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	<title>iRights.info - Blog &#187; Journalismus</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Koan Leistungsschutzrecht dahoam im Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 07:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer heute Morgen von der dts Nachrichtenagentur verbreiteten Meldung unter der Überschrift &#8220;Krings: Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht muss bis zur Sommerpause vorliegen&#8221; wird abermals massiv Stimmung für die Einführung dieses Gesetzes gemacht. Mehrere Sachen sind daran hoch interessant. In den letzten Wochen gab es bei uns vielfach Meldungen und Signale von Politikern aus CDU/CSU und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer heute Morgen von der dts Nachrichtenagentur verbreiteten Meldung unter der Überschrift &#8220;<a href="http://www.ad-hoc-news.de/krings-gesetzentwurf-zum-leistungsschutzrecht-muss-bis-zur--/de/News/23346522">Krings: Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht muss bis zur Sommerpause vorliegen</a>&#8221; wird abermals massiv Stimmung für die Einführung dieses Gesetzes gemacht. Mehrere Sachen sind daran hoch interessant.</p>
<p>In den letzten Wochen gab es bei uns vielfach Meldungen und Signale von Politikern aus CDU/CSU und FDP über verstärkte Bemühungen der Presseverleger die Koalition und hier insbesondere die Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger endlich dazu zu bekommen, einen Referentenentwurf für das höchst umstrittene &#8220;Leistungsschutzrecht für Presseverlage&#8221; vorzulegen. Dass die heutige Meldung jetzt über die Presse gespielt wird, kann man getrost als Begleitung dieser internen Bemühungen sehen. Der öffentliche Druck soll damit die Vehandlungsbereitschaft des Bundesjustizministeriums erhöhen. Gleichzeitig ist diese Meldung ein offenkundiger Zustandsbericht, dass man seitens der Befürworter aus den Reihen der Hardliner der Koalition und der Lobbyisten der Presseverleger nicht weiter kommt.</p>
<p>In der Meldung heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Gesetzentwurf ist überfällig&#8221;, sagte der Rechtspolitiker und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Krings (CDU) dem Nachrichtenmagazin &#8220;Focus&#8221;. Dabei müsse sich die Ministerin am Beschluss des Koalitionsausschusses orientieren, dieser sei &#8220;die Blaupause für die Bundesregierung&#8221;.</p></blockquote>
<p><span id="more-4118"></span>Es ist richtig, dass der Gesetzentwurf überfällig ist, nimmt man die Ankündigung des Bundesjustizministeriums aus dem vergangenen Jahr als Maßstab. Gleichzeitig ist es aber auch richtig, dass der Gesetzesentwurf, und hier sprechen wir vom sogenannten &#8220;3.Korb&#8221; nicht kommt. Ursprünglich war eine umfassende Reform des Urheberrechts insbesondere zugunsten von Wissenschaft und Forschung angedacht. Geblieben ist nach öffentlichen Aussagen eines Vertreters des Bundesjustizministeriums bei einer Veranstaltung zum &#8220;Tag des geistigen Eigentums&#8221; im 3. Korb als wichtigste Regelung nur das &#8220;Leistungsschutzrecht für Presseverlage&#8221; plus ein paar randständige Regelungen. Ergo, der 3.Korb ist faktisch das &#8220;Leistungsschutzrecht für Presseverlage&#8221;. Da das Leistungsschutzrecht nach allen bekannten Informationen dem Grunde nach wesentliche Einschnitte in die Art und Weise wie wir miteinander kommunizieren plus eine Vielzahl weiterer &#8220;Kollateralschäden&#8221; haben wird, muss es abgelehnt werden.</p>
<blockquote><p>Unionsfraktions-Vize Kings betonte in &#8220;Focus&#8221;, es müsse &#8220;endlich umgesetzt werden, was die Koalitionsspitze richtigerweise beschlossen hat&#8221;. Er erwarte &#8220;auf jeden Fall noch vor der Sommerpause einen Entwurf&#8221;.</p></blockquote>
<p>Selbstverständlich erwartet Krings bis zur Sommerpause einen Entwurf. Denn alles was bis zum Ende des Herbst nicht durch den Gesetzgebungsprozess durch ist, wird in dieser Legislaturperiode nichts mehr werden und in den Mühlen des Bundestagswahlkampfs zerrieben. Es bleibt zu hoffen, dass das Bundesjustizministerium seine Überlegungen zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage sehr genau und mit aller Zeit der Welt überlegt und abwägt. Zwingend notwendig ist hier beispielsweise ein ökonomisches Folgegutachten der Einführung eines solch weitreichenden Gesetzes um die finanziellen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft wie auch für Innovationen und Innovationsbereitschaft von Unternehmen abschätzen zu können. Auch müssen schwierigste Abgrenzungsfragen beispielsweise zur Frage der &#8220;Gewerblichkeit&#8221; gelöst werden. Ansonsten drohen jahrelange sehr unbefriedigende Rechtsstreitigkeiten zu Lasten vieler und auch zu Lasten des Urheberrecht als gesellschaftlich akzeptierte Größe. Die Erosion der Akzeptanz würde mit einer solchen Regelung zügig fortschreiten.</p>
<blockquote><p>Der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Stephan Scherzer, sagte &#8220;Focus&#8221;: &#8220;Wenn der überfällige Gesetzesvorschlag nun noch weiter auf sich warten lasse, ist das ein Armutszeugnis.&#8221; Noch setze man aber darauf, dass &#8220;die Koalition die Presse tatsächlich unterstützt&#8221;.</p></blockquote>
<p>Dies ist nicht nur so ein dahin gesagter Satz, dies ist das schärfste Schwert mit dem die Zeitungsverleger der Politik ihre Zähne zeigen. Und ja, es ist als Drohung zu werten, dass die Begünstigung der Koalition durch Teile der Presse aufhören würde, wenn ein solches Gesetz nicht kommt. Nicht neu, trotzdem aber wieder einmal ein Armutszeugnis des Verbandes der deutschen Zeitschriftenverleger. Hier wurde das Mantra der &#8220;Vierten Gewalt&#8221; gründlich missverstanden. Da die Strategie aber zu offensichtlich ist, bleibt zu hoffen, dass die Politiker der Koalition dieses Ansinnen schon per se vehement zurückweisen werden.</p>
<p>Disclaimer: Der Autor ist auch bei <a href="http://leistungsschutzrecht.info/">IGEL &#8211; Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht</a> aktiv und berichtet dort über Stellungnahmen, Stimmen und Argumente pro und contra eines Leistungsschutzrechts für Presseverleger.</p>
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		<title>Save the Date: Einladung zum ersten Urheber-Nutzer-Dialog</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 07:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir sind der Überzeugung, dass beide Interessengruppen grundsätzlich auf der gleichen Seite stehen und ein gemeinsames Interesse an der Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Urheberrechts haben. Werke werden geschaffen, damit sie gesehen, gelesen, gehört und genutzt werden. Nutzer sind nicht Gegner, sondern der Adressat von Werken. Nutzer sind gleichzeitig immer öfter auch Urheber und Urheber sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind der Überzeugung, dass beide Interessengruppen grundsätzlich auf der gleichen Seite stehen und ein gemeinsames Interesse an der Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Urheberrechts haben. Werke werden geschaffen, damit sie gesehen, gelesen, gehört und genutzt werden. Nutzer sind nicht Gegner, sondern der Adressat von Werken. Nutzer sind gleichzeitig immer öfter auch Urheber und Urheber sind immer gleichzeitig Nutzer. Leider wird die Diskussion um das Urheberrecht in den letzten Jahren in Form von Kampagnen und öffentlichen Angriffen sehr polarisierend geführt. Wir meinen, dass es Zeit ist, aufeinander zuzugehen und einem gemeinsamen Weg zu suchen, um Lösungen zu finden, die allen Seiten gerecht werden. </p>
<p>Der Urheber-Nutzer-Dialog soll in einem konstruktiven Rahmen das gegenseitige Verständnis für unterschiedliche Einschätzungen und Ansätze fördern, Vertrauen aufbauen, Vorurteile und Ängste abbauen. Es geht darum, die gemeinsamen Interessen an einer vielfältigen Kultur- und Kreativlandschaft herauszustellen, Nutzungsmöglichkeiten für Werke zu verbessern und Vorstellungen zu entwickeln, wie Urheber finanziell und rechtlich besser abgesichert werden können. </p>
<p>Auf dem ersten Treffen wird gesammelt: Die Beteiligten können ihre Standpunkte deutlich machen und gemeinsam eine detailliertere Agenda entwickeln. Das Verfahren und die Rahmenbedingungen des Dialoges werden gemeinsam vor Ort entwickelt. Es dient auch dazu, Schlüsselthemen zu identifizieren, um die weitere Arbeit vorzubereiten. Das erste gemeinsame Treffen wird öffentlich sein, spätere Treffen können – um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen – auch im kleineren, nicht-öffentlichen Kreis stattfinden.</p>
<p>Zum ersten Urheber-Nutzer-Dialog sind Künstler, Kreative, Vertreter von Urheberverbänden, Nutzer und Vertreter von Nutzerinitiativen und -einrichtungen eingeladen. Die Teilnehmer bringen ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Kompetenzen zusammen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu beleuchten und daraus Handlungsmöglichkeiten jenseits bestehender Gräben zu entwickeln. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft, konstruktiv über Lösungen zu diskutieren, wie ein ausgleichendes Urheberrecht in Zukunft aussehen soll. </p>
<p>In diesem Sinne laden wir zum ersten Treffen am </p>
<p><strong>11. Mai 2012 von 14 Uhr bis 17 Uhr in der <a href="http://www.homebase-berlin.net/">Homebase</a> (Köthener Str. 44, 10963 Berlin). </strong></p>
<p>Zur besseren Planung bitte wir um <strong>Anmeldung zur Veranstaltung</strong> an: otto@irights.info </p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Philipp Otto</p>
<p>für das Team von iRights.info – Urheberrecht in der digitalen Welt</p>
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		<title>RBB Fritz Trackback, Folge 271: Künstlereinkommen, Störer-WLANs, Regeners Rant, Schriftbau, Julia</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 07:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag war das Urheberrecht Hautpthema in Marcus Richters Sendung Trackback auf Fritz (RBB). Mit dabei (bei Minute 10:44) iRights.info-Redaktuer Matthias Spielkamp über den Streit zwischen Musikpiraten und VUT (Links dazu: Piraten-Studie zu Musiker-Einkommen: Widersprüchliche Zahlen und Spaß mit Zahlen: Die Musikpiraten und der VUT) Bei Minute 32:26 erklöärt Fritz Effenberger, warum er Sven Regeners [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag war das Urheberrecht Hautpthema in <a href="http://www.fritz.de/inside/team/fritz_team/1185.html">Marcus Richters</a> Sendung <a href="http://trackback.fritz.de/2012/03/24/trb-271-kunstlereinkommen-storer-wlans-regeners-rant-schriftbau-julia/">Trackback</a> auf Fritz (RBB).</p>
<p>Mit dabei (bei Minute 10:44) iRights.info-Redaktuer Matthias Spielkamp über den Streit zwischen Musikpiraten und VUT (Links dazu: <a href="http://irights.info/index.php?q=node/2176">Piraten-Studie zu Musiker-Einkommen: Widersprüchliche Zahlen</a> und <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/21/spas-mit-zahlen-die-musikpiraten-und-der-vut/">Spaß mit Zahlen: Die Musikpiraten und der VUT</a>)</p>
<p>Bei Minute 32:26 erklöärt <a href="http://11k2.wordpress.com/2012/03/22/sven-regener-du-erzahlst-unsinn-und-ich-erklar-dir-warum/">Fritz Effenberger</a>, warum er <a href="http://irights.info/index.php?q=node/2178&#038;Kategorie=Homepage">Sven Regeners Rant</a> für mehr Urheberrecht für Unsinn hält.</p>
<p>Hier das alles zum Anhören:</p>
<p><span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://s2.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://s2.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Ftrackback.fritz.de%2Fpodpress_trac%2Fweb%2F3066%2F0%2Ftrb_120324.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /><param name='wmode' value='opaque' /></object></p></span><br />
<a href="http://trackback.fritz.de/podpress_trac/web/3066/0/trb_120324.mp3">MP3 runterladen</a></p>
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		<title>NDR ZAPP zu Urheberrecht und Leistungschutzrecht: Selbstbedienung der Verlage</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 15:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das NDR-Medienmagazin ZAPP hat gestern über den Umgang von Presseverlagen mit dem Urheberrecht im allgemeinen, freien Journalisten im speziellen und der Forderung nach einem Leistungsschutzrecht berichtet. Mit dabei auch iRights.info-Redakteur Matthias Spielkamp. Auf der Website der Sendung sind auch die Langversionen der Interviews mit Spielkamp und Peter Traubald, Chefredakteur der &#8220;Madsack Heimatzeitungen&#8221;, zu sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das NDR-Medienmagazin <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/index.html">ZAPP</a> hat gestern über den Umgang von Presseverlagen mit dem Urheberrecht im allgemeinen, freien Journalisten im speziellen und der Forderung nach einem Leistungsschutzrecht berichtet. Mit dabei auch iRights.info-Redakteur Matthias Spielkamp.</p>
<p><iframe width="448" height="252" src="http://www.youtube.com/embed/OEVsCLVsDR4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auf der <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/urheberrecht113.html">Website der Sendung</a> sind auch die Langversionen der Interviews mit Spielkamp und Peter Traubald, Chefredakteur der &#8220;Madsack Heimatzeitungen&#8221;, zu sehen.</p>
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		</item>
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		<title>Nachrichtenagentur dapd entschuldigt sich bei Jens Weinreich für &#8216;Versehen&#8217;</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/13/nachrichtenagentur-dapd-entschuldigt-sich-bei-jens-weinreich-fur-versehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 20:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir hatten heute früh über die Abmahnung des Sportjournalisten Jens Weinreich durch eine Rechtsanwaltskanzlei im Auftrag der Nachrichtenagentur dapd berichtet. Diese warf ihm eine Urheberrechtsverletzung in seinem Blog vor und verlangte Schadensersatz. Weinrich hatte den entsprechenden Beitrag nach Eingang des Schreibens gelöscht. Er ärgerte sich aber darüber, dass eine Lizenzgebühr bei der Berechnung des geforderten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten heute früh über die Abmahnung des Sportjournalisten Jens Weinreich durch eine Rechtsanwaltskanzlei im Auftrag der Nachrichtenagentur dapd <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/13/nachrichtenagentur-dapd-droht-sportjournalist-jens-weinrich-mit-klage/">berichtet</a>. Diese warf ihm eine Urheberrechtsverletzung in seinem Blog vor und verlangte Schadensersatz. Weinrich hatte den entsprechenden Beitrag nach Eingang des Schreibens gelöscht. Er ärgerte sich aber darüber, dass eine Lizenzgebühr bei der Berechnung des geforderten Schadensersatzes zu Grunde gelegt wurde, die weit über dem lag, was die Nachrichtenagentur, laut Kritik des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) aus dem vergangenen Jahr, ihren freien Journalisten zahle.</p>
<p>Nun hat die dapd einen Rückzieher gemacht. Weinreich schreibt dazu in seinem Blog:</p>
<blockquote><p>Ich habe am Nachmittag zwei Emails aus dem dapd-Office erhalten. Demnach ist die Schadenersatzforderung gegen mich, über die ich heute morgen berichtet habe, gegenstandslos. Gut so.</p></blockquote>
<p>Und weiter:</p>
<blockquote><p>Es ist von einem Versehen die Rede, eine Entschuldigung gab es auch. Leider möchte der dapd-Verantwortliche, der sich am Morgen erstmals telefonisch bei mir gemeldet hatte, nicht, dass ich seine Emails veröffentliche. Er möchte auch nicht zitiert werden. Das finde ich sehr schade, weil ich seine Sätze im Grunde – in meinem Fall – als durchaus nachvollziehbar empfunden habe. Das muss ich aber, leider, respektieren.</p></blockquote>
<p>Weinrich hat in seinem Blog eine <a href="http://www.jensweinreich.de/2012/03/13/dapd-sagt-schadenersatzforderung-gegenstandslos/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=twitter&amp;utm_campaign=Feed%3A+jensweinreich%2FGEtX+%28jens+weinreich%29">ausführliche Bewertung des Vorganges</a>, ergänzt durch weitere Aspekte der Diskussion um die Praxis des Urheberrechts, veröffentlicht.</p>
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		<item>
		<title>Update: Nachrichtenagentur dapd droht Sportjournalist Jens Weinreich mit Klage</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 07:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Update: Die Nachrichtenagentur dapd hat heute mitgeteilt, es habe sich um ein &#8216;Versehen&#8217; gehandelt. Der Sportjournalist Jens Weinreich hat vor ein paar Tagen im Auftrag der Nachrichtenagentur dapd unangenehme Post von der Anwaltskanzlei &#8220;KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbh&#8221; bekommen. Der Vorwurf: &#8220;Urheberrechtsverletzung auf ihrer Webseite&#8221;. Konkreter: Weinreich habe einen Text, für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Update:</strong> Die Nachrichtenagentur dapd hat heute <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/13/nachrichtenagentur-dapd-entschuldigt-sich-bei-jens-weinreich-fur-versehen/">mitgeteilt</a>, es habe sich um ein &#8216;Versehen&#8217; gehandelt.</p>
<p>Der Sportjournalist Jens Weinreich hat vor ein paar Tagen im Auftrag der Nachrichtenagentur dapd unangenehme Post von der Anwaltskanzlei &#8220;KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbh&#8221; bekommen. Der Vorwurf: &#8220;Urheberrechtsverletzung auf ihrer Webseite&#8221;. Konkreter: Weinreich habe einen Text, für den die dapd das ausschließliche Nutzungsrecht besitzt, ohne Lizenz auf seiner Website veröffentlicht. Dafür verlangt die Kanzlei nun Schadensersatz. Das anwaltliche Schreiben hat er jetzt in seinem Blog <a href="http://www.jensweinreich.de/2012/03/13/vom-urheberrecht-oder-wie-dapd-zu-geld-kommen-will/?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=twitter&#038;utm_campaign=Feed%3A+jensweinreich%2FGEtX+%28jens+weinreich%29">veröffentlicht</a>.</p>
<p>Nach Eingang des Schreibens hat Weinreich den entsprechenden Text gelöscht. er schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>Von mir verlangt man für ein Zitat aus dem Oktober 2008, das von AP Deutschland stammt und das ich nun nach Eingang der Anwaltspost gelöscht habe, insgesamt 463,07 Euro.</p></blockquote>
<p>Übel stößt ihm nun insbesondere auf, dass sich die Anwaltskanzlei bei der Berechnung der Gebühren auf die <a href="http://www.djv.de/Verguetungsregeln.1174.0.html">Vergütungsregeln</a> für freie Journalisten beruft:</p>
<blockquote><p>Das ist besonders frech und absurd, denn diese Vergütungsregeln hält kaum eines (oder eher: keines) jener Medienunternehmen ein, die derzeit wie irre aufs Urheberrecht/Leistungsschutzrecht pochen, und wohl auch nicht dapd, denn da schrieb mal jemand von “Dumpinglöhnen”</p></blockquote>
<p>Hintergrund ist die im vergangenen Jahr geäußerte <a href="http://meedia.de/print/77-euro-tagessatz-die-dapd-dumpingloehne/2011/02/25.html">Kritik</a> des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) an den Honorarsätzen der Nachrichtenagentur dapd. Danach soll die Tagespauschale für Journalisten bei der dapd für bis zu acht Stunden Arbeit bei 77 Euro liegen. Den Widerspruch zwischen den Vergütungen die Journalisten nach den hausinternen Vergütungssätzen bekommen und den nun im anwaltlichen Schreiben gegenüber Weinreich geltend gemachten entgangenen Lizenzkosten in Höhe von 300 Euro kritisiert er heftig.</p>
<p>Weinreich hat die Nachrichtenagentur inzwischen angeschrieben und auf diesen Widerspruch hingewiesen. Eine Reaktion ist bislang noch nicht erfolgt.</p>
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		<title>Niggemeier im Spiegel zur Debatte um das Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 12:49:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Raubkopie &#8211; Das ganze Elend der Urheberrechts-Diskussion steckt in diesem einen Wort&#8221;, so lauten Überschrift und Untertitel des Beitrages von Stefan Niggemeier, der in der heutigen Ausgabe des Print-Spiegel erschienen ist. Niggemeier bilanziert die Widersinnigkeit von Begrifflichkeiten, die Interessen der Beteiligten und analysiert das Verhältnis zwischen Kunden und Anbietern. Ein lesenswerter Beitrag und deswegen eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Raubkopie &#8211; Das ganze Elend der Urheberrechts-Diskussion steckt in diesem einen Wort&#8221;, so lauten Überschrift und Untertitel des Beitrages von Stefan Niggemeier, der in der heutigen Ausgabe des Print-Spiegel erschienen ist. Niggemeier bilanziert die Widersinnigkeit von Begrifflichkeiten, die Interessen der Beteiligten und analysiert das Verhältnis zwischen Kunden und Anbietern. Ein lesenswerter Beitrag und deswegen eine Kaufempfehlung für den heutigen Spiegel.</p>
<p>Zum Begriff &#8220;Raubkopie&#8221; führt Niggemeier aus:</p>
<blockquote><p>Das Bild von der Raubkopie ist falsch. Ein Raub ist im Grundsatz das gewaltsame Wegnehmen fremder Sachen. Es lässt sich schon darüber streiten, ob beim ungenehmigten Kopieren jemandem tatsächlich eine Sache weggenommen wird. Ganz sicher aber lässt sich feststellen, dass ihm dabei keine Gewalt angetan wird. Wenn wir von Raubkopierern sprechen, machen wir aus Menschen, die einen Inhalt ungenehmigt nutzen, Gewalttäter.</p></blockquote>
<p>Erst durch die Verwendung dieses Begriffes sieht der Autor eine gefühlt geschaffene Legitimation für drastische Sanktionen gegen die, die man so bezeichnet. Das Ziel, mit Hilfe der Sprache zu diskreditieren und Sanktionsmaßnahmen mehrheitsfähig zu machen, sei aber vollends gescheitert, denn, vielen Menchen sei durch Kampagnen wie &#8220;Raubkopierer sind Verbrecher&#8221; bewusst geworden, dass:</p>
<blockquote><p>Jemand der so offensichtlich unlauter argumentiert, konnte nicht im Recht sein.</p></blockquote>
<p>Dies sei einer der Gründe dafür, dass der Graben zwischen den Rechteverwertern auf der einen, und dem Publikum auf der anderen Seite so tief sei. Niggemeier kritisiert die Rechteindustrie dafür, dass sie davon ausgehe, ein &#8220;gottgebenes Recht&#8221; zu haben, den Umgang mit ihren Werken vollständig zu kontrollieren. Sie tue so, &#8220;als seien Schwarzkopien verantwortlich für ihren Niedergang&#8221;.</p>
<p>Weiter kritisiert der Autor dass die Nutzer als Kunden in der Debatte &#8220;an den Rand gewischt werden&#8221;. Die Unterhaltungsindustrie habe den alten Leitsatz &#8220;Der Kunde ist König&#8221; ignoriert, denn:</p>
<blockquote><p>Sie haben ihre Angebote künstlich verknappt oder das, was der Kunde wollte, nur im Paket mit dem angeboten, was der Kunde nicht wollte. Nicht der Kunde war König, sondern der eigene Profit. Dann kam das Internet.</p></blockquote>
<p>Nun war der Kunde plötzlich machtvoller Mitentscheider über das was er haben wollte und was nicht. Angebote die dem nicht entsprachen wurden unattraktiv. Niggemeier fasst zusammen:</p>
<blockquote><p>Es ist nicht so, dass die Menschen im Internet alles kostenlos wollen. Aber sie wollen alles, und zwar sofort. Sie wollen nicht mehr warten bis ihre amerikanische Lieblingsserie mit Monaten Verspätung in Deutschland als DVD oder zum Download angeboten wird. Und wenn sie nicht legal zu bekommen sind, nehmen viele sie auch illegal.</p></blockquote>
<p>Schärfere Sanktionen als Reaktion seien der falsche Weg, vielmehr müsse aus der Nachfrage der Kunden ein Markt geschaffen werden. Dies zeige nicht zuletzt der Erfolg von Apples iTunes beim Download von Musik. Dies gehe mit einem kontrollierten Kontrollverlust einher. Wie problematisch die Frage der Kontrolle in Zukunft sein wird, deutet Niggemeier mit dem Hinweis auf die &#8220;Verwirklichung der kühnsten Kontrollträume der Produzenten und Veranstalter&#8221; an. Kontrollverlust um den Markt zu befeuern auf der einen, maximale Kontrolle und Verwertungsmöglichkeiten durch den Einsatz von ausgeklügelten Mechanismen des Digitalen-Rechte-Managements (DRM) auf der anderen Seite, werden in der Zukunft eine der zentralen Fragen der Verteilung und Verwertung von digitalen Gütern sein. Hierzu wären weitere Ausführungen von Niggemeier wünschenswert gewesen, vielleicht ja in einem der nächsten Artikel.</p>
<p>Niggemeier widmet sich auch der sprachlichen Bedeutung und Verwendung des Begriffes &#8216;Eigentum&#8217; bzw. des &#8216;geistigen Eigentums&#8217; und betont nochmals den Unterschied des analogen Eigentums durch die Art der Verwendungsmöglichkeit im Unterschied zu den Verwendungsmöglichkeiten von erworbenen Waren des &#8216;geistigen Eigentums&#8217;. Letzterer sei eine &#8220;interessensgesteuerte Metapher&#8221;.</p>
<p>Am Ende seines Beitrages geht Niggemeier auf die aktuelle Diskussion zur geplanten Einführung eines Leistungsschutzrechtes für Presseverlage ein. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>Ein Grund warum die Debatten um das Urheberrecht so furchtbar und fruchtlos sind, liegt darin, dass es missbraucht wird. Das geplante Leistungsschutzrecht zeigt es. Mit größter Verbissenheit haben die Verlage dafür gekämpft, als wären Angebote wie Google News für die Probleme der Verlage verantwortlich. Sie sind es nicht, und ein Leistungsschutzrecht wird die Probleme nicht lösen.</p></blockquote>
<p>Er macht dabei zudem deutlich, dass die &#8220;Rechteverwerter keine glaubwürdigen Vertreter der Interessen der Urheber&#8221; seien. Dies zeige sich beispielsweise daran, dass die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage &#8220;den Urhebern Verträge zu ihrem Nachteil diktieren wollen, die von Gerichten als gesetzeswidrig kassiert wurden.</p>
<p>Niggemeier schließt mit der Feststellung, dass es nicht Sorge der Industrie sei, dass in Zukunft keine kreativen Werke mehr entstehen, die Sorge sei vielmehr die, dass mit diesen Produkten nicht mehr so viel Geld wie bisher zu verdienen sei: &#8220;Sie kämpfen nicht für das Urheberrecht, sondern für ein Profitschutzrecht&#8221;.</p>
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		<title>Bundesjustizministerin verliert beim Leistungsschutzrecht ihre Homebase</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 07:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wochenenden scheinen bei der aktuellen Diskussion um die Einführung eines sogenannten Leistungsschutzrechts für Presseverlage enorm an Bedeutung zu gewinnen. Nachdem bereits am vergangenen Sonntag der Koalitionsausschuss bekräftigt hatte, und dafür heftig kritisiert wurde, er wolle ein solches Recht einführen, ist nun die Bayerische FDP an der Reihe. Am gestrigen Samstag hat der Landesverband bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wochenenden scheinen bei der aktuellen Diskussion um die Einführung eines sogenannten Leistungsschutzrechts für Presseverlage enorm an Bedeutung zu gewinnen. Nachdem bereits am vergangenen Sonntag der Koalitionsausschuss bekräftigt hatte, und dafür <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/05/schwarzer-tag-fur-das-urheberrecht-boni-fur-presseverlage/">heftig kritisiert</a> wurde, er wolle ein solches Recht einführen, ist nun die Bayerische FDP an der Reihe. Am gestrigen Samstag hat der Landesverband bei seinem Parteitag in Lindau nach Angaben des FDP-Netzpolitikers Jimmy Schulz &#8220;<a href="https://twitter.com/#!/jimmyschulz/status/178501353084162048">mit überwältigender Mehrheit</a>&#8221; das Leistungsschutzrecht für Presseverlage abgelehnt. Diese Entscheidung hat nicht nur Auswirkungen für Bayern, sondern auch bundespolitische Bedeutung. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger kommt aus diesem Landesverband, und verliert mit der Ablehnung des Leistungsschutzrechtes ihre Homebase um ein solches einzuführen.</p>
<p>Dabei sah am Anfang noch alles gut aus und die Bundesjustizministerin war voller Optimismus. Laut ihres <a href="http://www.fdp-bayern.de/files/10235/Rede_SLS_LPT_Lindau.pdf">Redemanuskripts</a> (&#8220;Es gilt das gesprochene Wort&#8221;) gab sie den Delegierten folgende Worte mit auf den Weg:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) die FDP Bayern war immer der programmatische Nährboden der Bundespartei. Der bayerische Landesverband verkörpert seit Jahren den ganzheitlichen Liberalismus wie kein anderer Verband.</p></blockquote>
<p>Und dann kommt laut Redemanuskript ein Satz, an dem sie sich wird messen lassen müssen:</p>
<blockquote><p>Die FDP Bayern wird heute inhaltliche Entscheidungen treffen, die unser Handeln in den nächsten Jahren prägen werden.</p></blockquote>
<p>Und dann, kawumm, der Antrag der Jungen Liberalen Bayerns und von Jimmy Schulz wird angenommen. Das Leistungsschutzrecht aus der Agenda gestrichen, die Bundesjustizministerin als Vorsitzende ihres eigenen Landesverbandes überstimmt. Im <a href="http://jimmy-schulz.netactive.de/leistungschutzrecht-ablehnen">Antrag</a> heißt es:</p>
<blockquote><p>Dieses Vorhaben (Anm.: die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage) lehnt die FDP Bayern vehement ab, da dieser nationale Alleingang Kernelemente des Internets einschränkt und der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs widerspricht.</p></blockquote>
<p>Die Bundesjustizministerin wird mit einem großen Kater zurück nach Berlin fahren. Es ist nicht schwer zu prognostizieren, dass sich die Bundesjustizministerin gerade in innerer Einkehr befindet und für sich eine spannende politische Frage zu lösen hat.</p>
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		<title>Presseverleger Jakob Augstein: &#8220;Haltlose Forderung nach Leistungsschutzrecht&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 12:17:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Schwarz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Presseverleger des &#8220;Freitag&#8221; Jakob Augstein hat sich mit deutlichen Worten auf Freitag.de zur Debatte um die Einführung eines Leistungsschutzrecht für Presseverlage geäußert und wirft den Befürwortern eine bizarre Lobbyismus-Kampagne vor. Diese werde keine Aussicht auf Erfolg haben. „Das Internet ist zu großartig, um es Springer und Co. zu überlassen“, schreibt Augstein gleich zu Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Presseverleger des &#8220;Freitag&#8221; Jakob Augstein hat sich mit <a href="http://www.freitag.de/politik/1210-das-internet-ist-zu-gro-artig-um-es-springer-und-co-zu-berlassen">deutlichen Worten</a> auf Freitag.de zur Debatte um die Einführung eines Leistungsschutzrecht für Presseverlage geäußert und wirft den Befürwortern eine bizarre Lobbyismus-Kampagne vor. Diese werde keine Aussicht auf Erfolg haben. „Das Internet ist zu großartig, um es Springer und Co. zu überlassen“, schreibt Augstein gleich zu Anfang seines Beitrages.</p>
<p>Jakob Augstein sieht die eigentliche Bedeutung der Debatte in der Offenlegung der „verderblichen Wirkung des Lobbyismus“ und der Zurschaustellung „wie unsinnig industriepolitische Bemühungen in einem Umfeld sind, dass einem dynamischen Wandel unterworfen ist.“ Die Verlage fordern von der Politik schon seit Jahren einen stärkeren rechtlichen Schutz ihrer Interessen. Den sei die Politik aber bis heute schuldig geblieben. Der aktuelle Koalitionsbeschluss ändert daran auch wenig und könne, aufgrund der sehr ungenauen Formulierungen, nicht einmal als Teilerfolg für die Verlage betrachtet werden.</p>
<p>Für Augstein liegt der ungenaue Charakter des Beschlusses zum einen in der „Hilflosigkeit der Politik“ mit dem Thema umzugehen, zum anderen in den bisher nicht erbrachten Beweisen durch die Verlage, wo denn das Problem eigentlich liegen solle, für das man ein Leistungsschutzrecht brauche. Weder verlören die Verlage Geld durch illegal kopierte Texte im Internet, noch verdiene Google daran bzw. kopiere Google selbst Texte. Bei der Diskussion verrennen sich die Verlagslobbyisten in Widersprüchen, allen voran der Springer-Konzerngeschäftsführer Public Affairs, Christoph Keese, wie Jakob Augstein aufzeigt.</p>
<p>Hinter diesen Widersprüchen vermutet Jakob Augstein den „Versuch der Verlage, das eigene Versagen im Netz durch die Hintertür der Politik wiedergutzumachen“, um doch noch die anachrononistische „Springer-Version eines kommerziell kontrollierten Netzes“ zu verwirklichen. Ein Versuch, der nach Jakob Augstein zum Scheitern verurteilt ist. Egal wie sehr die Verlage ihre haltlosen Forderungen wiederholen würden, die Kontrolle des Netzes der privaten als auch der öffentlich-rechtlichen Nutzung zu entziehen, wird laut Augstein scheitern. Der Beitrag endet mit der Festestellung: „Aber auch eine noch so willfährige Politik kann nicht dafür sorgen, dass im Netz die Flüsse aufwärts fließen und die Hasen Jäger schießen.“</p>
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		<title>Fachjournalisten gegen Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/09/fachjournalisten-gegen-einfuhrung-eines-leistungsschutzrechts-fur-presseverlage/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 10:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Otto</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) hat sich in einer Erklärung vom 08. März 2012 gegen den Beschluss des Koalitionsausschusses zur Einführung eines neuen Leistungsschutzrechts für Presseverlage gestellt. Der DFJV kritisiert den &#8220;Kniefall der Politik vor der Verlegerlobby und (die) fehlende Weitsichtigkeit der Koalition&#8221;. In der Erklärung des über 11.000 Mitglieder starken Vertretungsorgans der Fachjournalisten heißt es: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) hat sich in einer <a href="http://www.dfjv.de/home/news_einzelansicht/article/2/leistungsschutzrecht-dfjv-kritisiert-kniefall-der-politik-vor-der-verlegerlobby-und-fehlende-weitsi.html?cHash=30b08a1646">Erklärung</a> vom 08. März 2012 gegen den <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/05/schwarzer-tag-fur-das-urheberrecht-boni-fur-presseverlage/">Beschluss des Koalitionsausschusses</a> zur Einführung eines neuen Leistungsschutzrechts für Presseverlage gestellt. Der DFJV kritisiert den &#8220;Kniefall der Politik vor der Verlegerlobby und (die) fehlende Weitsichtigkeit der Koalition&#8221;. In der Erklärung des über 11.000 Mitglieder starken Vertretungsorgans der Fachjournalisten heißt es:</p>
<blockquote><p>Der DFJV schätzt die aktuellen Bestrebungen zur Einführung eines Leistungsschutzrechts als innovationshemmend und rückwärtsgewandt ein. Für den DFJV bestehen berechtigte Zweifel daran, dass es den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen darum geht, zukunftsfeste Grundlagen für „Qualitätsjournalismus“ im Internet zu schaffen. Vielmehr versuchen sie, überkommene Geschäfts- und Erlösmodelle zuungunsten der (freien) Journalisten zu stärken.</p></blockquote>
<p>Der DFJV befürchtet zudem, dass die freien Journalisten als Urheber vieler Beiträge mit der geplanten Einführung eines solchen Leistungsschutzrechtes &#8220;recht wenig von der angekündigten Beteiligung zu erwarten haben&#8221;. Der Verband hat angekündigt, die weiteren Entwicklungen genau zu beobachten und die Interessen der Fachjournalisten nach Veröffentlichung des Referentenentwurfs weiter deutlich zu artikulieren.</p>
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