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	<title>iRights.info - Blog &#187; Musik</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>C3S: Die Gründungsinitiative ist online</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 14:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>John Hendrik Weitzmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
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		<category><![CDATA[Kulturwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch ist sie nicht formell gegründet, aber die &#8220;Cultural Commons Collecting Society&#8221;, kurz C3S nimmt nun auch im Netz Formen an. Seit heute ist die erste Website der Gründungsinitiative online und erklärt nicht nur genauer, wie das Konzept aussieht, sondern bietet für Kreative bereits die Möglichkeit, direkt per Onlineformular ihr Interesse an zukünftiger Mitgliedschaft zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ist sie nicht formell gegründet, aber die &#8220;Cultural Commons Collecting Society&#8221;, kurz C3S nimmt nun auch im Netz Formen an. Seit heute ist die erste <a href="http://www.c-3-s.eu/" title="Website Cultural Commons Collecting Society - C3S" target="_blank">Website der Gründungsinitiative</a> online und erklärt nicht nur genauer, wie das Konzept aussieht, sondern bietet für Kreative bereits die Möglichkeit, direkt per Onlineformular ihr Interesse an zukünftiger Mitgliedschaft zu bekunden. Das Sammeln solcher Absichtserklärungen ist unerlässlich, um später durch die Regulierungsbehörden die Zulassung als Verwertungsgesellschaft zu erhalten, denn dafür muss glaubhaft gemacht werden, dass die Gesellschaft ausreichend viele Urheber vertreten und dadurch nachhaltig finanziert sein wird.</p>
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		<title>Mein Plattenladen heißt Herunterladen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 12:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[angemessene Vergütung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Dietrich Brüggemann hat in seinem Blog einen Text veröffentlicht, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten können. Auch er wünscht sich, so wie wir, dass wieder mehr miteinander geredet wird. Und auch weniger aufgeregt (daher unsere Einladung zum Urheber-/Nutzer-Dialog). Nur hat er es viel besser gesagt, als wir es je könnten. Zum Glück hat ihn ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://d-trick.de/vita/">Dietrich Brüggemann</a> hat in seinem Blog <a href="http://d-trick.de/blog/mein-plattenladen-heist-herunterladen/">einen Text veröffentlicht</a>, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten können. Auch er wünscht sich, so wie wir, dass wieder mehr miteinander geredet wird. Und auch weniger aufgeregt (daher unsere <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/04/02/einladung-zum-ersten-urheber-nutzer-dialog/">Einladung zum Urheber-/Nutzer-Dialog</a>). Nur hat er es viel besser gesagt, als wir es je könnten. Zum Glück hat ihn ein Leser überredet, den Text unter die Creative-Commons-Lizenz <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/">CC-by 3.0</a> zu stellen. So dass wir ihn auch hier veröffentlichen können. Also:</p>
<p>Achtung, dieser Text ist lang.</p>
<p><a href="http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/regener_interview100.html">Sven Regener schimpft</a> und<a href="http://11k2.wordpress.com/2012/03/22/sven-regener-du-erzahlst-unsinn-und-ich-erklar-dir-warum/"> wird beschimpft.</a> <a href="http://http//www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0">51 Tatort-Drehbuchautoren sind sauer</a> und <a href="http://netzpolitik.org/2012/offener-brief-von-51-tatort-autoren-an-die-netzgemeinde/">werden gescholten</a>. Der <a href="http://www.ccc.de/de/updates/2012/drehbuchautoren">Chaos Computer Club</a> antwortet und kriegt eins auf die Mütze. Alle kloppen sich. Und zwar wegen Urheberrechten sowie einer Partei, die die Piraterie im Namen trägt. Piraten und Netzaktivisten befürchten eine Welt, in der Firmen wie Disney und Bertelsmann auf jedes geschriebene Wort, jede gepfiffene Melodie und jede Zeile Programmcode sofort ihren Copyright-Stempel draufknallen, dem Urheber dafür anderthalb Cent hinwerfen, das Werk die nächsten 180 Jahre in den Kerker sperren und nur für horrende Summen herauslassen. Die Musiker, Schriftsteller und Filmemacher hingegen befürchten eine Entwicklung, bei der ihre gesamte Arbeit von gierigen, bleichen Computerkindern ins Netz gestellt wird und sie bzw. wir alle verhungern. (Bildende Künstler haben sich übrigens noch nicht beschwert, aber die haben ja auch ein krisensicheres Geschäftsmodell – sie fertigen Einzelstücke und verkaufen sie zu horrenden Preisen an Einzelpersonen. Wobei den eigentlichen Reibach ja angeblich meist der Zwischenhändler macht.)</p>
<p>Es gibt zwei Dinge, die mich daran stören.</p>
<p>Zum einen die Hysterie. In den beiden oben geschilderten Szenarien steckt der gleiche Denkfehler wie in den bunten Zukunftsbildern aus den 50er Jahren, auf denen wir im Jahr 2000 in atombetriebenen Flugautos herumkurven. Man beobachtet eine Entwicklung, verlängert sie in die Zukunft und gerät in in Panik. Das ist so, als säße ich auf dem Beifahrersitz eines Autos, das an der Ampel losfährt, würde den Tacho beobachten und sagen: Verdammt, jetzt haben wir schon in sieben Sekunden von null auf fünfzig beschleunigt, wenn das so weitergeht, werden wir demnächst die Schallmauer durchbrechen, da sollte ich jetzt besser mal dem Fahrer laut schreiend ins Steuer greifen und den Wagen gegen die nächste Wand lenken.</p>
<p>Und zum anderen: Alle reden immer nur von den anderen. Niemand redet von sich selber. Aber wenn man herausfinden will, wie Menschen funktionieren, ist es meistens genau die richtige Strategie, von sich auf andere zu schließen. Diese Lücke würde ich also gern schließen und ein wenig von mir selber reden. Ich werde dann zur Antwort bekommen: Du bist da aber ein Ausnahme. Und ich werde erwidern: Nein, ich bin keine Ausnahme.<span id="more-3964"></span></p>
<p>Hier also mein Leben als Produzent und Konsument urheberrechtlich geschützter Werke. Ich gehe davon aus, daß es den meisten anderen ungefähr ähnlich geht. Und hinterher will ich wissen, was von der Hysterie übrig bleibt.</p>
<p>Bis zum zwanzigsten Geburtstag las ich eigentlich nur Bücher. Die meisten davon aus öffentlichen Bibliotheken. Ab und zu holte man sich einen Film aus der Videothek. Alle paar Monate kaufte man bei Drogerie Müller eine CD aus dem „Independent“-Regal.</p>
<p>Die Jahre zwischen 20 und 24 verbrachte ich dann mit untergeordneten Tätigkeiten am Filmset sowie der Arbeit an einem Musikprojekt, das nie an die Öffentlichkeit gelangte. Ich hatte diverse Gedichte von Michael Ende vertont, die Lieder finde ich bis heute recht schön, öffentliche Aufführungen waren aber aufgrund der Textrechte immer nicht ganz einfach, und als irgendwann die eine oder andere Plattenfirma sich dafür interessierte, wurde es richtig kompliziert und verlief dann irgendwie im Sande.</p>
<p>Später, als ich dann auf der Filmhochschule war, arbeitete ich eine Zeit lang nebenher für eine Musikvideofirma. Wir bekamen von den großen Plattenfirmen neue Songs, das meiste war schlimmer Kaugummiplastikpop und stammte von Bands oder „Projekten“, von denen man noch nie gehört hatte und von denen man auch nie wieder hören sollte. In Jargon der Plattenfirmen waren das aber „Newcomer“, in die man jetzt erheblichen finanziellen Aufwand steckte, ihnen ein Video für damals noch durchschnittlich 20-40.000€ drehte, das dann auf „MTViva“ laufen sollte, damit die „Kids“ das gut finden und die dazugehörige Single und am besten auch das Album erwerben konnten. Nur wenige der gedrehten Videos wurden dann auch wirklich gesendet, aber schon vorher wurden jeweils nur wenige Videoideen von den Plattenfirmen zur Verfilmung ausgewählt – ich schrieb im Lauf der Jahre an die zweihundert davon, verfilmt wurden nur zwei, die ich dann aber aufgrund meiner eigenen Position als Newcomer nicht selbst verfilmen durfte, sondern in „Co-Regie“ mit einer erfahrenen Kraft, was bedeutete, daß ich danebenstand, während jemand anders die Ansagen machte. Die Konzepteschreiberei war natürlich unbezahlt. Ich war in dieser Zeit irgendwie nicht so gut auf die Musikindustrie zu sprechen und kaufte kaum Musik. Über unseren langsamen ISDN-Anschluß lud ich aber auf Verdacht allerhand herunter, das meiste war nicht so interessant, einiges haute mich um und führte zum Erwerb einer CD sowie darauffolgendem Konzertbesuch.</p>
<p>Die erste Musikvideofirma ging Ende 2002 pleite, aus den Trümmern formierte sich eine neue, dort arbeitete ich eine Zeitlang als Regieassistent. Die Videos sahen typischerweise so aus, daß die Band in einer coolen Industrieumgebung spielte, während parallel dazu ein gutaussehendes Mädchen diverse Abenteuer erlebte. Ich lernte dabei eine ganze Menge, kam an erstaunliche Orte und hörte irgendwann auf, als ich keine Lust mehr hatte, mich am Set anschnauzen zu lassen und außerdem klar war, daß die Firma wirklich keinerlei Interesse an hauseigenem Regienachwuchs hatte.</p>
<p>2006 lernte ich ein Mädchen kennen, das Platten auflegte und nichts als Musik im Kopf hatte. Ich betrat eine neue Welt. Auf einmal war alles voller Bands, die kein Schwein kannte und die wundervolle Musik machten, aus Blogs, auf denen man jede neue Platte herunterladen konnte, und daß man sie sich bei Gefallen dann auch kaufte, war eh klar. Mein Musikkonsum schnellte in die Höhe, ich lud mehr herunter, als ich anhören konnte, kaufte Tonträger, hatte auf einmal zahlreiche neue Lieblingsbands, ging auf Konzerte, legte mir einen Plattenspieler zu, wühlte in Plattenläden herum, wir gründeten mit einem dritten Freund eine Musikzeitschrift, die nur eine Ausgabe erlebte, und veranstalteten gemeinsame DJ-Abende, auf denen wir nur Sachen spielten, die wir selber toll fanden – und erstaunlicherweise fanden sämtliche Anwesenden, vom Schüler bis zum Professor, unsere Musik auch toll.</p>
<p>Im selben Zeitraum arbeitete ich am Drehbuch für meinen zweiten Langfilm. Den ersten hatte ich mit sehr wenig Geld an der Hochschule gemacht, er wurde dann später für einen fünfstelligen Betrag ans Fernsehen verkauft. Das Geld ging komplett an die Hochschule und an die Koproduktionsfirma. Bei den Schauspielern und dem Team landete nichts. Beim zweiten Film hatte ich einen besseren Deal erwischt und konnte es nicht fassen: Ich wurde zum ersten Mal im Leben nennenswert bezahlt. Wenn man sein Glück nicht fassen kann, daß man für das, was man da tut, auch noch Geld kriegt, ist man ja angeblich im richtigen Job gelandet. Wobei andererseits das Schreiben von Drehbüchern mit dem Begriff „Arbeit“ ja durchaus ganz gut beschrieben ist. Ein Spaziergang ist es nämlich nicht.</p>
<p>Was beim Filmemachen aber immer wieder wahnsinnig nervt, ist das Copyright, das auf jedem Furz drauf ist. Ständig muß man virtuelle Zeitungen, Zigaretten- und Biermarken erfinden (okay, das liegt eher an der Angst der deutschen Sender vor Product-Placement-Vorwürfen), Klingeltöne sind vermintes Gelände, jedes Bild, das irgendwo an der Wand hängt, ist ein potentielles Problem, man darf nicht „Happy Birthday“ singen, das Radio muß um Gottes Willen aus sein. Ich habe insgesamt schon den Eindruck, daß die Alltagswelt, in der wir leben und die wir ja im Film verdammtnochmal zeigen wollen, immer mehr aus urheberrechtlich geschützten Dingen besteht.</p>
<p>Über all die Jahre habe ich übrigens kaum Filme gekauft. Auf DVD nicht, weil die Auflösung im Vergleich zu Kino immer noch ein Witz ist. Auf Bluray auch nicht, weil ich keinen Sinn darin sehe, einen Film, den ich mir höchstwahrscheinlich nur einmal ansehe, mir für Jahrzehnte ins Regal zu stellen. Ich besitze also nur einige wenige heißgeliebte Lieblingsfilme. Bei Büchern ist es übrigens ähnlich. Zu Studienzeiten holte man sich Filme ohnehin aus der HFF-Bibliothek, einige davon habe ich auch kopiert, was mit einigem Aufwand verbunden war, von den kopierten und gebrannten Filmen von damals schlummert aber sicherlich die Hälfte immer noch ungesehen in irgendwelchen Schachteln. Filme schaue ich mir am liebsten im Kino an. Auf der Berlinale früher gern auch fünf am Tag, heute nicht mehr so sehr, die Kapazität für betont sperriges Kunstkino hat im Lauf der Jahre angesichts mangelnder Überraschungen etwas nachgelassen, ach Quatsch, ich fand langweilige Filme noch nie toll. Musik lade ich weiterhin gern herunter, bei iTunes und Amazon und von den Künstlern direkt, aber auch von irgendwelchen Blogs. Platten werden auch weiter gekauft. Bücher ebenso. Es gibt ein Buch, das ich im Lauf des letzten halben Jahres mindestens zehnmal verschenkt habe. Zur Videothek gehe ich fast nie. Zu umständlich, wenn man abends um 22h30 beschließt, noch einen Film zu gucken, und dann muß irgendjemand das Ding auch noch zurückbringen. Gäbe es einen gut sortierten Video-On-Demand-Streamingdienst, ich wäre mit Begeisterung dabei. Ach, den gibt es schon? Stimmt, iTunes. Kürzlich kamen wir auf die Idee, man könnte sich den Klassiker „Täglich grüßt das Murmeltier“ ansehen. Den gibt es bei iTunes – zum Kaufen, für 7,99€. Ich glaube, das kann man noch besser machen.</p>
<p>Seit gut einem Jahr drehe ich auch wieder Musikvideos. Fast alle für eine kleine, sympathische Plattenfirma in Hamburg. Viel Geld ist da nie im Spiel, aber man hat mit extrem angenehmen Menschen zu tun, alle lieben ihren Job, es macht Spaß, und ich bin der Überzeugung, daß es am Ende für irgendwas gut ist. Meinen Lebensunterhalt bestreite ich mit Drehbüchern und Regie für Spielfilme. Reich bin ich dadurch bisher nicht geworden, aber das war auch nicht das Ziel, wobei ich andererseits überhaupt nichts gegen Reichtum einzuwenden hätte, falls er sich mal einstellen sollte.</p>
<p>So weit also mein summarischer Kulturlebenslauf. Was lernen wir daraus?</p>
<p>-Hätte Michael Ende seine Gedichte unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, dann hätten wir unsere Lieder damals ungestört überall aufführen können, auf dieser Basis hätten wir uns eine gewisse Bekanntheit erarbeitet, dann hätten wir eine Platte gemacht und für selbige natürlich ganz klassisch die Rechte geklärt. Niemandem wäre etwas weggenommen worden, die Welt wäre immerhin um eine (vermutlich folgenlose) CD reicher.</p>
<p>-Das System aus Majorlabels und ihren gecasteten Horrorgestaltenbands, die dann an die Wand geworfen wurden und meistens geräuschlos herunterfielen, soll meinetwegen zur Hölle fahren. MTViva sind ja schon dort, die Majorlabels sind für mein subjektives Gefühl auch immer egaler geworden. Mittlerweile scheint ihnen aber selber aufgefallen zu sein, daß man auch mit Substanz Platten verkaufen kann, und sie versuchen wieder etwas seriöser zu wirken.</p>
<p>-Wenn ich meinen Konsumenten-Lebenslauf anschaue, dann habe ich über die Jahre schon einiges für kulturelle Produkte ausgegeben, aber keine Unsummen. Wohnung, Essen und Kleinkram waren teurer. Selbst mein Freund Ralph, der ca. vier Tonnen Schallplatten in seiner Wohnung hortet, gibt schätzungsweise immer noch mehr für die Krankenkasse aus als für Vinyl.</p>
<p>-Der Schlüssel zum Habenwollen ist, schlicht und ergreifend: Liebe. Auf dem Haldern Pop Festival hörte ich 2006 eine Band namens Guillemots. Noch nie vorher hatte ich solche Musik gehört. Gegen ihre Songs klang alles andere wie einfallsloses Gedudel. Ich kaufte, kopierte, überspielte, bestellte, holte mir alles, was ich von ihnen kriegen konnte. (Für meinen neuen Film habe ich fast nur Musik von dieser Band verwendet – von Produktionsseite fließt da jetzt Geld, aber das kriegt leider nur die Plattenfirma, weil die Band denen noch was schuldet). Wenn ein Buch, ein Film oder ein Lied mich wirklich berührt, dann berührt es eine ganz andere Abteilung in meinem Kopf als die Finanzverwaltung. Und das ist auch das Geschäftsmodell der Indie-Labels, deren Musik ja das vergangene Jahrzehnt maßgeblich geprägt hat. Die machen Musik, die von Leuten wirklich geliebt wird. Das bewegt sich finanziell immer auf dünnem Eis, aber irgendwie funktioniert es dann doch. Ich empfinde die Musiklandschaft jedenfalls heute als deutlich reichhaltiger und interessanter als vor zehn oder zwanzig Jahren.</p>
<p>Und um hiermit die eingangs geäußerte Behauptung zu wiederholen: Ich behaupte, daß die meisten Menschen da ziemlich ähnlich funktionieren wie ich. Wenn wir etwas lieben, wollen wir es haben – oder noch besser: Daran teilhaben. Indem wir ins Kino gehen oder ein Konzert besuchen oder ein Buch überallhin mitschleppen. Der ganze Rest ist Hintergrundrauschen, läuft im Radio, steht zufällig im Regal, liegt auf irgendeiner Festplatte herum. Und jetzt kommt bitte nicht an und erzählt mir: Da bist du aber eine Ausnahme, irgendwelche pickligen Jugendlichen laden nämlich längst schon alles herunter und furzen ihrer Lieblingsband dann noch hohnlachend ins Gesicht. Klar, es gibt alles, irgendwie, irgendwo. Aber Extreme sind Extreme, normal ist normal, und ich bin keine Ausnahme.</p>
<p>Denn das ist doch der Unterschied zwischen unserer Arbeit und dem Herstellen eines Tisches. Der Tischler steckt garantiert genausoviel Liebe in seinen Tisch wie ich in ein Drehbuch – aber der Kunde liebt ein Lied mehr als einen Tisch. Deswegen wollen ja so viele Leute was mit Medien machen. Dafür gibt es andererseits eher wenig Geld für verdammt viel Arbeit. Und – Achtung, Knackpunkt – niemand garantiert dir, daß die Liebe, die du in deine Arbeit steckst, am Ende vom Publikum erwidert wird. Du kannst all dein Herzblut in deine Arbeit gießen, und am Ende kann trotzdem Schrott herauskommen. Das ist dein Risiko als Künstler. Augen auf bei der Berufswahl. Du gehst allein in einen dunklen Wald, du singst dabei lauthals ein Lied, und du kannst nur hoffen, daß in dem dunklen Wald Leute wohnen, die dein Lied lieben werden. Und dabei kann auch ein Download ein Liebesbeweis sein. Es gibt nämlich zwei Sorten von illegalen Kopien. Die Liebeskopie, die oft später in einen Kaufakt mündet, und die mir-doch-egal-Kopie, die zu Datenleichen auf der Festplatte führt. Erstere kann ein wirtschaftlicher Schaden für den Künstler sein, kann sich auf lange Sicht aber auch lohnen. Letztere ist kein Schaden, denn der Kopist hätte das Werk ja so oder so nicht gekauft.</p>
<p>Wenn die Piratenpartei nun Schutzfristen verkürzen will – meinetwegen. Ich fände es völlig okay, wenn meine Werke mit meinem Tod ans Universum zurückfallen würden. Da habe ich sie ja schließlich auch her. Es sei denn, ich hätte Frau und Kinder und würde mit 40 den Löffel abgeben, dann könnte man ja den 80. Geburtstag oder sowas nehmen. Die Argumentation, daß man bei jeglichem Schaffen ja ohnehin in erheblichem Maß auf vorbestehendes Material zurückgreifen würde und deswegen das Urheberrecht Blödsinn ist, die ist allerdings, das muß auch mal gesagt werden, tolldreister Quatsch. Genausogut könnte ich einen Architekten nicht bezahlen, weil sein Haus aussieht wie ein Haus. Ein Einfall ist immer ein irrationales, irgendwie gnädiges Ereignis, deswegen heißt er ja Einfall, aber vor und nach dem Einfall liegt ein Ding namens Arbeit.</p>
<p>Wenn ich mich ansonsten in der tobenden Schlacht positionieren soll, dann würde ich erstmal sagen: Regt euch ab, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Filesharing ist mittlerweile eine riskante Sportart, Kino.to und Megaupload sind tot, andere werden folgen. Künstler haben eine lebhafte Phantasie, und Nerds neigen ohnehin zur Paranoia, daher die Hysterie auf beiden Seiten der Debatte. Chillt mal drauf. Kommt runter. Und dann würde ich mir erneut meine gesammelte Lebenserfahrung nochmal angucken und dabei relativ schnell feststellen, daß ich mit vielen Leuten, Firmen und Instanzen zu tun hatte, einige waren cool, andere uncool, aber nur die große Musikindustrie hat Verhaltensweisen an den Tag gelegt, wie ich sie eher von einem betrunkenen Dreijährigen erwarten würde. Menschen verhalten sich meistens ähnlich, nämlich menschlich, also ungefähr so wie ich. Firmen verhalten sich jedoch gern auch mal wie Psychopathen. Ich habe also den leisen Verdacht, daß es für Kunst und Kultur gut sein könnte, wenn einige Dinge sich ganz vorsichtig ein wenig in die Richtung verschieben, wie sie von Netzaktivisten gefordert wird – kürzere Fristen, mehr Freiheiten. Und dabei geht es nicht um die unrealistischen Maximalforderungen, die man in die Debatte hinaustrompetet, sondern um kleine, vorsichtige Schritte. Und dann könnte ich vielleicht in meinem nächsten Film auch ein Nokia-Handy mit dem Nokia-Ton klingeln lassen.</p>
<p><a href="http://www.malte-welding.com/2012/04/02/kurze-frage-eines-urhebers-wo-ist-mein-schotter/">Malte Welding sieht das ähnlich</a>, hat sich aber kürzer gefaßt als ich.</p>
<p>Das Schlußwort möchte ich zwei mit mir befreundeten Drehbuchautoren überlassen, die auch hin und wieder mal Tatorte schreiben und deren Namen ich in der Unterzeichnerliste des offenen Briefs nicht fand. Ich schrieb ihnen und fragte sie, warum sie da nicht stehen. Der eine schrieb zurück:</p>
<blockquote><p>Ich stehe schon deshalb nicht auf der Liste, weil ich nicht gefragt wurde. Ich hätte mich aber auch schwer getan, ausgerechnet als Tatort-Autor, der von Gebühren bezahlt wird, die auch von Menschen entrichtet werden müssen, die gar keinen Tatort gucken wollen, in diesem Ton zu lamentieren.</p></blockquote>
<p>Der andere gab kurz und bündig zur Antwort:</p>
<blockquote><p> bin kein tatort autor.</p></blockquote>
<p>(Nachtrag: Gratuliere, Sie haben bis zum Ende gelesen und festgestellt, was ich hiermit selber zugebe – der Titel dieses Textes ist zu 73% irreführend. Aber er ist provokant, ich verspreche mir davon Aufmerksamkeit und vielleicht die eine oder andere autorisierte oder unautorisierte Kopie. So läuft’s Business. Und wenn ich dann so bekannt bin, daß das Publikum denkt: Der hat genug verdient, dem seinen Kram darf man sich aus dem Netz saugen, dann kann ich immer noch überlegen, wie ich meinen Bekanntheitsgrad wieder reduziere.)</p>
<p>(Nachtrag 2: Ich folge hiermit dem Hinweis eines Kommentators und verleihe diesem Text feierlich eine Creative Commons Lizenz namens CC-BY 3.0. Jeder darf damit machen, was er will, sofern er auf das dahinterstehende Originalgenie, also mich, verweist. Gern geschehen.)</p>
<p>Soweit der Text von Brüggemann. Felix Neumann hat bereits darauf reagiert: <a href="http://fxneumann.de/2012/04/03/dienstleistung-auf-den-schultern-von-giganten/">Dienstleistung auf den Schultern von Giganten</a></p>
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		<title>RBB Fritz Trackback, Folge 271: Künstlereinkommen, Störer-WLANs, Regeners Rant, Schriftbau, Julia</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/26/rbb-fritz-trackback-folge-271-kunstlereinkommen-storer-wlans-regeners-rant-schriftbau-julia/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 07:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag war das Urheberrecht Hautpthema in Marcus Richters Sendung Trackback auf Fritz (RBB). Mit dabei (bei Minute 10:44) iRights.info-Redaktuer Matthias Spielkamp über den Streit zwischen Musikpiraten und VUT (Links dazu: Piraten-Studie zu Musiker-Einkommen: Widersprüchliche Zahlen und Spaß mit Zahlen: Die Musikpiraten und der VUT) Bei Minute 32:26 erklöärt Fritz Effenberger, warum er Sven Regeners [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag war das Urheberrecht Hautpthema in <a href="http://www.fritz.de/inside/team/fritz_team/1185.html">Marcus Richters</a> Sendung <a href="http://trackback.fritz.de/2012/03/24/trb-271-kunstlereinkommen-storer-wlans-regeners-rant-schriftbau-julia/">Trackback</a> auf Fritz (RBB).</p>
<p>Mit dabei (bei Minute 10:44) iRights.info-Redaktuer Matthias Spielkamp über den Streit zwischen Musikpiraten und VUT (Links dazu: <a href="http://irights.info/index.php?q=node/2176">Piraten-Studie zu Musiker-Einkommen: Widersprüchliche Zahlen</a> und <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/21/spas-mit-zahlen-die-musikpiraten-und-der-vut/">Spaß mit Zahlen: Die Musikpiraten und der VUT</a>)</p>
<p>Bei Minute 32:26 erklöärt <a href="http://11k2.wordpress.com/2012/03/22/sven-regener-du-erzahlst-unsinn-und-ich-erklar-dir-warum/">Fritz Effenberger</a>, warum er <a href="http://irights.info/index.php?q=node/2178&#038;Kategorie=Homepage">Sven Regeners Rant</a> für mehr Urheberrecht für Unsinn hält.</p>
<p>Hier das alles zum Anhören:</p>
<p><span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://s2.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://s2.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Ftrackback.fritz.de%2Fpodpress_trac%2Fweb%2F3066%2F0%2Ftrb_120324.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /><param name='wmode' value='opaque' /></object></p></span><br />
<a href="http://trackback.fritz.de/podpress_trac/web/3066/0/trb_120324.mp3">MP3 runterladen</a></p>
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		<title>Sven Regeners Wutrede: &#8220;Banausentum gegen die Künstler&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 11:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Wragge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem Rockmusiker und Romanautor Sven Regener („Element of Crime“) ist in einem Hörfunk-Interview zum Urheberrecht die Hutschnur hochgegangen. In 5 Minuten rechnet Regener mit der Piratenpartei, der Kostenlos-Kultur im Netz, dem Umgang mit Musikschaffenden und Youtube ab. Schon jetzt ist klar: Regeners Wutausbruch im Bayerischen Rundfunk wird die Debatte um Piraterie, Urheberrechte und Verdienstmöglichkeiten im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dem Rockmusiker und Romanautor Sven Regener („Element of Crime“) ist in einem Hörfunk-Interview zum Urheberrecht die Hutschnur hochgegangen. In 5 Minuten rechnet Regener mit der Piratenpartei, der Kostenlos-Kultur im Netz, dem Umgang mit Musikschaffenden und Youtube ab. </strong></p>
<p>Schon jetzt ist klar: Regeners Wutausbruch im <a href="http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/regener_interview100.html">Bayerischen Rundfunk</a> wird die Debatte um Piraterie, Urheberrechte und Verdienstmöglichkeiten im Internet neu befeuern.</p>
<p>Christopher Lauer, der kulturpolitische Sprecher der Piraten, reagierte ebenfalls im <a href="http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/christopher-lauer-piratenpartei100.html">Gespräch</a> mit dem Bayerischen Rundfunk auf Regeners Wutrede. Regener solle das Internet nicht als Bedrohung, sondern als Chance sehen. Es könne keine Lösung sein, das Internet zu beschränken.</p>
<p>Dirk von Gehlen, Autor des Buchs &#8220;MashUp: Lob der Kopie&#8221; und Redaktionsleiter von jetzt.de (Süddeutsche Zeitung), wendet sich in seinem <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/lieber-sven-regener/">Blog</a> an Regener: &#8220;Ich befürchte (&#8230;), dass Ihr Schimpfen einzig kurzfristig Ihren Ärger lindert, aber langfristig unser aller Problem nicht löst.&#8221; Von Gehlen ruft Regener auf,  pauschale Abgabesysteme auch für das digitale Kopieren und das Konzept einer Kulturflatrate zu unterstützen.</p>
<p>Hier die Aussagen Regeners im Überblick&#8230;.</p>
<p><strong>Zur gesellschaftlichen Wertschätzung von Musikern und ihrer Werke:</strong></p>
<p>&#8220;Es wird so getan, als ob wir Kunst machen als exzentrisches Hobby. Das Rumgetrampel darauf, dass wir uncool seien, wenn wir darauf beharren, dass wir diese Werke geschaffen haben, ist im Grunde nichts anderes, als dass man uns ins Gesicht pinkelt und sagt: &#8216;Euer Kram ist nichts wert. Wir wollen das umsonst haben. Wir wollen damit machen können was wir wollen und wir scheißen drauf, was Du willst oder nicht&#8217;. Die Gesellschaft, die so mit ihren Künstlern umgeht, ist nichts wert.&#8221;</p>
<p><strong>Zur &#8220;Verlogenheit“ der Piratenpartei:</strong></p>
<p>„Ich kann vor allem die ganzen asozialen Leute nicht mehr hören, die immer sagen: ‘diese Künstler sind sowieso alle Nutten, wenn sie das für Geld machen‘. Die Leute haben für alles Geld, aber wir sollen das irgendwie umsonst machen. Was soll das? Auch der Begriff Piratenpartei ist geistiges Eigentum. Und wenn ich hier morgen eine Piratenpartei aufmache, steht hier eine halbe Stunde später ein Anwalt der Piratenpartei auf der Matte, so sieht es nämlich aus.“</p>
<p>&#8220;Der örtliche Chef hier von der Piratenpartei, der hat eine Firma, die machen Apps für&#8217;s iPhone &#8211; das ist ein geschlossenes System, das ist hundert Prozent Copyright, mit Anwälten, mit allem Drum und Dran. Und der Typ sagt dann ‚hier alles schön frei und so weiter‘. Aber das möchte ich mal sehen, was passiert, wenn ich sein Programm, was er da gerade verkauft, wenn ich das knacke und ins Internet stelle für jeden zum freien Runterladen und zum Installieren auf seinem iPhone, dann hab ich die Anwälte von iTunes auf dem Hals, bevor ich überhaupt das Ding hochgeladen hab. Und dieselben Leute…diese ganze Verlogenheit…das ist im Grunde ein reines Banausentum und geht immer nur gegen die Künstler und das finde ich höchstgradig unangenehm.&#8221;</p>
<p><strong>Zum Einkommen von Musikern:</strong></p>
<p>&#8220;Zu glauben, irgendwann käme das Sozialamt um die Ecke und würde die Bezahlung der Künstler übernehmen und dabei würde noch gescheiter Rock&#8217;n'Roll rauskommen &#8211; das kann man knicken.&#8221;</p>
<p>Rock&#8217;n'Roll-Musiker verdienen laut Regener &#8220;jede Mark&#8221; selber. &#8220;Die bekommen wir von Leuten, die sagen, ja das ist mir das wert, wir geben 99 Cent aus für dieses Lied. Das ist die Idee dabei. Das macht den Rock n&#8217; Roll groß. Alles andere ist Subventionstheater. Alles andere ist Straßenmusik. Aber ich möchte kein Straßenmusiker sein. Für Musik zu bezahlen ist eine Frage des Respekts und des Anstands. So wie es eine Frage des Anstands und Respekts ist, nichts im Supermarkt zu klauen, selbst wenn man wüsste, dass man nicht erwischt würde.&#8221;</p>
<p><strong>Zur Idee, man könne ohne Musik-Labels auskommen:</strong></p>
<p>&#8220;Zu glauben, man könnte auf Plattenfirmen verzichten, und dann würde man trotzdem noch dieselbe Musiklandschaft vorfinden, wie wir sie jetzt haben, oder sagen wir mal vor zehn Jahren hatten, das ist ein großer Irrtum.&#8221;</p>
<p><strong>Zur Krise der Musik-Industrie:</strong></p>
<p>„Die kleinen Indie-Labels sind alle weg. Was bleibt, ist Volksmusik, deutscher Schlager und Rockmusik für die Älteren. Der Rest dazwischen ist schon tot. Das ist nicht lustig.&#8221;</p>
<p>&#8220;Den Leuten in den Plattenfirmen zu erzählen, dass sie scheiße sind, weil sie in einer Plattenfirma arbeiten, ist schon ganz schön dreist.&#8221;</p>
<p><strong>Zum Streit zwischen Gema und Youtube </strong></p>
<p>„Da muss man mal die Fronten klar machen. Youtube gehört Google. Das ist ein milliardenschwerer Konzern, der nicht bereit ist, pro Klick zu bezahlen. Nun hat aber weder Youtube noch Google uns irgendetwas zu bieten, außer das, was andere Leute geschaffen haben und da rein gestellt wird. Und da sind wir an dem Punkt, wo die Musiker sagen und die Gema sagt &#8211; und die Gema sind wir, die Komponisten und Textdichter &#8211; und wir sagen: ‘Nein, für dieses Geld kriegt ihr unseren Kram nicht. Wir sehen nicht ein, dass da Milliardengeschäfte gemacht werden, auch mit Werbung in diesem Bereich, und wir kriegen davon nichts ab. Wir sind sozusagen die Penner in der letzten Reihe. Das ist eine Unverschämtheit.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das sollte sich jeder, auch junge Mensch, genau überlegen, ob er sich wirklich zum Lobbyisten von so einem milliardenschweren Konzern wie Google machen möchte. Und das sind große Lobby-Verbände diese Internetfirmen, und viel stärkere als zum Beispiel die Plattenindustrie. Und die bringen dann als Hilfstruppen die ganzen Deppen ins Spiel, die sagen: &#8216;Warum kann ich denn das Video nicht auf Youtube gucken?‘.</p>
<p><strong>Zu Youtube‘s Geschäftsmodell</strong></p>
<p>&#8220;Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, dass diejenigen, die den Inhalt liefern, nichts bekommen, das ist kein Geschäftsmodell, das ist scheiße.“</p>
<p><strong>Idee für kostenfreien Musik-Genuß</strong></p>
<p>„Ansonsten können sich alle die Lieder von Kim Schmitz vorsingen lassen.“</p>
<p><strong>Zu seinem Wutausbruch</strong></p>
<p>„Das ist nicht schön, es tut mir ja auch leid, dass das alles jetzt hier so schwallartig runterkommt, aber mir steht‘s wirklich bis hier, ich kann das alles nicht mehr hören<strong>.“</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Spaß mit Zahlen: Die Musikpiraten und der VUT</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 12:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hatten wir über eine Studie berichtet, die Christian Hufgard, Urheberrechtsexperte der Piratenpartei und 1. Vorsitzender des Vereins Musikpiraten, veröffentlicht hat. In unserem Beitrag hatten wir festgestellt, dass die Studie (PDF) methodische Mängel aufweist, sie aber nicht in Bausch und Bogen verdammt. Das hat heute der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT)  in einer Stellungnahme zur Studie getan, und man sieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hatten wir über eine Studie <a href="http://irights.info/index.php?q=node/2176">berichtet</a>, die Christian Hufgard, Urheberrechtsexperte der Piratenpartei und 1. Vorsitzender des Vereins Musikpiraten, veröffentlicht hat. In unserem Beitrag hatten wir festgestellt, dass die <a href="http://musik.klarmachen-zum-aendern.de/files/einkommen_kuenstler.pdf">Studie</a> (PDF) methodische Mängel aufweist, sie aber nicht in Bausch und Bogen verdammt.</p>
<p>Das hat heute der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT)  in einer <a href="http://www.vut-online.de/cms/2012/03/21/stellungnahme-des-vut-zur-„kurzstudie“-der-piratenpartei/">Stellungnahme</a> zur Studie getan, und man sieht geradezu, wie jemand mit Schaum vor dem Mund in die Tasten gehauen hat (<a href="http://www.gulli.com/news/18450-piratenstudie-im-kreuzfeuer-einkommen-der-kreativen-wirklich-um-30-gestiegen-2012-03-21">Gulli zufolge</a> ist es <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Chung">Mark Chung</a>). Überschrift:</p>
<blockquote><p>An Unkenntnis, Einfältigkeit und Zynismus kaum zu übertreffen: „Kurzstudie“ des Musikpiraten e.V. zur Einkommensentwicklung Kreativer in Deutschland von 1995</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen von der eher sinnfreien Formulierung (was soll &#8220;von 1995&#8243; bedeuten?), zeigt schon die Wortwahl der  Überschrift eindeutig: Die Ergebnisse der Studie können nur vollkommener Quatsch sein.</p>
<p>Auf sechs Seiten (die Studie selber ist neun Seiten lang, inklusive aller Tabellen und Grafiken), arbeitet sich der Autor/ die Autorin dann daran ab, was Hufgard alles falsch gemacht haben soll.</p>
<p>Das Problem daran: Wenn man bei der Piratenstudie Hinweise darauf findet, dass Hufgard zu einem Ergebnis kommen wollte, das ihm ins Konzept passt, so ist es beim VUT völlig offensichtlich, dass Fakten lediglich strategisch eingesetzt werden. Und der VUT somit genau das tut,  was er Hufgard vorwirft.</p>
<p>So schreibt der VUT:</p>
<blockquote><p>Vorab sei angemerkt, dass die Kernaussage der Studie („30% Einkommenssteigerung für Künstler“) sowohl 16 Jahre Inflation als auch die Einführung deutlich strengerer Kontrollen der KSK Schätzungen 2007 ignoriert. Die Kernaussage bezieht sich außerdem nur auf unzuverlässige Einkommensschätzungen, empirisch belastbare Einkommensdaten werden nicht berücksichtigt.</p></blockquote>
<p>Zwar verwendet Hufgard tatsächlich die Überschrift &#8220;Künstler in Deutschland: Einkommen seit 1995 um 30% gestiegen&#8221;, die in die Irre führt, weil sie die Inflation nicht berücksichtigt. In der Studie selber ist allerdings eine einwandfreie Preisbereinigung vorgenommen. Wenn der VUT also schreibt:</p>
<blockquote><p>Basierend auf Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit, muss leider trotzdem davon ausgegangen werden, dass sie nicht nur online tausendfach geteilt und „geliked“ wird, sondern dass auch schlecht recherchierende klassische Medien, vor allem die vollkommen unhaltbare Behauptung „Einkommen seit 1995 um 30% gestiegen“ wiedergeben werden.</p></blockquote>
<p>dann kann man erstens feststellen, dass der VUT den &#8220;schlecht recherchierenden klassischen Medien&#8221; offenbar nicht einmal zutraut, dass sie die Studie lesen können. Wenn der VUT &#8211; zweitens &#8211; diese Aussage als &#8220;Kernaussage&#8221; der Studie hinstellt, tut er natürlich wiederum nichts anderes als das, was er anderen vorwirft. Drittens ist der Einwand &#8220;empirisch belastbare Einkommensdaten werden nicht berücksichtigt&#8221; insofern irreführend, als er unterstellt, es gebe diese belastbaren Zahlen:</p>
<blockquote><p>Wenn man zuverlässige Zahlen wollte gäbe es deutlich präzisere Quellen &#8211; Einkommens- und Umsatzsteuererklärungen beispielsweise.</p></blockquote>
<p>Hufgard wäre wohl sehr daran interessiert zu erfahren, wo denn eine repräsentative Sammlung der Einkommens- und Umsatzsteuererklärungen freischaffender Musiker zu finden ist. Die Zahlen der KSK, deren Aussagefähigkeit wir selbst in Zweifel gezogen haben, werden auch deshalb immer wieder in Untersuchungen verwendet, weil andere eben nicht zur Verfügung stehen. Oder kann der VUT hier aushelfen?</p>
<p>Der VUT schreibt weiter:</p>
<blockquote><p>Diese Schätzungen sind Grundlage der zu entrichtenden Krankenkassenbeiträge. Ein Schelm wer denkt, diese Schätzunge könnten dadurch beeinflusst werden, dass von ihrer Höhe der zu zahlende Sozialversicherungsbeitrag abhängen wird.</p></blockquote>
<p>Der VUT schreibt über sich, er</p>
<blockquote><p>vertritt die Interessen der deutschen Kreativwirtschaft im Bereich Musik. Zu seinen Mitgliedern zählen rund 1.300 Labels, Verleger, Produzenten, Vertriebe sowie eine zunehmende Anzahl von Künstlern, die sich selbst vermarkten. Unabhängige Unternehmen erzielen mehr als 60 Prozent der Unternehmensumsätze in der deutschen Musikwirtschaft.</p></blockquote>
<p>Und offenbar hält er die Musiker, die in diesen Labels veröffentlichen, diesen Verlegern und Produzenten den Rohstoff liefern, mit dem sie ihre Umsätze machen, oder solche, die sich selbst vermarkten, für unehrliche Menschen, die ihre KSK-Meldungen frisieren, um weniger Krankenkassenbeiträge zu zahlen.</p>
<p>Das ist aufschlussreich, was den VUT angeht, aber man muss auch noch ergänzen, was der VUT verschweigt. Ob er das &#8220;bedenken- und kenntnisfrei&#8221; tut, wie er Hufgard vorwirft, wissen wir nicht, jedenfalls ist rein methodisch festzustellen, dass es durchaus einen großen Anreiz für KSK-Mitglieder gibt, eine realistische Einkommenshöhe anzugeben: die Höhe des Krankengeldes hängt ebenso davon ab wie die Zahlungen in die Rentenkasse, die von der KSK um den &#8220;Arbeitgeberanteil&#8221; ergänzt wird. Eine bessere Rendite ist nicht zu haben. (Außer vielleicht für Labelbetreiber in den 90er Jahren&#8230;)</p>
<p>Aber dem &#8211; im Gegensatz zu den &#8220;klassischen Medien&#8221; gut recherchierenden? &#8211; VUT unterläuft ein weiterer Fehler. Nicht, weil er auf die Weisheit der Massen setzt, sondern weil er sie offenbar nicht zu interpretieren versteht. Er wirft der Studie vor zu unterschlagen, dass seit 2007 vermehrt Prüfungen der KSK-Beiträge vorgenommen werden. Das hat der VUT aus der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlersozialkasse">Wikipedia</a>:</p>
<blockquote><p>Ab Mitte 2007 war zusätzlich die Deutsche Rentenversicherung für die Prüfung der rechtzeitigen und vollständigen Entrichtung der Künstlersozialabgabe zuständig“ (Wikipedia).</p></blockquote>
<p>Offenbar ist den Autoren aber entgangen (oder sie verschweigen es), dass die Deutsche Rentenversicherung nicht die KSK-Mitglieder prüft, sondern <a href="http://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/de/Inhalt/Presse/Pressemitteilung/2007/2007_06_19_ksk_b_w.html?nn=28150">ob die Unternehmen ihre KSK-Abgaben zahlen</a>. Das alles mit dem herablassenden Hinweis versehen &#8220;Wer KSK versicherte Künstler persönlich kennt&#8221; (Deppenleerzeichen im Original) &#8211;  so, als sei es ausgeschlossen, dass im Verein Musikpiraten auch KSK-Mitglieder organisiert sind. Dabei vertritt der VUT ja nicht in erster Linie die Musiker, sondern die Unternehmen, die KSK-Abgaben zahlen müssen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.</p>
<p>Auf die Tatsache, dass die KSK selber zu strengeren Prüfungen der Einkommensschätzungen ihrer Versicherten verpflichtet worden ist, haben wir in unserem Beitrag bereits hingewiesen. Die KSK sagte auf Nachfrage, dass sie darin keinen Grund für die höheren Schätzungen sieht.</p>
<p>Die Einschätzung aus der Hufgard-Studie</p>
<blockquote><p>Am besten steht sogar die Sparte da, deren Rechteverwerter in der Öffentlichkeit am meisten klagen: Musik. Um 5,6 Prozent stieg das Einkommen inflationsbereinigt an.</p></blockquote>
<p>hält der VUT dann sogar für &#8220;zynisch und menschenverachtend&#8221; (eine Nummer kleiner geht&#8217;s offenbar nicht), denn</p>
<blockquote><p>angesichts der weltweit entstandenen, zahllosen neuen Radio- und TV Sender, Milliarden zusätzlicher Mobil- und Internetnutzungen von Musik</p></blockquote>
<p>sei das Jahreseinkommen der Musiker in Höhe von 11.781 Euro doch sehr mager. (Der VUT selber nennt hier fälschlicherweise &#8211; ob bedenken- oder kenntnisfrei, kann nicht festgestellt werden - 9.200 Euro, aber das ist das Einkommen zu Preisen von 1995 und müsste eigentlich 9.268 Euro heißen.) In der Tat, zu dem Schluss sind auch wir gekommen. Nur vertritt ja der VUT &#8211; wir erinnern uns &#8211; in erster Linie  &#8221;1.300 Labels, Verleger, Produzenten, Vertriebe&#8221; (und auch, wir unterschlagen es nicht: &#8221;eine zunehmende Anzahl von Künstlern, die sich selbst vermarkten&#8221;).</p>
<p>Da stellt sich doch die Frage: Wenn so viele neue Verwertungsmöglichkeiten entstanden sind, warum kommt dann kein Geld bei den Musikern an? Und diese Frage müsste ein Verband der Verwerter doch eigentlich beantworten können.</p>
<p>(Und vielleicht kann uns auch mal jemand &#8211; egal, ob Musikpiraten oder VUT &#8211; erklären, was das alles mit dem Urheberrecht zu tun haben soll.)</p>
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		<title>Deutscher Kulturrat zwischen altem Recht und neuer Zeit</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 07:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Deutsche Kulturrat ruft am 21. Mai zum &#8220;Aktionstag Wert der Kreativität&#8221; auf. Insbesondere sollen dabei nach einer aktuellen Meldung auch die &#8220;Netzaktivisten&#8221; bei der Veranstaltung eingebunden werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um ACTA, SOPA und PIPA und der stärker werdenden Berücksichtigung von netzspezifischen Fragestellungen in der Bundespolitik, sieht der Kulturrat die Interessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Kulturrat ruft am 21. Mai zum &#8220;<a href="http://kulturstimmen.de/aktionstag/">Aktionstag Wert der Kreativität</a>&#8221; auf. Insbesondere sollen dabei nach einer aktuellen Meldung auch die &#8220;Netzaktivisten&#8221; bei der Veranstaltung eingebunden werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um ACTA, SOPA und PIPA und der stärker werdenden Berücksichtigung von netzspezifischen Fragestellungen in der Bundespolitik, sieht der Kulturrat die Interessen seiner Mitglieder in den Debatten nicht ausreichend berücksichtigt. Konsequenterweise sucht er nun den Dialog. </p>
<p>In einer aktuellen <a href="http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2232&#038;rubrik=2">Pressemeldung</a> des Kulturrates heißt es dazu: &#8220;Die Bestimmungen zum Urheberrecht in der digitalen Welt spalten die Gesellschaft in Befürworter und Gegner. Zum einen brauchen professionelle Künstler ein durchsetzungsstarkes Urheberrecht. Zum anderen spricht sich eine Vielzahl von Nutzern gegen die ihrer Meinung zu rigiden Urheberrechtsgesetze aus&#8221;. Die grundsätzliche Frage, wie in der digitalen Welt für Urheber ein gutes Auskommen und eine gute Altersversorgung sichergestellt werden kann, ist hoch aktuell und bis heute nur teilweise beantwortet. Sicher ist, dass die Probleme von Urhebern hinsichtlich des Urheberrechts und ihrer sozialen Absicherung nur teilweise mit dem Phänomen der durch verlustfreie Vervielfältigung möglichen Kopien (sog. &#8220;Piraterie&#8221;) zu tun haben. </p>
<p>Die weitaus relevantere Baustelle liegt in Fragen der Verteilungsgerechtigkeit durch Verwertungsgesellschaften, im alltäglichen Verhältnis zwischen Urhebern und ihren werkvertreibenden Vertragspartnern und der Art und Weise der Bereitstellung von kreativen Werken in einem digitalen Umfeld, die die Kunden als fair und gerecht empfinden und für die sie gerne bezahlen wollen. Ob es beispielhaft die ständig am Rande des Scheiterns stehenden Verhandlungen von Drehbuchautoren mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder der stetige Kampf von Journalisten gegen Total-Buy-Out-Verträge sind, hier spielt die Musik wenn es um die Interessen von Urhebern geht. Viel zu oft und viel zu generell lassen sich die Urheber und Berufsverbände von Dritten für falsche Ziele instrumentalisieren. Dritte, die sich teilweise sogar selbst als Schöpfer, beispielsweise in der sogenannten Deutschen Content-Allianz, gerieren. </p>
<p>Um mit dem Missverständnis aufzuräumen, dass die Nutzer oder auch &#8220;Netzaktivisten&#8221; etwas gegen Urheber haben, ist eine Beteiligung am Aktionstag zu begrüßen. Zu begrüßen ist auch, wenn der Kulturrat sich auf eine ergebnisoffene zukunftsgewandte Diskussion über eine gerechte Balance der Interessen in den Regelungen zum Urheberrecht einlässt. Der Urheber ist der wesentliche Akteur im Urheberrecht. Er war aber noch nie der allein Berücksichtigte, vielmehr ist ein Großteil des Urheberrechts auf Regelungen zugunsten werkvertreibender Dienstleister ausgerichtet. Durch die Digitalisierung sind neue Parteien hinzugekommen, die berechtigterweise einen Anspruch erheben, berücksichtigt zu werden. Wie eine solche aussehen kann und soll, ist nun auch genuiner Kern der Diskussion um Fragen des Urheberrechts. </p>
<p>Gelänge es zu erkennen, dass Urheber und &#8220;Netzaktivisten&#8221; grundsätzlich gleichgelagerte Interessen haben, so würden sie eine mächtige Allianz für mehr Kreativität bilden. Zum Vorteil von beiden Seiten.</p>
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		<title>GEMA gibt neue Stellungnahme zu CC-Lizenzen ab</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>John Hendrik Weitzmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Nachgang zum Start des neuesten Pilotprojekts zum Einsatz von CC-Lizenzen durch Mitglieder von Musik-Verwertungsgesellschaften hat die Redaktion von telemedicus.info die GEMA um eine Stellungnahme gebeten. Darin erfährt man einiges über angeblich eherne Vertragswerke, unwillige Mitglieder und Rosinen. Die Analysen von telemedicus und iRights untersuchen den GEMA-Text eingehend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Nachgang zum Start des <a href="https://de.creativecommons.org/2012/01/17/cc-frankreich-und-die-sacem-schliesen-pilotvereinbarung/" title="CC Frankreich und die SACEM schließen Pilotvereinbarung">neuesten Pilotprojekts zum Einsatz von CC-Lizenzen durch Mitglieder von Musik-Verwertungsgesellschaften</a> hat die Redaktion von <a href="http://www.telemedicus.info/" title="Website telemedicus">telemedicus.info</a> die GEMA um eine Stellungnahme gebeten. <a href="https://de.creativecommons.org/files/2012/01/Statement_GEMA.pdf" title="Statement GEMA als PDF">Darin</a> erfährt man einiges über angeblich eherne Vertragswerke, unwillige Mitglieder und Rosinen. Die Analysen von <a href="http://www.telemedicus.info/article/2176-GEMA-nimmt-Stellung-zu-Creative-Commons.html" title="Artikel bei telemedicus.info" target="_blank">telemedicus</a> und <a href="http://irights.info/?q=node/2144" title="Analyse bei iRights.info">iRights</a> untersuchen den GEMA-Text eingehend.</p>
<fb:like href='http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/01/31/gema-gibt-neue-stellungnahme-zu-cc-lizenzen-ab/' send='false' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like>]]></content:encoded>
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		<title>Sido: Das mit dem Urheberrecht und dem Puff</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/01/18/sido-urheberrecht-und-puff/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 09:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Valie Djordjevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Kulturrat]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkopierer]]></category>
		<category><![CDATA[Sido]]></category>

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		<description><![CDATA[Der deutsche Kulturrat hat sich bisher nicht so mit popkulturellen Kompetenzen hervorgetan. Aber nachdem Rüpelräpper Sido in einem Clip zu seinem Film &#8220;Blutsbrüdaz&#8221; erklärt, dass das mit dem Bezahlen genauso ist wie im Puff, da denkt man ja auch nicht dran, ohne rauszugehen, erklärt der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, in einer Pressemitteilung, wieso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Kulturrat hat sich bisher nicht so mit popkulturellen Kompetenzen hervorgetan. Aber nachdem Rüpelräpper Sido in einem Clip zu seinem Film &#8220;Blutsbrüdaz&#8221; erklärt, dass das mit dem Bezahlen genauso ist wie im Puff, da denkt man ja auch nicht dran, ohne rauszugehen, erklärt der Geschäftsführer des <a href="http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2200&amp;rubrik=2" target="_blank">Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann</a>, in einer Pressemitteilung, wieso das voll krass cool ist:</p>
<blockquote><p>&#8220;Sido als neue Galionsfigur des Urheberrechts – wer hätte das gedacht. Ich finde es absolut begrüßenswert und beispielhaft, wie Sido als Künstler für seine Rechte eintritt. Die zum Teil deftigen Worte und Gesten des Rappers werden Wirkung zeigen. Er schafft es, mit den richtigen Worten die richtige Zielgruppe anzusprechen. Bislang wurde in ähnlichen Filmen und Aufrufen hauptsächlich mit rechtlichen Konsequenzen gedroht. Sido jedoch würzt seine Ansprache mit Humor und schafft es gleichzeitig, auf die zentrale Bedeutung der finanziellen Entlohnung für künstlerisches Schaffen hinzuweisen. Ein solches Herangehen halte ich für sinnvoller, als zum Beispiel die gerade in den Vereinigten Staaten diskutierten gesetzlichen Maßnahmen, die zum Teil die Freiheit des Netzes gefährden, ohne den Wert der Kreativität wirklich nachhaltig zu sichern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hier der fragliche Clip:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/bEKOb3JyU40" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe></p>
<p>Mein Humor ist das nicht. Aber ich bin wohl auch nicht die Zielgruppe. Und wohl auch nicht die andere Hälfte der Menschheit mit XX-Chromosom.</p>
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		<title>Deichkind &#8211; Illegale Fans</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/01/14/deichkind-illegale-fans/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 10:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Valie Djordjevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Deichkind]]></category>
		<category><![CDATA[Musikvideo]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkopierer]]></category>
		<category><![CDATA[Statement]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein bisschen Unterhaltung zum Wochenende: Die Hamburger Elektro-Hiphopper Deichkind hat schon im Dezember den Song &#8220;Illegale Fans&#8221; veröffentlicht. Wie sie das jetzt genau meinen, ob als Unterstützung oder Kritik, muss man sich schon selbst überlegen, aber das Video sieht ganz gut aus, wie ich finde, und spielt gekonnt mit der Überwachungsvideo-Youtube-Ästhetik. Den Song kann man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein bisschen Unterhaltung zum Wochenende: Die Hamburger Elektro-Hiphopper <a href="http://www.deichkind.de/" target="_blank">Deichkind</a> hat schon im Dezember den Song &#8220;Illegale Fans&#8221; veröffentlicht. Wie sie das jetzt genau meinen, ob als Unterstützung oder Kritik, muss man sich schon selbst überlegen, aber das Video sieht ganz gut aus, wie ich finde, und spielt gekonnt mit der Überwachungsvideo-Youtube-Ästhetik. Den Song kann man sich auf der <a href="https://www.facebook.com/Deichkind?sk=app_248442638554430" target="_blank">Deichkind-Facebook-Seite herunterladen</a>, wenn man Fan wird.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/dBLZOlUfWQk" frameborder="0" width="480" height="274"></iframe></p>
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		<title>Zoe.Leela und Motor Music mit Thesen zur GEMA</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/12/14/zoe-leela-und-motor-music-mit-thesen-zur-gema/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 09:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Pachali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[GEMA]]></category>
		<category><![CDATA[Motor Music]]></category>
		<category><![CDATA[Zoe.Leela]]></category>

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		<description><![CDATA[Wollte man sich für Diskussionen über die GEMA ein Buzzword-Bingo zusammenstellen, dann wäre es wohl mit „Weihnachtslieder in Kindergärten”, „analoger Dinosaurier“, „In deinem Land nicht verfügbar” usw. schnell gefüllt. Wobei immer wieder gern „Fakten mit Halbwahrheiten oder gar Unwissen vermischt” werden, wie Jan Stern gerade aus Anlass der letzten Diskussionen über die sogenannte GEMA-Vermutung ganz richtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-3350" title="Heldburg, Probe des Jugendchores (Bundesarchiv Bild 183-U0326-0026 / CC-BY-SA)" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2011/12/183-U0326-0026.jpg" alt="" width="470" height="341" /></p>
<p>Wollte man sich für Diskussionen über die GEMA ein Buzzword-<a href="http://www.unibingo.de/">Bingo</a> zusammenstellen, dann wäre es wohl mit „Weihnachtslieder in Kindergärten”, „analoger Dinosaurier“, „In deinem Land nicht verfügbar” usw. schnell gefüllt. Wobei immer wieder gern „Fakten mit Halbwahrheiten oder gar Unwissen vermischt” werden, wie Jan Stern gerade aus Anlass der letzten <a href="http://www.audite.org/2011/12/08/die-geschichte-der-gema-ist-eine-geschichte-voller-missverstandnisse/">Diskussionen über die sogenannte GEMA-Vermutung</a> ganz richtig geschrieben hat.</p>
<p>Die Musikerin <a href="http://www.zoeleela.com/category/news/">Zoe.Leela</a> jedenfalls begleitet die Veröffentlichung ihres neuen Albums zusammen mit dem Plattenlabel Motor Music gerade mit einer Reihe von Thesen zur GEMA. Das ist natürlich auch geschickte Werbung in eigener Sache. Weil die Diskussion aber auch für iRights-Leser interessant sein dürfte, sei hier einmalig der erste Teil dokumentiert – die nächsten sollen in den kommenden Wochen folgen. Mehr darüber, unter anderem ein dreiteiliges Interview mit GEMA-Sprecher Peter Hempel findet man auch in einem <a href="http://www.motor.de/motormeinung/motor.de/dossier_gema_90_prozent_ehrlich.html">GEMA-Dossier</a> im Motor-Blog.</p>
<p><span id="more-3344"></span>Hier der Text:</p>
<blockquote><p>Die GEMA &#8211; viele Menschen, vor allem Schaffende und Künstler, runzeln die Stirn bei dem Begriff für eine Institution, die eigentlich wie für sie gemacht sein sollte und sie in ihrem kreativen Werdegang unterstützen sollte.</p>
<p>Fragt man diese Leute nach ihren Meinungen zu der deutschen Verwertungsgesellschaft, dann fallen immer wieder die selben Worte: altbacken, festgefahren, unflexibel, ungerecht. Dabei fragt man sich, wie solche Meinungen zustande kommen, wenn dieser Verein doch eigentlich im Sinne der Urheber eines Werkes, egal welcher Art, handelt und seine Rechte treuhänderisch, d.h. zu in seinem Interesse und zu seinem Gunsten wahrnimmt.</p>
<p>Vor allem der starke Halt an traditionelle Strukturen der GEMA was die Verwaltung und die Akquise von urheberrechtlich geschützten Werken betrifft, bringt viele in Unmut. Denn die GEMA, so hat man jedenfalls das Gefühl, verschließt vor neuen Medien und Möglichkeiten der Schöpfung von neuen Werken im digitalen Zeitalter eher Augen und Ohren.</p>
<p>Die junge Künstlerin aus Berlin hat mit der GEMA nichts am Hut. Ihre Debüt EP „QUEENDOM COME“ veröffentlichte sie 2009 kostenlos unter einer Creative Commons Lizenz. Das Mini Album schlug ein wie eine Bombe, allein im ersten Monat nach Veröffentlichung registrierte der Server über 34.000 Downloads und das Interesse an der jungen Kreuzbergerin wächst mit jedem weiteren Klick.</p>
<p>In der festen Überzeugung, dass Kreativität als Wert für Alle da ist, veröffentlicht sie nun am 17 Februar 2012 (Exklusiver Pre-Release über iTunes am 16.12.2011) ihr Debüt Album DIGITAL GUILT synchron auf einem klassischen Platten Label &#8211; Motor Music / Rent A Record Company- UND erneut unter einer Creative Commons Lizenz. Somit schöpft sie aus allen Chancen eines innovativen Labels wie Motor Music / Rent &#8211; A &#8211; Record) und der Creative Commons-Lizenz.</p>
<p>Dabei will ZOE.LEELA nicht das Post- GEMA-Zeitalter ausrufen, sondern eine Alternative bieten, Strukturen aufbrechen, kulturelle Freiheit im Netz schützen und Kreativität zu demokratisieren. Für den Käufer bedeutet das: freie Entscheidung, ob er sich DIGITAL GUILT im Laden holt oder per Download plus Donation Button selbst den Preis bestimmt.</p>
<p>Der Fan wird mündig und nicht kriminell. „Als Sängerin will ich eine Vertreterin derer sein, die keine Stimme haben. Es geht mir um demokratische Teilhabe –Möglichkeiten, um Gerechtigkeit, ohne Wenn und Aber. Da die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) in unverantwortlicher Weise die Möglichkeiten insbesondere junger Künstler beschneidet, anstatt sie zu fördern &#8211; was ja eigentlich ihr Interesse sein sollte, halte ich es für dringend notwendig einen kritischen Blick von außen auf die Wirkungen, die das Verteilungssystem der GEMA hat zu werfen. In Thesenform möchte ich daher Fragen bezüglich der GEMA aufwerfen, auf Probleme hinweisen, zum Mit- und Nachdenken anregen. Jeder sei willkommen sich über den Inhalt und die Stichhaltigkeit der Thesen auseinanderzusetzen und sie zu belegen bzw. widerlegen.“</p>
<p>Wenn die GEMA der Staat wäre, müssten alle Steuern zahlen, aber nur 5 % dürften wählen gehen, die fünf Prozent Reichsten. Nur die beitragsstärksten Mitglieder haben Mitspracherecht. Das sind von ungefähr 60 000 nur 3200 Mitglieder. Der Rechteverwerter GEMA beruft sich dabei auf das deutsche Vereinsrecht.</p>
<p>Mitspracherecht haben also die, die viel am Gesamtumsatz beitragen und somit auch am meisten GEMA-Einnahmen haben. Auf die Annahme, dass natürlich diese 5% wenig Interesse daran haben, daran etwas zu ändern, antwortet ein Vertreter der GEMA im aktuellen GEMA-Dossier auf motor.de folgendes:</p>
<p>„Auch diese wirtschaftlich erfolgreichen Mitglieder sind natürlich daran interessiert, an neuen wirtschaftlichen Entwicklungen zu partizipieren. Außerdem wäre es ja ein Umkehrschluss des GEMA Solidarsystems: verteilt wird an alle Mitglieder der GEMA gleich, unabhängig vom Mitgliedsstatus. Wir sind auch bei der Verteilung zur Gleichbehandlung verpflichtet.“</p>
<p>Wenn das nur so wäre… Kann man sich dieser Behauptung anschließen? Ist die GEMA ungerecht in ihrer Verteilung, sowohl der Einnahmen als auch der Vergabe von Mitspracherecht? Sind die Einteilungen in ordentliche, außerordentliche und angeschlossene Mitglieder in der heutigen Zeit überhaupt noch adäquat? Und braucht ein Künstler den Staat GEMA denn überhaupt, sofern er einer wäre?</p>
<p>Benjamin Tschierschke. Quelle: Motor Entertainment GmbH</p></blockquote>
<p>Bild oben: Bundesarchiv <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-U0326-0026,_Heldburg,_Probe_des_Jugendchores.jpg">Bild 183-U0326-0026</a> / <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC-BY-SA</a></p>
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