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	<title>iRights.info - Blog &#187; Politik</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Michael Geist über drei Strategien der Rechteindustrie</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Pachali</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein langer und mit Akronymen gespickter, aber lehrreicher Vortrag von Michael Geist, in dem er das strategische Geflecht in den internationalen Copyright Wars und den Weg zu SOPA, ACTA &#38; Co. analysiert: Beyond SOPA – ACTA, WIPO, and the Global Copyfight.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein langer und mit Akronymen gespickter, aber lehrreicher Vortrag von Michael Geist, in dem er das strategische Geflecht in den internationalen Copyright Wars und den Weg zu SOPA, ACTA &amp; Co. analysiert: <a href="http://www.michaelgeist.ca/content/view/6291/125/">Beyond SOPA – ACTA, WIPO, and the Global Copyfight</a>.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/SKUv_27swF0" frameborder="0" width="460" height="342"></iframe></p>
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		<title>CDU droht Spaltung beim Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 13:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rechtebewahrung um jeden Preis, Rechtsverschärfungen, überzogene Sanktionen mit fragwürdigen pädagogischen Konzepten und ein klarer Lobbyismus für die üblichen Verdächtigen aus Musik-, Film-, Presse-, und Unterhaltungsindustrie – dies war jahrzehntelanger Standard der CDU, wenn es um Fragen des Urheberrechts ging. Man musste nur die Statements der Industrie lesen, um zu wissen, was am nächsten Tag aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rechtebewahrung um jeden Preis, Rechtsverschärfungen, überzogene Sanktionen mit fragwürdigen pädagogischen Konzepten und ein klarer Lobbyismus für die üblichen Verdächtigen aus Musik-, Film-, Presse-, und Unterhaltungsindustrie – dies war jahrzehntelanger Standard der CDU, wenn es um Fragen des Urheberrechts ging. Man musste nur die Statements der Industrie lesen, um zu wissen, was am nächsten Tag aus den Lautsprecherwagen der CDU schallte. Copy und Paste in seiner ganz traditionellen Form. Nur vereinzelt und hinter vorgehaltener Hand konnte man aus den Reihen der Unionsfraktion hören, dass es so nicht weitergehen könne und es völlig klar sei, dass ein moderner Ansatz im Urheberrecht dringend nötig sei. Diese vereinzelten Stimmen wachsen gerade zu einem Chor an, einem Chor, der mehr als eine Meinungsverschiedenheit in der Sache ist. Der CDU droht die Spaltung beim Urheberrecht.</p>
<p><strong>Von Sprechautomaten und schwarzen Witwen<br />
</strong>Noch gibt es sie – die Sprechautomaten. Siegfried Kauder als zweifelhafter Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag ist so einer; die schwarze Witwe des CDU-Urheberrechts, Günther Krings, ebenso. Zweifelsohne mächtige Granden im parteiinternen Machtgefüge der CDU, unterstützt von einer Phalanx aus Getreuen. Sie haben ihre Partei in den entscheidenden Fragen zur Ausgestaltung von Regulierung und Verteilungsfragen im Internet – vorneweg des Urheberrechts – aber nur noch gerade so im Griff. An allen Ecken und Enden wird ihre eindimensionale und einfache Sichtweise in Frage gestellt. Mehr noch, es wird zunehmend intern und öffentlich ihre Wahrheit deutlich kritisiert. Es entwickelt sich ein Tiefdruckgebiet mit Potential für einen kräftigen anhaltenden Wintersturm.</p>
<p>Diese Entwicklung ist vielfach sichtbar. So hat sich in der Union in diesem Herbst die <a href="http://www.faires-urheberrecht.de/">„Initiative Faires Urheberrecht“</a> gegründet. In ihren <a href="http://www.faires-urheberrecht.de/wp-content/uploads/2011/10/pm_initiative_faires_urheberrecht.pdf">Leitlinien für ein zukünftiges Urheberrecht (PDF)</a> fordern sie als Teil der Bundesregierung einen deutlichen Kurswechsel. Dazu heißt es auf der Website der Initiative: „Gerade im Schatten der jüngsten Rufe nach Netzsperren infolge von Urheberrechtsverletzungen sei es an Zeit, öffentlich zu dokumentieren, dass solche Positionierungen auch von Mitgliedern der Union kritisch gesehen würden.“ Ein Mitinitiator der Initiative, Alexander Kurz, Mitarbeiter des Chefs der CDU-geführten hessischen Staatskanzlei Axel Wintermeyer, erklärt dazu: „Wir sind der Auffassung, dass sich einzelne Abgeordnete hier in Standpunkte verrannt haben, die sowohl gesellschaftlich als auch unionsintern weder gewünscht noch mehrheitsfähig sind. Deshalb muss hier einmal deutlich sichtbar ein Stop-Schild hochgehalten werden.“</p>
<p><span id="more-3375"></span></p>
<p><strong>„Abweichler“ fordern Fair-Use-Prinzip im deutschen Urheberrecht<br />
</strong>Die <a href="http://www.faires-urheberrecht.de/initiatoren/">30 Initiatoren</a> aus den Reihen der CDU/CSU, unter ihnen auch Bundestagsabgeordnete, trauen sich aus der Anonymität und beziehen klar Stellung gegen den offiziellen Kurs der Union im Urheberrecht. So fordern sie, dass das Fair-Use-Prinzip im deutschen Urheberrecht eingeführt werden muss: „Mit der technischen Durchdringung ändern sich die Verhaltensweisen von Menschen. Was heute noch als Trend für wenige erscheint, kann sich morgen zum etablierten und akzeptierten Verhalten in der Gesellschaft entwickeln. Es ist dem Gesetzgeber nicht möglich, das Urheberrecht jedem dieser Entwicklungsschritte anzupassen. Hierbei muss das urheberrechtliche Schrankenmodell neu justiert werden.“ Und weiter: „Um in Streitfragen flexibel auf neue technologische Entwicklungen reagieren zu können, muss das Fair-Use-Prinzip ins Urheberrecht aufgenommen werden. Die Kriterien für ‚Fair Use’ sind so zu definieren, dass Gerichte Entscheidungen treffen können, die der Lebenswirklichkeit entsprechen.“</p>
<p>Sie halten Netzsperren bei Urheberrechtsverletzungen, die von den Kaudern und Kringsen der Partei immer wieder herbeigewünscht werden, für verfassungswidrig:<br />
„Niemand käme beispielsweise auf die Idee, einem Kaufhausdieb als Sanktion den Zugang zu Zeitungen oder dem Fernsehen zu verbieten. Genauso absurd ist die Idee, im Falle von Urheberrechtsverletzungen, zeitweise Internetsperren zu verhängen. Der hierin liegende massive Grundrechtseingriff erscheint spätestens unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit evident verfassungswidrig.“</p>
<p>Dies sind nur ein paar Ansätze, die der offiziellen Parteilinie diametral entgegenstehen. Bezeichnend auch, dass die Initiatoren mit ihrer Webseite eine neue, öffentlichkeitswirksame Plattform gesucht haben, um ihrer Kritik Ausdruck zu verleihen. Rechnet man den PR-Effekt weg, bleibt es immer noch ein deutlicher Affront gegen die Alteingesessenen. Die öffentliche Bühne der Diskussion wird dem Gekungel in Hinterzimmern vorgezogen.</p>
<p><strong>CDU-Wirtschaftsrat stellt sich gegen Kauder und Krings<br />
</strong>Man könnte nun meinen, dass es ja nur 30 Personen in der Union sind, die die grundsätzliche verstaubte Haltung der Union zum Urheberrecht kritisieren, doch weit gefehlt. Gestern hat der mächtige CDU-Wirtschaftsrat die Positionen der Initiative Faires Urheberrecht begrüßt und seine <a href="http://www.wirtschaftsrat.de/wirtschaftsrat.nsf/id/wirtschaftsrat-unterstuetzt-initiative-faires-urheberrecht-der-union-de?open">Unterstützung erklärt</a>. Noch vorsichtig in einzelnen Formulierungen und bei aller Kritik an anderen Positionierungen, ist dies trotzdem eine öffentliche Ohrfeige für die Beton-Urheberrechtsvertreter in der Union. Dorothee Belz, die Vorsitzende der Bundesarbeitsgruppe Netz- und Medienpolitik des CDU-Wirtschaftsrates und gleichzeitig Director Law and Corporate Affairs der Microsoft Deutschland GmbH, erklärt dazu: „Die anhaltende Diskussion zum Urheberrecht in der digitalen Welt verdeutlicht allen Beteiligten die Wichtigkeit, schnellstmöglich einen neuen Ansatz für eine zukunftsweisende Lösung zu entwickeln. Dies ist sowohl im Interesse der Privatnutzer wie auch der Netzbetreiber und Anbieter von Inhalten.“ Der CDU-Wirtschaftsrat vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 12.000 Unternehmen aus Deutschland und Europa.</p>
<p><strong>Junge Union gegen Leistungsschutzrecht für Presseverlage<br />
</strong>Auch beim Thema Leistungsschutzrecht für Presseverlage reißen die Gräben auf. Noch hinter vorgehaltener Hand gibt es bei vielen Abgeordneten aus Reihen der CDU erhebliche Verbitterung über das tolldreiste Vorgehen der Presseverleger gepaart mit großem Unverständnis über diese Forderung. Die Sorgfaltspflicht und der Quellenschutz gebietet es, hier niemanden zu outen. Dies ist aber verbunden mit dem Wunsch, dass sich viele von denen, die sich angesprochen fühlen, mutig mit ihren Überzeugungen in die Öffentlichkeit stellen. Dies auch verbunden mit dem dringenden Wunsch an die Vertreter der Union die Sachargumente abzuwägen und sich nicht von Drohungen beeinflussen und in ihrer freien Meinungsbildung als Abgeordnete unter Druck setzen zu lassen.</p>
<p>Deutlich gegen das Leistungsschutzrecht für Presseverlage hat sich die Junge Union ausgesprochen. In Zeile 257 des Beschlusses des Deutschlandrates der Jungen Union im Papier <a href="http://www.junge-union.de/media/resolutions/147266_DLRat_Beschluss_Netzpolitik.pdf">„Freiheit und Verantwortung – Plädoyer für eine moderne Netzpolitik“ (PDF)</a> heißt es: „Wir sprechen uns gegen die Einführung eines speziellen Urheber-und Leistungsschutzrechts für Verlage aus. Anstatt nach neuen urheberrechtlichen Spezialregeln im Onlinebereich zu rufen, fordern wir die Verlage dazu auf, sich dem Wettbewerb im Internet zu stellen und sich der Entwicklung neuer, innovativer Geschäfts- und Vermarktungsmodelle zu widmen.“</p>
<p>Letztgenannter Punkt berührt direkt die Frage, inwieweit marktwirtschaftliche Regelungen Grundlage des unionsinternen Umgangs mit einem solchen neuen Recht sind, oder ob ein neues Gefälligkeitsverhältnis gesetzlicher Unterstützung zugunsten der Presseverlage eingeführt wird. Gerade auch vor diesem Hintergrund gibt es in der Union eine immense Unruhe.</p>
<p><strong>Handpuppe oder Glaubwürdigkeit<br />
</strong>Die Union, und besonders die CDU, stehen vor einer Zerreißprobe. Die Reihen sind schon lange nicht mehr geschlossen. Es ist auch viel mehr als ein sachlicher Streit um Fachfragen. Jeder Einzelne in der CDU wird sich entscheiden müssen, ob sein Blick in die Vergangenheit oder in die Zukunft geht. Letztere werden politisch gewinnen, die anderen werden nach der nächsten Wahl gute Jobs in der Medienindustrie bekommen. Es ist also eine sehr persönliche Frage. Aber eine, die am Rande auch mit Glaubwürdigkeit zu tun hat, denn wer lässt sich als Politiker schon gerne als Sprechautomat von Interessen Dritter bezeichnen. Und das auch noch in der Weihnachtszeit.</p>
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		<title>Wie mit dem &#8220;Grundstoff Wissen&#8221; umgehen? Gunter Dueck zu Open Source und Open Content</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 10:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gunter Dueck wird morgen einer der Experten bei der Anhörung mit dem Titel Veränderungsprozesse in der digitalen Wirtschafts- und Arbeitswelt der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft sein. Seine schriftliche Stellungnahme (PDF, 1 MB) beinhaltet auch einige Absätze zu der Frage, wie mit dem &#8220;Grundstoff Wissen&#8221; umgegangen werden sollte. Hier einer davon: Ich würde auch vorschlagen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.omnisophie.com/bio_vita.html">Gunter Dueck</a> wird morgen einer der Experten bei der Anhörung mit dem Titel <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/36883086_kw50_pa_internet/index.html">Veränderungsprozesse in der digitalen Wirtschafts- und Arbeitswelt</a> der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft sein. Seine <a href="http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.bundestag.de%2Finternetenquete%2Fdokumentation%2FSitzungen%2F20111212%2FA-Drs__17_24_048-A_-_Stellungnahme_Dueck.pdf&amp;h=YAQEG-OJSAQFFksA7vB2aa6l7fvRxGmj-tBXUEu10pqZHNQ">schriftliche Stellungnahme </a>(PDF, 1 MB) beinhaltet auch einige Absätze zu der Frage, wie mit dem &#8220;Grundstoff Wissen&#8221; umgegangen werden sollte. Hier einer davon:</p>
<blockquote><p>Ich würde auch vorschlagen, die „Grundstoffe des Wissens“ für alle frei zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel: Der Staat bestellt ein Staatliches Rundfunkorchester für ein paar Jahre und lässt alle Klassikmusik einspielen – alles. (Damit soll irgendwo schon angefangen werden, habe ich gehört!) Das alles wird in einer Art Wikipedia freigegeben. Die Kirche bezahlt ein paar Chöre und lässt sie alle Lieder der Gesangbücher als Einzelstimme, im Chor und instrumental einspielen – und setzt sie frei ins Netz. Die Kliniken und Ärzte fotografieren oder filmen Kranke und setzen alles zur Lehre ins Netz („hier 500 Anschauungsfälle von Windpocken“ für noch unerfahrene Ärzte). Theater spielen alle Stücke einmal zur freien Verfügung im Netz etc. Alles, was viele ge- brauchen können, kommt frei ins Netz. Das würde die Wirtschaft ankurbeln, so wie das freie Be- nutzen der Autobahnen den Tourismus begünstigt hat. Nötige Transformationsprozesse würden erstens schneller und zweitens einheitlicher vonstattengehen, wenn alle die gleichen Werkzeuge hätten.</p></blockquote>
<p>Neben Dueck werden teilnehmen:</p>
<ul>
<li><strong>Holger Eggerichs</strong>, lubeca e.V. projekt WOLKE</li>
<li><strong>Frederic Hanika</strong>, Senior Vice President Head of Mergers &amp; Acquisitions</li>
<li><strong>Heiko Hebig</strong>, SPIEGELnet GmbH, Leiter neue Geschäftsfelder, SPIEGEL</li>
<li><strong>Dr. Tom Kirschbaum</strong>, Mitgründer und CFO Penelope Ventures GmbH</li>
<li><strong>Prof. Dr. Ruth Stock-Homburg</strong>, Leiterin des Fachgebiets Marketing &amp; Personalmanagement am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Darmstadt<strong>​</strong></li>
</ul>
<p>Die Sitzung wird ab 13 Uhr live im Parlamentsfernsehen, im Web-TV und für mobile Geräte auf m.bundestag.de übertragen.</p>
<p>Hier noch der Hinweis, dass man sich via <a href="https://wirtschaft.enquetebeteiligung.de/instance/wirtschaft">enquetebeteiligung.de</a> an der Diskussion beteiligen kann.</p>
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		<item>
		<title>Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ zum Urheberrecht erschienen</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 18:49:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Soeben ist der 121 Seiten starke Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ zum Thema Urheberrecht erschienen (PDF, 2,9 MB). Eine Einschätzung dazu haben wir noch nicht, aber es wird interessant sein zu lesen, wie der Bericht die Diskussionen und Debatten zu einem Thema zusammenfasst, das auch in der Enquete selber heftig umstritten war. Hier einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben ist der 121 Seiten starke <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/078/1707899.pdf">Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ zum Thema Urheberrecht</a> erschienen (PDF, 2,9 MB). Eine Einschätzung dazu haben wir noch nicht, aber es wird interessant sein zu lesen, wie der Bericht die Diskussionen und Debatten zu einem Thema zusammenfasst, das auch in der Enquete selber heftig umstritten war. Hier einige Erinnerungen daran:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Internet-Enquete-Kampfzone-Urheberrecht-1203327.html">Internet-Enquete: Kampfzone Urheberrecht</a> (07.03.2011)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundestags-Enquete-verabschiedet-Empfehlungen-zum-Urheberrecht-1272363.html">Bundestags-Enquete verabschiedet Empfehlungen zum Urheberrecht</a> (04.07.2011)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Internet-Enquete-streitet-um-Gutachtenvergabe-1362438.html">Internet-Enquete streitet um Gutachtenvergabe</a> (17.10.2011)</li>
</ul>
<p>iRights.info-Mitgründer Matthias Spielkamp war am 29.11.2010 als Experte zur Anhörung zur Zukunft des Urheberrechts geladen. Seine Antworten auf den umfangreichen Fragenkatalog haben wir damals in diesem Blog zur Diskussion gestellt:</p>
<p><a href="http://irights.info/?q=content/irightsinfo-ver%C3%B6ffentlicht-antworten-auf-enquete-fragen-zum-urheberrecht">iRights.info veröffentlicht Antworten auf Enquete-Fragen zum Urheberrecht</a></p>
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		</item>
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		<title>5. DACH-Branchenforum: GVU verkündet neue Strategie &#8211; vielleicht?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 09:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute und morgen findet in der Berliner Kalkscheune das &#8220;5.DACH-Branchenforum 2011&#8221; von GVU, VAP und SAFE statt. Die selbsternannte &#8220;Antipiraterieallianz&#8221; sieht durch &#8220;parasitäre Geschäftsmodelle zentrale Werte des Gemeinwesens massiv bedroht&#8221;. Denn: &#8220;Dies steht im Widerspruch zur Ignoranz dieses Problems in weiten Teilen der Bevölkerung und der Politik. Nunmehr wächst allerdings das Bewusstsein für die Notwendigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute und morgen findet in der Berliner Kalkscheune das &#8220;<a href="http://www.dach-contentprotection.org/branchenforum0.html">5.DACH-Branchenforum 2011</a>&#8221; von GVU, VAP und SAFE statt. Die selbsternannte &#8220;Antipiraterieallianz&#8221; sieht durch &#8220;parasitäre Geschäftsmodelle zentrale Werte des Gemeinwesens massiv bedroht&#8221;. Denn: &#8220;Dies steht im Widerspruch zur Ignoranz dieses Problems in weiten Teilen der Bevölkerung und der Politik. Nunmehr wächst allerdings das Bewusstsein für die Notwendigkeit von regulierenden Maßnahmen im Internet, wie sie die Kreativwirtschaft schon lange fordert. Erst durch die Schaffung einer sicheren Umgebung im Netz können reale Marktchancen für legale Angebote entstehen. Erst dann kann Konsumenten verstärkt ein, zu Recht gefordertes, legales Onlineangebot geliefert werden.&#8221;</p>
<p>Zentrale Herausforderung des Forums wird es sein, ob es den Anwesenden gelingt, ihre von Feinden umlagerte Trutzburg zu verlassen, und sich auf einen Dialog mit den &#8220;Ignoranten aus Bevölkerung und Politik&#8221;, wie es oben so schön heißt, einzulassen. Ein Dialog der auch voraussetzt, dass die Nutzerinnen und Nutzer nicht pauschal unter Ignoranz- und Kriminalitätsverdacht gestellt werden, der voraussetzt, die von den Veranstaltern seit Jahren eingeübte Rhetorik der Scharfmacherei durch Kampagnen wie beispielsweise &#8220;Raubkopierer sind Verbrecher&#8221; zu beenden, die voraussetzt, dass man Nutzer als Konsumenten und Kunden und nicht als Gefährder und potentielle &#8220;Raubkopierer&#8221; wahrnimmt.</p>
<p>Dazu ein kleines sehr einfaches Beispiel: Nehmen wir einen Raum in dem sich 100 Personen befinden. Die Stimmung ist gelöst, man trifft alte Freunde, lernt neue Menschen kennen, ein Stimmengewirr, Lounge-Musik im Hintergrund. Am Rande des Raumes befinden sich lauter Tische auf denen analoge und digitale Medien beworben und zum Verkauf angeboten werden. Hin- und wieder stöbern die Personen in den Angeboten. Manche legen sie zurück, andere kaufen etwas. Nun betritt Mister X mit einer Pauke den Raum. Er schlägt kräftig drauf. Das Stimmengewirr versiegt, alle wenden sich erwartungsfroh in seine Richtung und sind gespannt, was er zu verkünden hat.<span id="more-3242"></span></p>
<p>Variante 1: Mister X: Liebe Anwesende, nach unseren Untersuchungen begeht ein Großteil von Ihnen unverantwortliche Urheberrechtsverletzungen. Sie unterstützen parasitäre Geschäftsmodelle. Sie sind persönlich dafür verantwortlich, dass den Mittlern zwischen Kreativen und Konsumenten massive Einnahmen entgehen. Sie schlagen den Kreativen dabei ins Gesicht. Ich warne sie, wir werden jeden Rechtsverstoß kompromisslos verfolgen. Wir werden die Durchsetzung unserer Ansprüche ohne Rücksicht auf die Umstände, ihr Alter, ihre Beweggründe und ihre Ausreden vorantreiben. Vergessen sie niemals: Raubkopierer sind Verbrecher, als solche werden wir sie behandeln. Sehen sie sich vor. Gehen sie jetzt zu den Tischen mit den Angeboten am Rande des Raumes und kaufen sie diese leer. Egal was ihnen da angeboten wird. Dies ist schließlich Angebot genug. Mister X verlässt den Raum. Die Stimmung ist, nehmen wir mal die gut erzogene Variante, im Keller.</p>
<p>Variante 2: Mister X: Liebe Anwesende, darf ich mich kurz vorstellen, ich bin Mister X, und habe ein Problem. Es geht um die Frage, wie ich in einer modernen Medienwelt, bedingt durch die großartige Digitalisierung meine Angebote verbessern und weiter verkaufen kann, so diese denn ihren Geschmack treffen. Es ist schwierig für uns, auf alles gleich die richtige Antwort zu haben. Wir testen und probieren aber, und wir brauchen Sie! Sagen Sie uns, wie wir besser werden können. Denn Ihre Freunde am Mediengenuss ist auch unser Vorteil. Was fehlt Ihnen also? Woran müssen wir arbeiten? Sie sind unsere Kunden, und unsere Kunden sind für uns König und Königin. Ja, es ist auch richtig, dass nicht erlaubte Kopien aus unserer Sicht ein Problem darstellen. Wir nehmen es aber sportlich, denn wenn Sie kopieren, dann schätzen Sie immerhin den Inhalt, den wir vertreiben. Ich glaube wir sind uns alle einig, dass Kreativität und auch der Vertrieb von Kreativität einen Wert hat.</p>
<p>Wir wollen Ihnen deswegen eine Performance bieten, die Sie begeistert. Lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft gehen und gemeinsam nach Wegen schauen, Ihre und unsere Interessen unter einen Hut zu bringen. Ich würde mich freuen, wenn Sie noch einen Blick auf die Stände mit den Büchern, unseren neuen Plattformen für eBooks und die neuen Film-DVDs am Rande des Raumes werfen. Hier haben wir bereits einiges ausprobiert, testen Sie uns. Passt der Preis, sind die Nutzungsmöglichkeiten interoperabel, ist es ein Genuss die Kompilationen und Zusammenstellungen zu nutzen? Geben Sie uns Ihr feedback. Ich wünsche Ihnen noch einen wunderbaren Abend. Unterlegt mit Musik von Linda Leonardy und dem Drücke Orchestra of Vision. Herzlichen Dank. Mister X verlässt den Raum. Überrascht und neugierig applaudieren die Leute. Die Stimmung ist, gelöst.</p>
<p>Variante 1 und Variante 2 unterscheiden sich also geringfügig. Die Geringfügigkeit ist aber eine Weltanschauung und mündet in der Kernfrage: Wie begegne ich meinem Gegenüber. Ich will mit ihm etwas verdienen, er will etwas von mir haben und konsumieren. Lassen Sie uns spekulieren, in welcher Variante und in welcher Stimmung, mit welcher Neugier und mit welchen Konsumwillen werden die Gäste jeweils an die Tische herantreten. Kaufe ich lieber etwas wenn ich den Atem des Ladendetektivs im Nacken spüre, oder wenn ich ernst genommen und um meine Wertung gebeten werde. Ohne ein grundsätzliches Umdenken im Verhältnis der Anbieter und der &#8220;Antipiraterieallianz&#8221; wird sich nichts ändern. Wenn dies gewünscht ist, so bleiben wir einfach beim status quo. Wenn man aber das Interesse hat, auch im digitalen Zeitalter ein erfolgreiches Geschäftsmodell anzubieten, wenn das Interesse besteht kreative Werke einer möglichst breiten Kundenöffentlichkeit zugänglich zu machen, dann sollten die Hemden von gestern im Schrank gelassen werden. Das ist nicht leicht, der Mensch tappt gerne in ausgetretenen Pfaden. Bequem ist es auch, erfolgreich nicht.</p>
<p>Ich werde bei der heutigen Podiumsdiskussion <a href="http://www.dach-contentprotection.org/programm22112011.html">&#8220;Verantwortlichkeit im Internet: Wer muss was dazu beitragen?&#8221;</a> auf dem Podium sitzen.</p>
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		<title>Recht kann niemals &#8220;gesellschaftsneutral&#8221; sein</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Privatkopie]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsreform]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 10. Oktober 2011 fand auf Einladung der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE das Fachgespräch “Urheberrecht für das digitale Zeitalter” statt. iRights.info-Redakteur Matthias Spielkamp war eingeladen, den Einführungsvortrag zu halten. Wir dokumentieren ihn hier in voller Länge: In einem Vortrag auf der USENIX 2011, der Konferenz der Advanced Computing Systems Association, hat der britische Science-Fiction-Autor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2011/10/sf-skyline.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3146" title="San Francisco Skyline, CC by-nd-nd, Gregory Jordan" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2011/10/sf-skyline-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><em>Am 10. Oktober 2011 fand auf Einladung der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE das <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/09/29/fachgesprach-%E2%80%9Curheberrecht-fur-das-digitale-zeitalter%E2%80%9D-am-10-10-2011/">Fachgespräch “Urheberrecht für das digitale Zeitalter”</a> statt. iRights.info-Redakteur Matthias Spielkamp war eingeladen, den Einführungsvortrag zu halten. Wir dokumentieren ihn hier in voller Länge:</em></p>
<p>In einem <a href="http://www.antipope.org/charlie/blog-static/2011/08/usenix-2011-keynote-network-se.html">Vortrag auf der USENIX 2011</a>, der Konferenz der Advanced Computing Systems Association, hat der britische Science-Fiction-Autor <a href="http://www.antipope.org/charlie/blog-static/fiction/faq.html">Charlie Stross</a> kürzlich ein interessantes Gedankenexperiment präsentiert.Stellen Sie sich vor, bat er seine Zuhörer, dass es um das Jahr 1960 herum jemandem gelingt, eine Zeitmaschine zu bauen. Mit der befördert sich dieser jemand in eine nicht allzu ferne Zukunft, nämlich in unsere Gegenwart. Der Zeitreisende kommt aus einer Großstadt der USA und landet in einer Großstadt der USA. Was wird er sehen, wie wird er es interpretieren?</p>
<p><span id="more-3138"></span></p>
<p>Viele Gebäude sehen vertraut aus. Die, die nicht vertraut aussehen – also die ganze Skyline – sehen zumindest so aus, wie man sich in Magazinen der 1960er Jahre die Städte der Zukunft vorgestellt hat. Autos sind Autos, auch wenn sie ein wenig wirken, als seien sie geschmolzen. Die zehn Millionen Zeilen Softwarecode und zahlreichen Chips in einem durchschnittlichen Auto des Baujahrs 2011 sind natürlich unsichtbar. Hüte sind nicht mehr so in Mode, die Kleidung hat sich in recht seltsame Richtungen entwickelt, aber was soll man anderes erwarten?</p>
<h3>Woran merkt man, dass man sich in der Zukunft befindet?</h3>
<p>Der Besucher aus einer anderen Zeit könnte sich wundern über die Menschen, die mit Drähten im Ohr rumlaufen, oder die leuchtende Kästen in der Größe von Zigarettenschachteln mit sich herumtragen. Aber Kopfhörer waren im Jahr 1961 nicht unbekannt, und Taschenfernseher waren schon immer ein Zeichen dafür, dass man sich jetzt in der Zukunft befindet.</p>
<p>Doch es scheint eine Menge Leute zu geben, die sich ein Stück Plastik ans Ohr geklemmt haben und mit sich selber sprechen, und warum sieht man auf all den Plakaten eine Art Buchstabensuppe, die mit .de oder .com endet?</p>
<p>Die äußere Form der Zukunft enthält die Gegenwart und die Vergangenheit, so Stross, eingebettet wie Fliegen in Bernstein. Der Besucher ist vertraut mit Autos und Kleidung und Gebäuden, denn die gab es schon zu seiner Zeit. Aber er hat noch nie von Packet-Switching-Technologie gehört, er denkt, dass Computer riesige Kästen sind, die nur in klimatisierten Räumen funktionieren, und er kennt keine Funktelefone.</p>
<h3>Es ist fast immer unmöglich, die gesellschaftlichen Auswirkungen von Technik vorauszusehen</h3>
<p>Der Zeitreisende muss sich ganz schön strecken, um die Technik zu verstehen, die die Leute mit den drahtlosen Headsets nutzen. Aber noch viel schwieriger ist es, die gesellschaftlichen Konsequenzen der Technologie zu verstehen – abgesehen von den vielen Menschen, die in der Gegend herumlaufen und sich mit eingebildeten Begleitern unterhalten. Es sei fast immer unmöglich, so Stross, die gesellschaftlichen Auswirkungen von Technik vorauszusehen.</p>
<p>Zum Beispiel Mobiltelefone. Mit ihrer Hilfe können Menschen miteinander sprechen – so viel ist offensichtlich. Weniger offensichtlich ist, dass Telefone zum ersten Mal Menschen miteinander verbinden, nicht Orte. Dadurch können neue Verhaltensweisen entstehen. Menschen, die durch die Stadt gehen, können in Verbindung treten und beschließen, sich in einem Café zu treffen, ohne dass einer von beiden einen Festnetzanschluss hat, dessen Nummer der andere kennt. Das sieht erst einmal trivial aus, aber es zeigt eine enorme Veränderung im Verhalten. Nimmt man SMS und GPS und das mobile Internet dazu, dann werden mehr Verhaltensänderungen möglich.</p>
<p>Derzeit wächst die erste Generation von Kindern auf, die nicht mehr wissen wird, was es heißt, sich verlaufen zu haben. Wo immer sie sich aufhalten, werden sie GPS haben und Karten, die ihnen zeigen, wie sie zu ihrem Ziel kommen. Für uns ist es überhaupt nicht schwer uns eine App vorzustellen, die etwas weiter geht als Google Maps. Sie zeigt einem nicht nur, wie man von Punkt A zu Punkt B kommt, sondern man kann mit ihr auch gleich die Reise dazu buchen, entsprechend den eigenen Budget-Vorgaben. Eigentlich nicht viel mehr als eine Kombination aus Google Maps, Opodo und Micropayment.</p>
<p>Für unseren Zeitreisenden allerdings ist es die reine Magie: Man hat seine kleine leuchtende Box, und wenn man der sagt: Ich will Tante Erna besuchen, dann hält ein Taxi und bringt einen zu Tante Erna, oder zum Bahnhof, oder zum Flughafen – je nachdem, wo Tante Erna wohnt.</p>
<p>So weit der Ausschnitt aus der Rede von Charlie Stross.</p>
<h3>Kann das Recht technikneutral sein?</h3>
<p>So wenig, wie sich der Zeitreisende hätte vorstellen können, wie das Netz die Welt der Kommunikation und des Reisens verändert, so wenig konnten sich die Väter und Mütter des Urheberrechts vorstellen, für welche Welt ein Urheberrecht im Jahr 2011 taugen muss. Oft kommt an dieser Stelle der Einwand, dass das Recht technologieneutral sein muss und auch sein kann, wenn es nur gelingt, seine Auslegung den aktuellen Begebenheiten anzupassen. Dass ja auch nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit Gesetze geändert werden und noch viel weniger die Verfassung, die kurz und dunkel sein sollte, damit sie viel Auslegungsspielraum lässt und man so nicht gezwungen ist, sie alle zehn Jahre zu überarbeiten.</p>
<p>Das funktioniert auch an vielen Stellen sehr gut. Aber an manchen muss zur Kenntnis nehmen, dass wir es nicht mit einem technologischen Wandel zu tun haben, sondern mit einem von Technologie getriebenen gesellschaftlichen Wandel ungeheuren Ausmaßes.</p>
<p>Es ist eben so, dass sich kein Urheberrechtler des Jahres 1965 – noch viel weniger des Jahres 1837 – vorstellen konnte, dass die für das Urheberrecht so fundamentale Unterscheidung zwischen privat und öffentlich in der Praxis von Millionen von Menschen nicht mehr existiert, und so ihre Bedeutung wenn nicht verliert, so doch grundlegend wandelt.</p>
<h3>Privat vs. öffentlich</h3>
<p>Ähnlich wie der Zeitreisende die Auswirkungen der glimmenden Boxen nicht wirklich verstehen kann, könnte der Urheberrechtler des Jahres 1965 nicht wirklich verstehen, dass jemand sein Twitter-Programm öffnet und mit zwei Mausklicks ein Foto oder ein Video so veröffentlicht, dass es Hunderte Millionen Menschen sehen könnten – aber auf den Hinweis, dass es sich dabei womöglich um eine Urheberrechtsverletzung handle, verständnislos antworten würde: „Wieso? Das ist doch mein privater Twitter-Account!“</p>
<p>Nun kann man darauf immer die Antwort geben – und sie wird leider sehr häufig gegeben –, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Die, die diese Antwort geben würden, hören bitte bei der Beschreibung des folgenden Szenarios besonders gut zu:</p>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie finden im Internet ein Video, das Sie herunterladen dürfen, zum Beispiel eins der Millionen Videos bei Vimeo. Sie speichern das Video auf Ihrem Rechner, dann laden Sie es bei Facebook mit der Upload-Funktion in Ihren Stream. Wenn das Video nicht unter einer speziellen Lizenz steht, z.B. einer Creative-Commons-Lizenz, dann haben Sie womöglich eine Urheberrechtsverletzung begangen. Denn ohne die explizite Erlaubnis des Rechteinhabers dürfen Sie das Video nicht veröffentlichen.</p>
<p>Haben Sie dieses Video allerdings über die Funktion zum Einbetten in Ihren Facebook-Stream übernommen, indem Sie nur die Webadresse kopieren, haben Sie sehr wahrscheinlich keine Urheberrechtsverletzung begangen. Allerdings nur so lange, wie das Video selber keine Urheberrechte verletzt, denn dann wird eine komplexe Auseinandersetzung darüber nötig, ob Sie als diejenige, die das Video einbettet, dafür eine Mitverantwortung tragen, und ob es einen Unterschied zu der Situation gibt, in der Sie das Video selber hochladen.</p>
<h3>Neuer Ausbildungsberuf: Facebook-Einstellungsfachmann</h3>
<p>Das alles vor dem Hintergrund, dass erst geklärt werden müsste, ob der Facebook-Stream, in den Sie das Video einfügen, überhaupt eine Öffentlichkeit im urheberrechtlichen Sinne darstellt. Was davon abhängt, ob Sie Ihren Beitrag als öffentlich markiert haben, nur für Freunde von Freunden, nur für Freunde, nur für Freunde ohne Bekannte, nur für enge Freunde oder nur für Familie.</p>
<p>Ich habe kürzlich bei Heise (ausnahmsweise) einen schönen Kommentar gelesen, unter einem Beitrag, in dem beschrieben wurde,  welche neuen Funktionen Facebook anbietet und wo man die Einstellungen dafür findet. Er war sehr kurz und lautete: „Ab Oktober neuer dreijähriger Ausbildungsberuf: Facebook-Einstellungsfachmann. IHK-geprüft.“</p>
<p>Der tiefere Sinn hinter lapidaren Kommentaren wie diesem ist der, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir nicht mehr sinnvoll argumentieren können, dass das Urheberrecht ohne grundlegende Veränderungen mit unserer Lebenswelt in Übereinstimmung zu bringen ist.</p>
<p>Wenn ich mir die Vorkommnisse der letzten Wochen um <a href="http://www.irights.info/?q=content/wochenrueckblick-schutzfristen-providerhaftung-galaxy-tab">Sebastian Edathy</a> und <a href="http://www.irights.info/?q=content/wochenrueckblick-siegfried-kauder-christo-handyrechnung">Siegfried Kauder</a> anschaue, muss ich hinzufügen: Auch vermeintliche Rechtsexperten können das Urheberrecht nicht mit ihrer Lebenswelt in Übereinstimmung bringen; durchaus auch in Fällen, die wesentlich weniger komplex sind als der, den ich beschrieben habe.</p>
<p>Das sage ich nicht, um hier ein paar einfache Lacher einzusammeln. Sondern weil ich in den sechs Jahren, die wir jetzt bei <a href="http://www.irights.info/">iRights.info</a> versuchen, Fragen zum Urheberrecht zu beantworten, gelernt habe, dass dieses Recht niemals für eine Situation gedacht war, in der Inhalte von ihren Trägermedien abgelöst sind und mit geringstem Aufwand im Internet veröffentlicht werden können.</p>
<h3>Wer das Urheberrecht ändern will, will Mord legalisieren. Oder?</h3>
<p>Selbstverständlich ist mir klar, welcher Einwand an dieser Stelle kommen muss. Dass das, was Recht ist, Recht bleiben muss, dass das Recht nicht einfach vor dem Verhalten der Menschen kapitulieren darf, sondern Ausdruck dessen ist, was wir nach langer und intensiver Deliberation als volonté générale erachten, statt als volonté de tous. Sonst können wir ja gleich erklären, dass Diebstahl nicht mehr verfolgt wird, oder zu schnelles Fahren, oder gar Mord.</p>
<p>Abgesehen davon, wie erkennbar zu kurz gesprungen, rein polemisch und <a href="http://www.bpb.de/publikationen/S2PWF1,0,Die_Zukunft_der_Ideen.html">geschichtsvergessen</a> solche Kommentare sind – sie führen auch in der Debatte nicht weiter, sondern verhärten die Fronten. So, wie der immer wieder gehörte Vorwurf, dass viele derjenigen, die das Urheberrecht zugunsten von Urhebern und Nutzern verändern möchten, es in Wirklichkeit abschaffen wollen.</p>
<p>Denn die, die das Urheberrecht in diese Richtung verändern wollen, kapitulieren nicht, sondern erkennen an, dass die Welt sich geändert hat, und getreu dem Ausspruch, „<a href="http://www.golyr.de/wolf-biermann/songtext-nur-wer-sich-aendert-bleibt-sich-treu-250639.html">nur wer sich ändert, bleibt sich treu</a>“, wollen sie dafür sorgen, dass das Recht diesen Veränderungen angepasst wird, damit es sich und seinen Absichten treu bleiben kann.</p>
<h3>Von Hühnern und Eigentum</h3>
<p>Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen dafür, wie das passieren kann. Es stammt von Lawrence Lessig, aus seinem Buch <a href="https://www.opensourcepress.de/freie_kultur/#Q1-1-4">Free Culture,</a> und es spielt in einer Zeit lange vor der Digitalisierung. Vielen von Ihnen mag der Kragen platzen, wenn Sie den Namen Lessig hören, oder sie sind inzwischen einfach nur gelangweilt. Aber Lessig ist und bleibt ein Meister der Analogie, und diese hier ist besonders treffend. Er beschreibt den Fall der beiden Farmer Tinie und Thomas Lee Causby, der im Jahr 1946 vor dem amerikanischen Supreme Court angelangt war.</p>
<p>Immer mehr Hühner aus dem Besitz der Farmer fielen dem Luftverkehr über den Ställen zum Opfer. Viele Flugzeuge flogen damals offenbar nicht höher als Hühner. Also hatten die Causbys sich auf die damals allgemein anerkannte Interpretation des Eigentumsrechts der Vereinigten Staaten berufen. Sie besagte, dass dem Besitzer nicht nur die „Oberfläche“ seines Landes gehöre, sondern auch alles, was sich darüber gen Himmel erstreckt – bis in die Unendlichkeit.</p>
<p>Die Richter erkannten an, dass diese Auslegung des Rechts eine seit jeher geteilte Doktrin sei. – Und sie verwarfen sie. In seiner Urteilsbegründung schrieb Richter William Orville Douglas: Wendete man dieses Prinzip auf die gegenwärtigen Verhältnisse an, dann müsste daraus folgen, dass jeder Flug über die Vereinigten Staaten zahlreiche Klagen wegen Hausfriedensbruchs riskieren würde. Douglas schloss: „Der gesunde Menschenverstand revoltiert angesichts dieser Idee.“</p>
<h3>„Der gesunde Menschenverstand revoltiert angesichts dieser Idee.“</h3>
<p>Der gesunde Menschenverstand revoltiert ebenso angesichts der Idee, dass die derzeit im Urheberrecht verankerte Trennung von privat und öffentlich für jede Handlung, egal ob gewerblich oder nichtkommerziell, egal ob mit der Absicht, Gewinne zu erzielen oder nicht, so aufrecht erhalten werden kann, wie sie ist, und die Menschen sich dann auch danach richten werden.</p>
<p>Es herrscht bei vielen, die sich mit dem Urheberrecht beschäftigen immer noch die Vorstellung, dass wir es mit einem Informationsdefizit zu tun haben, manchmal auch „mangelndes Unrechtsbewusstsein“ genannt, alternativ „mangelndes Rechtsbewusstsein“, was ja dasselbe in Grün ist. Die, die diese Auffassung vertreten, argumentieren entweder rein strategisch, oder sie sind in ihren Alltagshandlungen so weit von dem entfernt, was heute für Millionen Menschen Normalität ist, dass man sie mit unserem Zeitreisenden vergleichen müsste.</p>
<h3>Recht ist niemals gesellschaftsneutral</h3>
<p>Recht kann wahrscheinlich in einem umfassenden Sinn niemals technikneutral sein. Es kann <em>in keinem Fall</em> gesellschaftsneutral sein. Wenn Technologie die Gesellschaft verändert, muss sich das Recht mit ihr ändern. Denn ohne Anerkennung entfaltet Recht in einer demokratischen Gesellschaft auf Dauer keine Wirkung. Im Gegenteil – wenn in einer Gesellschaft versucht wird, Recht ohne Rücksicht auf seine Anerkennung durchzusetzen, zerstört es zuerst sich, dann die Gesellschaft.</p>
<p>Wenn Sie nun konkrete Vorschläge für diese Änderungen hören möchten, dann muss und möchte ich Sie enttäuschen. Wohin die Reise gehen sollte, habe ich Ihnen hoffentlich ausreichend deutlich aufgezeigt. Aber ich bin kein Jurist. Ich kann Ihnen nicht sagen, genau wie diese Änderungen in Paragraphen und Formulierungen gegossen werden können.</p>
<p>Wenn Sie konkrete Vorschläge dazu hören wollen, dann lesen Sie die Ausführungen, die eine Reihe von prominenten europäischen Urheberrechtlern im so genannten <a href="http://www.copyrightcode.eu/">Wittem-Code</a> gemacht haben, oder Sie lesen die <a href="http://collaboratory.de/reports">Leitlinien für ein Urheberrecht für die digitale Welt in Form eines Regelungssystems für kreative informationelle Güter</a>, die das Collaboratory erarbeitet hat. Vielleicht auch das <a href="http://www.grur.de/de/aktuelles/modellgesetz-fuer-geistiges-eigentum.html">Modellgesetz für Geistiges Eigentum</a> der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR), zu dem ich aber noch nichts sagen kann, weil es erst Ende vergangener Woche erschienen ist und ich es bisher nicht einmal in Händen gehalten habe.</p>
<h3>Was vergangen, kehrt nicht wieder</h3>
<p>Doch egal, für welche konkrete Umsetzung wir uns entscheiden, zuerst einmal müssen wir uns dafür entscheiden, etwas Grundlegendes zu ändern. Das ist sehr schwer, und einer der vielen Gründe dafür, warum das so schwer ist, beschreibt auf wundervolle Art Karl Förster in den ersten drei Zeilen seines Gedichts „<a href="http://books.google.com/books?id=JGYHAAAAQAAJ&amp;dq=Karl%20F%C3%B6rster%2C%20%E2%80%9EErinnerung%20und%20Hoffnung%E2%80%9C&amp;pg=PA60#v=onepage&amp;q=leuchtet's&amp;f=false">Erinnerung und Hoffnung</a>“:</p>
<p>Was vergangen, kehrt nicht wieder;<br />
Aber ging es leuchtend nieder,<br />
Leuchtet’s lange noch zurück!</p>
<p>Natürlich dürfen wir dieses Leuchten genießen, aber wir dürfen uns von diesem Leuchten, das ein Leuchten für viele war, auch für viele Urheber und Nutzer, nicht blenden lassen. Sondern wir sollten das Licht nutzen, um uns den Weg bescheinen zu lassen zu einem anderen, besseren Urheberrecht.</p>
<p>Vielen Dank.</p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/gregoryjordan/">Gregory Jordan</a>, <a href="creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/">CC by-nc-nd</a></em></p>
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		<title>iRights.info auf der OKCon 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Till Kreutzer]]></category>
		<category><![CDATA[We are the creators]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen startet in der Berliner Kalkscheune die Open Knowledge Conference OKCon 2011. Es gibt ein spannendes Programm mit einer Vielzahl von internationalen Experten rund um freies Wissen. iRights.info wird auf der OKCon ebenfalls vertreten sein. iRights-Redakteur Till Kreutzer wird am Freitag den 01. Juli um 10 Uhr den Vortrag We are the Creators! halten. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen startet in der Berliner Kalkscheune die <a href="http://okcon.org/2011">Open Knowledge Conference OKCon 2011</a>. Es gibt ein spannendes Programm mit einer Vielzahl von internationalen Experten rund um freies Wissen. iRights.info wird auf der OKCon ebenfalls vertreten sein. iRights-Redakteur Till Kreutzer wird am Freitag den 01. Juli um 10 Uhr den Vortrag <a href="http://okcon.org/2011/programme/we-are-the-creators">We are the Creators!</a> halten. </p>
<p>In der Ankündigung heißt es dazu: &#8220;Cultural methods and means have changed radically in the digital era. We face phenomenons like the “Creativity of the Masses” and the “Remix-Culture”. Such and other developments in the societies all over the world shake the main principles of copyright law to the core. However the legal development did not (yet) react with likewise fundamentally revisions. Copyright law still focus’ only on the interests of the “original creator” and the entertainment, software and publishing industry – in other words: on piracy prevention and the enforcement of the given system. This diametral opposed development of legal and social norms let to a clash of the cultures and the generations long ago.&#8221;</p>
<p>Und weiter: &#8220;If the legislators do not (re)act adequately quite soon, the copyright system will collapse. In the presentation the social and cultural development will be compared with the legal development. An analysis will show the basic deficiencies the present copyright regime suffers from and what steps could (should) be taken to modernize the system in order to serve its destined function as the “Magna Charta of the Information Society.&#8221;</p>
<p>Das vollständige Programm findet sich <a href="http://okcon.org/2011/programme">hier</a>. Für alle die nicht dabei sein können, gibt es hier einen <a href="http://www.ustream.tv/channel/open-knowlegde">Video-Livestream</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Online-Konsultation über Cloud Computing</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/05/18/online-konsultation-uber-cloud-computing/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 06:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Online-Konsultation über die Vor- und Nachteile von Cloud Computing gestartet. Im Rahmen der Digitalen Agenda soll eine &#8220;Europäische Cloud Computing Strategie&#8221; entwickelt werden. Zielgruppe der Konsultation sind neben Unternehmen und Behörden auch Wissenschafteinrichtungen und weitere Anwender. Bei der Umfrage geht es um &#8220;Erfahrungsberichte, Bedürfnisse, Erwartungen und Einblicke in deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Kommission hat eine öffentliche <a href="http://ec.europa.eu/yourvoice/ipm/forms/dispatch?form=cloudcomputing&#038;lang=de">Online-Konsultation</a> über die Vor- und Nachteile von Cloud Computing gestartet. Im Rahmen der <a href="http://ec.europa.eu/information_society/digital-agenda/index_en.htm">Digitalen Agenda</a> soll eine &#8220;Europäische Cloud Computing Strategie&#8221; entwickelt werden. Zielgruppe der Konsultation sind neben Unternehmen und Behörden auch Wissenschafteinrichtungen und weitere Anwender. Bei der Umfrage geht es um &#8220;Erfahrungsberichte, Bedürfnisse, Erwartungen und Einblicke in deren [der Zielgruppe] Nutzung von Cloud Computing&#8221;. </p>
<p>Es geht konkret um Fragen für &#8220;Clouds für Nutzer&#8221;, &#8220;Clouds im öffentlichen Sektor&#8221;, &#8220;gesetzliche Rahmenbedingungen&#8221;, &#8220;Interoperabilität&#8221; und nicht zuletzt um globale Lösungen und Einschätzungen in diesem Bereich. Die EU-Kommission umreißt das Problemfeld wie folgt: &#8220;Cloud Computing bedeutet ein anderes Denkmuster in Bezug auf unsere heutigen dezentralisierten IT Systeme. Es verändert bereits heute IT-Dienstleistungsanbieter und es wird auch die Art, wie andere Industriebereiche ihre IT Bedürfnisse als Endnutzer ausbauen und wie Bürger ihre Computer und sonstigen mobilen Geräte nutzen, verändern. Obwohl es sich noch im Anfangsstadium befindet, ist Cloud Computing bereits eine kommerzielle Realität mit einer sich ständig vergrößernden Anhängerschaft.&#8221;</p>
<p>Die Beteiligung an der Konsultation ist bis zum 31. August 2011 möglich.</p>
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		<title>Interview mit Marcel Weiß zum Urheberrecht bei DRadio Wissen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 06:10:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marcel Weiß, Ökonom und Blogger von Neunetz.com und Neumusik.com, war gestern zu Gast bei DRadio Wissen. Im ausführlichen Interview ging es um das &#8220;Urheberrecht im digitalen Zeitalter&#8221; aber auch noch um vieles mehr. In der Ankündigung zur Sendung heißt es: &#8220;Wem gehört was, welche Inhalte sind im Internet wie geschützt? Das ist diese Woche das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marcel Weiß, Ökonom und Blogger von <a href="http://www.neunetz.com/">Neunetz.com</a> und <a href="http://neumusik.com/">Neumusik.com</a>, war gestern zu Gast bei DRadio Wissen. Im ausführlichen Interview ging es um das &#8220;Urheberrecht im digitalen Zeitalter&#8221; aber auch noch um vieles mehr. In der Ankündigung zur Sendung heißt es: &#8220;Wem gehört was, welche Inhalte sind im Internet wie geschützt? Das ist diese Woche das große Thema im Netz. User, Medienschaffende und Politiker diskutieren, wie ein modernes Urheberrecht geschaffen sein muss, das die Interessen der Urheber schützt, umsetzbar ist und den Erfordernissen der Netzkultur entspricht. (&#8230;) Wie können Urheber für ihre Arbeit entlohnt werden? Über eine Kulturwertmark, über eine Kulturflatrate? Oder über das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage? Das sieht vor, dass Nutzer von Presseerzeugnissen zahlen müssen, wenn sie diese verwenden &#8211; und zwar europaweit.&#8221;</p>
<p>Es lohnt sich die <a href="http://wissen.dradio.de/urheberrecht-urheberrecht-im-digitalen-zeitalter.126.de.html?dram%3Aarticle_id=10122">Sendung</a> nachzuhören. </p>
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		<title>Presseschau zum Gutachten &#8220;Verbraucherschutz im Urheberrecht&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 16:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verbraucherzentrale Bundesverband]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach der heutigen Vorstellung des Gutachtens &#8220;Verbraucherschutz im Urheberrecht&#8221; des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), verfasst von iRight.info-Redakteur Till Kreutzer, gibt es inzwischen bereits eine Vielzahl von Pressemeldungen. Wir haben hier nun eine erste kleine Übersicht zusammengestellt: Sueddeutsche.de, Heise Online, etc. via DPA-Meldung: Verbraucherschützer machen sich für Privatkopie stark N-TV: Verbraucherschützer fordern: Privatkopie muss möglich sein Tagesspiegel: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der heutigen Vorstellung des Gutachtens &#8220;<a href="http://irights.info/index.php?q=node/2054">Verbraucherschutz im Urheberrecht</a>&#8221; des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), verfasst von iRight.info-Redakteur Till Kreutzer, gibt es inzwischen bereits eine Vielzahl von Pressemeldungen. Wir haben hier nun eine erste kleine Übersicht zusammengestellt:</p>
<p>Sueddeutsche.de, Heise Online, etc. via DPA-Meldung: <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1153271">Verbraucherschützer machen sich für Privatkopie stark</a></p>
<p>N-TV: <a href="http://www.n-tv.de/technik/Privatkopie-muss-moeglich-sein-article3326036.html">Verbraucherschützer fordern: Privatkopie muss möglich sein</a> </p>
<p>Tagesspiegel: <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ein-herz-fuer-kinder/4172750.html">Ein Herz für Kinder</a> </p>
<p>Netzpolitik.org: <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/studie-verbraucherschutz-im-urheberrecht/">Studie: Verbraucherschutz im Urheberrecht</a></p>
<p>Golem: <a href="http://www.golem.de/1105/83479.html">Verbraucherschützer wollen Gesetzesänderung pro Privatkopie</a> </p>
<p>Gulli.com: <a href="http://www.gulli.com/news/verbrauchersch-tzer-f-r-privatkopie-und-recht-auf-wiederverkauf-digitaler-werke-2011-05-13">Verbraucherschützer für Privatkopie und Recht auf Wiederverkauf digitaler Werke</a> </p>
<p>WinFuture: <a href="http://winfuture.de/news,63195.html">Verbraucherschützer fordern Recht auf Privatkopie</a> </p>
<p>Deutschlandradio: Auf der Website und als Audio-Datei: <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1457492/">Mehr Rechte für Nutzer &#8211; Verbraucherschützer für verändertes Urheberrecht</a></p>
<p>Weitere Hinweise auf Presseberichte oder Blogartikel bitte in den Kommentaren hinterlassen, wir ergänzen diese dann.</p>
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