hingegen zum größten Teil in die Tresore der Musikkonzerne.</p>
<p>Viele Musiker, die in den 40er, 50er und 60er Jahren Plattenaufnahmen gemacht haben, sind bereits verstorben. Manche sind sehr reich geworden, andere haben mit ihrer Musik keinen Cent verdient. Die Rechte an ihren Plattenaufnahmen, die bei Universal &amp; Co. lagen oder liegen, sind überwiegend bereits abgelaufen, oder stehen kurz davor. Nach Ablauf der Schutzfrist darf im Prinzip darf jeder diese Plattenaufnahmen verwenden und verbreiten, gegebenenfalls gegen Zahlung von Urheberabgaben an eine Verwertungsgesellschaft. So wird mehr Musik zu günstigen Preisen verfügbar. Auch der Vertonung eigener Videos mit 50er-Jahre-Hits steht kein prinzipielles Hindernis mehr im Wege. Wird die Schutzfrist am 23. März verlängert, ist es mit dieser Freiheit vorbei.</p>
<p>Den Musikhörern wird das nicht egal sein, warnen die Wissenschaftler: &#8220;Das Publikum wird sich nicht für dumm verkaufen lassen. Wenn das Urheberrechtsgesetz zynischerweise seiner eigentlichen Bestimmung nicht mehr dient, wird Piraterie zu einer leichten Alternative.&#8221; Fast 16.000 Bürger haben bereits eine von Sound Copyright initiierte <a href="http://www.soundcopyright.eu/petition" target="_blank">Online-Petition</a> gegen die Schutzfristverlängerung unterzeichnet.</p>
<p>Die Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen wäre im Übrigen nur der Anfang. Der deutsche Kulturrat hat im September 2008 schon eine vergleichbare Verlängerung für Musikvideos <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/10/09/kulturrat-bekraftigt-forderung-nach-schutzfristverlangerung/" target="_self">gefordert</a>. Dem haben sich die Filmschaffenden <a href="http://www.euronews.net/de/article/03/03/2009/europ-actors-call-for-equal-rights/" target="_blank">angeschlossen</a>.</p>
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		<title>Wie geht&#8217;s weiter mit der Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen?</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 16:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Martin Kretschmer berichtet von der komplexen Auseiandersetzung um die Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen, die er ablehnt (mein Interview dazu hier). Besonders aufschlussreich: &#8220;Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists.&#8221; (&#8220;Einige Assistenten von MdEP haben mir erzählt, dass ihnen Karten für Konzerte berühmter Musiker angeboten wurden.&#8221;). Was es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Kretschmer berichtet von der komplexen Auseiandersetzung um die Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen, die er ablehnt (mein Interview dazu <a href="http://immateriblog.de/?p=104">hier</a>). Besonders aufschlussreich: &#8220;Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists.&#8221; (&#8220;Einige Assistenten von MdEP haben mir erzählt, dass ihnen Karten für Konzerte berühmter Musiker angeboten wurden.&#8221;).</p>
<p>Was es schwierig mache, die MdEP davon zu überzeugen, dass die Schutzdauerverlängerung den Musikern nichts nützt, sei natürlich vor allem, dass sich Interessenverbände von Musikern dafür einsetzen. In England gab es sogar eine <a href="a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/7749416.stm">Videobotschaft im Namen von  38.000 Musikern</a>, die die Verlängerung fordert. Das wirft auch ein bezeichnendes Licht auf die Probleme, die die Interessenvertreter mit der Empirie haben. Leider ist das in Deutschland oft nicht anders.</p>
<p>Martins eMail gewährt einen interessanten Einblick in das, was derzeit in Brüssel veranstaltet wird. Leider nur auf Englisch, aber ich habe keine Zeit, sie zu übersetzen.</p>
<p>Copyright Extension Directive</p>
<p>Dear colleagues,</p>
<p>Many of you have asked for an update. The process has become so complex that it is hard to provide a short summary.<span id="more-703"></span></p>
<p>Both European Parliament and Council of Ministers have to agree a joint text. The procedures run in parallel.</p>
<p>In the Council of Ministers, the French Presidency is pushing very hard to come to an agreement at the Competitiveness Council next week but there is considerable resistance. Only Estonia and Cyprus appear to have come out in favour. I believe an official ‘against’ position is recorded from Netherlands, Italy, Austria, Finland, Sweden – and a position ‘something for performers but not in this form’ from UK, Poland, Belgium.</p>
<p>It is very likely that the Directive will be pushed into the Czech presidency which takes over in January (and will be much less keen).</p>
<p>In the European Parliament, the lead committee is Legal Affairs (JURI). The rapporteur is Brian Crowley, an Irish party colleague of McCreevy, and strongly in favour. Feeding committees (which all can propose amendments) are Culture and Education (CULT), Industry, Research and Energy (ITRE), and Internal Market and Consumer Protection (IMCO).</p>
<p>Lionel Bently (who spoke as invited expert) and I both attended the JURI public hearing on 4 November. I attach Lionel’s address.</p>
<p>Tilman Lüder, head of the Copyright Unit at DG Market made a heated statement, attacking the joint academic position. He was subject to a point of order.</p>
<p>IFPI has been mounting a sustained operation, and we saw numerous industry lobbyists a work. In return, Open Rights made a valiant effort, and <a href="http://www.soundcopyright.eu">Open Rights’ sound copyright campaign</a> is still a key ally.</p>
<p>Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists. All the rapporteurs of the feeding committees had been cultivated, and wrote supportive reports BEFORE the public hearing (mostly asking for an inclusion of audio-visual performers). Within committee politics, rejection did not seem an option to most MEPs we spoke to. For MEPs it is troublesome that performer organisations speak in favour of extension. Critical MEPs lack a publicly persuasive lobby partner.</p>
<p>The feeding committees will vote in early December. Rufus Pollock, Lionel Bently and I have fed a number of amendments to receptive MEPs. There also have been moves from the European broadcasters (mandatory collective administration for extended term as applying to digital broadcasting archives). It has to be said that the broadcast lobbyists woke up much too late.</p>
<p>The only openly sceptical parliamentary group are the Greens. Sharon Bowles (liberal/ALDE MEP in JURI) is making an effort with a set of amendments, linking extension to a registration system for instances of inadequate remuneration for the performer (administered via OHIM, the European Trade Mark Office in Alicante, and subject to licences as of right). EPP (centre right) and PES (socialists) as parliamentary groups appear to support 95 years.</p>
<p>The best we can hope for in the European Parliament is that there are enough irreconcilable amendments voted through in ITRE (11 December), so that JURI (scheduled vote 19/20 January) will ask for more time, or an independent study.</p>
<p>As we stand, a plenary vote is scheduled for February. Any spanner in the works may take us into the next parliament and a new commission (European elections: 4 June).</p>
<p>In the UK, <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/7749416.stm">DCMS is still sitting on the fence, but DIUS is holding the line (backed by Cabinet Office)</a>.</p>
<p>Lastly, I attach a set of three amendments (mainly in Lionel Bently&#8217;s words) that may form the nucleus of an acceptable way forward (if there is a stalemate between Council and Parliament). The basic idea is to give an extension to performers only (life or 50 years, the current Greek law), and address the access issues via collecting societies. In addition, we propose a use-it-or-lose-it provision during the current term. This third amendment needs some work on procedure for recovering rights. <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2008/11/prof-bently-juri-speech.pdf">prof-bently-juri-speech.pdf</a> (184 KB) | <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2008/11/amendments-extension-directive-academics.pdf">amendments-extension-directive-academics.pdf</a> (128 KB)<br />
&lt;/a&gt;</p>
<p>In summary, everything hangs in a delicate balance. Any appearance of dissent in the media will be important.</p>
<p>Please feel free to circulate this note.<br />
&#8211;<br />
Martin Kretschmer<br />
Professor of Information Jurisprudence<br />
Director, Centre for Intellectual Property Policy and Management<br />
Bournemouth University<br />
Talbot Campus, Poole<br />
UK &#8211; Dorset BH12 5BB<br />
URL: www.cippm.org.uk</p>
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		<title>Es wird spannnend / dringend: Neues zur Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 22:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Martin Kretschmer, den ich kürzlich zu den Plänen der EU-Kommission interviewt habe, die Schutzdauer für Musikaufnahmen auf 95 Jahre zu verlängern (von derzeit 50), hat nun eine Stellungnahme (PDF, 248 KB) dazu verfasst. Sie antwortet im Detail auf die Behauptungen der Kommission und der Lobbyisten der Musikindustrie. Zusätzlich hat er einen offenen Brief an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bournemouth.ac.uk/about/people_at_bu/our_academic_staff/IBAL/profiles/mkretschmer.html">Martin Kretschmer</a>, den ich kürzlich zu den Plänen der EU-Kommission <a href="http://immateriblog.de/?p=104">interviewt </a>habe, die Schutzdauer für Musikaufnahmen auf 95 Jahre zu verlängern (von derzeit 50), hat nun eine <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2008/10/term-statement-27_10_08.pdf">Stellungnahme</a> (PDF, 248 KB) dazu verfasst.</p>
<p>Sie antwortet im Detail auf die Behauptungen der Kommission und der Lobbyisten der Musikindustrie.</p>
<p>Zusätzlich hat er einen offenen Brief an die Abgeordneten des EU-Parlaments geschrieben, in dem er erläutert, warum die Unterzeichner die Richtlinie zur Schutzdauerverlängerung als &#8220;eins der schlimmsten Beispiele für ein Plädoyer im Eigeninteresse&#8221; ansehen: &#8220;Die Vorgeschlagene Richtlinie wird europäische Innovation und Kreativität erheblich schädigen.&#8221;</p>
<p>Unterzeichnet, neben Kretschmer, von einigen der prominentesten Urheberrechtlern Europas: Professor <a href="http://www.cipil.law.cam.ac.uk/publications/lionel_bently.php">Lionel Bently</a> and Dr <a href="http://www.emma.cam.ac.uk/teaching/fellows/display/index.cfm?fellow=254">Rufus Pollock</a>, Centre for Intellectual Property &amp; information Law (CIPIL), University of Cambridge; Professor <a href="http://www.ip.mpg.de/ww/de/pub/organisation/institutsleitung/direktoren/prof__dr__reto_m__hilty.cfm">Reto Hilty</a>, Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, München; Professor <a href="http://www.ivir.nl/staff/hugenholtz.html">Bernt Hugenholtz</a>, Institute for information Law, Universität Amsterdam.</p>
<p>Der gesamte Brief (Englisch):<span id="more-639"></span></p>
<p>The Business School</p>
<p>Professor Martin Kretschmer</p>
<p>Director; Centre for Intellectual Property Policy &amp; Management</p>
<p>Bournemouth, 27 October 2008</p>
<p><strong>Open letter to the Members of the European Parliament</strong></p>
<p><strong>The Proposed Directive for a Copyright Term Extension</strong></p>
<p>We are independent lawyers, economists and music researchers, representing the leading European intellectual property research centres. We unanimously condemn the Commission&#8217;s proposed directive &#8220;amending the term of protection of copyright and certain related rights&#8221; (COM(2008) 464/3) as one of the worst examples of special interest pleading. The proposed directive will seriously damage European innovation and creative endeavour.</p>
<p>The Commission is trying to persuade policy makers that copyright extension is cost free. ln its Impact Assessment [IA] the Commission claims that consumer prices for sound recordings will not increase, nor will licence fees paid by broadcasters, clubs and restaurants for so-called &#8220;air play&#8221; [IA, p. 40].</p>
<p>At the same time the Commission claims that extension will deliver benefits to the music industry between € 44 million and € 843 million&#8221; [IA, p. 60]. Where is that money coming from? The costs have to be borne somewhere. It is shocking that the Commission can fail to acknowledge this basic economic truth. Any serious impact assessment should at least have to answer the simple question: Who is going to pay?</p>
<p>Instead of doing their economic homework, the Commission offers a misleading story about performers facing &#8220;an income gap at the end of their Iifetimes&#8221; [Explanatory Memorandum to Proposed Directive, p. 4; Press releases 14 February 2008 and 16 July 2008]. The language of &#8220;artists who lose their pension when they need it most&#8221; is copied directly from lobby documents supplied to the Commission by the record industry. Extension is then dressedup as a &#8220;sociaI measure&#8221;.</p>
<p>The most cursory analysis will show that nothing could be further from the truth. Under the current 50 year term, a track recorded when a performer was 25 will be protected until age 75. lf the artist continued recording throughout her performing life, the current term will most likely outlast the performer&#8217;s lifespan. Not a single artist has a life expectancy of 45 years at age 75 &#8211; yet this is the extension the Commission proposes. lf the Commission</p>
<p>really wanted to help performers, it would (i) limit the term to the artist&#8217;s life, (ii) make such a term not available to record producers (labels), and (iii) look at recording contracts during the existing term. Any independent assessment will show the &#8220;ageing performers&#8221; argument as a smoke screen.</p>
<p>The chief beneficiaries from extension are:</p>
<p>1. Major rightholders who control a back catalogue of records that reaches back further than 50 years. The four major multinational record companies Universal, Sony BMG, Warner Music and EMI own almost all the key records that would benefit from retrospective extension.</p>
<p>2. Best-selling artists such as Cliff Richard, Johnny Hallyday, and their future estates. Is channelling money to estates a productive measure?</p>
<p>3. Collecting societies who will process increased income either from airplay or a social fund (and take a commission for it).</p>
<p>4. Minor beneficiaries are ordinary working performers. The bottom 80% of performers would each receive between € 4 and € 58 a year (calculation based on Commissions own figures). Some of these benefits however come at the costs of younger performers just entering the profession, as the same pot of money will have to be shared by more artists, many of whom are or will be dead. The contrast between marginal benefits to ordinary performers, and huge benefits to multinational producers is stark. The costs of copyright extension will be borne by European society as a whole through higher prices and licence fees, stymied innovation, and hindered diversity. In order to facilitate informed democratic debate, we have prepared</p>
<p>- specific independent responses to the Commission&#8217;s Frequently Asked Questions template</p>
<p>- 4 page analysis of key economic data</p>
<p>- a list of academic submissions opposing term extension.</p>
<p>On behalf of the signatories given below:</p>
<p>Martin Kretschmer</p>
<p>Professor, Centre for Intellectual Property Policy &amp; Management (CIPPM), Bournemouth University</p>
<p>Professor Lionel Bently and Dr Rufus Pollock, Centre for Intellectual Property &amp; information Law (CIPIL), University of Cambridge</p>
<p>Professor Reto Hilty, Max Planck Institute for Intellectual Property, Competition and Tax Law, Munich</p>
<p>Professor Bernt Hugenholtz, Institute for information Law, University of Amsterdam</p>
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		<title>Martin Kretschmer: &#8220;Da ist etwas grundfaul&#8221; &#8211; Appell gegen die Schutzdauerverlängerung</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:49:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bei iRights.info ist ein Interview mit dem Urheberrechtler Martin Kretschmer erschienen, der sich dagegen ausspricht, die Schutzdauer für Musikaufnahmen in Europa zu verlängern. Wir würden uns freuen, wenn sein Einwurf hier diskutiert würde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2008/10/martinkretschmer365x150.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-604" title="martinkretschmer365x150" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2008/10/martinkretschmer365x150.jpg" alt="" width="365" height="150" /></a></p>
<p>Bei iRights.info ist ein <a href="http://irights.info/index.php?id=717">Interview mit dem Urheberrechtler Martin Kretschmer</a> erschienen, der sich dagegen ausspricht, die Schutzdauer für Musikaufnahmen in Europa zu verlängern. Wir würden uns freuen, wenn sein Einwurf hier diskutiert würde.</p>
<fb:like href='http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/10/13/martin-kretschmer-da-ist-etwas-grundfaul-appell-gegen-die-schutzdauerverlangerung/' send='false' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like>]]></content:encoded>
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		<title>Times: Schutzfristverlängerung ist innovationsfeindlich</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 16:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Charlie McCreevy]]></category>
		<category><![CDATA[McCreevy]]></category>
		<category><![CDATA[Musikaufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzfristverlängerung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die britische Tageszeitung The Times hat am 21. Juli einen Brief von Urheberrechtsexperten zur Entscheidung der EU-Kommission, die Schutzfrist für Musikaufnahmen von 50 auf 95 Jahre nach Veröffentlichung praktisch zu verdoppeln, veröffentlicht. Deren Fazit zur Entscheidung: &#8220;Die vorgeschlagene Verlängerung der Schutzfrist wird die jüngere Generation noch weiter entfremden, da sie keine Prinzipientreue erkennen kann&#8230;&#8221; Dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die britische Tageszeitung The Times hat am 21. Juli einen Brief von Urheberrechtsexperten zur Entscheidung der EU-Kommission, die Schutzfrist für Musikaufnahmen von 50 auf 95 Jahre nach Veröffentlichung praktisch zu verdoppeln,<a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/letters/article4374115.ece" target="_blank"> veröffentlicht</a>. Deren Fazit zur Entscheidung:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die vorgeschlagene Verlängerung der Schutzfrist wird die jüngere Generation noch weiter entfremden, da sie keine Prinzipientreue erkennen kann&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Dem gibt es wohl nichts hinzuzufügen.</p>
<p>Die Fachleute hatten <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/06/21/fachleute-warnen-vor-verlangerung-von-schutzfrist-fur-musikaufnahmen/" target="_self">gewarnt</a> &#8212; umsonst.</p>
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		<title>Kulturstaatsminister Neumann will Schutzfristen für Musikaufnahmen verlängern</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 13:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrechte]]></category>
		<category><![CDATA[McCreevy]]></category>
		<category><![CDATA[Musikaufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Neumann]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzfristverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[Tonträgerhersteller]]></category>

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		<description><![CDATA[Anläßlich des von der WIPO für den 26. April ausgerufenen &#8220;Welttags des geistigen Eigentums&#8221; hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann heute eine Pressemitteilung herausgegeben (iRights.info berichtete). In der Pressemitteilung fordert der Minister nicht nur Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen sondern machte sich erneut für eine Verlängerung der Schutzfristen für Musikaufnahmen stark: &#8220;Zusammen mit meiner französischen Kollegin Christine Albanel habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anläßlich des von der WIPO für den 26. April ausgerufenen &#8220;Welttags des geistigen Eigentums&#8221; hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann heute eine <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_23334/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2008/04/2008-04-25-bkm-welttag-geistiges-eigentum.html" target="_blank">Pressemitteilung</a> herausgegeben (iRights.info <a href="http://irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews[tt_news]=375&amp;cHash=bdf3c085d7">berichtete</a>). In der Pressemitteilung fordert der Minister nicht nur Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen sondern machte sich erneut für eine Verlängerung der Schutzfristen für Musikaufnahmen stark:</p>
<blockquote><p>&#8220;<span>Zusammen mit meiner französischen Kollegin Christine Albanel habe ich daher den zuständigen EU-Kommissar Charles McCreevy gebeten, das Thema auf EU-Ebene anzusprechen. Er hat angekündigt, noch vor der Sommerpause 2008 der EU-Kommission einen Vorschlag zu diesem Thema zu unterbreiten.&#8221;</span></p></blockquote>
<p>Interessant ist die Begründung dafür:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;<span> schließlich geht es hier um soziale und wirtschaftliche Absicherung der Urheber.&#8221;</span></p></blockquote>
<p>Da liegt aber <strong>offensichtlich ein Irrtum</strong> auf der Seite des Ministers vor. Die Rechte der <em>Urheber</em>, das heißt der Komponisten und Lieddichter, sind nach geltendem Recht bereits bis 70 Jahre nach dem Tode der Urheber geschützt.</p>
<p>In der Debatte um die <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/02/14/eu-kommissar-will-schutzfrist-um-45-jahre-verlangern/">Verlängerung der Schutzfristen</a> für Musikaufnahmen geht es vielmehr um die Leistungsschutzrechte der <em>ausübenden Künstler</em>. Diese Leistungsschutzrechte &#8212; von den Künstlern in der Regel an Tonträgerhersteller verkauft &#8212; laufen in vielen Ländern 50 Jahre nach Erstveröffentlichung auf einem Tonträger ab.</p>
<p>Mit anderen Worten: <strong>Es geht hier nicht &#8220;</strong><span><strong>um soziale und wirtschaftliche Absicherung der Urheber&#8221;</strong>.</span></p>
<fb:like href='http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/04/25/kulturstaatsminister-neumann-will-schutzfristen-fur-musikaufnahmen-verlangern/' send='false' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like>]]></content:encoded>
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