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	<title>iRights.info - Blog &#187; IFPI</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Meine Präsentation für die internationale Urheberrechtskonferenz des BMJ in Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 13:59:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Präsentation habe ich zwar nicht gezeigt, weil der Moderator keine Präsentationen vorgesehen hatte, aber ich habe sie dann natürlich als Grundlage meines Kurzvortrags genutzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="__ss_1422822" style="width: 425px; text-align: left;">Die Präsentation habe ich zwar nicht gezeigt, weil der Moderator keine Präsentationen vorgesehen hatte, aber ich habe sie dann natürlich als Grundlage meines Kurzvortrags genutzt.</div>
<div style="width: 425px; text-align: left;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=musik-final-090512085115-phpapp02&amp;stripped_title=prsentation-internationale-urheberrechtskonferenz-bundesministerium-der-justiz-bmj-berlin" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=musik-final-090512085115-phpapp02&amp;stripped_title=prsentation-internationale-urheberrechtskonferenz-bundesministerium-der-justiz-bmj-berlin" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
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		<title>&#8220;Three-Strikes-Regelung&#8221;: Irische Internetprovider leisten Plattenfirmen Widerstand</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 08:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Interessenverband der irischen Internetprovider, die Internet Service Provider Association of Ireland (ISPAI), hat freiwillige Vereinbarungen mit der Musikindustrie über Internetsperren für Nutzer bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen abgelehnt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Interessenverband der irischen Internetprovider, die Internet Service Provider Association of Ireland (ISPAI), hat freiwillige Vereinbarungen mit der Musikindustrie über Internetsperren für Nutzer bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen abgelehnt.<span id="more-1077"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/ddd3e38917ef483bafcf7864d6d769dd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Die Eroberung von Irland fällt vorerst aus. Die vier großen Musikkonzerne – Universal, Sony, EMI und Warner – sind fürs Erste mit ihrem Vorhaben gescheitert, in Irland allumfassende Internetsperren auf freiwilliger Basis einzuführen. Die meisten irischen Internetprovider wollen dabei nicht mitspielen. In einer <a href="http://www.ispai.ie/docs/20090313copyright.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> (englisch, PDF) griff der Interessenverband ISPAI die Plattenfirmen scharf an:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;Die Internet Service Provider in Irland haben kürzlich im Auftrag der vier großen Plattenfirmen Drohbriefe von deren Anwälten bekommen. Dieses Vorgehen entbehrt jeder rechtlichen Grundlage. Es gibt keinen Beleg für ein Fehlverhalten der Internet Service Provider. Das Vorhaben [der Plattenfirmen] könnte die Privatsphäre der Nutzer verletzen, die Entwicklung neuer Internetdienste behindern und Irlands Position als zentraler E-Commerce-Standort gefährden.&#8221;</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">ISPAI vertritt die Interessen von British Telecom, O2, 3, Vodafone, Irish Broadband, Vodafone und Eircom. Die Internetprovider verweisen zur Begründung ihrer Verweigerung einer Zusammenarbeit mit den Plattenfirmen im Rahmen eines Three-Strikes-Modelles auf das europäische und irische Datenschutzrecht. Das könne man nicht einfach ignorieren, bloß weil es die Musikindustrie so wünsche, machten die ISPs deutlich. Der Musikindustrie warfen sie Versagen vor:</p>
<p class="MsoNormal">
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;ISPAI ist enttäuscht darüber, wie die Musikindustrie das große Potential des Internets für […] neue Geschäftsmodelle vernachlässigt.&#8221;</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Den Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen den ISPAI und den Plattenfirmen bildet eine Vereinbarung, die Irlands größter Internetprovider, Eircom, Ende Januar mit den vier großen Plattenfirmen vor Gericht getroffen hat. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Plattenfirmen dem Internetprovider Informationen darüber liefern, welche IP-Adressen zum illegalen Dateitausch benutzt werden. Eircom wird dann an Stelle der Plattenfirmen seine Kunden anschreiben und verwarnen. Kunden, die dreimal erwischt worden sind, verlieren ihren Eircom-Internetzugang. Den Kunden stehen keine Rechtsmittel zur Verfügung, um sich gegebenenfalls gegen unrechtmäßige Anschuldigungen durch die Plattenfirmen zu wehren.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung mit Eircom hatte der internationale Verband der Musikindustrie, IFPI, erklärt, die Vereinbarung sei <em>&#8220;freundschaftlich und zur beiderseitigen Zufriedenheit getroffen&#8221;</em> worden. Zugleich hatten die Plattenfirmen angekündigt, auch mit anderen Internetprovidern in Irland vergleichbare Vereinbarungen treffen zu wollen. Für den Fall der Weigerung drohten die Plattenfirmen den ISPs damit, vor Gericht zu ziehen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ob die Plattenfirmen ihre Drohung wahr machen, wird sich nun zeigen müssen. Irische Internutzer können jedenfalls erst einmal aufatmen.</p>
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		<title>Schweden: Piraten vor Gericht</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/02/26/schweden-piraten-vor-gericht/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 11:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Schweden findet gegenwärtig der Prozeß gegen die Betreiber des BitTorrent-Trackers The Pirate Bay statt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Schweden findet gegenwärtig der Prozeß gegen die Betreiber des BitTorrent-Trackers <em>The Pirate Bay</em> (TPB)statt. Bereits zu Beginn des Prozesses mußte der die Anklage vertretende Staatsanwalt einen großen Teil seiner Vorwürfe fallen lassen. Im Wired-Blog Threat Level wird der Prozeß ausführlich <a href="http://blog.wired.com/27bstroke6/yo_ho_ho/index.html" target="_blank">dokumentiert</a>. Der Vorsitzende des Internationalen Verbands der Musikindustrie (IFPI), John Kennedy, <a href="http://blog.wired.com/27bstroke6/2009/02/piratebaywednes.html" target="_blank">sorgte</a> dabei gesten für Unterhaltung:</p>
<blockquote><p>&#8220;Laughter filled The Pirate Bay trial here Wednesday when John Kennedy, the chief executive of the International Federation of Phonographic Industries, testified that people would have purchased every music track they got free file sharing.</p>
<p>Kennedy answered an affirmative &#8220;Yes&#8221; to Pirate Bay defense attorneys when asked whether that was true. Bursting laughter could be heard from the audio room beside the courtroom where the trial&#8217;s sound was being broadcast.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ars Technica liefert passend dazu <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2009/02/rick-falkvinge-is-the-face.ars" target="_blank">Hintergründe</a> über den &#8220;politischen Ableger&#8221; der Piratenbucht, die schwedische Piratenpartei.</p>
<p>Anmerkung am Rande: Der deutsche Arm der IFPI, der Bundesverband Musikindustrie, hat neuerdings auf seiner <a href="http://www.musikindustrie.de/" target="_blank">Homepage</a> ein &#8220;Downloadmeter&#8221;, das die &#8220;Anzahl illegaler Downloads&#8221; seit Jahresbeginn anzeigt. In diesem Moment steht die Anzeige bei 48.837.400. (Wie das gemessen wird, bleibt allerdings offen.)</p>
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		<title>UK: Regierungsbericht zur Digital-Strategie vorgelegt</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 07:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der britische Kommunikationsminister, Lord Stephen A. Carter, hat gestern seinen lang erwarteten Zwischenbericht zur Digital-Strategie der Regierung vorgelegt. Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau der Breitbandnetze, die Digitalisierung des Rundfunks und ein Ausbau von Maßnahmen zur Durchsetzung von Urheberrechten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der britische Kommunikationsminister, Lord Stephen A. Carter, hat gestern seinen lang erwarteten Zwischenbericht zur Digital-Strategie der Regierung vorgelegt. Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau der Breitbandnetze, die Digitalisierung des Rundfunks und ein Ausbau von Maßnahmen zur Durchsetzung von Urheberrechten.<br />
<span id="more-813"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/c11ac5d8fd07443c9257a20981378e9a" width="1" height="1" alt=""><br />
Die Zukunft des britischen Radios heißt Digital Audio Broadcasting (DAB). Die britische Regierung wird den Ausbau des digitalen Rundfunks zügig vorantreiben, kündigt Lord Carter in dem gestern von ihm vorgelegten Zwischenbericht mit dem Titel &#8220;Digital Britain. The Interim Report&#8221; an. In dem lang erwarteten <a href="http://news.bbc.co.uk/2/shared/bsp/hi/pdfs/29_01_09digital_britain_interimreport.pdf" target="_blank">Bericht</a> (PDF, via BBC) werden die Grundzüge der Regierungsstrategie für die Digitalisierung des Landes umrissen. Lord Carter ist überzeugt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ein erfolgreiches Großbritannien muss ein digitales Großbritannien sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auf insgesamt 86 Seiten werden in Carters Zwischenbericht 22 Aktionsvorschläge unterbreitet, die von der Digitalisierung des Rundfunks über den Ausbau der Breitbandnetze bis hin zu neuen Maßnahmen zum besseren Schutz von Urheberrechten reichen. Mit der Umsetzung der Aktionsvorschläge verfolgt die Regierung fünf Ziele: die Modernisierung der digitalen Netzwerke; verstärkte Investitionen in die Produktion digitaler Inhalte und Dienstleistungen; qualitativ hochwertige Inhalte, die in Großbritannien für Nutzer in Großbritannien produziert werden; Fairness und Zugang für alle; ein breites Online-Angebot ein Verwaltungsdienstleistungen.</p>
<p>In der hoch umstrittenen Frage der Durchsetzung von Urheberrechten an digitalen Inhalten bleibt der Bericht eher zurückhaltend. Lord Carter kündigt an, &#8220;mit interessierten Parteien das Potenzial zur Einrichtung einer neuen Rechte-Agentur auszuloten, die sich mit Fragen der Schaffung von Anreizen zur legalen Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke und zur Vorbeugung gegen die unrechtmäßige Nutzung geschützter Werke befassen soll&#8221;. Bis zur Verabschiedung der Endfassung des Digital-Britain-Berichts will die Regierung mit Rechteinhabern und Distributoren darüber verhandeln, in welchem Umfang diese sich an der besseren Durchsetzung von Urheberrechten finanziell beteiligen können.</p>
<p>Hinsichtlich der von der Musikindustrie geforderten Bekämpfung von Filesharing-Aktivitäten schlägt Lord Carter vor, dass die Internetprovider die Filesharer unter ihren Kunden bei Urheberrechtsverletzungen verwarnen sollten. Eine Zwangssperrung des Internetzugangs im Wiederholungsfall plant die Regierung jedoch nicht. Stattdessen wird der Musikindustrie empfohlen, die größten Übeltäter vor Gericht zu bringen. Die ISPs sollten die Plattenfirmen dabei durch die Sammlung anonymisiert der Informationen unterstützen. Auf gerichtliche Anordnung hin würden sie die Informationen dann den Plattenfirmen übergeben.</p>
<p>Die Musikindustrie hatte sich offensichtlich schärfere Maßnahmen von der Regierung erhofft. In einer Stellungnahme erklärt der Verband der britischen Plattenfirmen (BPI):</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist schwer zu erkennen, wie durch das Verschicken von Warnschreiben das von der Regierung selbst gesetzte Ziel einer deutlichen Reduzierung des illegalen Filesharings erreicht werden kann. Die Verbraucherforschung hat gezeigt, dass Filesharer nur dann bereit sind, ihr Verhalten zu ändern, wenn sie nach den Briefen weitere Maßnahmen der ISPs befürchten müssen. Der Zwischenbericht schlägt vor, die größten Urheberrechtsverletzer zu verklagen. Es gibt aber kaum jemanden, der die Lösung des Problems darin sieht, Verbraucher zu verklagen. Wir glauben, dass angemessene Maßnahmen der ISPs wesentlich effektiver wären.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aber noch ist nicht aller Tage Abend, sind die Plattenfirmen <a href="http://www.ifpi.com/content/library/BPI-response-to-digital-britain-interim-290109.pdf" target="_blank">überzeugt</a> (PDF):</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir werden weiterhin Druck auf die Regierung ausüben, gemeinsam mit uns und den ISPs eine effektive Antwort auf das Problem des illegalen Filesharings auszuarbeiten.&#8221;</p></blockquote>
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		</item>
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		<title>Wie geht&#8217;s weiter mit der Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen?</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/11/28/wie-gehts-weiter-mit-der-schutzdauerverlangerung-fur-musikaufnahmen/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 16:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Martin Kretschmer berichtet von der komplexen Auseiandersetzung um die Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen, die er ablehnt (mein Interview dazu hier). Besonders aufschlussreich: &#8220;Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists.&#8221; (&#8220;Einige Assistenten von MdEP haben mir erzählt, dass ihnen Karten für Konzerte berühmter Musiker angeboten wurden.&#8221;). Was es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Kretschmer berichtet von der komplexen Auseiandersetzung um die Schutzdauerverlängerung für Musikaufnahmen, die er ablehnt (mein Interview dazu <a href="http://immateriblog.de/?p=104">hier</a>). Besonders aufschlussreich: &#8220;Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists.&#8221; (&#8220;Einige Assistenten von MdEP haben mir erzählt, dass ihnen Karten für Konzerte berühmter Musiker angeboten wurden.&#8221;).</p>
<p>Was es schwierig mache, die MdEP davon zu überzeugen, dass die Schutzdauerverlängerung den Musikern nichts nützt, sei natürlich vor allem, dass sich Interessenverbände von Musikern dafür einsetzen. In England gab es sogar eine <a href="a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/7749416.stm">Videobotschaft im Namen von  38.000 Musikern</a>, die die Verlängerung fordert. Das wirft auch ein bezeichnendes Licht auf die Probleme, die die Interessenvertreter mit der Empirie haben. Leider ist das in Deutschland oft nicht anders.</p>
<p>Martins eMail gewährt einen interessanten Einblick in das, was derzeit in Brüssel veranstaltet wird. Leider nur auf Englisch, aber ich habe keine Zeit, sie zu übersetzen.</p>
<p>Copyright Extension Directive</p>
<p>Dear colleagues,</p>
<p>Many of you have asked for an update. The process has become so complex that it is hard to provide a short summary.<span id="more-703"></span></p>
<p>Both European Parliament and Council of Ministers have to agree a joint text. The procedures run in parallel.</p>
<p>In the Council of Ministers, the French Presidency is pushing very hard to come to an agreement at the Competitiveness Council next week but there is considerable resistance. Only Estonia and Cyprus appear to have come out in favour. I believe an official ‘against’ position is recorded from Netherlands, Italy, Austria, Finland, Sweden – and a position ‘something for performers but not in this form’ from UK, Poland, Belgium.</p>
<p>It is very likely that the Directive will be pushed into the Czech presidency which takes over in January (and will be much less keen).</p>
<p>In the European Parliament, the lead committee is Legal Affairs (JURI). The rapporteur is Brian Crowley, an Irish party colleague of McCreevy, and strongly in favour. Feeding committees (which all can propose amendments) are Culture and Education (CULT), Industry, Research and Energy (ITRE), and Internal Market and Consumer Protection (IMCO).</p>
<p>Lionel Bently (who spoke as invited expert) and I both attended the JURI public hearing on 4 November. I attach Lionel’s address.</p>
<p>Tilman Lüder, head of the Copyright Unit at DG Market made a heated statement, attacking the joint academic position. He was subject to a point of order.</p>
<p>IFPI has been mounting a sustained operation, and we saw numerous industry lobbyists a work. In return, Open Rights made a valiant effort, and <a href="http://www.soundcopyright.eu">Open Rights’ sound copyright campaign</a> is still a key ally.</p>
<p>Several MEP assistants told me that they had received offers for concert tickets of famous artists. All the rapporteurs of the feeding committees had been cultivated, and wrote supportive reports BEFORE the public hearing (mostly asking for an inclusion of audio-visual performers). Within committee politics, rejection did not seem an option to most MEPs we spoke to. For MEPs it is troublesome that performer organisations speak in favour of extension. Critical MEPs lack a publicly persuasive lobby partner.</p>
<p>The feeding committees will vote in early December. Rufus Pollock, Lionel Bently and I have fed a number of amendments to receptive MEPs. There also have been moves from the European broadcasters (mandatory collective administration for extended term as applying to digital broadcasting archives). It has to be said that the broadcast lobbyists woke up much too late.</p>
<p>The only openly sceptical parliamentary group are the Greens. Sharon Bowles (liberal/ALDE MEP in JURI) is making an effort with a set of amendments, linking extension to a registration system for instances of inadequate remuneration for the performer (administered via OHIM, the European Trade Mark Office in Alicante, and subject to licences as of right). EPP (centre right) and PES (socialists) as parliamentary groups appear to support 95 years.</p>
<p>The best we can hope for in the European Parliament is that there are enough irreconcilable amendments voted through in ITRE (11 December), so that JURI (scheduled vote 19/20 January) will ask for more time, or an independent study.</p>
<p>As we stand, a plenary vote is scheduled for February. Any spanner in the works may take us into the next parliament and a new commission (European elections: 4 June).</p>
<p>In the UK, <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/7749416.stm">DCMS is still sitting on the fence, but DIUS is holding the line (backed by Cabinet Office)</a>.</p>
<p>Lastly, I attach a set of three amendments (mainly in Lionel Bently&#8217;s words) that may form the nucleus of an acceptable way forward (if there is a stalemate between Council and Parliament). The basic idea is to give an extension to performers only (life or 50 years, the current Greek law), and address the access issues via collecting societies. In addition, we propose a use-it-or-lose-it provision during the current term. This third amendment needs some work on procedure for recovering rights. <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2008/11/prof-bently-juri-speech.pdf">prof-bently-juri-speech.pdf</a> (184 KB) | <a href="http://immateriblog.de/wp-content/uploads/2008/11/amendments-extension-directive-academics.pdf">amendments-extension-directive-academics.pdf</a> (128 KB)<br />
&lt;/a&gt;</p>
<p>In summary, everything hangs in a delicate balance. Any appearance of dissent in the media will be important.</p>
<p>Please feel free to circulate this note.<br />
&#8211;<br />
Martin Kretschmer<br />
Professor of Information Jurisprudence<br />
Director, Centre for Intellectual Property Policy and Management<br />
Bournemouth University<br />
Talbot Campus, Poole<br />
UK &#8211; Dorset BH12 5BB<br />
URL: www.cippm.org.uk</p>
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		<title>Major-Labels verlassen IFPI Hongkong</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 16:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[EMI]]></category>
		<category><![CDATA[Hongkong]]></category>
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		<category><![CDATA[Sony]]></category>
		<category><![CDATA[Sony Music]]></category>
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		<category><![CDATA[Universal Music]]></category>
		<category><![CDATA[Warner Music]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Music 2.0 berichtet, haben die vier großen Plattenfirmen (aka &#8220;Labels&#8221;) &#8212; Universal, Warner, Sony und EMI &#8212; die lokale Niederlassung der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) &#8220;aus geschäftlichen Gründen&#8221; verlassen. Ein Sprecher von Sony Music erklärte dazu: &#8220;Europa und die USA haben verschiedene Verbände für die Musikwirtschaft die unterschiedliche Firmen mit unterschiedlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Music 2.0 <a href="http://www.music2dot0.com/archives/132" target="_blank">berichtet</a>, haben die vier großen Plattenfirmen (aka &#8220;Labels&#8221;) &#8212; Universal, Warner, Sony und EMI &#8212; die lokale Niederlassung der International Federation of the Phonographic Industry (<a href="http://www.ifpi.com/" target="_blank">IFPI</a>) &#8220;aus geschäftlichen Gründen&#8221; verlassen. Ein Sprecher von Sony Music erklärte dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;Europa und die USA haben verschiedene Verbände für die Musikwirtschaft die unterschiedliche Firmen mit unterschiedlichen Interessen und Perspektiven&#8230;vertreten. Plattenfirmen entwickeln sich ganz unterschiedliche weiter und es ist Zeit, eine neue Organisation zu schaffen, um die Entwicklungen zu koordinieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es wird sicher spannend sein, das zu beobachten.</p>
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		<title>Mussolini und die Geburtsstunde der IFPI</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 17:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[1933]]></category>
		<category><![CDATA[IFPI]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Der internationale Verband der Tonträgerhersteller, die IFPI, wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Nun ist das für viele Internetnutzer nicht unbedingt ein Grund zum Feiern. Für einen Blick in die Geschichte der Organisation bietet so ein Jubiläum dennoch Anlaß, zum Beispiel für Telepolis (und einen Tag später auch für die TAZ). Die grundlegenden Informationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der internationale Verband der Tonträgerhersteller, die IFPI, wird in diesem Jahr 75 Jahre alt.</p>
<p>Nun ist das für viele Internetnutzer nicht unbedingt ein Grund zum Feiern. Für einen Blick in die Geschichte der Organisation bietet so ein Jubiläum dennoch Anlaß, zum Beispiel für <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27717/1.html" target="_blank">Telepolis</a> (und einen Tag später auch für die <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/mussolini-und-die-filesharing-jaeger/?src=HL&amp;cHash=f5728c2b23" target="_blank">TAZ</a>). Die grundlegenden Informationen für die Artikel lieferte ein schwedischer Artikel vom 7. April bzw. dessen <a href="http://copyriot.se/2008/04/08/what-the-ifpi-tries-to-conceal-about-its-origins-in-fascist-italy/" target="_blank">englische Kurzfassung</a> bei Copyriot vom 8. April.</p>
<p>Bemerkenswert: Wie man früher wohl auch bei Wikipedia nachlesen konnte, fand die Gründungsveranstaltung der IFPI 1933 in der Hauptstadt des von Mussolini regierten faschistischen Italiens, in Rom statt. Entsprechende Informationen im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/IFPI" target="_blank">Wikipedia -Artikel zur IFPI</a> wurden allerdings aus dem IFPI-Hauptquartier (IP-Adresse 195.40.39.2) getilgt.</p>
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		<title>EU-Parlamentarier wollen bessere Balance zwischen Bürgerrechten und Urheberrechtsschutz</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 04:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bono-Bericht]]></category>
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		<category><![CDATA[EFF]]></category>
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		<description><![CDATA[Das EU-Parlament wird morgen über den seit 2007 unter Federführung des französischen Sozialisten Guy Bono erarbeiteten Bericht zur Förderung der Kulturwirtschaft (&#8220;Cultural Industries&#8221;) abstimmen. In vorliegenden Änderungsanträgen wird eine bessere Balance zwischen Bürgerrechten und Urheberrechtsschutz gefordert. Im Januar hatte die Electronic Frontier Foundation (EFF) öffentlich davor gewarnt, dass die Musikindustrie versuche, durch die Hintertür des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Das EU-Parlament wird morgen über den seit 2007 unter Federführung des französischen Sozialisten Guy Bono erarbeiteten Bericht zur Förderung der Kulturwirtschaft (&#8220;Cultural Industries&#8221;) abstimmen. In vorliegenden Änderungsanträgen wird eine bessere Balance zwischen Bürgerrechten und Urheberrechtsschutz gefordert.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-78"></span><br />
Im Januar hatte die Electronic Frontier Foundation (EFF) öffentlich davor gewarnt, dass die Musikindustrie versuche, durch die Hintertür des Bono-Berichts das Urheberrecht zu ihren Gunsten umschreiben zu lassen. So hatte die Musikindustrie im Dezember ein Positionspapier mit &#8220;technischen Optionen zur Bekämpfung von Online-Urheberrechtsverstößen bei ISPs&#8221; an Mitglieder mehrerer Parlamentsausschüsse verteilt. Mehrere Änderungsanträge, die Ziele der Musikindustrie im Bono-Bericht verankern sollten, waren allerdings <a href="http://irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews[tt_news]=349&amp;cHash=822480e2bd">gescheitert</a>. <o:p></o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Nun schlägt das Pendel zurück, wie es scheint.</p>
<p class="MsoNormal"> Für die am Mittwoch stattfindende, abschließende Abstimmung über den Entwurf des Bono-Berichts haben mehrere Parlamentarier zwei fast gleichlautende <a href="http://www.europarl.europa.eu/sce/server/internet/amend_motions_texts/sce_amend_motions_texts_main_02.jsp?ref=A6-0063/2008" target="_blank">Änderungsanträge</a> eingebracht. Ein von Berichterstatter Guy Bono selbst, dem ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Michel Rocard und weiteren Parlamentariern unterstützte Änderungsantrag zu Abschnitt 22a des Berichts lautet:</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;22a. fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, anzuerkennen, dass das Internet eine breite Plattform für die kulturelle Ausdrucksmöglichkeit, den Zugang zu Wissen und die demokratische Teilhabe an der europäischen Kreativität darstellt und durch die Informationsgesellschaft Brücken zwischen den Generationen schlägt, und<span>  </span>deshalb keine Maßnahmen zu ergreifen, die im Widerspruch zu den bürgerlichen Freiheiten und den Menschenrechten sowie den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit, der Effizienz und der abschreckenden Wirkung stehen, wie z.B. die Unterbrechung des Internet-Zugangs;&#8221;.</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Ein alternativer Entwurf, eingebracht von Christofer Fjellner und anderen, unterscheidet sich im Wortlaut nur marginal. Sollte einer der beiden Änderungsanträge morgen angenommen werden, wäre das ein starkes Signal an die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten, die Einführung der Zwangsabschaltung von Internetzugängen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzer gründlich zu überdenken. Entsprechende Pläne werden derzeit <a href="http://irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=339&amp;cHash=d3910cdf4d">in Frankreich</a> umgesetzt;  <a href="http://www.irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=355&amp;cHash=098c497745">in Großbritannien</a> laufen die Vorbereitungen dazu. Außerhalb Europas agieren zum Beispiel Internetprovider <a href="http://www.irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=366&amp;cHash=7c914e1cf7">in Japan</a> als &#8220;Urheberrechtspolizei&#8221;.</p>
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		<item>
		<title>Fundstücke zur Kreativwirtschaft</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/03/11/fundstucke-zur-kreativwirtschaft-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 16:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothekenkrise]]></category>
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		<category><![CDATA[VG Musikedition]]></category>
		<category><![CDATA[Zweiter Korb]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen hat sich wieder viel in Sachen Kreativwirtschaft angesammelt. Eine kleine Übersicht habe ich hier zusammengestellt und kommentiert. Offener und nicht so offener Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen Geht es um die Beschaffung von Fachliteratur, stecken die Hochschulen weltweit in einer schwierigen Lage. Die Etats für aktuelle Fachliteratur halten nicht mit der Preisentwicklung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">In den letzten Tagen hat sich wieder viel in Sachen Kreativwirtschaft angesammelt. Eine kleine Übersicht habe ich hier zusammengestellt und kommentiert.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-72"></span></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<h3>Offener und nicht so offener Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen</h3>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Geht es um die Beschaffung von Fachliteratur, stecken die Hochschulen weltweit in einer schwierigen Lage. Die Etats für aktuelle Fachliteratur halten nicht mit der Preisentwicklung auf dem Markt für Fachliteratur Schritt. Immer wieder ist von der Bibliothekenkrise die Rede. Fachbücher und vor allem Fachzeitschriften werden jährlich teurer und die Hochschulbibliotheken kämpfen mit schrumpfenden, bestenfalls stagnierenden Etats. In der Folge sehen sie sich gezwungen, immer mehr Abonnements für Fachzeitschriften zu kündigen. Das Paradoxe daran: Die Inhalte der Fachzeitschriften, die wissenschaftlichen Aufsätze, werden von den Wissenschaftlern eben jener Hochschulen produziert, die sich die Zeitschriften nicht mehr leisten können. Dabei verdienen die Wissenschaftler gar nichts mit ihren Artikeln, sie werden als Angestellte der Hochschulen bezahlt.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Ein möglicher Ausweg aus dieser vertrackten Situation wäre, wenn die Wissenschaftler ihre Artikel den Fachzeitschriften nicht mehr exklusiv überlassen sondern zusätzlich im Internet frei veröffentlichen würden. Ein anderer Ausweg wäre, wenn die Wissenschaftler nur noch in Open-Access-Fachzeitschriften publizieren würden. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Open-Access-Klausel im Urheberrecht, wie sie der Bundesrat für den zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle in Deutschland allerdings <a href="http://www.irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=310&amp;cHash=0f44dec9c1">abgelehnt</a> hat.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">In den USA und Großbritannien hat es in den vergangenen zwei Jahren große Fortschritte bei Open Access gegeben. Dort sind die Richtlinien für die Forschungsförderung teilweise so geändert worden, daß Wissenschaftler die Ergebnisse geförderter Forschung frei und kostenlos zugänglich machen müssen. Kein Open Access – keine Fördergelder. Die Harvard-Universität will nach einer <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/campus-und-karriere/campus/2008/3/7/news-28708651/detail.html" target="_blank">Meldung der WAZ</a> (7.3.2008) jetzt noch einen Schritt weiter gehen:</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">„Die Bibliothek der amerikanischen Elite-Universität Harvard will sämtliche Forschungsergebnisse und wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Fakultätsmitglieder ins Internet stellen – kostenfrei verfügbar für alle.“</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Im selben Artikel wird auch erwähnt, daß deutsche Forscher nicht unbedingt Open-Access-Freunde sind:</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">„Allerdings würden Harvard-ähnliche Vorstöße hierzulande an der Eitelkeit der Professoren scheitern, denn die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Artikel lieber in renommierten Fachzeitschriften, statt sie den Uni-Bibliotheken zur Verfügung zu stellen.“</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Soviel zum Thema &#8220;Forschungsstandort Deutschland&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<h3>DRM-Standort Deutschland</h3>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Mit der Urheberrechtsnovelle (zweiter Korb) hat der deutsche Gesetzgeber auch den Bibliotheken neue Spielregeln verordnet. Der bei Wissenschaftlern beliebte Kopienversand wurde zugunsten der Fachverlage eingeschränkt. Am deutlichsten sind die Folgen bei Subito, einem von mehreren Bibliotheken betriebenen Dokumentenlieferdienst, zu spüren. Im <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/103973" target="_blank">Heise Newsticker</a> (24.2.2008) hieß es dazu: „Online-Fernleihe via Subito nur noch mit digitalen Fesseln“. Gemeint ist damit, daß PDF-Kopien von Fachaufsätzen in Zukunft mit einem DRM-Schutz versehen werden. Für die Wissenschaftler bedeutet das: Sie können das Dokument innerhalb eines Monats „ansehen und zweimal ausdrucken“. Nach Fristablauf verfällt das Dokument und kann nicht mehr benutzt werden.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Subito hat dafür heftige Kritik einstecken müssen. Harald Müller, Direktor der Bibliothek des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, wird bei Heise mit den Worten zitiert, Subito habe sich von den Verlagen „über den Tisch ziehen lassen“.<o:p></o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Es ist interessant, zum Vergleich das Vorgehen der MIT-Bibliotheken in den USA zu betrachten. Vor etwa einem Jahr hatte die Society of Automotive Engineers (SAE) den Plan verkündet, Artikel aus ihren Fachzeitschriften nur mit DRM-Schutz anzubieten. Die MIT-Bibliotheken waren nicht bereit, diesen Schritt zu akzeptieren – sie kündigten ihre SAE-Abonnements. Es folgten Verhandlungen mit der SAE, die im November 2007 mit dem Ergebnis endeten, daß die SAE-Zeitschriften dem MIT <a href="http://news-libraries.mit.edu/blog/following-removal/1024/" target="_blank">auch in Zukunft ohne DRM</a> (4.3.2008) zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<h3>VG Musikedition meldet: „Rekordausschüttung im Geschäftsjahr 2007“</h3>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Den Musikverlagen geht es prächtig. Die zuständige Verwertungsgesellschaft, die VG Musikedition, hat für 2007 Einnahmen von 2,403 Milliarden Euro <a href="http://www.vg-musikedition.de/home.php?nID=102" target="_blank">gemeldet</a> (7.3.2008). Diese werden abzüglich der Verwaltungskosten und der Zahlungen an andere Verwertungsgesellschaften and Urheber und Rechteinhaber („Musikverlage, Komponisten, Textdichtern, und musikwissenschaftliche Herausgeber“) ausgeschüttet. Zum Vergleich: Die GEMA, die aufführende Künstler und die Inhaber von Rechten an Tonaufnahmen vertritt, hat im selben Jahr 844 Millionen Euro eingenommen, ein Rückgang um 30 Millionen Euro gegenüber 2006. Das Verlagsgeschäft ist also deutlich lukrativer als das Tonträgergeschäft.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<h3>Geburtstag: MP3-Player werden 10</h3>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">The Register hat aus gegebenem Anlaß darauf <a href="http://www.reghardware.co.uk/2008/03/10/ft_first_mp3_player/" target="_blank">aufmerksam gemacht</a> (10.3.2008), daß vor zehn Jahren der erste MP3-Player erschienen ist. Der MPMan F10 kam im März 1998 auf den Markt. Er war mit 32 MB Speicher ausgestattet. Ein halbes Jahr später erschien der Rio PMP300 von Diamond und brachte dem Hersteller eine Klage vom Verband der US-Musikindustrie (RIAA) ein. (Der 2001 erschienene iPod von Apple weist übrigens optisch eine erstaunliche Ähnlichkeit zum Rio auf…)</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Im selben Jahr in dem der MPMan das Licht der Welt erblickte, 1998, entwickelt Shawn Fanning die Tauschbörse Napster, der allerdings nur wenige Jahre Erfolg vergönnt waren. 2001 mußte Napster bekanntlich den Dienst einstellen, nachdem die Musikindustrie erfolgreich vor Gericht gezogen war.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Die Schlacht gewonnen, doch den Krieg verloren: MP3-Player und Tauschbörsen sind bis heute eine Erfolgsgeschichte. Das konnte die RIAA nicht verhindern. In Deutschland lag die Zahl der illegalen Musikdownloads im vergangenen Jahr immer noch bei <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/184/162731/" target="_blank">312 Millionen Musikdateien</a> (SZ, 10.3.2008). Diese Zahl gibt jedenfalls eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) an. Im Vorjahr, 2006, sollen es noch 374 Millionen Dateien gewesen sein.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Die IFPI, das ist der internationale Verband der Plattenfirmen, wird übrigens in Zukunft in ihrem Kampf gegen die „Musikpiraterie“ mit weniger Geld auskommen müssen. EMI, eine der vier großen Plattenfirmen, hat die IFPI mit Austrittsdrohungen dazu <a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20080310-emi-to-slash-antipiracy-funding-but-will-stick-with-ifpi.html" target="_blank">gebracht</a> (Ars Technica, 10.3.2008), ihr entsprechendes Budget zu kürzen.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<h3>CDU/CSU-Bundestagsfraktion lobt Entwurf zur Novelle des Filmfördergesetzes</h3>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Aus einer <a href="http://www.presseportal.de/pm/7846/1151474/cdu_csu_bundestagsfraktion" target="_blank">Pressemitteilung</a> (10.3.2008) gehen ein paar Hinweise darauf hervor, wie die Filmförderung der Zukunft aussehen könnte:</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<ul style="margin-top: 0cm" type="disc">
<li class="MsoNormal">Die      Eigenkapitalbasis der Kinos soll durch neue Förderrichtlinien gestärkt      werden. In Zukunft gibt es „bis zu 30 Prozent als Zuschuss und zu      mindestens 70 Prozent als zinsloses Darlehen“.</li>
<li class="MsoNormal">Zur      Förderung der Entwicklung von Drehbüchern werden in Zukunft im Einzelfall      bis zu 50.000,- Euro bereitgestellt. Dazu CDU/CSU in der PM: „Dadurch wird      insbesondere auch für bereits erfolgreiche Autoren der Anreiz erhöht,      Drehbücher für Kinofilme zu erstellen, statt vorzugsweise für den      Fernsehfilmbereich zu arbeiten.“</li>
<li class="MsoNormal">Kinofilme      sollen in künftig bereits 18 (statt bisher 24) Monate nach der      Erstaufführung im Free-TV zu sehen sein dürfen. Im Pay-TV      (Video-on-Demand) soll die Sperrfrist gar auf revolutionäre 6 Monate      (statt bisher 12) verkürzt werden.</li>
</ul>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Zur Begründung der Notwendigkeit einer großzügigeren Filmförderung heißt es in der PM:</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">„Das Kino kann jede Förderung gut gebrauchen. Denn die Besucherzahlen waren zuletzt rückläufig. Waren 2006 noch 137 Millionen Besucher gezählt worden, gingen im letzten Jahr nur noch 122 Millionen in die Kinos.“</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Um diese Zahlen ins Verhältnis zu setzen: 2005 gingen 10 Millionen Besucher weniger ins Kino als 2006 und 1996 waren es 132,9 Millionen Kinobesucher, fast genauso viele wie 2006. Am meisten Kinobesuche gab es (in den vergangenen zehn Jahren) 2001, als insgesamt 177,9 Millionen Tickets verkauft wurden. <em>Die Zahl der Kinobesuche schwankt also ganz unabhängig von der Filmförderung.</em></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Übrigens gab es 1942 1,062 Milliarden Kinobesuche, 1943 1,116 Milliarden und 1944 1,102 Milliarden. Die Zahlen stammen von der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO). Dazu bei Gelegenheit mehr.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Jaja, Statistiken haben so ihre Tücken…<o:p></o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<h3>Lokales: Kultur in Köln</h3>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Die RheinEnergieStiftung Kultur hat einen <a href="http://www.stadt-koeln.de/kulturstadt/artikel/11937/index.html" target="_blank">Kulturwirtschaftsbericht Köln</a> und eine <a href="http://www.presseportal.de/pm/44075/1149483/rheinenergie_ag" target="_blank">Pressemitteilung</a> (6.3.2008) dazu herausgegeben. Eine vielleicht interessante Zahl daraus:</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">„Rund 46 Prozent aller Künstlerinnen und Künstler des Landes NRW leben im Großraum Köln.“</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<h3>Lokales: Kultur in Berlin</h3>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Es wird nicht allen Nichtberlinern/innen und wohl auch nicht allen Berlinern/innen bekannt sein: In der Stadt wird um den Flughafen Tempelhof gestritten. Die einen wollen ihn für ihre Privat- und Geschäftsflugzeuge offen halten, die andern in Ruhe schlafen. Der Berliner Senat hat beschlossen, den Flughafen zu schließen. Unklar war bisher, was der Senat dann mit dem Riesengebäude (Länge: 1230 m <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tempelhof" target="_blank">laut Wikipedia</a>) und dem Flughafengelände genau vorhat. Jetzt heißt es dazu <a href="http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news7145199.html" target="_blank">beim RBB</a> (5.3.2008), es sollten ein Park – „so groß wie der New Yorker Central Park“ – und ein „Tempelhofforum“ eingerichtet werden. Zweck des Forums: eine „Adresse für Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft“.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Da frage ich mich (und das fragen sich vielleicht auch die Kölner): „Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?“ Berlin ist bekanntlich lediglich „sexy aber arm“… ;-)<o:p></o:p></p>
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		<title>Verstößt die Sperrung des Zugangs zu The Pirate Bay durch Tele2 in Dänemark gegen EU-Recht?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 15:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[IFPI]]></category>
		<category><![CDATA[Providerhaftung]]></category>
		<category><![CDATA[Richtlinie 2001/29/EG]]></category>
		<category><![CDATA[Tele2]]></category>
		<category><![CDATA[The Pirate Bay]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsverletzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang Februar hatte ein dänisches Gericht zugunsten der IFPI entschieden, daß der Internetprovider Tele2 den Zugang zum Bittorent-Tracker The Pirate Bay zu sperren habe. Nun berichtet das TorrentFreak-Blog, daß das Gericht mit der Sperrungsverfügung vermutlich gegen die EU-Richtlinie 2001/29/EG verstoßen habe. Artikel 5.1 der Richtlinie besagt: &#8220;Artikel 5 Ausnahmen und Beschränkungen (1) Die in Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Februar hatte ein dänisches Gericht zugunsten der IFPI <a href="http://www.golem.de/0802/57465.html" target="_blank">entschieden</a>, daß der Internetprovider Tele2 den Zugang zum Bittorent-Tracker The Pirate Bay zu sperren habe. Nun <a href="http://torrentfreak.com/danish-pirate-bay-block-breaks-eu-law-080213/" target="_blank">berichtet</a> das TorrentFreak-Blog, daß das Gericht mit der Sperrungsverfügung vermutlich gegen die <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2001:167:0010:0019:DE:PDF" target="_blank">EU-Richtlinie 2001/29/EG</a> verstoßen habe. Artikel 5.1 der Richtlinie besagt:</p>
<blockquote><p> <em>&#8220;Artikel 5</em></p>
<p><em>Ausnahmen und Beschränkungen </em></p>
<p><em>(1) Die in Artikel 2 bezeichneten vorübergehenden Vervielfältigungshandlungen, die flüchtig oder begleitend sind und einen integralen und wesentlichen Teil eines technischen Verfahrens darstellen und deren alleiniger Zweck es ist,</em></p>
<p><em>a) eine Übertragung in einem Netz zwischen Dritten durch einen Vermittler oder</em></p>
<p><em>b) eine rechtmäßige Nutzung</em></p>
<p><em>eines Werks oder sonstigen Schutzgegenstands zu ermöglichen, und die keine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung haben, werden von dem in Artikel 2 vorgesehenen Vervielfältigungsrecht ausgenommen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das dänische Gericht hat in seinem Urteil den Standpunkt vertreten, daß durch die Zwischenspeicherung in den Routern des ISPs eine Urheberrechtsverletzung eingetreten sei. Um das zu Verhindern, müsse der ISP den Zugang zu The Pirate Bay blockieren.</p>
<p>Nach Artikel 5.1 (a) der Richtlinie sind aber die Zwischenspeicherungen in den Routern der ISPs quasi &#8220;von der Haftung freigestellt&#8221;. Wenn das dänische Gericht Tele2 für seine Router haftbar macht, verstößt es sehr wahrscheinlich gegen EU-Recht.</p>
<p>Der schwedische Internet-Aktivist und ISP-Gründer Oscar Swartz <a href="http://swartz.typepad.com/texplorer/2008/02/denmark-and-pir.html" target="_blank">untersucht</a> die Zusammenhänge in seinem Blog noch genauer. Und er fordert auf, gegen die Sperrverfügung des dänischen Gerichts vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen.</p>
<p>Abgesehen von den europarechtlichen Fragezeichen scheint die Maßnahme auch keineswegs den Erfolg gehabt zu haben, den sich die IFPI erhofft hatte. So <a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20080212-pirate-bay-to-ifpi-danish-ban-has-led-to-even-more-traffic.html" target="_blank">berichtete</a> Ars Technica gestern, dass &#8220;das dänische Verbot sogar zu mehr Traffic [auf den Pirate-Bay-Servern] geführt hat&#8221;. Im Fußball heißt sowas &#8220;Eigentor&#8221;&#8230;</p>
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