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	<title>Arbeit 2.0</title>
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	<description>Kreative Arbeit und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
	<pubDate>Thu, 15 May 2008 09:09:11 +0000</pubDate>
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		<title>kidffm: &#8220;Von Musik 2.0 und der Zukunft der Musikindustrie&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 09:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im kidffm-Blog gibt es einen langen, interessanten Beitrag von Francis Northend, in dem dieser sich Gedanken über die &#8220;Zukunft der Musikindustrie&#8221; macht. Lesenswert!
An einer Stelle schreibt er über die Nutzung von Tauschbörsen:
&#8220;&#8230;es ist verführerisch problemlos möglich, sich dauerhaft mit absolut individueller Musik zu versorgen, ohne auch nur ein einziges Album kaufen zu müssen.&#8221;
Damit trifft er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im kidffm-Blog gibt es einen langen, interessanten <a href="http://www.kidffm.com/2008/05/14/von-musik-20-und-der-zukunft-der-musikindustrie/" target="_blank">Beitrag</a> von Francis Northend, in dem dieser sich Gedanken über die &#8220;Zukunft der Musikindustrie&#8221; macht. Lesenswert!</p>
<p>An einer Stelle schreibt er über die Nutzung von Tauschbörsen:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;es ist verführerisch problemlos möglich, sich dauerhaft mit absolut individueller Musik zu versorgen, ohne auch nur ein einziges Album kaufen zu müssen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Damit trifft er in meinen Augen einen ganz wunden Punkt der Plattenfirmen. Aus der wissenschaftlichen Marktforschung ist seit Jahren das Phänomen bekannt, daß die Nachfrage immer individueller, immer fragmentierter wird. Die Zeiten als jede und jeder dasselbe Produkt kaufen wollte, um Teil einer Massenkultur zu sein, neigen sich dem Ende zu. Die Anbieterseite muß darauf angemessen reagieren, wenn sie ihre Waren weiterhin verkaufen will. Eine mögliche Reaktion der Anbieter darauf wird als &#8220;mass customization&#8221; (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mass_customization" target="_blank">Wikipedia-Artikel</a>) bezeichnet. Dell hat bei Computern demonstriert, wie das funktioniert; die Autorhersteller haben damit seit langer Zeit Erfahrungen gesammelt. Ein ganz modernes Beispiel sind die Online-Fotodienstleister bei denen man sich individuelle Fotobücher bestellen kann.</p>
<p>Ein Angebot wie iTunes überträgt im Grunde genommen das Prinzip &#8220;mass customization&#8221; auf die Ware <em>aufgezeichnete Musik</em>. Vorgemacht haben es allerdings die Tauschbörsen, wie Francis Northend treffend feststellt. Die Webcaster, die Radiostationen des Internets, haben natürlich auch ihren Beitrag dazu geleistet. Die Plattenfirmen schauten zu und klagten.</p>
<p>Die Plattenfirmen haben sich lange Zeit gegenüber der Fragmentierung der Nachfrage bei den Musikhörern taub gestellt. Ökonomisch könnte man da auch von <em>Marktversagen</em> sprechen: Die offensichtliche Nachfrage wurde nicht bedient.</p>
<p>Die jetzt von den Plattenfirmen akzeptierten und unterstützten Flatrate-Modelle und Download-Portale sind zumindest eine plausible Antwort auf die &#8212; nicht mehr länger zu leugnende &#8212; Nachfrage. Diese werden  ihren Teil dazu beitragen, die in den vergangenen Jahren entstandene Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Das Wachstum der Umsätze beim elektronischen Musikvertrieb im vergangenen Jahr zeigt das bereits deutlich.</p>
<p>Auf ein Angebot, bei dem sich potentielle Käufer ihre Wunsch-CD (oder -LP) mit gedrucktem Booklet (oder Cover) aus einer unbegrenzten Anzahl von Titeln aus allen Zeiten bestellen können, werden wir wohl noch ein Weilchen warten müssen.</p>
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		<title>EU-Parlament: Fußballspiele sind kein &#8220;geistiges Eigentum&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 20:53:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<category><![CDATA[Open Access]]></category>

		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<category><![CDATA[EU-Parlament]]></category>

		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<category><![CDATA[Sportverbände]]></category>

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		<description><![CDATA[Sportfunktionäre und -vermarkter können auch kreativ sein.
Wie der EUobserver Ende vergangener Woche meldete, wollten einige Sportverbände Sportveranstaltungen als &#8220;geistiges Eigentum&#8221; schützen lassen. Genauer gesagt wollten sie erreichen, daß die EU-Urheberrechtsbestimmungen um Schutzklauseln für Sportereignisse &#8212; &#8220;including the protection of the event as a whole, information and spin-offs arising from the event&#8221; &#8212; erweitern lassen. Den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sportfunktionäre und -vermarkter können auch kreativ sein.</p>
<p>Wie der EUobserver Ende vergangener Woche <a href="http://euobserver.com/9/26119" target="_blank">meldete</a>, wollten einige Sportverbände Sportveranstaltungen als &#8220;geistiges Eigentum&#8221; schützen lassen. Genauer gesagt wollten sie erreichen, daß die EU-Urheberrechtsbestimmungen um Schutzklauseln für Sportereignisse &#8212; &#8220;including the protection of the event as a whole, information and spin-offs arising from the event&#8221; &#8212; erweitern lassen. Den Wunsch hat das EU-Parlament den Sportkreativen aber abgeschlagen. Stattdessen wurden die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, Listen mit Sportereignissen zu erstellen, die im frei empfänglichen Fernsehen (Free-TV) gezeigt werden sollten. Der entsprechende Bericht des EU-Parlaments wurde mit der überwältigenden Mehrheit von 518 zu 49 Stimmen bei neun Stimmenthaltungen verabschiedet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bundesregierung und Kreativwirtschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 20:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Kulturwirtschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>

		<category><![CDATA[Initiative]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesregierung hat &#8212; worauf wir erst jetzt durch eine offizielle Pressemitteilung aufmerksam geworden sind &#8212; Ende 2007 eine Initiative zur &#8220;Kultur- und Kreativwirtschaft&#8221; gestartet. Die Federführung liegt beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi).
In der PM weist die Regierung auf die begrifflichen Abgrenzungsschwierigkeiten hin:
&#8220;Eine allgemein verbindliche Definition gibt es noch nicht – weder auf europäischer Ebene noch auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesregierung hat &#8212; worauf wir erst jetzt durch eine offizielle <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_774/Content/DE/Magazine/MagazinWirtschaftFinanzen/054/t-5-neue-initiative-der-bundesregierung-kultur-und-kreativwirtschaft.html" target="_blank">Pressemitteilung</a> aufmerksam geworden sind &#8212; Ende 2007 eine Initiative zur &#8220;Kultur- und Kreativwirtschaft&#8221; gestartet. Die Federführung liegt beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi).</p>
<p>In der PM weist die Regierung auf die begrifflichen Abgrenzungsschwierigkeiten hin:</p>
<blockquote><p>&#8220;<span class="hinweis">Eine allgemein verbindliche Definition gibt es noch nicht – weder auf europäischer Ebene noch auf nationaler. Der privat organisierte Verein Kulturstatistik hat ein Abgrenzungsmodell entwickelt. Inwieweit es tragfähig ist, muss noch geklärt werden. Nach dieser Definition zählen zum Kernbereich der Kulturwirtschaft in Deutschland: Verlagsgewerbe, Filmwirtschaft, Rundfunk- und Fernsehwirtschaft, darstellende und bildende Künste, Literatur, Musik, Journalisten- und Nachrichtenbüros, Buch- und Zeitschriftenhandel, Museen und Kunstausstellungen, Architektur sowie Designwirtschaft.&#8221;<br />
</span></p></blockquote>
<p>Angesichts dieser Definition frage ich mich, warum zwar der Zeitschriftenhandel zum &#8220;Kernbereich&#8221; gehören soll, nicht aber die Softwareindustrie und Computerspieleindustrie. (Auch das Wort &#8220;Internet&#8221; taucht nicht explizit auf.) In dem vom BMWi veröffentlichten <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/J-L/konzept-kulturwirtschaft,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf" target="_blank">PDF-Dokument</a> zur Initiative werden immerhin schon mehr Bereiche genannt:</p>
<p><span id="more-105"></span></p>
<ul>
<li>Verlagsgewerbe (Buchverlage, Presseverlage, Tonträger- und Musikverlage);</li>
<li>Filmwirtschaft (Film, TV-Film, Video-Produktion, Verleih, Vertrieb, Filmtheater);</li>
<li>Rundfunkwirtschaft;</li>
<li>Musik, visuelle und darstellende Kunst (Freiberufliche Künstler/innen, private Theater-, Kleinkunstszene, Theater-/Konzertdirektionen, bühnentechnische Betriebe);</li>
<li>Journalisten-/Nachrichtenbüros;</li>
<li>Museumsshops, Kunstausstellungen (kommerzielle nicht subventionierte Museumsaktivitäten und Kunstausstellungen);</li>
<li>Einzelhandel mit Kulturgütern (Musikfachhandel, Buchhandel, Galerien, Kunsthandel);</li>
<li>Architekturbüros (Innen-, Garten-/Gestaltungs-, Hoch-/Tiefbauarchitekten);</li>
<li>Designwirtschaft (Industrie-, Produkt- mit Mode/Textil- u.ä. Design, Kommunikationsdesign/Werbegestaltung, jedoch ohne Fotografisches Gewerbe);</li>
<li>Werbung (Werbevermittlung, etc. ohne Werbedesign);</li>
<li>Software/Games (Software- und Spieleentwicklung und –beratung, ohne Hardware und DV-Dienste).</li>
</ul>
<p>Das sieht dann schon etwas plausibler aus, wobei ich nicht so recht erkennen kann, warum zwar Museumsshops auf der Liste sind, nicht aber Buchläden. Und warum wird das &#8220;fotografische Gewerbe&#8221; ausgeklammert? Was ist mit den Musikschulen etc., oder mit dem Bereich <em>user generated content</em>, der nicht nur im Internet boomt? Ich denke da zum Beispiel an Open Source Software. Verdiente dieser Bereich nicht eine Behandlung <em>sui generis</em>?</p>
<p>Nun ja, das alles wird vielleicht und hoffentlich noch diskutiert werden.</p>
<p>Was hat die Bundesregierung nun so vor?</p>
<ul>
<li>&#8220;Branchengespräche&#8221;;</li>
<li>&#8220;Workshops, Diskussionsrunden, Roundtables, Fachforen, Expertendiskussionen und bilaterale Konsultationen&#8221;;</li>
<li>&#8220;eine vom BMWi noch in Auftrag zu gebende Forschungsstudie zu Strukturen und Potentialen der Kultur- und Kreativwirtschaft unter Berücksichtigung der Synergieeffekte zwischen dem öffentlichen und dem privatwirtschaftlichen Kultursektor&#8221;;</li>
<li>&#8220;Branchenkonferenz im April 2009&#8243;.</li>
</ul>
<p>Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt.</p>
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		<title>taz: Polizei will Schurken-Computer behalten</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/05/08/taz-polizei-will-schurken-computer-behalten/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 06:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<category><![CDATA[Urteile]]></category>

		<category><![CDATA[Add new tag]]></category>

		<category><![CDATA[Filesharing Urheberrecht Urteil]]></category>

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		<description><![CDATA[Kollege Gehring hatte schon vor einigen Tagen darauf hingewiesen (Polizei sucht in Tauschbörsen nach neuer PC-Ausstattung?), nun hat die taz einen Artikel daraus gemacht:
Ein Mann aus Karlsruhe bot Musik im Internet zum Tausch an. Bis die Polizei ihn erwischte und seinen Rechner ebenfalls. Als die Beamten sahen, wie schnell das Gerät war, taumelten sie schier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kollege Gehring hatte schon vor einigen Tagen darauf hingewiesen (<a title="Polizei sucht in Tauschbörsen nach neuer PC-Ausstattung?" href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/04/30/polizei-sucht-in-tauschborsen-nach-neuer-pc-ausstattung/">Polizei sucht in Tauschbörsen nach neuer PC-Ausstattung?</a>), nun hat die taz <a title="taz: Polizei will Schurken-Computer behalten" href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=in&amp;dig=2008%2F05%2F07%2Fa0062&amp;src=GI&amp;cHash=2254d3678d">einen Artikel</a> daraus gemacht:</p>
<blockquote><p>Ein Mann aus Karlsruhe bot Musik im Internet zum Tausch an. Bis die Polizei ihn erwischte und seinen Rechner ebenfalls. Als die Beamten sahen, wie schnell das Gerät war, taumelten sie schier vor Begeisterung und wollten vom PC nicht mehr lassen. <a title="taz: Polizei will Schurken-Computer behalten" href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=in&amp;dig=2008%2F05%2F07%2Fa0062&amp;src=GI&amp;cHash=2254d3678d">Weiter&#8230;</a></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Das elfte Gebot? &#8212; &#8220;Du sollst das Urheberrecht achten!&#8221;</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/05/06/das-elfte-gebot-du-sollst-das-urheberrecht-achten/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 08:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<category><![CDATA[katholische Kirche]]></category>

		<category><![CDATA[Plagiate]]></category>

		<category><![CDATA[Prediger]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet ist schon eine tolle Sache. Man erfährt Dinge, deren Existenz man sich noch nicht einmal im Traum würde einfallen lassen. &#8220;Raubkopierende, polnische, katholische Priester&#8221; sind so etwas.  Über die berichtet heute die australische Tageszeitung Brisbane Times.
Offensichtlich sind polnische, katholische Priester auch nur Raubkopierer Menschen. Dem Bericht der Brisbane Times (BT) zufolge muß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet ist schon eine tolle Sache. Man erfährt Dinge, deren Existenz man sich noch nicht einmal im Traum würde einfallen lassen. &#8220;Raubkopierende, polnische, katholische Priester&#8221; sind so etwas.  Über die <a href="http://www.brisbanetimes.com.au/news/world/thou-shalt-not-steal--your-sermon/2008/05/06/1209839604551.html" target="_blank">berichtet</a> heute die australische Tageszeitung Brisbane Times.</p>
<p>Offensichtlich sind polnische, katholische Priester auch nur <span style="text-decoration: line-through;">Raubkopierer</span> Menschen. Dem Bericht der Brisbane Times (BT) zufolge muß es in der jüngeren Vergangenheit des öfteren passiert sein, daß die erwähnten polnischen, katholischen Priester Teile von/ganze Predigten <span style="text-decoration: line-through;">geraubt</span> unerlaubt kopiert haben. Das Problem muß wohl größere Ausmaße angenommen haben, so daß sich die katholische Kirche jetzt dazu veranlaßt sah, eine Art Urheberrechtshandbuch für Prediger herauszugeben. &#8220;Zu Plagiieren oder nicht zu Plagiieren&#8221;, so soll laut BT der Titel des 150-seitigen Buches lauten. Das Problem scheint allerdings kein rein polnisches zu sein. Die BT erwähnt ähnliche Vorwürfe auch gegen katholische Priester in den USA. (Ob eine Übersetzung aus dem Polnischen ins US-amerikanische Englische geplant ist, wurde nicht mitgeteilt.)</p>
<p>Vielleicht ist es an der Zeit, daß der Papst ein elftes Gebot erläßt? &#8212; &#8220;Du sollst das Urheberrecht achten!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fundstücke zur Kreativwirtschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 18:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der digitale Kinofilm kommt nicht recht in Fahrt, bei Viacom rockt es und Sony-BMG will ausnahmsweise lieber verhandeln als verklagen. Hier die neuesten Fundstücke zur Kreativwirtschaft…

Digitalkino: Die Zukunft kommt später
Seit etlichen Jahren steht der Durchbruch (Spiegel Online vom 25.6.2007) des Digitalkinos „unmittelbar bevor“, jedenfalls wenn man den großen Hollywood-Filmstudios, den Kinoausrüstern und Filmverleihern Glauben schenkt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der digitale Kinofilm kommt nicht recht in Fahrt, bei Viacom rockt es und Sony-BMG will ausnahmsweise lieber verhandeln als verklagen. Hier die neuesten Fundstücke zur Kreativwirtschaft…</p>
<p><span id="more-102"></span></p>
<h3>Digitalkino: Die Zukunft kommt später</h3>
<p>Seit etlichen Jahren steht der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,490516,00.html" target="_blank">Durchbruch</a> (Spiegel Online vom 25.6.2007) des Digitalkinos „unmittelbar bevor“, jedenfalls wenn man den großen Hollywood-Filmstudios, den Kinoausrüstern und Filmverleihern Glauben schenkt. Daß es dann doch immer noch etwas länger dauert, ist nicht zuletzt den Kosten geschuldet. Die Umstellung ist teuer, sehr teuer. Zwar sind mittlerweile die Preise für die Geräte gefallen, aber immer noch muß man pro Kinosaal mit Kosten von ca. 60.000-100.000 Euro für die notwendige Projektionstechnik rechnen, wenn diese DCI-konform sein soll.</p>
<p>DCI ist das Kürzel der von den großen Hollywoodstudios getragenen <a href="http://www.dcimovies.com/" target="_blank">Digital Cinema Initiative</a>, die Anfang März Version 1.2 ihrer umfangreichen Spezifikation für die digitale Projektionstechnik inklusive digitalem Rechte-Management (DRM) vorgelegt hat. (Wer mehr dazu wissen will, könnte sich zum Beispiel meinen Artikel „Digital Cinema Initiative und Digital Rights Management“ in der FKT, 60. Jg., Nr. 4 (2006), S. 179-184, zu Gemüte führen oder sich anderswo im Internet kundig machen.)</p>
<p>Für Hollywood ist D-Cinema gemäß DCI die Zukunft, aber die Zukunft läßt auf sich warten. <a href="http://www.hollywoodreporter.com/hr/content_display/news/e3i06a73bb9ccfd10cf974eed905b467315?imw=Y" target="_blank">Laut dem Hollywood Reporter</a> sind in Nordamerika gerade einmal 5.000 von 39.000 Kinosälen mit der notwendigen Digitaltechnik ausgestattet. Von den genannten 5.000 verfügen darüber hinaus lediglich 1.000 über die Fähigkeiten zur Projektion digitaler 3D-Filme. (Die 3D-Zukunft wird also noch viel länger auf sich warten lassen.) In anderen Ländern und Weltengegenden, nicht zuletzt in Indien, Heimat der weltgrößten Filmindustrie, setzen die Kinobetreiber überdies wegen der Kosten gleich ganz auf andere, billigere Standards.</p>
<p>Den größten Vorteil durch die Digitalisierung der Kinosäle haben ohnehin die Studios und Filmverleiher, die die anfallenden Kosten aber am liebsten auf die Kienobertreiber abwälzen wollen – so weit es geht. Für Studios und Verleiher bedeutet Digitalisierung weniger Aufwand bei der Herstellung und dem Vertrieb von Filmkopien sowie bessere Kontrolle über die tatsächliche Nutzung der Filme. Die Kinobetreiber sind verständlicherweise davon, daß sie die Kosten schultern sollen, wenig begeistert. Sie fordern finanzielle Unterstützung in größerem Umfang als die Studios und Verleiher derzeit leisten wollen. Folglich kommt der Umstieg auf die neue Digitaltechnik im Kino nur langsam voran.</p>
<p>Mit der Etablierung von Blu-ray als neuem hochauflösenden (HD-) Standard im Heimkino, billigeren HD-fähigen Projektoren und dem weiteren Ausbau von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Triple_Play" target="_blank">„Triple-play“</a> (Wikipedia) in Breitbandnetzen erwächst dem Digitalkino in schnellem Tempo eine weitere Konkurrenz. Gut möglich, daß so das digitale Heimkino in absehbarer Zeit das digitale Kino zu einem Nischendasein verdammen wird.</p>
<h3>Plattenfirmen klagen, Sony-BMG verhandelt</h3>
<p>Zu einer anderen Branche der „Kreativwirtschaft“, der Musikindustrie. Von dort sind – wen wundert’s – weitere Klagebotschaften zu vernehmen. Die Recording Industry Association of America (RIAA) <a href="http://www.news.com/8301-10784_3-9930419-7.html" target="_blank">verklagt</a> (via CNET) mal wieder die Zukunft, diesmal in Form des <a href="http://www.playlist.com/" target="_blank">Project Playlist</a>. Der Vorwurf lautet auf „unerlaubte Vervielfältigung“ urheberrechtlich geschützter Musik. Der Haken dabei: Project Playlist speichert und verbreitet keine Musik sondern lediglich Links auf Musik (also ähnlich wie der BitTorrent-Tracker The Pirate Bay, dessen Betreiber in Schweden ja ebenfalls wegen Urheberrechtsverletzungen angeklagt worden sind). <a href="http://www.playlist.com/static/node/147435.html" target="_blank">Nach eigener Aussage</a> zahlt Project Playlist Urheberrechtsabgaben an die Verwertungsgesellschaften „ASCAP, BMI und SESAC“ in den USA, die ihrerseits Gegenseitigskeitsabkommen mit den Verwertungsgesellschaften in praktisch allen anderen Ländern geschlossen haben.</p>
<p>Überraschenderweise hat sich Sony-BMG der RIAA-Klage (bisher) nicht angeschlossen. Laut einem Bericht bei CNET <a href="http://www.news.com/8301-10784_3-9931867-7.html" target="_blank">verhandelt</a> Sony-BMG stattdessen mit Project Playlist. In einer anderen <a href="http://www.drmwatch.com/ocr/article.php/3744291" target="_blank">Meldung</a> (bei DRM Watch) verlautete, daß Sony-BMG „mehr als 250.000 Titel aus dem eigenen Katalog an die Website we7.com mit Sitz in Großbritannien lizenziert hat“. <a href="http://www.we7.com/" target="_blank">We7.com</a> bietet kostenlose Musik, die durch vor jedem Titel eingeblendete Werbung finanziert wird. (Wer statt Werbung zu hören lieber zahlen will, kann die Titel bei we7.com auch kostenpflichtig erwerben.) Kann es sein, daß das Sony-BMG-Management am Ende etwas über die Zukunft der digitalen Musik verstanden hat?</p>
<h3>Lohnende Lizenzen</h3>
<p>Lizenzieren statt Klagen scheint wohl der bessere Weg zu sein. Jedenfalls weisen darauf neue Zahlen der britischen Verwertungsgesellschaft Performing Right Society (PRS) hin. Dort sind die Lizenzeinnahmen <a href="http://www.guardian.co.uk/business/2008/apr/21/mediabusiness.digitalmedia" target="_blank">laut The Guardian</a> im ersten Quartal des laufenden Jahres um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen, auf satte 110 Millionen Britische Pfund (etwa 140 Millionen Euro). Das Geld wird an die Urheber – Komponisten und Liedtexter – sowie andere Rechteinhaber (Musikverlage) ausgeschüttet werden. Die Einnahmen stammen vom Fernsehen, Radiosendern, Geschäften, Bars, Hotels „und anderen kommerziellen Einrichtungen, die Musik spielen“.</p>
<p>Auch Computerspiele haben sich zu einer reichlich sprudelnden Einnahmequelle im Musikgeschäft entwickelt. Besonders der Megahit „Rock Band“ kurbelt die Nachfrage nach Musik an. So stieg der Quartalsumsatz des Geschäftsbereichs Media Networks von Viacom (dem Konzern gehört „Rock Band“) um 16 Prozent auf knapp über 2 Milliarden US-Dollar. <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/05/02/AR2008050201309.html" target="_blank">Laut Washington Post</a> schreibt Viacom das Umsatzwachstum wesentlich dem Erfolg von „Rock Band“ zu.</p>
<h3>Musikströmer müssen zahlen</h3>
<p>Schließlich darf sich die US-Verwertungsgesellschaft ASCAP auf 100 Millionen US-Dollar Mehreinnahmen <a href="http://www.ascap.com/press/2008/0430_ratecourtdecision.aspx" target="_blank">freuen</a>. Zahlen müssen Yahoo, AOL und RealNetworks, weil sie sieben Jahre lang Musik ins Internet verströmt („gestreamt“) haben, ohne die Urheber – Komponisten und Liedtexter – sowie andere Rechteinhaber (Musikverlage) dafür zu entschädigen. Das hat ein US-Bezirksrichter am 30. April so entschieden. Die von ASCAP ursprünglich geforderten Prozente vom Umsatz der Musikströmer hatte der zuständige Richter William Conner allerdings als etwas zu hoch befunden und durch selbst kalkulierte Sätze ersetzt, die etwas niedriger ausfallen. Unterm Strich liegen die Sätze jetzt im hohen einstelligen Prozentbereich, hat Ars Technica <a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20080501-judge-big-webcasters-owe-songwriters-millions-in-royalties.html" target="_blank">ausgerechnet</a>.</p>
<h3>Preiswerte Journalisten?</h3>
<p>Last but not least gibt es einen neuen Preis für Journalisten, <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/public/story_page/037-23392-168-06-25-906-20080307STO23302-2008-16-06-2008/default_en.htm" target="_blank">ausgelobt</a> vom EU-Parlament:</p>
<blockquote><p>&#8220;Are you a European journalist covering the European Union and attempting to explain to people what happens in Strasbourg and Brussels? If this is you then you are eligible to enter a new Journalism Prize launched this year by the European Parliament. Divided into four categories of print, radio, TV and internet journalism - the winners will each receive €5,000. To enter all entries must be published between 1 May 2007 and 30 April 2008. The winner will be announced in October.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>&#8220;Do it again, Trent!&#8221;</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/05/05/do-it-again-trent/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 12:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Band Nine Inch Nails wird ihrer Vorreiterrolle bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für die Vermarktung digitaler Musik weiter gerecht. Das neue Album „The Slip“ stellt NIN kostenlos zum Remixen zur Verfügung &#8212; „als Dankeschön an die Fans“.

Wer seine Email-Adresse angibt, erhält einen Link zu den Musikdateien. Die Dateiformate variieren dabei von MP3 über FLAC [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Band Nine Inch Nails wird ihrer Vorreiterrolle bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für die Vermarktung digitaler Musik weiter gerecht. Das neue Album „The Slip“ stellt NIN kostenlos zum Remixen zur Verfügung &#8212; <a href="http://dl.nin.com/theslip/signup" target="_blank">„als Dankeschön an die Fans“</a>.</p>
<p><span id="more-101"></span></p>
<p>Wer seine Email-Adresse angibt, erhält einen Link zu den Musikdateien. Die Dateiformate variieren dabei von MP3 über FLAC bis hin zu 24-Bit-96kHz-WAVE. Dazu gibt es ein PDF mit den Credits und dem Artwork zum Album. Wer lieber eine CD oder LP des Albums kaufen will, muss sich noch bis Juli gedulden. Die Band beschränkt sich nicht darauf, ihre Musik bloß zum Anhören verfügbar zu machen, sondern stellt sie gleich unter eine <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/us/" target="_blank">Creative Commons Attribution-Non-Commercial-Share-Alike-Lizenz</a>. Wer mag und dazu in der Lage ist, darf also nach Herzenslust remixen, solange er/sie die Lizenzbestimmungen beachtet.</p>
<p>Beim Musikvertrieb allein will NIN aber nicht stehen bleiben. Die Band steigt auch in die Direktvermarktung von Konzertkarten ein. Wer sich auf der Website der Band registrieren lässt, bekommt die Gelegenheit, ein personalisiertes Ticket noch vor dem offiziellen Start des Vorverkaufs zu bestellen. <a href="http://tour.nin.com/" target="_blank">Dazu die Band</a>: „Unser Ziel ist es, die besten Tickets in die Hände der Fans und nicht in die Hände der Ticket-Skalpjäger und/oder –Händler zu geben.“ Beim Eintritt zum Konzert ist dann neben der personalisierten Eintrittskarte ein Ausweis vorzuzeigen, um Einlass zu bekommen.</p>
<p>Die Band Nine Inch Nails hatte einen im vergangenen Jahr ausgelaufenen Plattenvertrag mit dem Universal-Label Interscope Records nicht verlängert. Stattdessen haben die Bandmitglieder um den Sänger Trent Reznor entschieden, ihre Musik künftig selbst zu vermarkten. (Darüber hatte ich damals einen ausführlichen <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/03/08/nagel-mit-kopfen-machen-%e2%80%93-selbstvermarktung-von-musikern/" target="_blank">Artikel</a> geschrieben.)</p>
<p>Interessant ist ein Vergleich mit der Band Radiohead. Die hatte kurz vor NIN ihr neues Album „In Rainbows“ zum „Wunschpreis“ (pay-as-you-like) im Internet vertrieben. Der Web-Auftritt des Albums fiel wesentlich spartanischer und wohl auch wesentlich weniger erfolgreich aus als der von NINs „Ghost I-IV“, wenn man den Spekulationen in diversen Medien glauben schenken darf (Radiohead selbst hat keine Zahlen veröffentlicht). Radiohead hat nun Konsequenzen gezogen. Bandleader <a href="http://www.hollywoodreporter.com/hr/content_display/news/e3iad7629cf5da06c7992fc0ee767bb60f5" target="_blank">Thom Yorke</a> gegenüber dem Hollywood Reporter:</p>
<blockquote><p>„I think it was a one-off response to a particular situation&#8230;I don&#8217;t think it would have the same significance now if we chose to give something away again. It was a moment in time.“</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Artikel von Glyn Moody: &#8220;Richard Stallmans Goldene Regel und das Digital Commons&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 08:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[So nach und nach werden die einzelnen Artikel aus dem Open Source Jahrbuch 2008 öffentlich zugänglich gemacht. Einer der ersten, auf den ich die Aufmerksamkeit der Arbeit-2.0-Blog-Leserinnen und -Leser lenken möchte, ist: &#8220;Richard Stallmans Goldene Regel und das Digital Commons&#8221; von Glyn Moody (Autor von &#8220;Rebel Code&#8221;):
&#8220;Durch die allseits bekannten Erfolge freier Software beeinflussen jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So nach und nach werden die einzelnen Artikel aus dem Open Source Jahrbuch 2008 öffentlich zugänglich gemacht. Einer der ersten, auf den ich die Aufmerksamkeit der Arbeit-2.0-Blog-Leserinnen und -Leser lenken möchte, ist: &#8220;Richard Stallmans Goldene Regel und das Digital Commons&#8221; von Glyn Moody (Autor von &#8220;Rebel Code&#8221;):</p>
<blockquote><p>&#8220;Durch die allseits bekannten Erfolge freier Software beeinflussen jetzt auch allmählich die artverwandten Formen des Open Access, Open Data, Open Content etc. das öffentliche Bewusstsein. Dabei werden sie jedoch im Allgemeinen nur als bloße, wenn auch interessante, Anwendungen, d. h. als Imitationen, der Idee hinter freier Software gesehen. Dabei verliert man jedoch das große Ganze aus den Augen, denn durch die gemeinsamen Anstrengungen aller dieser Bewegungen entsteht ein riesiges, vollkommen neues Digital Commons des Wissens. Die größten Hindernisse bei der Ausweitung dieses Commons sind nunmehr eher rechtlicher als technischer Natur. Sie sind das Ergebnis politischer Lobbyarbeit durch die Content-Industrie, der es nicht gelungen ist, ihre Denkweise an eine digitale statt analoge Welt anzupassen.Die wachsende Wirtschaftlichkeit von Open-Source-Unternehmen, die ihre Software frei mit ihren Kunden teilen, zeigt neue Geschäftsmodelle auf, die das Commons annehmen, anstatt es einzuschränken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den Artikel gibt es <a href="http://www.opensourcejahrbuch.de/portal/article_show?article=moody-commons.pdf" target="_blank">zum kostenlosen Download</a>, ebenso das komplette <a href="http://www.opensourcejahrbuch.de/index_html" target="_blank">Buch</a>.</p>
<p><em>Full Disclosure/Vollständige Offenbarung: Ich bin Mitherausgeber des Jahrbuches.</em></p>
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		<item>
		<title>Aktuelle Probleme beim Versand von Fachliteratur</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/05/03/aktuelle-probleme-beim-versand-von-fachliteratur/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 May 2008 14:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[DRM]]></category>

		<category><![CDATA[Kopienversand]]></category>

		<category><![CDATA[Subito]]></category>

		<category><![CDATA[Zweiter Korb]]></category>

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		<description><![CDATA[iRights.info-Kollege Till Kreutzer hatte ja schon ausführlich über die Auswirkungen des zweiten Korbs der Urheberrechtsreform berichtet. Unter anderem hat sich die Rechtsgrundlage für den Versand von Kopien wissenschaftlicher Fachliteratur geändert. So dürfen Bibliotheken und Kopienversender von Gesetz wegen kopierte Aufsätze aus Fachzeitschriften grundsätzlich nur noch per Fax oder auf dem Postweg versenden. Eine Ausnahme von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>iRights.info-Kollege Till Kreutzer hatte ja schon ausführlich über die Auswirkungen des zweiten Korbs der Urheberrechtsreform <a href="http://irights.info/index.php?id=605" target="_self">berichtet</a>. Unter anderem hat sich die Rechtsgrundlage für den Versand von Kopien wissenschaftlicher Fachliteratur geändert. So dürfen Bibliotheken und Kopienversender von Gesetz wegen kopierte Aufsätze aus Fachzeitschriften grundsätzlich nur noch per Fax oder auf dem Postweg versenden. Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es nur, wenn ein Lizenzvertrag mit einem Verlag den elektronischen Versand (also in der Regel als PDF) erlaubt, oder der Verlag den elektronischen Versand nicht selbst anbietet, oder wenn der Verlag keine &#8220;angemessenen Preise&#8221; für die Kopien verlangt. Dabei hat der Gesetzgeber es offen gelassen, was man denn unter einem &#8220;angemessenen Preis&#8221; zu verstehen hat.</p>
<p><span id="more-99"></span></p>
<p>Der Deutschlandfunk hat nun mit Uwe Rosemann, Direktor der Technischen Informationsbibliothek Hannover, ein interessantes <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/779615/" target="_blank">Interview</a> (2. Mai 2008) zu den praktischen Auswirkungen der neuen Rechtslage geführt. Daraus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Biesler: Also, Sie müssen den Verlagen oder den Urhebern zusätzlich Geld bezahlen dafür, dass Sie es elektronisch versenden dürfen?</p>
<p>Rosemann: So ist es.</p>
<p>Biesler: Und das muss der Nutzer dann schließlich auch bezahlen und übernehmen.</p>
<p>Rosemann: Ja, wir müssen das leider durchreichen. Natürlich.</p>
<p>Biesler: In welchen Größenordnungen bewegt sich so etwas denn? Kann man das überhaupt generalisieren oder ist das je nach Medium, je nach Buch, je nach Aufsatz ganz unterschiedlich?</p>
<p>Rosemann: Also wir hatten früher eine Pauschale, nämlich gesetzliche Tantieme, die lag zwischen ein und sechs Euro. Und heute reden wir hier von Preisen zwischen 30 und 70 Euro.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bestellt man die Dokumente direkt bei den Verlagen, zahlt man normalerweise nur zwischen 25 und 35 Euro, selten mehr.</p>
<p>Hinzu kommt, was im Interview nicht erwähnt wird, daß die elektronischen Dokumente in der Regel mit digitalem Rechtemanagement versehen sind und die Installation der DRM-Software auf dem Computer des Nutzers voraussetzen.</p>
<p>Zu den Nutzungsmöglichkeiten der DRM-geschützten Dokumente schreibt beispielsweise der Dokumentenversender subito in seinen neuen <a href="http://www.subito-doc.de/index.php?lang=de&amp;mod=page&amp;pid=AGB" target="_blank">AGBs</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;6.2 Lieferung</p>
<p>Die Lieferung von Kopien per E-Mail erfolgt unter Einsatz eines Digital Rights Management-Systems (DRM-System). Der Kunde darf das DRM-System weder umgehen noch stören. Das DRM-System beschränkt die Nutzbarkeit der per E-Mail gelieferten Kopie wie folgt:</p>
<p>(a) Zum Öffnen und Ausdrucken des Dokuments ist eine Internetverbindung erforderlich.</p>
<p>(b) Beim erstmaligen Öffnen des Dokuments erfolgt eine Maschinenbindung. Der Kunde darf das Dokument zehnmal auf ein- und demselben Rechner ansehen und einmal ausdrucken. Die Nutzung auf einem anderen Rechner ist nicht möglich.</p>
<p>(c) &#8230;</p>
<p>(d) Nach Ablauf eines Monats nach dem Versand der E-Mail kann das Dokument nicht mehr angesehen und nicht mehr gedruckt werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die lokale Archivierung und Nutzung mit einer Desktopsuche ist also praktisch unmöglich. Stattdessen gilt es wieder, Artikel auszudrucken und abzuheften.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>iRights.info als beste .INFO-Website nominiert</title>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2008 16:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[Projekt]]></category>

		<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>

		<category><![CDATA[Veranstaltungshinweise]]></category>

		<category><![CDATA[Info-Award]]></category>

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		<description><![CDATA[iRights.info-Kollege Matthias Spielkamp hat es schon gemeldet, aber doppelt hält bekanntlich besser&#8230;  Also hier für alle unsere Blog-Leserinnen und -Leser:
&#8220;Beim Wettbewerb um die beste Website, die unter der Top-Level-Domain .INFO angemeldet ist, ist iRights.info für den Hauptpreis nominiert. Bis zum 25. Mai können Leser mit darüber entscheiden, wer aufs Siegertreppchen kommt. Stimmen Sie für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>iRights.info-Kollege Matthias Spielkamp hat es schon <a href="http://irights.info/index.php?id=617" target="_self">gemeldet</a>, aber doppelt hält bekanntlich besser&#8230; <img src='http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Also hier für alle unsere Blog-Leserinnen und -Leser:</p>
<blockquote><p>&#8220;Beim Wettbewerb um die beste Website, die unter der Top-Level-Domain .INFO angemeldet ist, ist iRights.info für den Hauptpreis nominiert. Bis zum 25. Mai können Leser mit darüber entscheiden, wer aufs Siegertreppchen kommt. Stimmen Sie für iRights.info!</p>
<p>Hundert Websites haben sich um den Preis beworben, der von der Firma Afilias zusammen mit der Internet-Wirtschaftszeitung „Internet World Business“ ausgeschrieben wurde. Nun hat die Jury die Vorauswahl getroffen: Die zehn besten .INFO-Seiten stehen auf der Shortlist und nehmen an der Online-Abstimmung teil.</p>
<p>Mitmachen bei der Online-Abstimmung!</p>
<p>Daher sind jetzt auch die iRights.info-Leser gefragt: Bis zum 25. Mai können Sie unter <a href="http://www.info-award.info/" target="_blank">Info-Award.info</a> Ihr Urteil abgeben. Insgesamt entscheiden sechs Stimmen, welche .INFO-Seite die beste im Jahr 2008 ist. Neben den Internet-Nutzern bewertet jeder der fünf Juroren die Websites der Shortlist.</p>
<p>Die Fachjury setzt sich aus fünf Experten der Online-Branche zusammen: Philipp Grabensee, Chairman von Afilias, Dominik Grollmann, Chefredakteur der Internet World Business, Tania Leuschner, Head Of Content Operations Marketing live! der Vodafone D2 GmbH, Christian Paavo Spieker, Vorstand Marketing/Consulting der One Advertising AG und Richard Wein, kaufmännischer Geschäftsführer bei nic.at.</p>
<p>Der erste Platz ist mit 10.000 Euro dotiert, der zweite mit 5.000 Euro und der dritte Platz mit 3.000 Euro. Vorgestellt werden die Gewinner am 9. Juni von der Internet-Wirtschaftszeitung Internet World Business.</p>
<p>02.05.08, © iRights.info Matthias Spielkamp&#8221;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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