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	<title>iRights.info - Blog &#187; BitTorrent</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Norwegisches Fernsehen setzt auf eigenen BitTorrent-Tracker</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 09:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt zur Verbreitung von Fernsehsendungen über P2P-Netzwerke hat sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehsender Norwegens, Norsk Rikskringkasting AS (NRK, via Wikipedia), dazu entschlossen, einen eigenen BitTorrent-Tracker in Betrieb zu nehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt zur Verbreitung von Fernsehsendungen über P2P-Netzwerke hat sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehsender Norwegens, Norsk Rikskringkasting AS (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/NRK" target="_blank">NRK</a>, via Wikipedia), dazu entschlossen, einen eigenen BitTorrent-Tracker in Betrieb zu nehmen.</p>
<p><span id="more-956"></span></p>
<p>Gut ein Jahr ist es her, dass der NRK die in Norwegen enorm populäre, achtteilige Fernsehserie <em>Nordkalotten 365</em> im BitTorrent-Netzwerk <a href="http://nrkbeta.no/norwegian-broadcasting-nrk-makes-popular-series-available-drm-free-via-bittorrent/" target="_blank">zur Verfügung stellte</a>. Kostenlos, ohne DRM und in hoher Bildqualität &#8212; der Pilotversuch wurde zu einem riesigen Erfolg.</p>
<p>An den Erfolg möchte NRK anknüpfen und weitere Programme im Internet bereitstellen. Um die Inhalte einfacher zugänglich zu machen und bessere Statistiken über die Nutzung der Angebote zu erhalten, hat NRK jetzt einen eigenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BitTorrent_(Protokoll)" target="_blank">BitTorrent</a>-Tracker (via Wikipedia) aufgesetzt. Das <a href="http://nrkbeta.no/norwegian-broadcasting-corporation-sets-up-its-own-bittorrent-tracker/" target="_blank">meldet</a> der NRK-Newsdienst nrkbeta. Die Politik des DRM-Verzichts will NRK beibehalten, verweist allerdings auf Schwierigkeiten mit der Rechteklärung.</p>
<p>Zum Start des neuen Angebots wird eine Fernsehserie über Menschen gesendet, die in weit abgelegenen Winkeln des ohnehin nur spärlich besiedelten Norwegens leben.</p>
<p>Auch andere, öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten in Europa experimentieren seit geraumer Zeit mit dem P2P-Vertrieb ihrer Sendungen. So stellte die britische BBC schon Ende 2006 einige Sendungen für den P2P-Vertrieb bereit. Die Europäische Union hat Anfang 2008 14 Millionen Euro für das Forschungsprojekt P2P-Next <a href="http://www.golem.de/0809/62287.html" target="_blank">zur Verfügung gestellt</a>. An dem Projekt beteiligen sich unter anderem die BBC, die European Broadcasting Union (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Rundfunkunion" target="_blank">EBU</a>, via Wikipedia), Pioneer und die Universitäten in Delft und Lancaster beteiligt. Bei der EBU wurde schon 2006 eine eigene P2P-Arbeitsgruppe eingerichtet.</p>
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		<title>OneSwarm: Filesharinglösung mit eingebautem Datenschutz</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 08:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Forscher von der Universität Washington haben mit OneSwarm eine Peer-to-Peer-Filesharinglösung vorgestellt, die dank Verschlüsselung einen besseren Schutz der Privatsphäre garantiert als die meisten herkömmlichen P2P-Netze.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Forscher von der Universität Washington haben mit OneSwarm eine Peer-to-Peer-Filesharinglösung vorgestellt, die dank Verschlüsselung einen besseren Schutz der Privatsphäre garantiert als die meisten herkömmlichen P2P-Netze.<br />
<span id="more-897"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/806628f8eebf44f09a2b2c1a26ae354c" width="1" height="1" alt=""><br />
Populäre P2P-Netzwerke wie BitTorrent, eDonkey oder Gnutella bieten kaum Schutz vor ungewünschten Lauschern. So mancher Tauschbörsennutzer macht die Erfahrung spätestens dann, wenn das Abmahnungsschreiben einer Anwaltskanzlei im Briefkasten landet. Für den vertraulichen Dateiaustausch eignen sich BitTorrent &amp; Co. keinesfalls. Forscher von der Universität Washington wollen nun Abhilfe schaffen. Die von ihnen veröffentlichte P2P-Software namens <a href="http://oneswarm.cs.washington.edu/index.html" target="_blank">OneSwarm</a> soll die Vertraulichkeit des Datenaustauschs zwischen ausgewählten P2P-Clients sicherstellen.</p>
<p>Der Browser-basierte OneSwarm-Client kann auch als BitTorrent-Client arbeiten, dann allerdings ohne Verschlüsselung. Die Software steht in ausführbarer Form für MacOS X 10.4 (und höher), Windows XP und Vista, Linux (32 und 64 Bit) sowie als Open-Source-Quellcode <a href="http://oneswarm.cs.washington.edu/download.html" target="_blank">zum Download</a> zur Verfügung. Wer Hilfe bei Installation und Konfiguration sucht, findet Unterstützung im <a href="http://forum.oneswarm.org/" target="_blank">OneSwarm-Forum</a>.</p>
<h3>Die Technik</h3>
<p>Ein OneSwarm-P2P-Netzwerk arbeitet grundsätzlich als geschlossenes &#8220;Friend-to-Friend&#8221;-Netzwerk (F2F). Teilnehmen kann nur, wer eingeladen wird. Uneingeladene Lauscher müssen draußen bleiben. OneSwarm benutzt asymmetrische Schlüssel, um die IP-Adressen der Teilnehmer verschlüsselt in einer verteilten Hash-Tabelle (englisch distributed hash table, DHT) zu verwalten. Zugang zu den IP- und Port-Adressen erhalten Clients nur, wenn sie zuvor erfolgreich Schlüssel ausgetauscht haben. Nachdem ein Client aus der DHT die IP-/Port-Adresse eines Kommunikationspartners ermittelt hat, wird zwischen Sender und Empfänger eine SSL-Verbindung aufgebaut, um den öffentlichen Schlüssel des Empfängers zu überprüfen. Fällt die Überprüfung erfolgreich aus, werden die Daten verschlüsselt übermittelt. Andernfalls wird die Verbindung gekappt.</p>
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		<title>FCC veröffentlicht Entscheidung im Comcast-Fall</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/08/21/fcc-veroffentlicht-entscheidung-im-comcast-fall/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 16:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Federal Communications Commission (FCC) in den USA hat gestern ihre Entscheidung im Comcast-Fall veröffentlicht. Die Blockade von legalen Inhalten von Seiten Comcasts war demnach unzulässig. Die FCC legt Internetprovidern in ihrer Entscheidung zugleich nahe, in Zukunft &#8220;illegale Inhalte zu blockieren&#8221;. Wie die FCC bereits Anfang August angekündigt (Golem.de, 2.8.) hatte, wurde Comcast dazu verurteilt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Die Federal Communications Commission (FCC) in den USA hat gestern ihre Entscheidung im Comcast-Fall veröffentlicht. Die Blockade von legalen Inhalten von Seiten Comcasts war demnach unzulässig. Die FCC legt Internetprovidern in ihrer Entscheidung zugleich nahe, in Zukunft &#8220;illegale Inhalte zu blockieren&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-270"></span></p>
<p class="MsoNormal">Wie die FCC bereits Anfang August <a href="http://www.golem.de/0808/61486.html" target="_blank">angekündigt</a> (Golem.de, 2.8.) hatte, wurde Comcast dazu verurteilt, die diskriminierende Praxis der gezielten Blockade einzelner P2P-Protokolle zum Datenaustausch zu beenden. In den Augen der FCC stellt diese einen Verstoß gegen die gesetzlichen Vorgaben dar. Innerhalb von 30 Tagen muss Comcast alle Details seiner &#8220;unvernünftigen Netzwerkmanagement-Praktiken&#8221; offen legen und einen Plan vorlegen, wie das Unternehmen in Zukunft vorgehen will.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">An mehreren Stellen in dem 67-Seiten <a href="http://hraunfoss.fcc.gov/edocs_public/attachmatch/FCC-08-183A1.pdf" target="_blank">Dokument</a> (PDF) eröffnet die FCC Internetprovidern allerdings eine Perspektive, mit welchen Argumenten sie auch in Zukunft in den P2P-Datenverkehr eingreifen könnten. So heißt es etwa auf Seite 31:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;Wir halten fest, dass Provider in Übereinstimmung mit der Politik des Staatenbundes die Übertragung illegaler Inhalte (wie z.B. Kinderpornographie) oder bei Copyright-Verletzungen blockieren dürfen, weil &#8216;Verbraucher [nur] Anspruch auf Zugang zu legalen Inhalten ihrer Wahl haben&#8217;.“</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Mit anderen Worten: Sollten die Provider feststellen, dass ihre Kunden in Tauschbörsen unerlaubt Musik, Filme, Bücher und so weiter verbreiten, dürften sie die entsprechenden Verbindungen zur Datenübertragung mit dem Segen der FCC kappen. Um aber in Erfahrung zu bringen, ob ihre Kunden illegal Daten tauschen, müssten die Provider beispielsweise per Deep Package Inspection (DPI) permanent die Datenströme überwachen, wie von Rechteinhabern schon seit langem gefordert und von diversen großen Internetprovidern in verschiedenen Ländern unterstützt.</p>
<p class="MsoNormal">Die FCC-Entscheidung dürfte damit dem Einsatz von &#8220;Copyright-Filtern&#8221; bei Internetprovidern deutlich Vorschub leisten. Für Werbezwecke ist DPI ja ohnehin schon im Einsatz, wie die Washington Post im April <a href="http://www.golem.de/0804/58837.html" target="_blank">aufgedeckt</a> (Golem.de, 7.4.) hatte.</p>
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		<title>Schwedische Piraten wollen das Internet verschlüsseln</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/07/11/schwedische-piraten-wollen-das-internet-verschlusseln/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 08:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Begründer des bekannten BitTorrent-Trackers The Pirate Bay haben angekündigt, eine universelle Verschlüsselung für den Datenverkehr im Internet zu entwickeln. Die Pläne dazu wurden in Reaktion auf die Pläne zur EU-Durchsetzungsrichtlinie II (IPRED II) geschmiedet und aus Anlass Verabschiedung eines neuen Abhörgesetzes in Schweden öffentlich gemacht. Das Kürzel IPETEE steht für &#8220;transparent end-to-end encryption for [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Begründer des bekannten BitTorrent-Trackers The Pirate Bay haben angekündigt, eine universelle Verschlüsselung für den Datenverkehr im Internet zu entwickeln. Die Pläne dazu wurden in Reaktion auf die Pläne zur EU-Durchsetzungsrichtlinie II (IPRED II) geschmiedet und aus Anlass Verabschiedung eines neuen Abhörgesetzes in Schweden öffentlich gemacht.</p>
<p><span id="more-139"></span></p>
<p>Das Kürzel <a href="http://www.tfr.org/wiki/index.php?title=Technical_Proposal_(IPETEE)" target="_blank">IPETEE</a> steht für &#8220;transparent end-to-end encryption for the internets&#8221;. Dahinter verbergen sich Pläne für eine Verschlüsselungssoftware, die auf unterschiedlichen Betriebssystemen laufen und den gesamten IP-Verkehr eines Computers verschlüsseln soll. Die Verschlüsselung soll vollkommen unabhängig von einzelnen Programmen laufen. Entwickelt werden soll die Software von den Begründern des bekannten BitTorrent-Trackers The Pirate Bay in Schweden.</p>
<p>Den aktuellen Anlass, die Pläne zu IPETEE zu veröffentlichen, bot die Verabschiedung eines neuen Überwachungsgesetzes in Schweden, das sich allerdings laut einem Bericht der schwedischen Tageszeitung The Local in der Hauptsache gegen Russland richten soll. Dem Bericht zufolge werden alle Auslandstelefongespräche nach und aus Russland durch Schweden geleitet, ganz egal, woher sie kommen oder gehen. Die Überlegungen für die Entwicklung von IPETEE wurden jedoch ursprünglich durch die Pläne der EU-Kommission für die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Proposed_directive_on_criminal_measures_aimed_at_ensuring_the_enforcement_of_intellectual_property_rights%20" target="_blank">Enforcement-Richtlinie II</a> angestoßen, wie Fredrik Neij gegenüber NewTeeVee <a href="http://newteevee.com/2008/07/09/the-pirate-bay-wants-to-encrypt-the-entire-internet/" target="_blank">erklärte</a>: &#8220;Ich wollte etwas entwickeln, das die Verbindungsdatenspeicherung schwieriger macht.&#8221; IPETEE soll laut Neij fertig sein, bevor das neue Abhörgesetz zu Beginn kommenden Jahres in Schweden in Kraft tritt.</p>
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		<title>Anti-&#8221;Piraterie&#8221;-Spezialist MediaDefender sabotiert anscheinend US-Internet-TV-Sender</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 17:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Wochenende hat die im Auftrag der US-Film- und Tonträger-Industrie arbeitende Firma MediaDefender die Server des US-Internet-TV-Senders Revision3 durch einen Denial-of-Service-Angriff zum Absturz gebracht. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar, das FBI hat Ermittlungen aufgenommen. Revision3 ist ein Internet-TV-Sender, der sein Publikum mit Shows aus unterschiedlichen Genres unterhält. Die Serien heißen zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Am vergangenen Wochenende hat die im Auftrag der US-Film- und Tonträger-Industrie arbeitende Firma MediaDefender die Server des US-Internet-TV-Senders Revision3 durch einen Denial-of-Service-Angriff zum Absturz gebracht. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar, das FBI hat Ermittlungen aufgenommen.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-123"></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><a href="http://revision3.com/" target="_blank">Revision3</a> ist ein Internet-TV-Sender, der sein Publikum mit Shows aus unterschiedlichen Genres unterhält. Die Serien heißen zum Beispiel „Scam School“, „The Digg Reel“ oder „Systm“. Die Rechte zur Verbreitung der Sendungen liegen bei Revision3. Zur Verbreitung der Sendungen setzt Revision3 unter anderem einen eigenen BitTorrent-Tracker ein, über den die Zuschauer völlig legal Zugriff auf die Videos bekommen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Am vergangenen Wochenende – in den USA ein langes Wochenende mit einem Feiertag – brachen die Revision3-Server unter der Last eines Denial-of-Service-Angriffs (<a href="http://tools.ietf.org/html/rfc4987" target="_blank">SYN-Flood-Angriff</a>) <a href="http://revision3.com/blog/2008/05/29/inside-the-attack-that-crippled-revision3" target="_blank">zusammen</a>. Die Server von Revision3 wurden dabei mit bis zu 8000 Datenpaketen pro Sekunde attackiert, was ihre Abwehr zum Erliegen brachte.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Betroffen waren nicht nur die Server auf denen der BitTorrent-Tracker lief und von denen die Videos ausgeliefert wurden, auch der interne E-Mail-Server ging in die Knie. Die Revision3-Techniker haben mehrere Tage gebraucht, um das System zu stabilisieren und den regulären Sendebetrieb wieder aufzunehmen. Bei der Suche nach dem Urheber des Denial-of-Service-Angriffs stießen die Techniker auf die Firma Artistdirect. <a href="http://www.artistdirect.com/" target="_blank">Artistdirect</a> ist selbst im Internet-Mediengeschäft tätig und vertreibt unter anderem Musik und Videos.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Der Provider von Artistdirect teilte den Revision3-Technikern auf Anfrage mit, dass die Datenpakete von dem Artistdirect-Tochterunternehmen MediaDefender stammten. MediaDefender betätigt sich <a href="http://www.mediadefender.com/aboutUs.html" target="_blank">nach eigener Aussage</a> als Anti-&#8221;Piraterie&#8221;-Kämpfer im Auftrag „jedes großen Tonträgerherstellers, Filmstudios, Computerspiele-Verlages, Softwareverlages und Comic-Verlages“.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die Revision3-Fachleute kontaktierten MediaDefender, um herauszufinden, was es mit dem Denial-of-Service-Angriff auf sich hatte. Ben Grodsky von MediaDefender gab zu, den fehlerhaft konfigurierten BitTorrent über mehrere Monate hinweg benutzt zu haben, um Torrents einzuschleusen. Zugleich bestritt Grodsky, dass MediaDefender am vergangenen Wochenende einen Denial-of-Service-Angriff gegen Revision3 durchgeführt habe. Zwar seien SYN-Pakete an die Revision3-Server gesendet worden, aber lediglich in geringer Anzahl und keinesfalls 8000 pro Sekunde, wie in den Log-Dateien von Revision3 verzeichnet. <a href="http://revision3.com/blog/2008/05/29/inside-the-attack-that-crippled-revision3" target="_blank">Grodsky</a>: „MediaDefender hat nichts speziell gegen Revision3 unternommen…Wir haben nichts getan, um den Traffic zu erhöhen.“ Grodsky äußerte gegenüber Jim Louderback die Vermutung, dass die Beseitigung der Fehlkonfiguration des BitTorrent-Trackers bei Revision3 zu<span> </span>einem Paketstau geführt haben könnte.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist unklar, welche Rolle genau MediaDefender beim Zusammenbruch der Revision3-Server gespielt hat. Nach Aussage von Louderback hat das FBI in der Angelegenheit die Ermittlungen übernommen. Computersabotage ist in den USA wie in vielen anderen Ländern eine Straftat. Sollte die Verantwortung für den Denial-of-Service-Angriff tatsächlich bei MediaDefender liegen, muss das Unternehmen nicht nur mit hohen Schadensersatzforderungen von Revision3 sondern auch mit Strafverfahren gegen die Verantwortlichen MediaDefender-Mitarbeiter rechnen. Gegen die MediaDefender-Mutter Artistdirect könnte darüber hinaus ein Verfahren wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens eingeleitet werden, da Artistdirect ebenso wie Revision3 im Internet-Mediengeschäft tätig ist.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Bereits im vergangenen Jahr waren <a href="http://www.golem.de/0709/54927.html" target="_blank">fragwürdige Aktivitäten</a> von MediaDefender ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, als die Website MediaDefender-Defenders.com mehr als 700 MByte interne E-Mails von MediaDefender im Internet veröffentlichte.</p>
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