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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>SPD-Thesenpapier zum Urheberrecht im Volltext</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 06:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die SPD veröffentlicht heute ihr Papier &#8220;12 Thesen für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht&#8221;. Wir veröffentlichen es hier im Volltext. Das Papier wird heute auf der Pressekonferenz der SPD von Burkhard Lischka (rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), Siegmund Ehrmann (Sprecher der AG Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion), Brigitte Zypries (stv. Sprecherin der AG Kultur und Medien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die SPD veröffentlicht heute ihr Papier &#8220;12 Thesen für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht&#8221;. Wir veröffentlichen es hier im Volltext. Das Papier wird heute auf der <a href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,61453,00.html#info">Pressekonferenz</a> der SPD von Burkhard Lischka (rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), Siegmund Ehrmann (Sprecher der AG Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion), Brigitte Zypries (stv. Sprecherin der AG Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied der Enquete-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221;) und Lars Klingbeil (netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion) präsentiert.</p>
<p><strong>Zwölf Thesen für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht<br />
</strong>Der Streit um das Urheberrecht hat sich zu einem der zentralen Konflikte der digitalen Gesellschaft entwickelt. Unterschiedliche Interessen von Urhebern, Verwertern, Nutzern und Konsumenten stehen sich häufig scheinbar unversöhnlich gegenüber. Keine Partei oder politische Gruppierung hat bisher eine Antwort auf diesen Konflikt entwickelt, die über Schlagworte und vermeintlich einfache Lösungen hinaus geht.</p>
<p>Die SPD-Bundestagsfraktion möchte mit ihrem Thesenpapier für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht eine ehrliche Debatte über die Zukunft des Urheberrechts führen. Wir setzen uns für eine Modernisierung des Urheberrechts in der digitalen Gesellschaft ein, das Kreative und Urheber stärkt und das Recht mit neuen digitalen Nutzungspraktiken in Einklang bringt. Unser Ziel ist es, einen fairen und gerechten Ausgleich der Interessen von Urhebern, Verwertern und Nutzern sicherzustellen. Wir wollen sie bei der legitimen Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die Weiterentwicklung des Urheberrechts kann nur im Dialog und nicht gegeneinander gelingen.<span id="more-4128"></span></p>
<p>1. Die SPD steht für ein modernes Urheberrecht, das den Anforderungen der digitalen Welt Rechnung trägt. Auch im Zeitalter des Internet benötigt geistiges Eigentum angemessenen Schutz – national und international. Die gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen durch das Internet verstehen wir zugleich als Chance, kulturelle Teilhabe und Vermittlung, Demokratie, aber auch Vermarktung und Verbreitung kultureller Angebote zu verbessern. Kreativität und Ideen sind wesentliche Voraussetzungen einer lebendigen Kultur- und Kreativwirtschaft, die ein Motor für Innovationen in Deutschland ist. Wir wollen, dass Autoren, Künstler, Kulturschaffende in Film-, Musik-, Buch- und anderen Branchen ihre kreative und künstlerische Arbeit auch künftig im Internet vermarkten können.</p>
<p>2. Für ein funktionsfähiges Urheberrecht ist es unerlässlich, eine Balance zwischen den beteiligten Akteuren herzustellen. Sie muss darauf ausgerichtet bleiben, einen gerechten Ausgleich der Interessen von Urhebern, Verwertern und Nutzern zu schaffen, um so die Legitimationskrise des Urheberrechts zu stoppen. Darüber hinaus müssen auch die Verteilungsfragen innerhalb der Kreativwirtschaft thematisiert werden.</p>
<p>3. Das Einkommen des Urhebers aus der kommerziellen Verwertung seiner Werke muss fair und angemessen sein. Die SPD tritt dafür ein, den Urheber im Verhältnis zum Verwerter zu stärken. Das seit 10 Jahren geltende Urhebervertragsrecht soll die strukturell schwächere Position des Urhebers in den Vergütungsverhandlungen mit dem Verwerter ausgleichen. Damit das in der Praxis gelingt, müssen die im Gesetz vorgesehenen Konfliktlösungsmechanismen wirksamer gestaltet und um effektive Kontroll- und Sanktionsinstrumente ergänzt werden.</p>
<p>4. Das Internet hat die Möglichkeit der Teilhabe am kulturellen Leben vereinfacht, aber auch die Verletzung von Urheberrechten erleichtert. Nutzer können frei und ungehindert auf geschützte Inhalte im Internet zugreifen – legal und illegal. Dies erfordert gleichermaßen Maßnahmen zur Aufklärung und die Vermittlung von Akzeptanz für den Wert geistigen Eigentums sowie effektive Maßnahmen zu dessen Schutz. Zugleich müssen Modelle entwickelt werden, die einfach und nutzerfreundlich eine legale Nutzung geschützter Inhalte ermöglichen und auch den Nutzern Rechtssicherheit bieten. Die Entwicklung legaler kommerzieller Geschäftsmodelle sollte daher unterstützt und vorangetrieben werden. Bestehende attraktive Geschäftsmodelle sind zugleich ein Beleg dafür, dass die Nutzer bereit sind, für derartige Angebote zu zahlen. Auch Modelle der freiwilligen Lizensierung, wie sie beispielsweise die Organisation Creative Commons (CC) in ihren Lizenzvertragsmustern vorschlägt, können eine nutzerfreundliche Möglichkeit unbürokratischer Rechteeinräumung darstellen und sollten gefördert werden.</p>
<p>5. Eine allgemeine, pauschale Kulturflatrate ist als Modell, Urhebern eine Vergütung aus der nichtkommerziellen Weitergabe und Vervielfältigung von digitalen, urheberrechtlich geschützten Werken zu gewähren, keine geeignete Lösung. Denn eine solche Zwangsabgabe würde zu einer erheblichen Belastung auch derjenigen führen, die das Internet nur in geringem Umfang nutzen. Sie ist im Übrigen mit einer Legalisierung der massenhaften unerlaubten nichtkommerziellen Nutzung digitaler Werke verbunden und entzieht dem Urheber damit die Befugnis, über die Nutzung seines Werkes selbst zu entscheiden. Schwierig ist es auch, eine gerechte Verteilung des Aufkommens an die Künstler, die sich an den Downloadzahlen orientieren müsste, zu gewährleisten. Demgegenüber begrüßt die SPD Modelle, die sich auf die Lizensierung von Musik beziehen. Wir können uns solche Modelle auch für andere digitale Inhalte vorstellen.</p>
<p>6. Das System der kollektiven Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften ist ein wichtiges Element zur Sicherung der kulturellen Vielfalt und ist auch im europäischen Kontext weiterzuentwickeln. Das bedeutet aber zugleich, dass die Verwertungsgesellschaften ihren Verpflichtungen zur Transparenz und zur Erfüllung sozialer und kultureller Zwecke besser als bisher nachkommen sowie die Kreativen gerecht am Erlös beteiligen.</p>
<p>7. Maßnahmen zum Schutz geistigen Eigentums müssen verhältnismäßig sein. Sie dürfen die Bürgerinnen und Bürger nicht in ihren Grundrechten, insbesondere nicht im Recht auf in- formationelle Selbstbestimmung und dem Fernmeldegeheimnis unverhältnismäßig beschränken. Eine flächendeckende Inhaltefilterung des Datenstroms oder eine Sperrung des Internetzugangs lehnen wir ebenso ab wie die Einführung eines Warnhinweismodells. Die SPD spricht sich gegen jede Form eines staatlichen two- oder three-strikes-Modells und gegen eine rein private Rechtsdurchsetzung bei Urheberrechtsverletzungen aus.</p>
<p>8. Um dem Akzeptanzverlust des Urheberrechts entgegenzutreten, muss die Rechtsdurchsetzung effektiv, aber verhältnismäßig sein. Geringfügige Rechtsverletzungen oder die Inanspruchnahme von Anschlussinhabern als Störer für das rechtswidrige Verhalten Dritter dürfen private Internetnutzer nicht an den Rand des finanziellen Ruins treiben. Abmahnungen, deren eigentliches Ziel nicht mehr die an sich legitime Rechtsverfolgung, sondern eher ein lukratives Geschäftsmodell für eine kleine Gruppe von Anwälten ist, müssen eingeschränkt werden. Dem Abmahnmissbrauch muss Einhalt geboten werden. Die SPD tritt deshalb für eine effektive Begrenzung des Streitwerts bei einmaligen, geringfügigen Urheberrechtsverstößen ein.</p>
<p>9. Die Erfahrungen mit den Sharehostern kino.to und megaupload.com zeigen, dass Plattform- betreiber, deren Geschäftsmodelle auf die massenhafte Verletzung geistigen Eigentums aus- gerichtet sind, schon heute wirksam bekämpft werden können. Dennoch müssen die Regelungen zur Verantwortlichkeit von Hostprovidern überprüft und insoweit neu justiert werden, als es Rechteinhabern schneller als bisher und auch auf internationaler Ebene möglich sein muss, urheberrechtsverletzende Inhalte in einem geordneten und rechtsstaatlichen Verfahren von den Seiten eines Internetanbieters entfernen zu lassen. Außerdem muss sichergestellt sein, dass auf Seiten mit eindeutig urheberrechtsverletzenden Inhalten legal keine Werbeeinnahmen generiert werden dürfen.</p>
<p>10. Presseverleger sollen die unautorisierte Verwendung ihrer Presseerzeugnisse durch Dritte (z.B. News-Aggregatoren, Harvester) effizient verfolgen können. Ob es hierfür gesetzlicher Änderungen bedarf, ist zu prüfen. Von einer besseren Durchsetzung der Rechte für journalistische Inhalte könnten nicht zuletzt auch die Urheber profitieren. Die Einführung eines eigenen Leistungsschutzrechts in der derzeit diskutierten Form ist dazu aber nicht erforderlich. Denn freier Informationsfluss und die Funktionsfähigkeit von Suchmaschinen (oder Blogs und sozialen Netzwerken) ermöglichen erst das Auffinden von Informationen im Internet. Wir wollen nicht, dass dies durch den Schutz von Wortbeiträgen – unabhängig von ihrer Schöpfungshöhe – beeinträchtigt wird.</p>
<p>11. Die SPD steht für ein wissenschafts- und bildungsfreundliches Urheberrecht. Dafür müssen die Rahmenbedingungen angepasst werden. Wir brauchen ein Zweitverwertungsrecht für wis- senschaftliche Autoren, die ihre Beiträge neben der Verlagspublikation z.B. auf den Seiten der Hochschule zugänglich machen wollen. Wir treten außerdem für eine Überprüfung der Bildungs- und Wissenschaftsschranken ein. Insbesondere die Intranetnutzung in Schulen und Hochschulen muss dauerhaft auf eine rechtssichere Grundlage gestellt und die Schrankenbestimmung für die öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung entfristet werden.</p>
<p>12. Die Digitalisierung von kulturellen Werken ist ein Baustein für den Erhalt und das Zugänglichmachen des kulturellen und wissenschaftlichen Erbes. Rechtsunsicherheit bei der Digitalisierung entsteht jedoch dann, wenn der Urheber bzw. seine Erben oder der Rechteinhaber nicht mehr auffindbar sind. Hat eine sorgfältige Suche nach dem Rechteinhaber ergeben, dass dieser nicht feststellbar ist, soll gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung die Lizensierung durch Verwertungsgesellschaften ermöglicht werden. Auf diese Weise können verwaiste oder vergriffene Bücher online zugänglich erhalten werden, die sonst aus dem kulturellen Bewusstsein zu verschwinden drohen.</p>
<p>Mitglieder des Arbeitskreises Urheberrecht der SPD-Bundestagsfraktion unter der Leitung von Burkhard Lischka MdB (rechtspolitischer Sprecher) sind: Christine Lambrecht MdB (stellvertretende Fraktionsvorsitzende), Brigitte Zypries MdB (Justiziarin und stv. Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien), Sonja Steffen MdB (Berichterstatterin Urheberrecht im Petitionsausschuss), Marianne Schieder MdB, Siegmund Ehrmann MdB (Sprecher der Arbeitsgruppe Kultur und Medien), Martin Dörmann MdB (medienpolitischer Sprecher), Lars Klingbeil MdB (netzpolitischer Sprecher), René Röspel MdB (Berichterstatter Urheberrecht im Ausschuss für Bildung und Forschung), Johannes Kahrs MdB (Vorsitzender der Projektgruppe Urheberrecht in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“)</p>
<p>Berlin, 21. Mai 2012</p>
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		<title>Koan Leistungsschutzrecht dahoam im Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 07:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer heute Morgen von der dts Nachrichtenagentur verbreiteten Meldung unter der Überschrift &#8220;Krings: Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht muss bis zur Sommerpause vorliegen&#8221; wird abermals massiv Stimmung für die Einführung dieses Gesetzes gemacht. Mehrere Sachen sind daran hoch interessant. In den letzten Wochen gab es bei uns vielfach Meldungen und Signale von Politikern aus CDU/CSU und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer heute Morgen von der dts Nachrichtenagentur verbreiteten Meldung unter der Überschrift &#8220;<a href="http://www.ad-hoc-news.de/krings-gesetzentwurf-zum-leistungsschutzrecht-muss-bis-zur--/de/News/23346522">Krings: Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht muss bis zur Sommerpause vorliegen</a>&#8221; wird abermals massiv Stimmung für die Einführung dieses Gesetzes gemacht. Mehrere Sachen sind daran hoch interessant.</p>
<p>In den letzten Wochen gab es bei uns vielfach Meldungen und Signale von Politikern aus CDU/CSU und FDP über verstärkte Bemühungen der Presseverleger die Koalition und hier insbesondere die Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger endlich dazu zu bekommen, einen Referentenentwurf für das höchst umstrittene &#8220;Leistungsschutzrecht für Presseverlage&#8221; vorzulegen. Dass die heutige Meldung jetzt über die Presse gespielt wird, kann man getrost als Begleitung dieser internen Bemühungen sehen. Der öffentliche Druck soll damit die Vehandlungsbereitschaft des Bundesjustizministeriums erhöhen. Gleichzeitig ist diese Meldung ein offenkundiger Zustandsbericht, dass man seitens der Befürworter aus den Reihen der Hardliner der Koalition und der Lobbyisten der Presseverleger nicht weiter kommt.</p>
<p>In der Meldung heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Gesetzentwurf ist überfällig&#8221;, sagte der Rechtspolitiker und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Krings (CDU) dem Nachrichtenmagazin &#8220;Focus&#8221;. Dabei müsse sich die Ministerin am Beschluss des Koalitionsausschusses orientieren, dieser sei &#8220;die Blaupause für die Bundesregierung&#8221;.</p></blockquote>
<p><span id="more-4118"></span>Es ist richtig, dass der Gesetzentwurf überfällig ist, nimmt man die Ankündigung des Bundesjustizministeriums aus dem vergangenen Jahr als Maßstab. Gleichzeitig ist es aber auch richtig, dass der Gesetzesentwurf, und hier sprechen wir vom sogenannten &#8220;3.Korb&#8221; nicht kommt. Ursprünglich war eine umfassende Reform des Urheberrechts insbesondere zugunsten von Wissenschaft und Forschung angedacht. Geblieben ist nach öffentlichen Aussagen eines Vertreters des Bundesjustizministeriums bei einer Veranstaltung zum &#8220;Tag des geistigen Eigentums&#8221; im 3. Korb als wichtigste Regelung nur das &#8220;Leistungsschutzrecht für Presseverlage&#8221; plus ein paar randständige Regelungen. Ergo, der 3.Korb ist faktisch das &#8220;Leistungsschutzrecht für Presseverlage&#8221;. Da das Leistungsschutzrecht nach allen bekannten Informationen dem Grunde nach wesentliche Einschnitte in die Art und Weise wie wir miteinander kommunizieren plus eine Vielzahl weiterer &#8220;Kollateralschäden&#8221; haben wird, muss es abgelehnt werden.</p>
<blockquote><p>Unionsfraktions-Vize Kings betonte in &#8220;Focus&#8221;, es müsse &#8220;endlich umgesetzt werden, was die Koalitionsspitze richtigerweise beschlossen hat&#8221;. Er erwarte &#8220;auf jeden Fall noch vor der Sommerpause einen Entwurf&#8221;.</p></blockquote>
<p>Selbstverständlich erwartet Krings bis zur Sommerpause einen Entwurf. Denn alles was bis zum Ende des Herbst nicht durch den Gesetzgebungsprozess durch ist, wird in dieser Legislaturperiode nichts mehr werden und in den Mühlen des Bundestagswahlkampfs zerrieben. Es bleibt zu hoffen, dass das Bundesjustizministerium seine Überlegungen zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage sehr genau und mit aller Zeit der Welt überlegt und abwägt. Zwingend notwendig ist hier beispielsweise ein ökonomisches Folgegutachten der Einführung eines solch weitreichenden Gesetzes um die finanziellen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft wie auch für Innovationen und Innovationsbereitschaft von Unternehmen abschätzen zu können. Auch müssen schwierigste Abgrenzungsfragen beispielsweise zur Frage der &#8220;Gewerblichkeit&#8221; gelöst werden. Ansonsten drohen jahrelange sehr unbefriedigende Rechtsstreitigkeiten zu Lasten vieler und auch zu Lasten des Urheberrecht als gesellschaftlich akzeptierte Größe. Die Erosion der Akzeptanz würde mit einer solchen Regelung zügig fortschreiten.</p>
<blockquote><p>Der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Stephan Scherzer, sagte &#8220;Focus&#8221;: &#8220;Wenn der überfällige Gesetzesvorschlag nun noch weiter auf sich warten lasse, ist das ein Armutszeugnis.&#8221; Noch setze man aber darauf, dass &#8220;die Koalition die Presse tatsächlich unterstützt&#8221;.</p></blockquote>
<p>Dies ist nicht nur so ein dahin gesagter Satz, dies ist das schärfste Schwert mit dem die Zeitungsverleger der Politik ihre Zähne zeigen. Und ja, es ist als Drohung zu werten, dass die Begünstigung der Koalition durch Teile der Presse aufhören würde, wenn ein solches Gesetz nicht kommt. Nicht neu, trotzdem aber wieder einmal ein Armutszeugnis des Verbandes der deutschen Zeitschriftenverleger. Hier wurde das Mantra der &#8220;Vierten Gewalt&#8221; gründlich missverstanden. Da die Strategie aber zu offensichtlich ist, bleibt zu hoffen, dass die Politiker der Koalition dieses Ansinnen schon per se vehement zurückweisen werden.</p>
<p>Disclaimer: Der Autor ist auch bei <a href="http://leistungsschutzrecht.info/">IGEL &#8211; Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht</a> aktiv und berichtet dort über Stellungnahmen, Stimmen und Argumente pro und contra eines Leistungsschutzrechts für Presseverleger.</p>
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		<title>WDR 3-Sendung: Streit ums Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 16:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Wragge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom Orchestergraben bis YouTube &#8211; über den &#8220;ewigen Zankapfel Urheberrecht&#8221; berichtet WDR 3 am Samstag (19. Mai) um 16.05 Uhr. Mit dabei: Till Kreutzer von iRights.info. http://www.wdr3.de/variationen/aktuell.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Orchestergraben bis YouTube &#8211; über den &#8220;ewigen Zankapfel Urheberrecht&#8221; berichtet WDR 3 am Samstag (19. Mai) um 16.05 Uhr. Mit dabei: Till Kreutzer von iRights.info.</p>
<p><a href="http://www.wdr3.de/variationen/aktuell.html">http://www.wdr3.de/variationen/aktuell.html</a></p>
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		<title>Zapp: Sehenswertes Video zu der Reduzierung der Urheberrechtsdebatte auf Kampagnen</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 08:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier auch nochmal der sehenswerte Beitrag des NDR-Magazins ZAPP zur aktuellen Sommerloch-kompatiblen Kampagnenpolitik in der aktuellen Urheberrechtsdebatte:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier auch nochmal der sehenswerte Beitrag des NDR-Magazins ZAPP zur aktuellen Sommerloch-kompatiblen Kampagnenpolitik in der aktuellen Urheberrechtsdebatte: </p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/m8f3kioM0oc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>&#8220;Störfaktor Urheberrecht&#8221; &#8211; Museumsbund drängt auf Reform</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 07:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Wragge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Anliegen der Gedächtnisorganisationen, also der  Museen, Bibliotheken, Mediatheken und Archive, gehen in der aktuellen Urheberrechtsdebatte zwischen Kreativen, Nutzern und Verwertern oft unter. Doch die öffentlichen Institutionen stecken in einem Dilemma. Auf der einen Seite sollen sie das kulturelle und wissenschaftliche Erbe Europas für alle über das Internet zugänglich machen. Auf der anderen Seite behindert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anliegen der Gedächtnisorganisationen, also der  Museen, Bibliotheken, Mediatheken und Archive, gehen in der aktuellen Urheberrechtsdebatte zwischen Kreativen, Nutzern und Verwertern oft unter. Doch die öffentlichen Institutionen stecken in einem Dilemma. Auf der einen Seite sollen sie das kulturelle und wissenschaftliche Erbe Europas für alle über das Internet zugänglich machen. Auf der anderen Seite behindert das nationale Urheberrecht diesen Auftrag, wie der Historiker Dietmar Preißler in seinem <a href="http://www.vocer.org/de/artikel/do/detail/id/189/stoerfaktor-urheberrecht.html?onePage=1">Aufsatz</a> &#8220;Störfaktor Urheberrecht&#8221; (17. Mai 2012) darlegt.</p>
<p>Preißler ist Sammlungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte und Mitglied der Lenkungsgruppe des <a href="http://www.netzwerk-mediatheken.de/">Netzwerks Mediatheken</a>. Der Text ist eine überarbeitete Fassung des <a href="http://www.museumsbund.de/fileadmin/geschaefts/presse_u_kurzmitteilungen/2012/Positionspapier-Kulturelles_Erbe_im_Internet_sichtbar_machen_Januar_2012.pdf">Positionspapiers</a> &#8220;Kulturelles Erbe im Internet sichtbar machen&#8221; (Januar 2012) des Vorstandes des Deutschen Museumsbundes.</p>
<p>Der Museumsbund fordert eine Reform des Urheberrechts im Sinne der gemeinnützigen Institutionen. Zum Beispiel die Erlaubnis, das ihnen anvertraute Kulturgut über öffentlich zugängliche Internetdatenbanken in angemessener Form visuell zu präsentieren. Das bisherige Urheberrecht verhindere dies &#8220;insbesondere für den reichen Schatz an medialen Überlieferungen, allen voran der großen Massenmedien Fernsehen, Radio und Film&#8221;, schreibt Preißler.</p>
<p>Um rechtlich unzulässige Werkwiedergaben &#8220;über die Belegfunktion hinaus&#8221; auszuschließen, schlägt der Museumsbund technische Beschränkungen vor, etwa Einschränkungen bei der Bildqualität, digitale Wasserzeichen und einen Kopierschutz.</p>
<p>Wie das Urheberrecht den Kulturinstitutionen den &#8220;Übergang von analogen zu digitalen Formaten&#8221; in der Praxis erschwert, beschreibt der ehemalige Verwaltungsdirektor der Deutschen Kinemathek, Paul Klimpel (heute iRightsLab Kultur) in seinem <a href="http://irights.info/?q=node/854">Essay</a> &#8220;Das Urheberrecht verursacht Depressionen&#8221; (Januar 2010).</p>
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		<title>CCC-Konferenz SIGINT 12 startet heute in Köln</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 06:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Chaos Computer Club (CCC) richtet inzwischen zum dritten Mal die SIGINT-Konferenz &#8220;zu Diskursen im digitalen Zeitalter&#8221; aus. Heute um 11 Uhr startet die Konferenz mit einer Keynote von Florian &#8220;Scusi&#8221; Walther im Komed in Köln. In den nächsten drei Tagen wartet ein dicht gedrängtes und spannendes Programm. Es geht unter anderem um Datenschutz, Sicherheit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Chaos Computer Club (CCC) richtet inzwischen zum dritten Mal die SIGINT-Konferenz &#8220;zu Diskursen im digitalen Zeitalter&#8221; aus. Heute um 11 Uhr startet die Konferenz mit einer Keynote von Florian &#8220;Scusi&#8221; Walther im Komed in Köln. In den nächsten drei Tagen wartet ein dicht gedrängtes und spannendes Programm. </p>
<p>Es geht unter anderem um Datenschutz, Sicherheit, aktuelle Entwicklungen, Perspektiven und das Urheberrecht. In der Beschreibung auf der <a href="http://sigint.ccc.de/Main_Page">Konferenz-Website</a> heißt es dazu: &#8220;Bei der SIGINT geht es um Mitwirkung und Veränderungen, um gesellschaftspolitische Forderungen und Utopien, um Hacktivismus, kreative Normverletzungen und Spaß am Gerät.&#8221; </p>
<p>Philipp Otto von iRights.info wird dabei am morgigen Samstag auf dem Panel &#8220;<a href="https://program.sigint.ccc.de/fahrplan/events/16.html">Urheberrecht: Wer will was von wem wofür? Und warum?</a>&#8221; sitzen. Moderator <a href="http://blog.fukami.io/">fukami</a> wird dabei zudem den Spiegel-Online-Redakteur <a href="http://olereissmann.de/">Ole Reissmann</a> und den Justiziar des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) <a href="http://www.djv.de/Benno-H-Poeppelmann.2948.0.html">Benno Pöppelmann</a> begrüßen. Inhaltlicher Schwerpunkt des Panels werden neben einer Vielzahl von aktuellen Fragen und der Gretchenfrage, wie sich die Rahmenbedingungen durch die Digitalisierung geändert haben und ob bzw. wie man darauf reagieren muss, insbesondere auch die Arbeitsbedingungen von Journalisten, Bloggern und Autoren im Kontext des Urheberrechts sein. Gerade im Spannungsfeld der aktuell zugespitzten Diskussion erwarten wir eine spannende Diskussion. </p>
<p>Alle Beiträge werden per Video aufgezeichnet und stehen im Anschluss unter <a href="http://media.ccc.de/">media.ccc.de</a> zum Nachschauen zur Verfügung. Hier findet sich der Überblick über das gesamte <a href="https://program.sigint.ccc.de/fahrplan/index.html">Programm</a>. </p>
<p>SIGINT steht übrigens für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Signals_Intelligence">Signals Intelligence</a>.</p>
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		<title>Der GVU-Trojaner und die Urheberrechtsdebatte</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Pachali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsdurchsetzung im Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[GVU]]></category>
		<category><![CDATA[GVU-Trojaner]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon seit März befindet sich der sogenannte GVU-Trojaner im Umlauf, gerade wurde die Forderungssumme für angebliche Urheberrechtsverletzungen auf 100 Euro erhöht. Laut der GVU rufen täglich bis zu 80 Betroffene des Trojaners beim vermeintlichen Absender der Forderung an. Über die Nachricht hinaus sind für mich zwei Aspekte daran interessant: Zum einen zeigt es, wie groß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit März befindet sich der sogenannte <a href="http://www.heise.de/security/meldung/GVU-Trojaner-bittet-Raubkopierer-zur-Kasse-1476093.html">GVU-Trojaner</a> im Umlauf, gerade wurde die Forderungssumme für angebliche Urheberrechtsverletzungen <a href="http://irights.info/?q=content/gvu-trojaner">auf 100 Euro erhöht</a>. Laut der GVU rufen täglich bis zu 80 Betroffene des Trojaners beim vermeintlichen Absender der Forderung an.</p>
<p>Über die Nachricht hinaus sind für mich zwei Aspekte daran interessant: Zum einen zeigt es, wie groß die oft konstatierte Kluft zwischen dem bestehenden Urheberrecht und dem Common Sense von Nutzern ist. Dass Verbände der Unterhaltungswirtschaft wie die GVU oder eine Verwertungsgesellschaft wie die GEMA (in einer <a href="http://bka-trojaner.de/">anderen Version</a> des Trojaners) ohne jede Ankündigung private Rechner durchsuchen können, „Raubkopien” entdecken und Nutzer zur Zahlung eines „Lösegelds” auffordern dürfen, all das scheint für viele ein völlig plausibles Szenario zu sein. Wenn die GEMA oder die GVU Videos „sperren” (was <a href="http://www.irights.info/?q=content/wor%C3%BCber-gema-und-youtube-streiten">nicht</a> bzw. bei der GVU <a href="http://sixtus.cc/in-sachen-gvu">nur indirekt</a> stimmt), warum sollten sie nicht auch den heimischen Computer sperren können? Den beiden Vereinen scheint man als Nutzer inzwischen einfach alles zuzutrauen.</p>
<p><span id="more-4075"></span></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/KuRqf8BxrcY" frameborder="0" width="460" height="264"></iframe></p>
<p>Zum anderen ist es auch deshalb interessant, weil die Geschichte, die sich die Betrüger ausgedacht haben, spiegelbildlich fast alle Elemente der Warnungen enthält, die von vielen Urheberrechtlern und den Aktivisten für digitale Bürgerrechte in den letzten Jahren immer wieder vor einer privatisierten Rechtsdurchsetzung geäußert wurden. Aber auch hier gilt – Für viele Nutzer scheint es eine plausible Reaktion auf ein solches netzpolitisches Horrorszenario, den Anweisungen des Trojaners zu folgen.</p>
<blockquote><p>1. Suchen Sie eine der angegebenen Verkaufsstellen auf<br />
2. Fragen Sie den Händler nach einer Paysafecard im Wert von 50 €<br />
3. Geben Sie den Code in das dafür vorgesehene Feld ein</p></blockquote>
<p>Für mich unterstreicht das, was Cory Doctorow gerade in seinem Artikel „<a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2012/may/14/problem-nerd-politics">The problem with nerd politics</a>” (<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-05/nerd-politik-doctorow/komplettansicht">hier</a> auch auf deutsch) geschrieben hat:</p>
<blockquote><p>Technik erlaubt uns, uns auf neue Arten zu organisieren und neue Strukturen aufzubauen – aber das funktioniert nur zusammen mit dem Rest der Welt, nicht indem wir uns über sie erheben.</p></blockquote>
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		</item>
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		<title>Veranstaltungshinweis: „Dance!Copy!Right?” mit Vortrag und Diskussion am 25. Mai in Berlin</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/05/15/veranstaltungshinweis-dancecopyright-mit-vortrag-und-diskussion-am-25-mai-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 10:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Pachali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Winkler]]></category>
		<category><![CDATA[Eckhard Höffner]]></category>
		<category><![CDATA[Kopie]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzgegenstand]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag, dem 25. Mai (und weiteren Terminen) wird in den Berliner Sophiensälen das Stück „Dance!Copy!Right?” von Christoph Winkler aufgeführt, das sich mit dem Urheberrecht beschäftigt. In der Ankündigung heißt es: Das neue Stück „Dance! Copy! Right?“ basiert auf einem konkreten Urheberrechtstreit am Landgericht Nürnberg/Fürth zu dem Christoph Winkler als Sachverständiger geladen war. Ausgehend von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, dem 25. Mai (und weiteren Terminen) wird in den Berliner <a href="http://sophiensaele.de/">Sophiensälen</a> das Stück <a href="http://www.christoph-winkler.info/index/_node/produktionen/dance_copy_right.html">„Dance!Copy!Right?” von Christoph Winkler</a> aufgeführt, das sich mit dem Urheberrecht beschäftigt. In der Ankündigung heißt es:</p>
<blockquote><p>Das neue Stück „Dance! Copy! Right?“ basiert auf einem konkreten Urheberrechtstreit am Landgericht Nürnberg/Fürth zu dem Christoph Winkler als Sachverständiger geladen war. Ausgehend von dieser Gerichtsverhandlung werden grundsätzliche Probleme und Fragen des Urheberrechts und des geistigen Eigentums behandelt:<span id="more-4067"></span></p>
<p>Ab wann ist eine Bewegung wirklich meine und ab wann wird diese Bewegung Kunst?<br />
Das Gesetz schützt nur die Schrittkombination aber was ist mit dem Kontext oder wenn keiner tanzt?<br />
Was wäre denn der kleinste Baustein einer Schrittkombination? Ist eine einzelne Bewegung vergleichbar mit einer Note?<br />
Kann es im Tanz eigentlich eine echte Kopie geben?<br />
Wie unterscheidet sich ein und dieselbe Bewegung wenn sie von verschiedenen TänzerInnen ausgeführt wird?<br />
Und was hat die Musik, was wir nicht haben?</p></blockquote>
<p>Begleitend dazu gibt es einen Vortrag von Eckhard Höffner (mehr u.a. <a href="http://irights.info/?q=content/hoeffner-wissen-wissenserwerb-urheberrecht">hier</a>) und eine Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung:</p>
<blockquote><p>COPY.RIGHT.NOW! am 25. Mai 2012<br />
19 Uhr &#8220;Zur Konstruktion des Urheberrechts und zum Wert der geistigen Leistung&#8221; Vortrag von Eckhard Höfner<br />
21.30 Uhr &#8220;Urheberrecht in der Kunst” Podiumsdiskussion mit Christoph Winkler, Ulf Schmidt (Autor), Jan Fröhlich (Medienanwalt)<br />
(Eintritt frei)</p></blockquote>
<p>[<a href="http://gruen-digital.de/2012/05/copy-right-now-urheberrecht-tanzen/">via</a>]</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Heute in Leipzig: Schutzrechte &#8211; Fluch oder Segen?</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/05/14/heute-in-leipzig-schutzrechte-fluch-oder-segen/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 11:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Wragge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungshinweise]]></category>
		<category><![CDATA[Kreatives Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Frage &#8220;Sind Schutzrechte für Kreative Fluch oder Segen?&#8221; diskutieren am Montag um 19 Uhr im LOFFT Leipzig: - Sebastian Krumbiegel &#8211; Musiker - Meike Laaf &#8211; die tageszeitung - Matthias Leonardy &#8211; GVU &#8211; Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) - Philipp Otto &#8211; iRights - Wolfgang Senges &#8211; C3S &#8211; Cultural Commons Collecting Society. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Frage &#8220;Sind Schutzrechte für Kreative Fluch oder Segen?&#8221; <a href="http://www.kreatives-leipzig.de/dates/fokus-schutzrechte-fluch-oder-segen">diskutieren</a> am Montag um 19 Uhr im LOFFT Leipzig:</p>
<p>- Sebastian Krumbiegel &#8211; Musiker<br />
- Meike Laaf &#8211; die tageszeitung<br />
- Matthias Leonardy &#8211; GVU &#8211; Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen)<br />
- Philipp Otto &#8211; iRights<br />
- Wolfgang Senges &#8211; C3S &#8211; Cultural Commons Collecting Society.</p>
<p><span id="more-4058"></span>Der Eintritt ist frei.</p>
<p>Die Veranstaltungsreihe FOKUS wird vom Verein Kreatives Leipzig gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes präsentiert.</p>
<p>Themen der Fokus-Reihe sind 2012: Gentrifizierung und Kreativwirtschaft, Kooperation vs. Wettbewerb, Schutzrechte, Selbstausbeutung oder auch Kunst und Kommerzialisierung.</p>
<fb:like href='http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/05/14/heute-in-leipzig-schutzrechte-fluch-oder-segen/' send='false' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kurz verlinkt: Fahrräder, Piraten, Geistiges Eigentum</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/05/09/kurz-verlinkt-fahrrader-piraten-geistiges-eigentum/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 15:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Pachali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzschau]]></category>
		<category><![CDATA[Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[geistiges Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzungsrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Samples]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberpersönlichkeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Vergütungsmodelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Urheberrechtsdebatten drehen sich weiter – hier einige gesammelte Links der letzten Tage: Wolfgang Michal beschäftigt sich bei Carta mit dem Urheberrechtsprogramm der Piraten und macht Ungereimtheiten und einen ungelösten Grundwiderspruch aus: „Einerseits erkennen sie die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihren Werken „in vollem Umfang“ an, andererseits wollen sie das freie nicht-kommerzielle Kopieren von Werken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Urheberrechtsdebatten drehen sich weiter – hier einige gesammelte Links der letzten Tage:</p>
<p>Wolfgang Michal beschäftigt sich bei Carta mit dem <strong>Urheberrechtsprogramm der Piraten</strong> und macht Ungereimtheiten und einen <a href="http://carta.info/43324/zankapfel-urheberrecht-der-ungeloste-grundwiderspruch-der-piraten/">ungelösten Grundwiderspruch</a> aus:</p>
<blockquote><p>„Einerseits erkennen sie die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihren Werken „in vollem Umfang“ an, andererseits wollen sie das freie nicht-kommerzielle Kopieren von Werken im Sinne eines unbeschränkten Nutzerrechtes gesetzlich verankert wissen. Eine solche Begrenzung des Urheberrechts – etwa in Form einer Schrankenregelung – würde jedoch tief in das Urheber-Persönlichkeitsrecht eingreifen.”</p></blockquote>
<p>Thierry Chervel nimmt im Perlentaucher-Redaktionsblog einen <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/urheberrechtsdebatte-in-der-piratenpartei-wenn-kunst-und-kommerz-sich-kuessen-11733900.html">FAS-Artikel</a> von Rainer Hank und Georg Meck zum Anlass für eine <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/270_wer_den_apfel_kuesst">ausführliche Replik</a> zum Begriff des „<strong>Geistigen Eigentums</strong>”:</p>
<blockquote><p>Also Urheberrecht, ja: Die Urheber sollten sogar wieder gestärkt werden, wie das Beispiel der Buy-Out-Verträge in Zeitungen zeigen. Ein Diskurs des &#8220;Geistige Eigentums&#8221; aber, der in Wahrheit nur immer mehr von dem kapern will, was im emphatischen Sinne der Allgemeinheit gehört, nein.</p></blockquote>
<p>Siegfried Kauder wiederum <a href="http://netzpolitik.org/2012/acta-anhorung-im-deutschen-bundestag/">meinte</a>, bei Geistigem Eigentum sei es wie mit <strong>Fahrrädern</strong>. Marcel-André Casasola Merkle hat das weitergesponnen und herausgekommen ist <a href="http://www.137b.org/?p=2445">ein wunderbarer Text</a>:</p>
<blockquote><p>Vor dem ersten Losfahren musste ich den Hersteller anrufen und ihm erzählen, in welchen drei Stadtteilen ich das Fahrrad nutzen will. Wenn ich in einen unautorisierten Stadtteil fahre, schlägt automatisch die Bremse an. Da muss ich selbst gar nichts tun. Das ist Service.</p></blockquote>
<p>Einer der klugen Texte aus der Urheberechtsdebatte in der FAZ stammt von <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/urheberrechtsdebatte-es-gibt-kein-zurueck-ins-echte-leben-11741957.html">Max Winde</a>: „<strong>Es gibt kein Zurück ins echte Leben</strong>”</p>
<blockquote><p>Wie wollen wir mit denen umgehen, die unsere Meinungen erdenken, unsere Melodien erfinden, unsere Spiele gestalten, unser Web bauen, unsere Bilder malen? Und als ob das nicht kompliziert genug wäre, schwingt auch in dieser Diskussion mal wieder der immer noch nicht ausgetragene Konflikt mit, ob wir als Gesellschaft das Netz weiterhin behandeln wollen wie ein hochgefährliches Gerät oder uns endlich dazu durchringen können, es als zentralen Lebensraum zu betrachten, den ein moderner Mensch zum Leben braucht wie ein Fisch das Wasser.</p></blockquote>
<p>Einen selten beachteten Aspekt (neben einem eher unpassenden Bücherverbrennungs-Vergleich) bringt der Beitrag von Musiker und Labelgründer <a href="http://www.rollingstone.de/magazin/features/article292145/alec-empire-zum-thema-urheberrecht.html  ">Alec Empire im Rolling Stone</a> in die aktuelle Urheberrechtsdebatte: ganze <strong>Musikgenres</strong> werden durch rigide Regelungen ausgebremst.</p>
<blockquote><p>Verhindert nicht eine steife Musikindustrie, welche Armeen von Anwälten beauftragt, um zum Beispiel für eintaktige Samples im HipHop unrealistische Summen zu fordern, jegliche Innovation, Erneuerung von Musik in einer Zeit, in der die Industrie nun eindeutig in der Krise steckt? (&#8230;)</p>
<p>Im HipHop gilt seit langem: Hände weg, oder sprich mit deiner Plattenfirma, bevor du in deinem Song eine Snaredrum von der raren Vinylscheibe auftauchen lässt. Das ganze ist absurd geworden und hat eine konservative Musik hervorgebracht, die der gleicht, die es vor der Sample-Technologie gab. Ende 80iger und abwärts eben.</p></blockquote>
<p>Stefan Krempl fasst <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Urheberrecht-Zwischen-Abmahnindustrie-und-Kulturflatrate-1569801.html">bei Heise</a> die Diskussionen über neue <strong>Vergütungs- und Finanzierungsmodelle</strong> auf der <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/04/26/konferenz-kreatives-schaffen-in-der-digitalen-welt-am-7-mai-in-berlin/">Konferenz</a> „Kreatives Schaffen in der digitalen Welt” zusammen. Auch Ilja Braun <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/konferenz-kreatives-schaffen-konstruktiver-dialog-zwischen-urhebern-und-nutzern/">berichtet</a>.</p>
<p>Das WDR-Magazin „<a href="http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/s/d/08.05.2012-19.05/b/ideen-als-gemeingueter-ein-konzept-fuer-den-streit-um-die-urheberrechte.html">Politikum</a>” hat sich mit Silke Helfrich darüber unterhalten, was das Konzept der <strong><a href="http://www.boell.de/publikationen/publikationen-commons-fuer-eine-neue-politik-jenseits-von-markt-und-staat-14395.html">Commons</a></strong> fürs Urheberrecht bedeutet (mehr dazu auch <a href="http://irights.info/?q=content/commons-copyright-von-maerchen-und-autorenrechten">hier</a>). Im <a href="http://gffstream-0.vo.llnwd.net/c1/m/1336498498/radio/politikum/wdr5_politikum_20120508.mp3">Audio</a> ab Minute 10&#8242;:</p>
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