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	<title>iRights.info - Blog &#187; Urheberrechtsreform</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>CDU droht Spaltung beim Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 13:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rechtebewahrung um jeden Preis, Rechtsverschärfungen, überzogene Sanktionen mit fragwürdigen pädagogischen Konzepten und ein klarer Lobbyismus für die üblichen Verdächtigen aus Musik-, Film-, Presse-, und Unterhaltungsindustrie – dies war jahrzehntelanger Standard der CDU, wenn es um Fragen des Urheberrechts ging. Man musste nur die Statements der Industrie lesen, um zu wissen, was am nächsten Tag aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rechtebewahrung um jeden Preis, Rechtsverschärfungen, überzogene Sanktionen mit fragwürdigen pädagogischen Konzepten und ein klarer Lobbyismus für die üblichen Verdächtigen aus Musik-, Film-, Presse-, und Unterhaltungsindustrie – dies war jahrzehntelanger Standard der CDU, wenn es um Fragen des Urheberrechts ging. Man musste nur die Statements der Industrie lesen, um zu wissen, was am nächsten Tag aus den Lautsprecherwagen der CDU schallte. Copy und Paste in seiner ganz traditionellen Form. Nur vereinzelt und hinter vorgehaltener Hand konnte man aus den Reihen der Unionsfraktion hören, dass es so nicht weitergehen könne und es völlig klar sei, dass ein moderner Ansatz im Urheberrecht dringend nötig sei. Diese vereinzelten Stimmen wachsen gerade zu einem Chor an, einem Chor, der mehr als eine Meinungsverschiedenheit in der Sache ist. Der CDU droht die Spaltung beim Urheberrecht.</p>
<p><strong>Von Sprechautomaten und schwarzen Witwen<br />
</strong>Noch gibt es sie – die Sprechautomaten. Siegfried Kauder als zweifelhafter Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag ist so einer; die schwarze Witwe des CDU-Urheberrechts, Günther Krings, ebenso. Zweifelsohne mächtige Granden im parteiinternen Machtgefüge der CDU, unterstützt von einer Phalanx aus Getreuen. Sie haben ihre Partei in den entscheidenden Fragen zur Ausgestaltung von Regulierung und Verteilungsfragen im Internet – vorneweg des Urheberrechts – aber nur noch gerade so im Griff. An allen Ecken und Enden wird ihre eindimensionale und einfache Sichtweise in Frage gestellt. Mehr noch, es wird zunehmend intern und öffentlich ihre Wahrheit deutlich kritisiert. Es entwickelt sich ein Tiefdruckgebiet mit Potential für einen kräftigen anhaltenden Wintersturm.</p>
<p>Diese Entwicklung ist vielfach sichtbar. So hat sich in der Union in diesem Herbst die <a href="http://www.faires-urheberrecht.de/">„Initiative Faires Urheberrecht“</a> gegründet. In ihren <a href="http://www.faires-urheberrecht.de/wp-content/uploads/2011/10/pm_initiative_faires_urheberrecht.pdf">Leitlinien für ein zukünftiges Urheberrecht (PDF)</a> fordern sie als Teil der Bundesregierung einen deutlichen Kurswechsel. Dazu heißt es auf der Website der Initiative: „Gerade im Schatten der jüngsten Rufe nach Netzsperren infolge von Urheberrechtsverletzungen sei es an Zeit, öffentlich zu dokumentieren, dass solche Positionierungen auch von Mitgliedern der Union kritisch gesehen würden.“ Ein Mitinitiator der Initiative, Alexander Kurz, Mitarbeiter des Chefs der CDU-geführten hessischen Staatskanzlei Axel Wintermeyer, erklärt dazu: „Wir sind der Auffassung, dass sich einzelne Abgeordnete hier in Standpunkte verrannt haben, die sowohl gesellschaftlich als auch unionsintern weder gewünscht noch mehrheitsfähig sind. Deshalb muss hier einmal deutlich sichtbar ein Stop-Schild hochgehalten werden.“</p>
<p><span id="more-3375"></span></p>
<p><strong>„Abweichler“ fordern Fair-Use-Prinzip im deutschen Urheberrecht<br />
</strong>Die <a href="http://www.faires-urheberrecht.de/initiatoren/">30 Initiatoren</a> aus den Reihen der CDU/CSU, unter ihnen auch Bundestagsabgeordnete, trauen sich aus der Anonymität und beziehen klar Stellung gegen den offiziellen Kurs der Union im Urheberrecht. So fordern sie, dass das Fair-Use-Prinzip im deutschen Urheberrecht eingeführt werden muss: „Mit der technischen Durchdringung ändern sich die Verhaltensweisen von Menschen. Was heute noch als Trend für wenige erscheint, kann sich morgen zum etablierten und akzeptierten Verhalten in der Gesellschaft entwickeln. Es ist dem Gesetzgeber nicht möglich, das Urheberrecht jedem dieser Entwicklungsschritte anzupassen. Hierbei muss das urheberrechtliche Schrankenmodell neu justiert werden.“ Und weiter: „Um in Streitfragen flexibel auf neue technologische Entwicklungen reagieren zu können, muss das Fair-Use-Prinzip ins Urheberrecht aufgenommen werden. Die Kriterien für ‚Fair Use’ sind so zu definieren, dass Gerichte Entscheidungen treffen können, die der Lebenswirklichkeit entsprechen.“</p>
<p>Sie halten Netzsperren bei Urheberrechtsverletzungen, die von den Kaudern und Kringsen der Partei immer wieder herbeigewünscht werden, für verfassungswidrig:<br />
„Niemand käme beispielsweise auf die Idee, einem Kaufhausdieb als Sanktion den Zugang zu Zeitungen oder dem Fernsehen zu verbieten. Genauso absurd ist die Idee, im Falle von Urheberrechtsverletzungen, zeitweise Internetsperren zu verhängen. Der hierin liegende massive Grundrechtseingriff erscheint spätestens unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit evident verfassungswidrig.“</p>
<p>Dies sind nur ein paar Ansätze, die der offiziellen Parteilinie diametral entgegenstehen. Bezeichnend auch, dass die Initiatoren mit ihrer Webseite eine neue, öffentlichkeitswirksame Plattform gesucht haben, um ihrer Kritik Ausdruck zu verleihen. Rechnet man den PR-Effekt weg, bleibt es immer noch ein deutlicher Affront gegen die Alteingesessenen. Die öffentliche Bühne der Diskussion wird dem Gekungel in Hinterzimmern vorgezogen.</p>
<p><strong>CDU-Wirtschaftsrat stellt sich gegen Kauder und Krings<br />
</strong>Man könnte nun meinen, dass es ja nur 30 Personen in der Union sind, die die grundsätzliche verstaubte Haltung der Union zum Urheberrecht kritisieren, doch weit gefehlt. Gestern hat der mächtige CDU-Wirtschaftsrat die Positionen der Initiative Faires Urheberrecht begrüßt und seine <a href="http://www.wirtschaftsrat.de/wirtschaftsrat.nsf/id/wirtschaftsrat-unterstuetzt-initiative-faires-urheberrecht-der-union-de?open">Unterstützung erklärt</a>. Noch vorsichtig in einzelnen Formulierungen und bei aller Kritik an anderen Positionierungen, ist dies trotzdem eine öffentliche Ohrfeige für die Beton-Urheberrechtsvertreter in der Union. Dorothee Belz, die Vorsitzende der Bundesarbeitsgruppe Netz- und Medienpolitik des CDU-Wirtschaftsrates und gleichzeitig Director Law and Corporate Affairs der Microsoft Deutschland GmbH, erklärt dazu: „Die anhaltende Diskussion zum Urheberrecht in der digitalen Welt verdeutlicht allen Beteiligten die Wichtigkeit, schnellstmöglich einen neuen Ansatz für eine zukunftsweisende Lösung zu entwickeln. Dies ist sowohl im Interesse der Privatnutzer wie auch der Netzbetreiber und Anbieter von Inhalten.“ Der CDU-Wirtschaftsrat vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 12.000 Unternehmen aus Deutschland und Europa.</p>
<p><strong>Junge Union gegen Leistungsschutzrecht für Presseverlage<br />
</strong>Auch beim Thema Leistungsschutzrecht für Presseverlage reißen die Gräben auf. Noch hinter vorgehaltener Hand gibt es bei vielen Abgeordneten aus Reihen der CDU erhebliche Verbitterung über das tolldreiste Vorgehen der Presseverleger gepaart mit großem Unverständnis über diese Forderung. Die Sorgfaltspflicht und der Quellenschutz gebietet es, hier niemanden zu outen. Dies ist aber verbunden mit dem Wunsch, dass sich viele von denen, die sich angesprochen fühlen, mutig mit ihren Überzeugungen in die Öffentlichkeit stellen. Dies auch verbunden mit dem dringenden Wunsch an die Vertreter der Union die Sachargumente abzuwägen und sich nicht von Drohungen beeinflussen und in ihrer freien Meinungsbildung als Abgeordnete unter Druck setzen zu lassen.</p>
<p>Deutlich gegen das Leistungsschutzrecht für Presseverlage hat sich die Junge Union ausgesprochen. In Zeile 257 des Beschlusses des Deutschlandrates der Jungen Union im Papier <a href="http://www.junge-union.de/media/resolutions/147266_DLRat_Beschluss_Netzpolitik.pdf">„Freiheit und Verantwortung – Plädoyer für eine moderne Netzpolitik“ (PDF)</a> heißt es: „Wir sprechen uns gegen die Einführung eines speziellen Urheber-und Leistungsschutzrechts für Verlage aus. Anstatt nach neuen urheberrechtlichen Spezialregeln im Onlinebereich zu rufen, fordern wir die Verlage dazu auf, sich dem Wettbewerb im Internet zu stellen und sich der Entwicklung neuer, innovativer Geschäfts- und Vermarktungsmodelle zu widmen.“</p>
<p>Letztgenannter Punkt berührt direkt die Frage, inwieweit marktwirtschaftliche Regelungen Grundlage des unionsinternen Umgangs mit einem solchen neuen Recht sind, oder ob ein neues Gefälligkeitsverhältnis gesetzlicher Unterstützung zugunsten der Presseverlage eingeführt wird. Gerade auch vor diesem Hintergrund gibt es in der Union eine immense Unruhe.</p>
<p><strong>Handpuppe oder Glaubwürdigkeit<br />
</strong>Die Union, und besonders die CDU, stehen vor einer Zerreißprobe. Die Reihen sind schon lange nicht mehr geschlossen. Es ist auch viel mehr als ein sachlicher Streit um Fachfragen. Jeder Einzelne in der CDU wird sich entscheiden müssen, ob sein Blick in die Vergangenheit oder in die Zukunft geht. Letztere werden politisch gewinnen, die anderen werden nach der nächsten Wahl gute Jobs in der Medienindustrie bekommen. Es ist also eine sehr persönliche Frage. Aber eine, die am Rande auch mit Glaubwürdigkeit zu tun hat, denn wer lässt sich als Politiker schon gerne als Sprechautomat von Interessen Dritter bezeichnen. Und das auch noch in der Weihnachtszeit.</p>
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		<title>Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ zum Urheberrecht erschienen</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 18:49:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Soeben ist der 121 Seiten starke Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ zum Thema Urheberrecht erschienen (PDF, 2,9 MB). Eine Einschätzung dazu haben wir noch nicht, aber es wird interessant sein zu lesen, wie der Bericht die Diskussionen und Debatten zu einem Thema zusammenfasst, das auch in der Enquete selber heftig umstritten war. Hier einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben ist der 121 Seiten starke <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/078/1707899.pdf">Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ zum Thema Urheberrecht</a> erschienen (PDF, 2,9 MB). Eine Einschätzung dazu haben wir noch nicht, aber es wird interessant sein zu lesen, wie der Bericht die Diskussionen und Debatten zu einem Thema zusammenfasst, das auch in der Enquete selber heftig umstritten war. Hier einige Erinnerungen daran:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Internet-Enquete-Kampfzone-Urheberrecht-1203327.html">Internet-Enquete: Kampfzone Urheberrecht</a> (07.03.2011)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundestags-Enquete-verabschiedet-Empfehlungen-zum-Urheberrecht-1272363.html">Bundestags-Enquete verabschiedet Empfehlungen zum Urheberrecht</a> (04.07.2011)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Internet-Enquete-streitet-um-Gutachtenvergabe-1362438.html">Internet-Enquete streitet um Gutachtenvergabe</a> (17.10.2011)</li>
</ul>
<p>iRights.info-Mitgründer Matthias Spielkamp war am 29.11.2010 als Experte zur Anhörung zur Zukunft des Urheberrechts geladen. Seine Antworten auf den umfangreichen Fragenkatalog haben wir damals in diesem Blog zur Diskussion gestellt:</p>
<p><a href="http://irights.info/?q=content/irightsinfo-ver%C3%B6ffentlicht-antworten-auf-enquete-fragen-zum-urheberrecht">iRights.info veröffentlicht Antworten auf Enquete-Fragen zum Urheberrecht</a></p>
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		<title>Der netzpolitische Leitbeschluss der Grünen</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/11/28/der-netzpolitische-leitbeschluss-der-grunen/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 1999 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>

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		<description><![CDATA[Simon Möller hat bei Telemedicus den netzpolitischen Leitbeschluss der Grünen sehr schön aufgeschlüsselt. Hier die Punkte zum Urheberrecht: Freigabe von urheberrechtlich geschützten Inhalten für eine nichtkommerzielle Nutzung Bagatellgrenze zur Entkriminalisierung von &#8220;alltäglichen&#8221; Urheberrechtsverstößen Vorsichtiges Nachdenken über eine Einschränkung von Buy-Out-Verträgen Ablehnung des Leistungsschutzrechts für Presseverlage &#8211; Ausweitung der Privatkopieschranke Einführung einer Fair Use-Schranke für Veränderungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Simon Möller hat bei <a href="http://www.telemedicus.info/article/2123-Der-netzpolitische-Leitbeschluss-der-Gruenen.html">Telemedicus</a> den netzpolitischen Leitbeschluss der Grünen sehr schön aufgeschlüsselt. Hier die Punkte zum Urheberrecht:</p>
<ul>
<li>Freigabe von urheberrechtlich geschützten Inhalten für eine nichtkommerzielle Nutzung</li>
<li>Bagatellgrenze zur Entkriminalisierung von &#8220;alltäglichen&#8221; Urheberrechtsverstößen</li>
<li>Vorsichtiges Nachdenken über eine Einschränkung von Buy-Out-Verträgen</li>
<li>Ablehnung des Leistungsschutzrechts für Presseverlage &#8211; Ausweitung der Privatkopieschranke</li>
<li>Einführung einer Fair Use-Schranke für Veränderungen an Werken</li>
<li>Vorsichtiges Nachdenken über eine Verkürzung der Schutzfristen</li>
<li>Verpflichtung der Verwertungsgesellschaften auf Creative Commons-Lizenzen</li>
<li>Kritik an Beschränkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrags für das Internet und Pflicht zur Nutzung nicht-kommerzieller offener Lizenzen</li>
<li>Vorsichtige Unterstützung von Open Access</li>
<li>Vorsichtiges Abwägen bei urheberrechtlichen Pauschalvergütungsansätzen</li>
</ul>
<p>Der Beschluss als <a href="http://www.gruene-partei.de/cms/default/dokbin/397/397743.offenheit_freiheit_teilhabe_die_chancen.pdf">PDF</a> (160 Kb).</p>
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		</item>
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		<title>Video-Dokumentation: Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung zum Urheberrecht in Köln</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 09:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 13.Oktober 2011 fand in Köln eine Diskussion zum Thema &#8220;Urheberrecht in der digitalen Welt&#8221; statt. Die Diskussion ist Teil einer aktuell laufenden Veranstaltungsreihe zu diesem Thema. Auf der Kölner Veranstaltung nahmen neben iRights.info-Redakteur Philipp Otto, Jimmy Schulz (MdB FDP), Professor Rolf Schwartmann (Leiter Kölner Forschungsstelle Medienrecht) und Sebastian Kocks (Referent Medienpolitik RTL Television GmbH [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 13.Oktober 2011 fand in Köln eine Diskussion zum Thema &#8220;Urheberrecht in der digitalen Welt&#8221; statt. Die Diskussion ist Teil einer aktuell laufenden <a href="http://www.freiheit.org/webcom/show_article.php?wc_c=616&amp;wc_id=20157&amp;wc_p=1">Veranstaltungsreihe</a> zu diesem Thema. Auf der Kölner Veranstaltung nahmen neben iRights.info-Redakteur Philipp Otto, Jimmy Schulz (MdB FDP), Professor Rolf Schwartmann (Leiter Kölner Forschungsstelle Medienrecht) und Sebastian Kocks (Referent Medienpolitik RTL Television GmbH / Mediengruppe RTL Deutschland) teil.</p>
<p>Wir dokumentieren hier den Videomitschnitt von der Veranstaltung:<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/7Y8M5FE12Ao" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bundesdatenschutz&#173;beauftragter Schaar falsch zum Leistungsschutzrecht zitiert</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/10/26/bundesdatenschutzbeauftragter-schaar-falsch-zum-leistungsschutzrecht-zitiert/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 12:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>
		<category><![CDATA[horizont.net]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht für Presseverlage]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Schaar]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Medienmagazin Horizont.net meldete am vergangenen Sonntag, der  Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar unterstütze die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Medienredakteurin Sarah Weber schreibt: Peter Schaar, Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, fordert die Politik zu raschem Handeln in Sachen Leistungsschutzrecht auf: &#8220;Da wird Handeln angekündigt, aber es geschieht nicht allzu viel&#8221;, sagt der Bundesbeauftragte. Dabei stehe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Medienmagazin Horizont.net <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Leistungsschutzrecht-Peter-Schaar-fordert-Politik-zum-Handeln-auf_103400.html">meldete</a> am vergangenen Sonntag, der  Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar unterstütze die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Medienredakteurin Sarah Weber schreibt:</p>
<blockquote><p>Peter Schaar, Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, fordert die Politik zu raschem Handeln in Sachen Leistungsschutzrecht auf: &#8220;Da wird Handeln angekündigt, aber es geschieht nicht allzu viel&#8221;, sagt der Bundesbeauftragte. Dabei stehe das Leistungsschutzrecht im Koalitionsvertrag.</p>
<p>Die Politik sei &#8220;überfordert von der technischen Komplexität des Internets&#8221;, konstatierte Schaar auf dem Onlinegipfel der Medientage München. Statt deshalb jedoch gar nicht zu handeln, müsse sie akzeptieren, auch mal etwas falsch zu machen. &#8220;Ihr müsst jetzt mal Butter bei die Fische machen&#8221;, so die Forderung des Bundesbeauftragen.</p></blockquote>
<p>Das ist zumindest verwunderlich, da Fragen zum Leistungsschutzrecht nicht zum Datenschutz gehören. Auf Nachfrage der iRights.info-Redaktion stellt Schaar nun klar:</p>
<blockquote><p>Es handelt sich um eine missverständliche Meldung. Während einer Podiumsdiskussion auf den Medientagen hatte ein Vertreter der Zeitungswirtschaft kritisiert, dass ein Leistungsschutzrecht in der Koalitionsvereinbarung vereinbart wurde, jedoch bisher von der Bundesregierung nicht umgesetzt wurde. Ich habe daran angeschlossenen und darauf hingewiesen, dass die Situation im Datenschutz ähnlich gelagert sei (vieles angekündigt, kaum etwas umgesetzt) und von der Regierung mehr Handlungsbereitschaft gefordert. Eine explizite Unterstützung eines Leistungsschutzrechts hat es von meiner Seite nicht gegeben, auch wenn ich diese Forderung persönlich gut nachvollziehen kann.</p></blockquote>
<fb:like href='http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/10/26/bundesdatenschutzbeauftragter-schaar-falsch-zum-leistungsschutzrecht-zitiert/' send='false' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Recht kann niemals &#8220;gesellschaftsneutral&#8221; sein</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 10. Oktober 2011 fand auf Einladung der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE das Fachgespräch “Urheberrecht für das digitale Zeitalter” statt. iRights.info-Redakteur Matthias Spielkamp war eingeladen, den Einführungsvortrag zu halten. Wir dokumentieren ihn hier in voller Länge: In einem Vortrag auf der USENIX 2011, der Konferenz der Advanced Computing Systems Association, hat der britische Science-Fiction-Autor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2011/10/sf-skyline.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3146" title="San Francisco Skyline, CC by-nd-nd, Gregory Jordan" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2011/10/sf-skyline-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><em>Am 10. Oktober 2011 fand auf Einladung der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE das <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/09/29/fachgesprach-%E2%80%9Curheberrecht-fur-das-digitale-zeitalter%E2%80%9D-am-10-10-2011/">Fachgespräch “Urheberrecht für das digitale Zeitalter”</a> statt. iRights.info-Redakteur Matthias Spielkamp war eingeladen, den Einführungsvortrag zu halten. Wir dokumentieren ihn hier in voller Länge:</em></p>
<p>In einem <a href="http://www.antipope.org/charlie/blog-static/2011/08/usenix-2011-keynote-network-se.html">Vortrag auf der USENIX 2011</a>, der Konferenz der Advanced Computing Systems Association, hat der britische Science-Fiction-Autor <a href="http://www.antipope.org/charlie/blog-static/fiction/faq.html">Charlie Stross</a> kürzlich ein interessantes Gedankenexperiment präsentiert.Stellen Sie sich vor, bat er seine Zuhörer, dass es um das Jahr 1960 herum jemandem gelingt, eine Zeitmaschine zu bauen. Mit der befördert sich dieser jemand in eine nicht allzu ferne Zukunft, nämlich in unsere Gegenwart. Der Zeitreisende kommt aus einer Großstadt der USA und landet in einer Großstadt der USA. Was wird er sehen, wie wird er es interpretieren?</p>
<p><span id="more-3138"></span></p>
<p>Viele Gebäude sehen vertraut aus. Die, die nicht vertraut aussehen – also die ganze Skyline – sehen zumindest so aus, wie man sich in Magazinen der 1960er Jahre die Städte der Zukunft vorgestellt hat. Autos sind Autos, auch wenn sie ein wenig wirken, als seien sie geschmolzen. Die zehn Millionen Zeilen Softwarecode und zahlreichen Chips in einem durchschnittlichen Auto des Baujahrs 2011 sind natürlich unsichtbar. Hüte sind nicht mehr so in Mode, die Kleidung hat sich in recht seltsame Richtungen entwickelt, aber was soll man anderes erwarten?</p>
<h3>Woran merkt man, dass man sich in der Zukunft befindet?</h3>
<p>Der Besucher aus einer anderen Zeit könnte sich wundern über die Menschen, die mit Drähten im Ohr rumlaufen, oder die leuchtende Kästen in der Größe von Zigarettenschachteln mit sich herumtragen. Aber Kopfhörer waren im Jahr 1961 nicht unbekannt, und Taschenfernseher waren schon immer ein Zeichen dafür, dass man sich jetzt in der Zukunft befindet.</p>
<p>Doch es scheint eine Menge Leute zu geben, die sich ein Stück Plastik ans Ohr geklemmt haben und mit sich selber sprechen, und warum sieht man auf all den Plakaten eine Art Buchstabensuppe, die mit .de oder .com endet?</p>
<p>Die äußere Form der Zukunft enthält die Gegenwart und die Vergangenheit, so Stross, eingebettet wie Fliegen in Bernstein. Der Besucher ist vertraut mit Autos und Kleidung und Gebäuden, denn die gab es schon zu seiner Zeit. Aber er hat noch nie von Packet-Switching-Technologie gehört, er denkt, dass Computer riesige Kästen sind, die nur in klimatisierten Räumen funktionieren, und er kennt keine Funktelefone.</p>
<h3>Es ist fast immer unmöglich, die gesellschaftlichen Auswirkungen von Technik vorauszusehen</h3>
<p>Der Zeitreisende muss sich ganz schön strecken, um die Technik zu verstehen, die die Leute mit den drahtlosen Headsets nutzen. Aber noch viel schwieriger ist es, die gesellschaftlichen Konsequenzen der Technologie zu verstehen – abgesehen von den vielen Menschen, die in der Gegend herumlaufen und sich mit eingebildeten Begleitern unterhalten. Es sei fast immer unmöglich, so Stross, die gesellschaftlichen Auswirkungen von Technik vorauszusehen.</p>
<p>Zum Beispiel Mobiltelefone. Mit ihrer Hilfe können Menschen miteinander sprechen – so viel ist offensichtlich. Weniger offensichtlich ist, dass Telefone zum ersten Mal Menschen miteinander verbinden, nicht Orte. Dadurch können neue Verhaltensweisen entstehen. Menschen, die durch die Stadt gehen, können in Verbindung treten und beschließen, sich in einem Café zu treffen, ohne dass einer von beiden einen Festnetzanschluss hat, dessen Nummer der andere kennt. Das sieht erst einmal trivial aus, aber es zeigt eine enorme Veränderung im Verhalten. Nimmt man SMS und GPS und das mobile Internet dazu, dann werden mehr Verhaltensänderungen möglich.</p>
<p>Derzeit wächst die erste Generation von Kindern auf, die nicht mehr wissen wird, was es heißt, sich verlaufen zu haben. Wo immer sie sich aufhalten, werden sie GPS haben und Karten, die ihnen zeigen, wie sie zu ihrem Ziel kommen. Für uns ist es überhaupt nicht schwer uns eine App vorzustellen, die etwas weiter geht als Google Maps. Sie zeigt einem nicht nur, wie man von Punkt A zu Punkt B kommt, sondern man kann mit ihr auch gleich die Reise dazu buchen, entsprechend den eigenen Budget-Vorgaben. Eigentlich nicht viel mehr als eine Kombination aus Google Maps, Opodo und Micropayment.</p>
<p>Für unseren Zeitreisenden allerdings ist es die reine Magie: Man hat seine kleine leuchtende Box, und wenn man der sagt: Ich will Tante Erna besuchen, dann hält ein Taxi und bringt einen zu Tante Erna, oder zum Bahnhof, oder zum Flughafen – je nachdem, wo Tante Erna wohnt.</p>
<p>So weit der Ausschnitt aus der Rede von Charlie Stross.</p>
<h3>Kann das Recht technikneutral sein?</h3>
<p>So wenig, wie sich der Zeitreisende hätte vorstellen können, wie das Netz die Welt der Kommunikation und des Reisens verändert, so wenig konnten sich die Väter und Mütter des Urheberrechts vorstellen, für welche Welt ein Urheberrecht im Jahr 2011 taugen muss. Oft kommt an dieser Stelle der Einwand, dass das Recht technologieneutral sein muss und auch sein kann, wenn es nur gelingt, seine Auslegung den aktuellen Begebenheiten anzupassen. Dass ja auch nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit Gesetze geändert werden und noch viel weniger die Verfassung, die kurz und dunkel sein sollte, damit sie viel Auslegungsspielraum lässt und man so nicht gezwungen ist, sie alle zehn Jahre zu überarbeiten.</p>
<p>Das funktioniert auch an vielen Stellen sehr gut. Aber an manchen muss zur Kenntnis nehmen, dass wir es nicht mit einem technologischen Wandel zu tun haben, sondern mit einem von Technologie getriebenen gesellschaftlichen Wandel ungeheuren Ausmaßes.</p>
<p>Es ist eben so, dass sich kein Urheberrechtler des Jahres 1965 – noch viel weniger des Jahres 1837 – vorstellen konnte, dass die für das Urheberrecht so fundamentale Unterscheidung zwischen privat und öffentlich in der Praxis von Millionen von Menschen nicht mehr existiert, und so ihre Bedeutung wenn nicht verliert, so doch grundlegend wandelt.</p>
<h3>Privat vs. öffentlich</h3>
<p>Ähnlich wie der Zeitreisende die Auswirkungen der glimmenden Boxen nicht wirklich verstehen kann, könnte der Urheberrechtler des Jahres 1965 nicht wirklich verstehen, dass jemand sein Twitter-Programm öffnet und mit zwei Mausklicks ein Foto oder ein Video so veröffentlicht, dass es Hunderte Millionen Menschen sehen könnten – aber auf den Hinweis, dass es sich dabei womöglich um eine Urheberrechtsverletzung handle, verständnislos antworten würde: „Wieso? Das ist doch mein privater Twitter-Account!“</p>
<p>Nun kann man darauf immer die Antwort geben – und sie wird leider sehr häufig gegeben –, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Die, die diese Antwort geben würden, hören bitte bei der Beschreibung des folgenden Szenarios besonders gut zu:</p>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie finden im Internet ein Video, das Sie herunterladen dürfen, zum Beispiel eins der Millionen Videos bei Vimeo. Sie speichern das Video auf Ihrem Rechner, dann laden Sie es bei Facebook mit der Upload-Funktion in Ihren Stream. Wenn das Video nicht unter einer speziellen Lizenz steht, z.B. einer Creative-Commons-Lizenz, dann haben Sie womöglich eine Urheberrechtsverletzung begangen. Denn ohne die explizite Erlaubnis des Rechteinhabers dürfen Sie das Video nicht veröffentlichen.</p>
<p>Haben Sie dieses Video allerdings über die Funktion zum Einbetten in Ihren Facebook-Stream übernommen, indem Sie nur die Webadresse kopieren, haben Sie sehr wahrscheinlich keine Urheberrechtsverletzung begangen. Allerdings nur so lange, wie das Video selber keine Urheberrechte verletzt, denn dann wird eine komplexe Auseinandersetzung darüber nötig, ob Sie als diejenige, die das Video einbettet, dafür eine Mitverantwortung tragen, und ob es einen Unterschied zu der Situation gibt, in der Sie das Video selber hochladen.</p>
<h3>Neuer Ausbildungsberuf: Facebook-Einstellungsfachmann</h3>
<p>Das alles vor dem Hintergrund, dass erst geklärt werden müsste, ob der Facebook-Stream, in den Sie das Video einfügen, überhaupt eine Öffentlichkeit im urheberrechtlichen Sinne darstellt. Was davon abhängt, ob Sie Ihren Beitrag als öffentlich markiert haben, nur für Freunde von Freunden, nur für Freunde, nur für Freunde ohne Bekannte, nur für enge Freunde oder nur für Familie.</p>
<p>Ich habe kürzlich bei Heise (ausnahmsweise) einen schönen Kommentar gelesen, unter einem Beitrag, in dem beschrieben wurde,  welche neuen Funktionen Facebook anbietet und wo man die Einstellungen dafür findet. Er war sehr kurz und lautete: „Ab Oktober neuer dreijähriger Ausbildungsberuf: Facebook-Einstellungsfachmann. IHK-geprüft.“</p>
<p>Der tiefere Sinn hinter lapidaren Kommentaren wie diesem ist der, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir nicht mehr sinnvoll argumentieren können, dass das Urheberrecht ohne grundlegende Veränderungen mit unserer Lebenswelt in Übereinstimmung zu bringen ist.</p>
<p>Wenn ich mir die Vorkommnisse der letzten Wochen um <a href="http://www.irights.info/?q=content/wochenrueckblick-schutzfristen-providerhaftung-galaxy-tab">Sebastian Edathy</a> und <a href="http://www.irights.info/?q=content/wochenrueckblick-siegfried-kauder-christo-handyrechnung">Siegfried Kauder</a> anschaue, muss ich hinzufügen: Auch vermeintliche Rechtsexperten können das Urheberrecht nicht mit ihrer Lebenswelt in Übereinstimmung bringen; durchaus auch in Fällen, die wesentlich weniger komplex sind als der, den ich beschrieben habe.</p>
<p>Das sage ich nicht, um hier ein paar einfache Lacher einzusammeln. Sondern weil ich in den sechs Jahren, die wir jetzt bei <a href="http://www.irights.info/">iRights.info</a> versuchen, Fragen zum Urheberrecht zu beantworten, gelernt habe, dass dieses Recht niemals für eine Situation gedacht war, in der Inhalte von ihren Trägermedien abgelöst sind und mit geringstem Aufwand im Internet veröffentlicht werden können.</p>
<h3>Wer das Urheberrecht ändern will, will Mord legalisieren. Oder?</h3>
<p>Selbstverständlich ist mir klar, welcher Einwand an dieser Stelle kommen muss. Dass das, was Recht ist, Recht bleiben muss, dass das Recht nicht einfach vor dem Verhalten der Menschen kapitulieren darf, sondern Ausdruck dessen ist, was wir nach langer und intensiver Deliberation als volonté générale erachten, statt als volonté de tous. Sonst können wir ja gleich erklären, dass Diebstahl nicht mehr verfolgt wird, oder zu schnelles Fahren, oder gar Mord.</p>
<p>Abgesehen davon, wie erkennbar zu kurz gesprungen, rein polemisch und <a href="http://www.bpb.de/publikationen/S2PWF1,0,Die_Zukunft_der_Ideen.html">geschichtsvergessen</a> solche Kommentare sind – sie führen auch in der Debatte nicht weiter, sondern verhärten die Fronten. So, wie der immer wieder gehörte Vorwurf, dass viele derjenigen, die das Urheberrecht zugunsten von Urhebern und Nutzern verändern möchten, es in Wirklichkeit abschaffen wollen.</p>
<p>Denn die, die das Urheberrecht in diese Richtung verändern wollen, kapitulieren nicht, sondern erkennen an, dass die Welt sich geändert hat, und getreu dem Ausspruch, „<a href="http://www.golyr.de/wolf-biermann/songtext-nur-wer-sich-aendert-bleibt-sich-treu-250639.html">nur wer sich ändert, bleibt sich treu</a>“, wollen sie dafür sorgen, dass das Recht diesen Veränderungen angepasst wird, damit es sich und seinen Absichten treu bleiben kann.</p>
<h3>Von Hühnern und Eigentum</h3>
<p>Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen dafür, wie das passieren kann. Es stammt von Lawrence Lessig, aus seinem Buch <a href="https://www.opensourcepress.de/freie_kultur/#Q1-1-4">Free Culture,</a> und es spielt in einer Zeit lange vor der Digitalisierung. Vielen von Ihnen mag der Kragen platzen, wenn Sie den Namen Lessig hören, oder sie sind inzwischen einfach nur gelangweilt. Aber Lessig ist und bleibt ein Meister der Analogie, und diese hier ist besonders treffend. Er beschreibt den Fall der beiden Farmer Tinie und Thomas Lee Causby, der im Jahr 1946 vor dem amerikanischen Supreme Court angelangt war.</p>
<p>Immer mehr Hühner aus dem Besitz der Farmer fielen dem Luftverkehr über den Ställen zum Opfer. Viele Flugzeuge flogen damals offenbar nicht höher als Hühner. Also hatten die Causbys sich auf die damals allgemein anerkannte Interpretation des Eigentumsrechts der Vereinigten Staaten berufen. Sie besagte, dass dem Besitzer nicht nur die „Oberfläche“ seines Landes gehöre, sondern auch alles, was sich darüber gen Himmel erstreckt – bis in die Unendlichkeit.</p>
<p>Die Richter erkannten an, dass diese Auslegung des Rechts eine seit jeher geteilte Doktrin sei. – Und sie verwarfen sie. In seiner Urteilsbegründung schrieb Richter William Orville Douglas: Wendete man dieses Prinzip auf die gegenwärtigen Verhältnisse an, dann müsste daraus folgen, dass jeder Flug über die Vereinigten Staaten zahlreiche Klagen wegen Hausfriedensbruchs riskieren würde. Douglas schloss: „Der gesunde Menschenverstand revoltiert angesichts dieser Idee.“</p>
<h3>„Der gesunde Menschenverstand revoltiert angesichts dieser Idee.“</h3>
<p>Der gesunde Menschenverstand revoltiert ebenso angesichts der Idee, dass die derzeit im Urheberrecht verankerte Trennung von privat und öffentlich für jede Handlung, egal ob gewerblich oder nichtkommerziell, egal ob mit der Absicht, Gewinne zu erzielen oder nicht, so aufrecht erhalten werden kann, wie sie ist, und die Menschen sich dann auch danach richten werden.</p>
<p>Es herrscht bei vielen, die sich mit dem Urheberrecht beschäftigen immer noch die Vorstellung, dass wir es mit einem Informationsdefizit zu tun haben, manchmal auch „mangelndes Unrechtsbewusstsein“ genannt, alternativ „mangelndes Rechtsbewusstsein“, was ja dasselbe in Grün ist. Die, die diese Auffassung vertreten, argumentieren entweder rein strategisch, oder sie sind in ihren Alltagshandlungen so weit von dem entfernt, was heute für Millionen Menschen Normalität ist, dass man sie mit unserem Zeitreisenden vergleichen müsste.</p>
<h3>Recht ist niemals gesellschaftsneutral</h3>
<p>Recht kann wahrscheinlich in einem umfassenden Sinn niemals technikneutral sein. Es kann <em>in keinem Fall</em> gesellschaftsneutral sein. Wenn Technologie die Gesellschaft verändert, muss sich das Recht mit ihr ändern. Denn ohne Anerkennung entfaltet Recht in einer demokratischen Gesellschaft auf Dauer keine Wirkung. Im Gegenteil – wenn in einer Gesellschaft versucht wird, Recht ohne Rücksicht auf seine Anerkennung durchzusetzen, zerstört es zuerst sich, dann die Gesellschaft.</p>
<p>Wenn Sie nun konkrete Vorschläge für diese Änderungen hören möchten, dann muss und möchte ich Sie enttäuschen. Wohin die Reise gehen sollte, habe ich Ihnen hoffentlich ausreichend deutlich aufgezeigt. Aber ich bin kein Jurist. Ich kann Ihnen nicht sagen, genau wie diese Änderungen in Paragraphen und Formulierungen gegossen werden können.</p>
<p>Wenn Sie konkrete Vorschläge dazu hören wollen, dann lesen Sie die Ausführungen, die eine Reihe von prominenten europäischen Urheberrechtlern im so genannten <a href="http://www.copyrightcode.eu/">Wittem-Code</a> gemacht haben, oder Sie lesen die <a href="http://collaboratory.de/reports">Leitlinien für ein Urheberrecht für die digitale Welt in Form eines Regelungssystems für kreative informationelle Güter</a>, die das Collaboratory erarbeitet hat. Vielleicht auch das <a href="http://www.grur.de/de/aktuelles/modellgesetz-fuer-geistiges-eigentum.html">Modellgesetz für Geistiges Eigentum</a> der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR), zu dem ich aber noch nichts sagen kann, weil es erst Ende vergangener Woche erschienen ist und ich es bisher nicht einmal in Händen gehalten habe.</p>
<h3>Was vergangen, kehrt nicht wieder</h3>
<p>Doch egal, für welche konkrete Umsetzung wir uns entscheiden, zuerst einmal müssen wir uns dafür entscheiden, etwas Grundlegendes zu ändern. Das ist sehr schwer, und einer der vielen Gründe dafür, warum das so schwer ist, beschreibt auf wundervolle Art Karl Förster in den ersten drei Zeilen seines Gedichts „<a href="http://books.google.com/books?id=JGYHAAAAQAAJ&amp;dq=Karl%20F%C3%B6rster%2C%20%E2%80%9EErinnerung%20und%20Hoffnung%E2%80%9C&amp;pg=PA60#v=onepage&amp;q=leuchtet's&amp;f=false">Erinnerung und Hoffnung</a>“:</p>
<p>Was vergangen, kehrt nicht wieder;<br />
Aber ging es leuchtend nieder,<br />
Leuchtet’s lange noch zurück!</p>
<p>Natürlich dürfen wir dieses Leuchten genießen, aber wir dürfen uns von diesem Leuchten, das ein Leuchten für viele war, auch für viele Urheber und Nutzer, nicht blenden lassen. Sondern wir sollten das Licht nutzen, um uns den Weg bescheinen zu lassen zu einem anderen, besseren Urheberrecht.</p>
<p>Vielen Dank.</p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/gregoryjordan/">Gregory Jordan</a>, <a href="creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/">CC by-nc-nd</a></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme von Till Kreutzer/ iRights.info zur Bundestagsanhörung: Verwaiste Werke</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/09/19/stellungnahme-von-till-kreutzer-irights-info-zur-bundestagsanhorung-verwaiste-werke/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 13:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Anhörung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[verwaiste Werke]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute um 17 Uhr findet im Bundestag die öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes statt. Zum Thema der Nutzung von vergriffenen und verwaisten Werken ist Till Kreutzer von iRights.info als Sachverständiger geladen. Hier ist die Stellungnahme (PDF), hier die ganze Liste der Sachverständigen: Prof. Dr. Katharina de la Durantaye, LL.M. (Yale) Humboldt-Universität zu Berlin Prof. Dr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute um 17 Uhr findet im Bundestag die öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes statt. Zum Thema der Nutzung von <a href="http://www.irights.info/?q=category/tags/verwaiste-werke">vergriffenen und verwaisten Werken</a> ist Till Kreutzer von iRights.info als Sachverständiger geladen. <a href="http://irights.info/userfiles/Stellungnahme_Till_Kreutzer_Verwaiste%20Werke.pdf">Hier ist die Stellungnahme</a> (PDF), hier die ganze Liste der Sachverständigen:</p>
<ul>
<li>Prof. Dr. Katharina de la Durantaye, LL.M. (Yale) Humboldt-Universität zu Berlin</li>
<li>Prof. Dr. Johannes Kreile, Rechtsanwalt, München</li>
<li>Dr. Till Kreutzer, Rechtsanwalt, Berlin</li>
<li>Prof. em. Dr. Rainer Kuhlen, Universität Konstanz, Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft</li>
<li>Dr. Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen, Nationalbibliothek, Frankfurt am Main</li>
<li>Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der VG Bild-Kunst, Bonn</li>
<li>Prof. Dr. Roland Reuß, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Germanistisches Seminar</li>
<li>Dr. Christian Sprang, Justiziar, Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V., Frankfurt am Main</li>
<li>Dr. Robert Staats, VG Wort, München</li>
</ul>
<p>Zum Thema gibt es einen Gesetzentwurf der SPD, einen der Linken und einen Antrag der Grünen, alle Dokumente dazu <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/13_Urheberrecht/index.html">hier beim Bundestag</a>. Die Anhörung wird leider nicht im Livestream übertragen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezension: Das Modell des deutschen Urheberrechts und Regelungsalternativen</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/07/29/rezension-kreutzer-modell-deutschen-urheberrechts-regelungsalternativen/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 09:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Till Kreutzer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://irights.info/blog/arbeit2.0/?p=2975</guid>
		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe der informationsrechtlichen Fachzeitschrift Jipitec ist eine umfangreiche Rezension über Till Kreutzers – ebenfalls umfangreiche – Dissertation „Das Modell des deutschen Urheberrechts und Regelungsalternativen” erschienen. Die Rezension von Matthias Leistner (Professor für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums und Wettbewerbsrecht an der Uni Bonn) steht unter der offenen Lizenz DPPL, wir veröffentlichen sie hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>In der aktuellen Ausgabe der informationsrechtlichen Fachzeitschrift <a href="http://www.jipitec.eu/">Jipitec</a> ist eine umfangreiche Rezension über Till Kreutzers – ebenfalls umfangreiche – Dissertation „<a href="http://www.amazon.de/Modell-deutschen-Urheberrechts-Regelungsalternativen-urheberrechtlichen/dp/3832939989/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1311877816&amp;sr=8-1">Das Modell des deutschen Urheberrechts und Regelungsalternativen</a>” erschienen. Die <a href="http://www.jipitec.eu/issues/jipitec-2-2-2011/3097">Rezension von Matthias Leistner</a> (Professor für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums und Wettbewerbsrecht an der Uni Bonn) steht unter der offenen Lizenz <a href="http://www.dipp.nrw.de/lizenzen/dppl/dppl/DPPL_v3_en_11-2008.html">DPPL</a>, wir veröffentlichen sie hier ebenfalls:<span id="more-2975"></span></div>
<div><em><br />
Review: Matthias Leistner – Till Kreutzer, Das Modell des deutschen Urheberrechts und Regelungsalternativen. Konzeptionelle Überlegungen zu Werkbegriff, Zuordnung, Umfang und Dauer des Urheberrechts als Reaktion auf den urheberrechtlichen Funktionswandel. Nomos Verlag 2008, 528 p., ISBN 978-3-8329-3998-4</em></div>
<h3 style="text-align: center;">￼￼￼￼￼￼￼I.</h3>
<div>Till Kreutzer’s study on the existing German copyright system and its fundamental underpinnings, regulatory concepts and possible alternatives is a bold and far-reaching academic enterprise. Essentially, it summarizes and systematizes widespread concerns about the status of the existing copyright system in the academic scene and draws conclusions for a possible future alternative copyright system. This, according to Kreutzer, would have to take the changed factual environment of the copyright industries and the increasing importance of the users (also as authors, particularly in the context of usergenerated content in the Internet) into due account.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
To this end, Kreutzer first analyses the normative underpinnings of the existing system (also briefly comparing the fundaments of the droit d’auteur systems to the different concept of Anglo-American copyright law). Second, he describes the recent development of copyright law with regard to the protection of new subject matter in the digital environment (such as computer programs and databases) as well as the factual expansion of copyright in the digital environment – namely due to the European rules on the relationship between exceptions to copyright and technical protection measures. Third, he draws conclusions from this with regard to the current status of the copyright system, concentrating on four so-called neuralgic zones: conditions of protection, the (initial) assignment of copyright, and the scope and term of copyright protection. On the basis of this analysis that highlights the shortcomings of the current system in dealing with the increasingly industrialised system of the “production” of more or less creative works and with the new (partly creative) forms of use in the Internet, he proposes his fundamental regulatory alternatives in the fourth part of his study.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Out of necessity, Kreutzer concentrates on copyright law, specifically on the neuralgic spots identified above, in order to focus his already very broad and voluminous study. Nonetheless, given the fact that he substantially proposes a future two-tier system of copyright law that combines author’s protection for genuine personal intellectual creations with investment protection for works below this threshold, it might have been recommendable to throw a substantive side glance at German unfair competition law, where a doctrine of protection against unfair copying has been in place throughout the last century (and has been used effectively by the courts as an investment protection tool). Recently, some authors have proposed that this doctrine be acknowledged and developed into a genuine and transparent tool for investment protection in unfair competition law. These proposals, which have sparked a vivid discussion among unfair competition lawyers, evidently relate to Kreutzer’s proposals as they represent a fundamental alternative. Therefore, although it was hardly possible for Kreutzer to include even this discussion in his already outstandingly comprehensive study, the discussion certainly should be taken into account as a necessary background for discussing and evaluating his proposals.</div>
<h3 style="text-align: center;">II.</h3>
<div><strong>As for the normative underpinnings of the droit d’auteur system</strong>, Kreutzer quite impressively and correctly points out the shortcomings of a deontological concept centred exclusively on the person of the individual author in the tradition of John Locke’s property theory. (Indeed, Locke himself never wanted to apply his theory to immaterial property; moreover, his own property theory can be re-constructed today in an essentially utilitarian way; cf. Leistner &amp; Hansen, GRUR 2008, 479, 480 et seq.) Instead, utilitarian approaches undoubtedly have to be taken into account. In the most recent literature, these utilitarian approaches no longer follow a “property logic” (trying to internalise all possible positive externalities of intellectual property), but instead emphasize the necessity of limitations to copyright law – safeguarding certain pockets for socially useful services and uses – and essentially reducing the scope of copyright law protection to what is necessary to prevent market failure with regard to the production of intellectual property.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Kreutzer points out that such modern approaches, though they are discussed extensively in literature, are not yet essentially reflected in the existing German copyright law system with its author-centred approach. Furthermore, he analyses the constitutional law framework of German copyright law and comes to the conclusion that constitutional law sets only certain outer limits to a system of copyright law that is orientated more towards investment protection and characterized by a limitation of exclusive protection and an extension of mere liability rights. Indeed, though more recent decisions of the German Federal Constitutional Court suggest that it seems to be willing to take a more active role in copyright law matters, this analysis is certainly convincing.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Against this background, regarding the fundamental underpinnings of a future copyright system, Kreutzer pleads for an essentially dualistic system that combines strong personality protection for the authors of genuine personal, intellectual creations with a broad system of investment protection for works beyond this threshold. Indeed, the reviewer has already entered here in an indirect academic dialogue with Kreutzer. Concerning the diagnosed shortcomings of an exclusively authors-based approach, a slightly similar analysis can be found in Leistner &amp; Hansen (GRUR 2008, 479; for comprehensive and further, partly different, consequences, cf. also Hansen, Warum Urheberrecht?, Nomos 2009).<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
However, from this author’s viewpoint, instead of re-introducing a dualistic concept to German copyright law, an integrative system combining individual rights-based and utilitarian fundaments of copyright law in an integrative synthesis as the unitary objective of copyright law is the preferable way to adapt German copyright law to the changed digital environment and the accompanying policy discourse pleading for a more balanced copyright law system. Specifically, it is doubtful whether a system of investment protection that effectively unties a broad field of more practical, mundane and industrialised works (such as films and videogames) from the (arguably weaker but still existing) inner link with the personality of the authors and their right to self-determination can really provide for a regulatory development which safeguards the existence of a genuinely creative, multi-faceted cultural and academic development. This will be elaborated further when discussing some of Kreutzer’s concrete conclusions and policy proposals.</div>
<h3 style="text-align: center;">III.</h3>
<div><strong>In his study of the recent developments of “digital” copyright law</strong>, Kreutzer’s analysis is remarkably clear-sighted and is shared in the meantime by an increasing number of authors in the German copyright community. The legislative development in the last twenty years represents a phase of legislatorial activity characterised by a series of more or less pointillist measures which, due to heavy lobbying and the lack of a new fundamental concept of copyright in the digital environment (which could have been used as a benchmark and warning post to prevent industry capture of legislation in parts of the field), have effectively and substantially expanded copyright law protection. Kreutzer emphasizes the inclusion of new protectable subject matter, such as computer programs and databases, into copyright law, as well as the area of exceptions to copyright and their relationship to the protection of technological protection measures.Indeed, the system has become unbalanced in this latter field particularly, primarily due to the fact that the Information Society Directive lets contractual agreements for online uses (accompanied by technological protection measures and their legal protection) prevail over the effective enforcement of the exceptions to copyright law. This unfortunate development, which potentially allows for a privatization of copyright (if the markets accept such solutions, which might well be doubted), goes far beyond what would have been necessary to implement the WIPO Internet Treaties, and it has been criticised in the meantime by an overwhelming majority of European copyright lawyers.</div>
<h3 style="text-align: center;">IV.</h3>
<div><strong>What’s really new and fundamental about Kreutzer’s work </strong>is the attempt to genuinely propose a fundamentally alternative copyright system that takes all these developments (which are extensively described in the study and could only be given cursory mention here) into account and to draw the necessary conclusions, including regulatory proposals for the neuralgic spots identified.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Essentially, Kreutzer proposes a two-tier copyright system. For genuine personal intellectual creations with a certain level of individuality, an author’s protection with strong moral rights would remain applicable. For the majority of more commonplace works, traditional droit d’auteur copyright would be changed into an investment protection right with a rather low protection threshold and a correspondingly limited scope of protection, namely reducing the exclusive rights to mere liability rights (possibly administered by collecting societies) in many areas. Against this basic background, works would have to be systematized in different groups (allowing for a higher degree of differentiation, in particular with regard to what is an overlong protection term for certain categories of works). Such systematization, according to Kreutzer, could possibly follow a regulatory technique of an a priori catalogue for certain different categories of works; the a priori systematization of a given work in one of the categories could then be disproven by the right holder in court if the conditions for a “stronger” category were present in the case. As a matter of course, this concept is also slightly related to the idea of a copyright register where right holders would have to decide which category and which term of protection should be applicable to their works; however, the existing proposals in that direction are not extensively discussed or supported by Kreutzer.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
The plea for more differentiation in copyright law is certainly justified. In particular, the term of protection is certainly too long with regard to many categories of works, namely (but not only) with regard to computer programs and other more “technical” works. Kreutzer convincingly refutes the possible counter-argument that the overlong term of protection is of no substantial harm anyway because most works lose their economic value long before the end of the protection term: First, the example of the problematic issue of orphan works (in particular in the framework of digitisation projects) clearly shows the potential problems of an overlong term of protection. Second, the very design of copyright undoubtedly structures the markets for the use of copyright-protected works; therefore, a longer term of protection might have a structuring influence for investment decisions (under conditions of uncertainty) in that area even if it is statistically of no substantial economical value.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
As for the condition of protection, Kreutzer proposes a different wording which takes into account that the protection very often is no longer granted because of the individual character of the work and the resulting link of the work to the personality of its author; instead, protection is based on certain particular qualities of the work itself. Therefore, according to Kreutzer, the condition of protection should be an “own intellectual creation” instead of a “personal intellectual creation”. Protection should be excluded if a certain “leeway for creativity“ does not exist. Indeed, the European Court of Justice has already followed that terminology and harmonised the criterion of “own intellectual creation” as the European condition of protection in its Infopaq judgment (ECJ, Case C-5/08 Infopaq International A/S v Danske Dagblades Forening [2009] ECR I-6569; meanwhile followed by ECJ, Case C-393/09 Bezpečnostní softwarová asociace – Svaz softwarové ochrany v Ministerstvo kultury, Official Journal EU 2011, Nr C 63, 8). Although the criterion was deliberately only harmonised with regard to very specific categories of works in the Computer Program Directive, the Database Directive and in the Term Directive (with regard to photographs), the ECJ effectively horizontalised these pointillist regulatory approaches for all categories of works.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
In theory, this is an example to support Kreutzer’s thesis that copyright law is in danger of being derogated because of the inclusion of more and more technical and organizational efforts into the protectable subject matter without differentiation between genuine individual creations and weaker investment protection. In practice, however, the new terminology should certainly allow the Member States to continue their more differentiated approaches with regard to the condition of protection in substance. This is because the ECJ has merely coined a new terminology for the condition of protection that should now be used cohesively throughout the Internal Market; however, Member State courts remain at liberty to specify that condition and to apply it to the facts of the cases before them. Thus, the “danger” that was seen in the Infopaq judgment is probably overrated.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
As for the initial assignment of copyright, the consequences of Kreutzer’s fundamental approach are clear: For activities that are characterized by an organisational or investment effort, the initial assignment of the right shall be with the investor/organizer. This would approximate European copyright law to the Anglo-American work-made-for-hire doctrine and would undoubtedly simplify matters for all kinds of producers, such as film and video game producers and aggregators of all kinds on the Internet. Actually, Kreutzer indeed tries to show in his study that the European system causes practical problems for the large producers in these fields. However, the consequence of initially assigning copyright to the investors for such categories of works seems problematic. First, solutions to the problem of the rights clearance already exist and can also be further developed in the future by way of more differentiated, area-specific provisions of copyright contract law ￼￼￼￼￼￼(which already exist in the area of film producers) as well as by making the system of contractual agreements more flexible with regard to moral rights (see Metzger, Rechtsgeschäfte über das Droit moral im deutschen und französischen Urheberrecht, C. H. Beck 2002, Obergfell, Zeitschrift für Geistiges Eigentum/Intellectual Property Journal 2/2011, 202). Second, one has to bear in mind that the design of copyright law undoubtedly has an impact on the situation of the individual authors (which are needed even with regard to films and video games and the like) and consequently on the quality and diversity of the works that are produced in a given system (cf. Benkler, 22 Intern. Rev. L. &amp; Econ. 81 (2002); Leistner, Zeitschrift für Geistiges Eigentum/Intellectual Property Journal 4/2009, 403, 410).</div>
<div><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Taking this into account, the proposal to assign the rights for investment-orientated categories of works to the investors seems highly problematic (cf. similarly Dreier, Computer und Recht 2010, R031-R033). Indeed, first, if this would free investors from the need to acquire the necessary use rights from the individual authors, this would certainly have to be complemented by a corresponding system of obligatory copyright contract law, safeguarding the position of the individual authors contributing to such large collective works. However, such obligatory copyright contract law would then substantially reduce the advantage of having an easier rights clearance system. Moreover, it is far from clear whether such obligatory provisions in copyright contract law would indeed efficiently protect individual authors; the first experiences with the recently revised German copyright contract law have caused a certain scepticism in that regard. Second (and even more importantly), from this author’s viewpoint it cannot be excluded that a streamlining of the rights clearance issue along the lines of Kreutzer’s proposal would indeed lead to a substantially less diverse cultural sector characterised even more by large producers and mass productions. This is because the assignment of rights to the investor would mostly benefit the large producers and could possibly lead to intensified rent-seeking effects in the copyright industries. Against this background, the present German situation might be less “efficient”; however, these inefficiencies might have positive effects by contributing to cultural diversity through the consistent protection of the individual authors’ self-determination.</div>
<div style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
To complete the overview of neuralgic spots, we can certainly agree with Kreutzer’s proposals for a more transparent acknowledgement of the interests of the users and the general public instead of the present system where the exceptions to copyright do not grant genuine enforceable rights to the users. However, even within the present system, a certain more or less “cautious” development in that direction can already be noticed (see comprehensively Stieper, Rechtfertigung, Rechtsnatur und Disponibilität der Schranken des Urheberrechts, Mohr Siebeck 2009). It is doubtful whether it is really necessary to derogate wide areas of copyright law into an investment protection system in order to encourage these already existing approaches.</div>
<h3 style="text-align: center;">V.</h3>
<div style="text-align: left;"><strong>Kreutzer has presented a seminal academic study that does not stop at summarizing</strong> the widespread misgivings with the present copyright system, but instead goes on to attempt a fundamental proposal for a new, modern two-tier copyright system. This deserves the highest respect. Many of his diagnoses – concerning inter alia the condition of protection (and the extension of protectable subject matter), the term of protection, the provisions on exceptions and their relationship to technical protection measures – are certainly correct. However, his proposed “remedies” can only partly be followed from this author’s viewpoint. Undoubtedly, a more differentiated system is needed with regard to different categories of works. Certainly, such a system would have to substantially shorten the term of protection in some areas. Finally, the exceptions to protection should be made more flexible in order to cope with new digital uses on the Internet (cf. Leistner, IIC 2011, 417 et seq. with further references).<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
However, Kreutzer’s fundamental proposal – i.e. the derogation of wide parts of copyright law into an investment protection right characterised by a low protection threshold, the initial assignment of the right with the investor in many areas and an extended system of liability rules instead of exclusive rights – cannot be followed by this author (similarly Dietz, Zeitschrift für Geistiges Eigentum/Intellectual Property Journal 4/2010, 484). Indeed, here it seems that Kreutzer concludes his normative proposals from the aptly analysed factual situation. However, such a conclusion from the factual level to the normative level is by no means self-evident.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Many factual developments, such as the increasing importance of large, industrial film and video game productions, the emergence of sometimes qualitatively doubtful user-generated content on the Internet and the like, have to be questioned with regard to their social usefulness, i.e. their contribution to a diverse cultural and academic landscape. Here, copyright law does not necessarily have to reflect and strengthen any of these new developments by making them easier. The example in point is the initial assignment of copyright. Here, Kreutzer’s proposal would arguably weaken the position of individual authors and contribute to a decrease in cultural and academic diversity if it were not complemented by an obligatory copyright contract law (moreover, with regard to the latter, it must be doubted whether such a copyright contract law can really do the job). In a nutshell, the self-determination of the individual authors of such larger productions and works should not be qualified in order to make the production of such works more efficient; from this author’s viewpoint, the existing protection of self-determination of individual ￼￼￼￼authors in the droit d’auteur system is the very guarantee for a vivid and diverse cultural and academic sector. Moreover, this is exactly the point where it would have been useful to think further about possible fundamental alternatives to such a concept. Instead of developing copyright into a genuine investment protection right, the existing possibilities in unfair competition law would certainly also have to be taken into account.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
This difference between Kreutzer and this author shall by no means diminish the outstanding quality of Kreutzer’s seminal study. Indeed, Kreutzer’s study will have significant impact for a future copyright law in the digital environment. Google ́s Collaboratory think tank has already developed more specified scenarios and proposals for a future copyright law on the basis of Kreutzer’s work (<a href="https://sites.google.com/site/ colabdev3000/presse/downloads/IGCollaboratoryAbschlussbericht-Urheberrecht-fuer-die-Informationsgesellschaft.pdf">Annual report on 3rd initiative “Urheberrecht für die Informationsgesellschaft”</a>). This initiative should at least be considered by the German legislator in the framework of the “Third Basket” of German copyright law revision. Moreover, some of Kreutzer’s clear-sighted visions have already become true, such as the European harmonisation of the terminology regarding the condition of protection or the remarkable pressure for new investment protection rights, namely for the benefit of newspaper publishers and the organizers of sports events. However, again, the fact that these developments exist and cannot be denied has to be distinguished from the question of whether they should be actively supported by the legislator.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Finally, of course, in the framework of this review it was a particularly intellectually challenging pleasure to discuss Kreutzer’s own conclusions and policy proposals. However, Kreutzer’s work is also a very valuable source of information for anyone who wants to be comprehensively informed about the neuralgic spots where present copyright law reaches its limits. On several occasions this author has used the study as a tool for first orientation on problematic issues in one of these fields. This was always a great pleasure as Kreutzer writes very clearly and has exploited a vast amount of literature. Therefore, the study will hopefully not only be considered by the German legislator but also referred to by many readers and academics.</div>
<div><span style="color: #ffffff;">.</span>￼￼￼<br />
<em>Recommended citation: Matthias Leistner, Book review – Till Kreutzer, Das Modell des deutschen Urheberrechts und Regelungsalternativen. Konzeptionelle Überlegungen zu Werkbegriff, Zuordnung, Umfang und Dauer des Urheberrechts als Reaktion auf den urheberrechtlichen Funktionswandel, 2 (2011) JIPITEC 165, para. 1.</em></div>
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		<title>iRights.info auf der OKCon 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen startet in der Berliner Kalkscheune die Open Knowledge Conference OKCon 2011. Es gibt ein spannendes Programm mit einer Vielzahl von internationalen Experten rund um freies Wissen. iRights.info wird auf der OKCon ebenfalls vertreten sein. iRights-Redakteur Till Kreutzer wird am Freitag den 01. Juli um 10 Uhr den Vortrag We are the Creators! halten. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen startet in der Berliner Kalkscheune die <a href="http://okcon.org/2011">Open Knowledge Conference OKCon 2011</a>. Es gibt ein spannendes Programm mit einer Vielzahl von internationalen Experten rund um freies Wissen. iRights.info wird auf der OKCon ebenfalls vertreten sein. iRights-Redakteur Till Kreutzer wird am Freitag den 01. Juli um 10 Uhr den Vortrag <a href="http://okcon.org/2011/programme/we-are-the-creators">We are the Creators!</a> halten. </p>
<p>In der Ankündigung heißt es dazu: &#8220;Cultural methods and means have changed radically in the digital era. We face phenomenons like the “Creativity of the Masses” and the “Remix-Culture”. Such and other developments in the societies all over the world shake the main principles of copyright law to the core. However the legal development did not (yet) react with likewise fundamentally revisions. Copyright law still focus’ only on the interests of the “original creator” and the entertainment, software and publishing industry – in other words: on piracy prevention and the enforcement of the given system. This diametral opposed development of legal and social norms let to a clash of the cultures and the generations long ago.&#8221;</p>
<p>Und weiter: &#8220;If the legislators do not (re)act adequately quite soon, the copyright system will collapse. In the presentation the social and cultural development will be compared with the legal development. An analysis will show the basic deficiencies the present copyright regime suffers from and what steps could (should) be taken to modernize the system in order to serve its destined function as the “Magna Charta of the Information Society.&#8221;</p>
<p>Das vollständige Programm findet sich <a href="http://okcon.org/2011/programme">hier</a>. Für alle die nicht dabei sein können, gibt es hier einen <a href="http://www.ustream.tv/channel/open-knowlegde">Video-Livestream</a>.</p>
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		<title>Interview mit Marcel Weiß zum Urheberrecht bei DRadio Wissen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 06:10:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marcel Weiß, Ökonom und Blogger von Neunetz.com und Neumusik.com, war gestern zu Gast bei DRadio Wissen. Im ausführlichen Interview ging es um das &#8220;Urheberrecht im digitalen Zeitalter&#8221; aber auch noch um vieles mehr. In der Ankündigung zur Sendung heißt es: &#8220;Wem gehört was, welche Inhalte sind im Internet wie geschützt? Das ist diese Woche das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marcel Weiß, Ökonom und Blogger von <a href="http://www.neunetz.com/">Neunetz.com</a> und <a href="http://neumusik.com/">Neumusik.com</a>, war gestern zu Gast bei DRadio Wissen. Im ausführlichen Interview ging es um das &#8220;Urheberrecht im digitalen Zeitalter&#8221; aber auch noch um vieles mehr. In der Ankündigung zur Sendung heißt es: &#8220;Wem gehört was, welche Inhalte sind im Internet wie geschützt? Das ist diese Woche das große Thema im Netz. User, Medienschaffende und Politiker diskutieren, wie ein modernes Urheberrecht geschaffen sein muss, das die Interessen der Urheber schützt, umsetzbar ist und den Erfordernissen der Netzkultur entspricht. (&#8230;) Wie können Urheber für ihre Arbeit entlohnt werden? Über eine Kulturwertmark, über eine Kulturflatrate? Oder über das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage? Das sieht vor, dass Nutzer von Presseerzeugnissen zahlen müssen, wenn sie diese verwenden &#8211; und zwar europaweit.&#8221;</p>
<p>Es lohnt sich die <a href="http://wissen.dradio.de/urheberrecht-urheberrecht-im-digitalen-zeitalter.126.de.html?dram%3Aarticle_id=10122">Sendung</a> nachzuhören. </p>
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