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	<title>iRights.info - Blog &#187; Robert A. Gehring</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Schutzfristverlängerung: Abstimmung im EU-Parlament vertagt</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 09:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie die Initiative Sound Copyright gestern berichten konnte, ist die Abstimmung über die Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzfrist für Musikaufnahmen in der EU auf Ende April vertagt worden. Laut Sound Copyright konnten sich die &#8220;Präsidenten der verschiedenen politischen Gruppen im EU-Parlament nicht auf einen Konsens verständigen&#8221;. Nun soll im so genannten Trilog (via Wikipedia) zwischen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die Initiative Sound Copyright gestern <a href="http://www.soundcopyright.eu/blog/meps-back-copyright-term-extension-vote" target="_blank">berichten</a> konnte, ist die Abstimmung über die Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzfrist für Musikaufnahmen in der EU auf Ende April vertagt worden. Laut Sound Copyright konnten sich die <em>&#8220;Präsidenten der verschiedenen politischen Gruppen im EU-Parlament nicht auf einen Konsens verständigen&#8221;</em>.</p>
<p>Nun soll im so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trilog" target="_blank">Trilog</a> (via Wikipedia) zwischen der EU-Kommission, dem EU-Rat und dem EU-Parlament nach einer Lösung gesucht werden, die Ende April &#8212; also noch vor den Wahlen zum neuen EU-Parlament &#8212; zur Abstimmung gestellt werden könnte.</p>
<p>Erst vor einer Woche hatten sich europäische Wissenschaftler öffentlich gegen eine Schutzfristverlängerung <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/03/12/schutzfristverlangerung-fur-musikaufnahmen-mehr-geld-fur-tote-musiker/" target="_blank">ausgesprochen</a>.</p>
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		<title>USA: Webcaster und SoundExchange einig über Urheberabgaben</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 09:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[In den USA wurde der langwierige Streit zwischen Webcastern und den Plattenfirmen über angemessene Urheberabgaben beigelegt. Im Februar einigten sich die Webcaster mit der Verwertungsgesellschaft SoundExchange.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den USA wurde der langwierige Streit zwischen Webcastern und den Plattenfirmen über angemessene Urheberabgaben beigelegt. Im Februar einigten sich die Webcaster mit der Verwertungsgesellschaft SoundExchange.<br />
<span id="more-1082"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/e085ec63d5344f99a9eeaa68b675c2d5" width="1" height="1" alt=""><br />
Die US-Webcaster können Aufatmen. Mitte Februar einigten sich sowohl das öffentliche Sendernetzwerk Corporation for Public Broadcasting (CPB) als auch der nationale Rundfunkverband National Association of Broadcasters (NAB) und eine ganze Reihe kleiner Webcaster auf Urheberabgaben für die im Internet von den Sendern verbreitete Musik. Mit der Veröffentlichung der <a href="http://www.copyright.gov/fedreg/2009/74fr9293.pdf" target="_blank">Verträge im US-Bundesanzeiger</a> (englisch, PDF) erlangte die Vereinbarung Rechtsgültigkeit. Die beteiligten Webcaster haben nun auf absehbare Zeit Rechtssicherheit für den Betrieb ihrer jeweiligen Internetsender.</p>
<p>Die Vereinbarung zwischen der Verwertungsgesellschaft <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/tag/soundexchange/" target="_self">SoundExchange</a> und den Webcastern sieht zusätzlich zu einem jährlich zu entrichtenden Festbetrag von 500 US-Dollar pro Sendekanal gestaffelt steigende Urheberabgaben für die Jahre 2006 bis 2015 vor. Die Vergütungssätze pro Aufführung, das heißt pro individuellem Abruf eines Musikstücks, steigen von 0,0008 US-Dollar für 2006 auf 0,0025 US-Dollar im Jahr 2015. Die Abgaben sind von den Sendern monatlich zu zahlen.</p>
<p>Für die kleinen Webcaster sind Ausnahmebestimmungen vorgesehen, um sie nicht über Gebühr mit bürokratischem Aufwand zu belasten. Statt fixer Beträge pro gesendetes Musikstück können kleine Webcaster eine Pauschalabrechnung nach Sendezeit und erzielten Einnahmen vornehmen. Die anfallenden Urheberabgaben liegen für kleine Webcaster je nach Vorjahresumsatz zwischen mindestens 500 US-Dollar und mindestens 5.000 US-Dollar pro Jahr.</p>
<p>Mit der jetzt erzielten Einigung findet ein jahrelang erbittert geführter Streit zwischen den Betreibern von Internetradiosendern und der &#8220;US-GEMA für digitale Musik&#8221;, SoundExchange, ein vorläufiges Ende. Zwischenzeitlich <a href="http://www.irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews[tt_news]=309&amp;cHash=84e3ec2030" target="_self">drohte</a> den nicht kommerziellen Webradios in den USA sogar das Aus, nachdem das für Urheberabgaben zuständige Copyright Royalty Board (CRB) Anfang 2007 exorbitant hohe Abgabensätze festgelegt hatte. Es kam zu heftigen Protesten einer breiten Allianz von Webcastern, Radiosendern, Softwareherstellern und Medienkonzernen, die schließlich dazu führte, dass sich Kongressabgeordnete als Vermittler einschalteten. Sie drohten mit gesetzlichen Maßnahmen, sollte keine Einigung auf dem Verhandlungswege zustande kommen. Nun hat es schließlich doch noch geklappt.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Three-Strikes-Regelung&#8221;: Irische Internetprovider leisten Plattenfirmen Widerstand</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 08:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Interessenverband der irischen Internetprovider, die Internet Service Provider Association of Ireland (ISPAI), hat freiwillige Vereinbarungen mit der Musikindustrie über Internetsperren für Nutzer bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen abgelehnt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Interessenverband der irischen Internetprovider, die Internet Service Provider Association of Ireland (ISPAI), hat freiwillige Vereinbarungen mit der Musikindustrie über Internetsperren für Nutzer bei wiederholten Urheberrechtsverletzungen abgelehnt.<span id="more-1077"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/ddd3e38917ef483bafcf7864d6d769dd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Die Eroberung von Irland fällt vorerst aus. Die vier großen Musikkonzerne – Universal, Sony, EMI und Warner – sind fürs Erste mit ihrem Vorhaben gescheitert, in Irland allumfassende Internetsperren auf freiwilliger Basis einzuführen. Die meisten irischen Internetprovider wollen dabei nicht mitspielen. In einer <a href="http://www.ispai.ie/docs/20090313copyright.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> (englisch, PDF) griff der Interessenverband ISPAI die Plattenfirmen scharf an:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;Die Internet Service Provider in Irland haben kürzlich im Auftrag der vier großen Plattenfirmen Drohbriefe von deren Anwälten bekommen. Dieses Vorgehen entbehrt jeder rechtlichen Grundlage. Es gibt keinen Beleg für ein Fehlverhalten der Internet Service Provider. Das Vorhaben [der Plattenfirmen] könnte die Privatsphäre der Nutzer verletzen, die Entwicklung neuer Internetdienste behindern und Irlands Position als zentraler E-Commerce-Standort gefährden.&#8221;</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">ISPAI vertritt die Interessen von British Telecom, O2, 3, Vodafone, Irish Broadband, Vodafone und Eircom. Die Internetprovider verweisen zur Begründung ihrer Verweigerung einer Zusammenarbeit mit den Plattenfirmen im Rahmen eines Three-Strikes-Modelles auf das europäische und irische Datenschutzrecht. Das könne man nicht einfach ignorieren, bloß weil es die Musikindustrie so wünsche, machten die ISPs deutlich. Der Musikindustrie warfen sie Versagen vor:</p>
<p class="MsoNormal">
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&#8220;ISPAI ist enttäuscht darüber, wie die Musikindustrie das große Potential des Internets für […] neue Geschäftsmodelle vernachlässigt.&#8221;</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Den Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen den ISPAI und den Plattenfirmen bildet eine Vereinbarung, die Irlands größter Internetprovider, Eircom, Ende Januar mit den vier großen Plattenfirmen vor Gericht getroffen hat. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Plattenfirmen dem Internetprovider Informationen darüber liefern, welche IP-Adressen zum illegalen Dateitausch benutzt werden. Eircom wird dann an Stelle der Plattenfirmen seine Kunden anschreiben und verwarnen. Kunden, die dreimal erwischt worden sind, verlieren ihren Eircom-Internetzugang. Den Kunden stehen keine Rechtsmittel zur Verfügung, um sich gegebenenfalls gegen unrechtmäßige Anschuldigungen durch die Plattenfirmen zu wehren.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung mit Eircom hatte der internationale Verband der Musikindustrie, IFPI, erklärt, die Vereinbarung sei <em>&#8220;freundschaftlich und zur beiderseitigen Zufriedenheit getroffen&#8221;</em> worden. Zugleich hatten die Plattenfirmen angekündigt, auch mit anderen Internetprovidern in Irland vergleichbare Vereinbarungen treffen zu wollen. Für den Fall der Weigerung drohten die Plattenfirmen den ISPs damit, vor Gericht zu ziehen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ob die Plattenfirmen ihre Drohung wahr machen, wird sich nun zeigen müssen. Irische Internutzer können jedenfalls erst einmal aufatmen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>US-Musikindustrie 1990-2007, Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 08:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die RIAA erklärt seit 2007, daß die CD heutzutage ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis habe als früher -- The CD: A Better Value Than Ever (PDF). Um das zu belegen, werden die empfohlenen Verkaufspreise unter Berücksichtigung der Inflationsraten als angeführt. Stimmt das Argument so?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die RIAA erklärt seit 2007, daß die CD heutzutage ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis habe als früher &#8212; <em>The CD: A Better Value Than Ever</em> (<a href="http://76.74.24.142/F3A24BF9-9711-7F8A-F1D3-1100C49D8418.pdf" target="_blank">PDF</a>). Um das zu belegen, werden die empfohlenen Verkaufspreise unter Berücksichtigung der Inflationsraten als angeführt. Stimmt das Argument so?</p>
<p>Die folgende Grafik stellt die Entwicklung der Durchschnittspreise von allen Tonträgern der Entwicklung der Durchschnittspreise von CDs in den Jahren 1990-2007 gegenüber.</p>
<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/prices-of-sound-recordings-1990-2007-032009.png"><img class="alignleft size-large wp-image-1066" style="border: 1px solid black;" title="prices-of-sound-recordings-1990-2007-032009" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/prices-of-sound-recordings-1990-2007-032009-1024x724.png" alt="prices-of-sound-recordings-1990-2007-032009" width="491" height="347" /></a><br />
<span id="more-1065"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/3f37b3c300f4490697d11fc955015f99" width="1" height="1" alt=""><br />
Die Durchschnittspreise unterscheiden nicht zwischen Arten der Tonträger.</p>
<p>Man sieht, daß  CDs zu Beginn der 1990er Jahre deutlich teurer waren als der durchschnittliche Tonträger.</p>
<p>2007 haben sich die Durchschnittspreise und die CD-Preise angeglichen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da praktisch ausschließlich CDs verkauft wurden. Andere Tonträger wurden nur noch in so geringen Stückzahlen verkauft, daß sie so gut wie keinen Einfluß mehr auf den Durchschnittspreis haben.</p>
<h4>Interpretation</h4>
<p>Die ansteigende Fieberkurve der Durchschnittspreise zeigt: Die CD war ein Preistreiber.</p>
<p>Die Plattenfirmen nutzten das neue Medium CD von Beginn an, um den Preis für Musikaufnahmen auf Tonträgern in die Höhe zu treiben.</p>
<p>Das gilt selbst dann, wenn die CD-Preise inflationsbereinigt in den Jahren 1990-2007 praktisch konstant geblieben sein sollten, wie von der RIAA behauptet. (Der Anstieg der Kurve für die Durchschnittspreise ist steiler als der Anstieg der Kurve für die CD-Preise.)</p>
<p>Bei einer differenzierteren Betrachtung der verschiedenen Tonträgertypen, kann man sich die preistreibende Wirkung der CD noch besser vor Augen führen.</p>
<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/selected-prices-of-sound-recordings-1990-2007-032009.png"><img class="alignleft size-large wp-image-1069" style="border: 1px solid black;" title="selected-prices-of-sound-recordings-1990-2007-032009" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/selected-prices-of-sound-recordings-1990-2007-032009-1024x724.png" alt="selected-prices-of-sound-recordings-1990-2007-032009" width="491" height="347" /></a></p>
<p>Nach absoluten Stückzahlen war zu Beginn der 1990er Jahre die MC das dominierende Tonträgermedium bei Longplayern. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten dann die CD und die LP/EP (mit weitem Abstand).</p>
<p>1990 wurden 442 Millionen MCs ausgeliefert und 286 Millionen CDs, aber lediglich noch knapp 12 Millionen LPs/EPs.</p>
<p>Wenn man also die Durchschnittspreise für CDs und MCs vergleicht, kann man feststellen, daß die Preisunterschiede enorm waren: Dieselbe Musik auf CD kostete mindestens 50 Prozent mehr als auf MC.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Aus Sicht der Musikindustrie ist die Hochpreisstrategie mit der CD lange Jahre aufgegangen. Daraus zu schließen, daß CDs eigentlich zu billig sind, bringt aber wohl nur die Musikindustrie zustande.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>ACTA &#8212; Wer schreibt in den USA daran mit?</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/03/17/acta-wer-schreibt-in-den-usa-daran-mit/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 07:52:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Knowledge Ecology International (KEI) hat auf eine Liste der Mitglieder der Beratungsgremien des US-Handelsbeauftragten (USTR) hingewiesen. Der (oder die) Handelsbauftragte ist unter anderem zuständig für die Verhandlungen über das kürzlich zum Staatsgeheimnis erklärte Anti-Piraterie-Abkommen ACTA. Die Mitglieder der Beratungsgremien dürfen laut KEI die streng geheimen ACTA-Unterlagen einsehen. Hier die Zusammensetzung des zuständigen Beratungsausschusses für geistiges [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Knowledge Ecology International (KEI) hat auf eine <a href="http://www.ustr.gov/Who_We_Are/List_of_USTR_Advisory_Committees.html" target="_blank">Liste</a> der Mitglieder der Beratungsgremien des US-Handelsbeauftragten (USTR) <a href="http://www.keionline.org/blogs/2009/03/13/who-are-cleared-advisors/" target="_blank">hingewiesen</a>. Der (oder die) Handelsbauftragte ist unter anderem zuständig für die Verhandlungen über das kürzlich zum Staatsgeheimnis erklärte Anti-Piraterie-Abkommen ACTA. Die Mitglieder der Beratungsgremien dürfen laut KEI die streng geheimen ACTA-Unterlagen einsehen.</p>
<p><span id="more-1060"></span>Hier die Zusammensetzung des zuständigen Beratungsausschusses für geistiges Eigentum:</p>
<blockquote><p>Chairman , Mr. Eric H. Smith<br />
President<br />
<strong>International Intellectual Property Alliance</strong></p>
<p>Vice-Chairman<br />
Mr. Jacques J. Gorlin<br />
President<br />
The Gorlin Group</p>
<p>Sandra M. Aistars, Esq.<br />
Senior Counsel, Intellectual Property<br />
<strong>Time Warner</strong> Inc.</p>
<p>Kira M. Alvarez, Esq.<br />
Director, International Government Affairs<br />
Eli Lilly and Company</p>
<p>Mark Chandler, Esq.<br />
Senior Vice President, General Counsel,<br />
and Secretary<br />
Cisco Systems, Inc.</p>
<p>Ms. Erin L. Ennis<br />
Vice President<br />
The U.S.-China Business Council</p>
<p>Francis (Frank) Z. Hellwig, Esq.<br />
Senior Associate, General Counsel<br />
Anheuser-Busch Companies, Inc.</p>
<p>J. Anthony Imler, Ph.D.<br />
Director, Public Policy, Latin America<br />
Merck &amp; Co., Inc.<br />
Ms. Mary A. Irace<br />
Vice President, Trade and Export Finance<br />
National Foreign Trade Council, Inc.</p>
<p>Jeffrey P. Kushan, Esq.<br />
Sidley, Austin, Brown &amp; Wood LLP<br />
Representing Biotechnology Industry<br />
Organization</p>
<p>Stevan D. Mitchell, Esq.<br />
Vice President, Intellectual Property Policy<br />
<strong>Entertainment Software Association </strong></p>
<p>Douglas T. Nelson, Esq.<br />
Executive Vice President, General Counsel,<br />
and Secretary<br />
CropLife America</p>
<p>Timothy P. Trainer, Esq.<br />
President<br />
<strong>Global Intellectual Property<br />
Strategy Center</strong>, P.C.<br />
Representing the Thomas G. Faria<br />
Corporation</p>
<p>Neil I. Turkewitz, Esq.<br />
Executive Vice President<br />
<strong>Recording Industry Association of America</strong></p>
<p>Ms. Susan C. Tuttle<br />
Governement Programs Executive<br />
IBM Corporation</p>
<p>Mr. Herbert C. Wamsley<br />
Executive Director<br />
<strong>Intellectual Property Owners Association</strong></p>
<p>Ms. Anissa S. Whitten<br />
Trade Director<br />
<strong>Motion Picture Association of America</strong>, Inc.</p>
<p>Ms. Deborah E. Wiley<br />
Senior Vice President<br />
<strong>John Wiley and Sons</strong>, Inc.<br />
<strong>Association of American Publishers</strong>, Inc.</p>
<p>Shirley Zebroski, Ph.D<br />
Director, Legislative Affairs<br />
General Motors Corporation</p></blockquote>
<p>Hervorhebungen sind von mir.</p>
<p>Weder Bürgerrechts- noch Verbraucherschutzorganisationen sind vertreten, dafür jede Menge Unternehmen und Unternehmensverbände aus der Medienbranche. Wessen Interessen bei ACTA berücksichtigt werden, und wessen nicht, dürfte damit außer Zweifel stehen.</p>
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		<item>
		<title>US-Musikindustrie 1990-2007</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 15:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Musikmarkt in den USA ist der größte der Welt. Als solcher bildet er Industrietrends deutlich ab. Der wichtigste Industrieverband für Plattenfirmen, die Recording Industry Association of America (RIAA), veröffentlicht regelmäßig Zahlen zum Zustand der Branche. Darunter befinden sich sowohl Absatz- als auch Umsatzzahlen. Ein Blick in diese Zahlen kann helfen, zu verstehen, in welcher Umbruchphase sich die Branche befindet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Musikmarkt in den USA ist der größte der Welt. Als solcher bildet er Industrietrends deutlich ab. Der wichtigste Industrieverband für Plattenfirmen, die Recording Industry Association of America (<a href="http://riaa.com/" target="_blank">RIAA</a>), veröffentlicht regelmäßig Zahlen zum Zustand der Branche. Darunter befinden sich sowohl Absatz- als auch Umsatzzahlen. Ein Blick in diese Zahlen kann helfen, zu verstehen, in welcher Umbruchphase sich die Branche befindet.<br />
<a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/shipment-of-physical-sound-recordings-1990-2007-14032009.png"><img class="size-large wp-image-1026 alignleft" style="border: 1px solid black;" title="shipment-of-physical-sound-recordings-1990-2007-14032009" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/shipment-of-physical-sound-recordings-1990-2007-14032009-1024x724.png" alt="shipment-of-physical-sound-recordings-1990-2007-14032009" width="491" height="347" /></a><br />
<span id="more-1025"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/1b484b90f65543918833821a3a0b604c" width="1" height="1" alt=""><br />
Die Grafik zeigt den Absatz von physischen Tonträgern in den Jahren 1990-2007. Berücksichtigt wurden ausschließlich so genannte &#8220;Longplayer&#8221;. Singles, Musikvideos und neue, exotische Tonträgermedien wie DVD-Audio oder SACD wurden außer acht gelassen. Es wurde unterschieden zwischen traditionellen (analogen) Tonträgern (orange Kurve) und dem digitalen Tonträgermedium CD (blaue Kurve). Zusätzlich wurde das Aggregat dieser beiden Kategorien gebildet (grüne Kurve). Die Phase der von etwa 1995-2001 andauernden so genannten &#8220;Internet-Blase&#8221; wurde hervorgehoben. Im Zeitverlauf der aggregierten Absatzkurve wurden technologische Schlüsselinnovationen markiert.</p>
<p>Bei der Absatzentwicklung im Markt für physische Tonträger in den USA lassen sich seit 1990 drei große Phasen unterscheiden:</p>
<ol>
<li><strong>Wachstumsphase</strong> (1991-1994): Nach einem Abschwung in den achtziger Jahren ist es mit der Einführung der CD gelungen, eine Trendwende herbeizuführen. Seit 1991 wächst der Absatz von Tonträgern wieder. Dabei gewinnt die CD gegenüber den traditionellen Tonträgermedien &#8211; MC, LP und EP &#8211; schnell die Überhand. Im Verlauf des Jahres 1991 wird die CD zum dominierenden Tonträgermedium. Der Gesamtabsatz von physischen Tonträgern steigt bis 1994 im Vergleich zu 1990 um rund 50 Prozent auf über 1 Milliarde verkaufter Tonträger.</li>
<li><strong>Konsolidierungsphase</strong> (1994-2000): Der Absatz physischer Tonträger pendelt sich mit größeren Ausschlägen 1997 nach unten und 1999 nach oben um 1 Milliarde Stück ein. Das große Wachstumspotenzial der vergangenen Jahre ist weitgehend erschöpft. Zum Ende der Konsolidierungsphase hat die CD mit rund 90 Prozent Marktanteil eine unangefochtene Spitzenstellung im Markt erreicht. Wenn Musik verkauft wird, dann wird sie auf CD verkauft. (Der Absatzkorridor für die Konsolidierungsphase wurde extra hervorgehoben.)</li>
<li><strong>Schrumpfungsphase</strong> (seit 2000): Der Absatz physischer Tonträger sinkt kontinuierlich. Da kaum noch traditionelle Tonträger verkauft werden, bedeutet das, dass der CD-Absatz einbricht. Abgesehen von einer kurzen Erholungsphase 2004 hält die Schrumpfungsphase bis heute an. 2005 lag der Gesamtabsatz von physischen Tonträgern etwa wieder auf dem Niveau von 1991.</li>
</ol>
<h3>Interpretation</h3>
<p>Wie lassen sich die drei Phasen erklären?</p>
<h4><strong>Wachstumsphase</strong></h4>
<p><strong></strong>Für die Wachstumsphase könnte die Einführung der CD im Jahr 1983 eine plausible Erklärung liefern. Zu Beginn waren CD-Player vergleichsweise teure Konsumgüter und das Angebot an Musik-CDs eingeschränkt. Im Vergleich zu Schallplatten und Musikkassetten waren CDs zudem teure Tonträger. CDs kosteten ungefähr doppelt soviel wie Langspielplatten mit derselben Musik. Es war also der Kostenfaktor, der die Nachfrage begrenzte. Mit sinkenden Preisen für CD-Player und einem wachsenden Angebot an Musik bekam ein größerer Teil der US-Bevölkerung die Möglichkeit, das neue Tonträgermedium zu nutzen. Die wahrgenommenen Vorteile der CD gegenüber den analogen Tonträgermedien führte nicht nur dazu, dass neue Musik verstärkt auf CD erworben wurde. Viele Musikliebhaber kauften sich auch Musik auf CD nach, die sie bereits auf analogen Tonträgermedien gekauft hatten. Dieser Nachkauf-Effekt dürfte einen wichtigen Wachstumsimpuls beigesteuert haben.</p>
<h4><strong>Konsolidierungsphase</strong></h4>
<p>Für die Erklärung der Konsolidierungsphase dürfte eine wichtige Eigenschaft der CD eine große Rolle spielen, die sie von den traditionellen Tonträgermedien unterscheidet. Schallplatten und Musikkassetten sind Tonträgermedien, die bei der Benutzung einer vergleichsweise hohen Verschleiß aufweisen. Demgegenüber ist die CD bei bestimmungsgemäßem Gebrauch praktisch verschleißfrei. Innerhalb des betrachteten Zeitraums von 1990-2007 akkumulieren sich die verkauften CDs, ohne dass eine zusätzliche Nachfrage nach Ersatz für verschlissene CDs generiert wird. Je mehr CDs verkauft werden, desto mehr CDs sind in den Haushalten vorhanden, die sich im praktischen Neuwertigenzustand befinden. Eine Schallplatte, die mit einem durchschnittlichen Schallplattenspieler vielleicht 100 mal abgespielt wurde, weist deutliche Zeichen von Verschleiß auf. Eine CD, die mit einem durchschnittlichen CD-Player 100 mal abgespielt wurde, weiß dagegen sehr wahrscheinlich nur marginale Zeichen von Verschleiß auf, die sich zudem nicht auf die Qualität der Musik beim Abspielen auswirken. Zu der fehlenden Ersatznachfrage kommt noch die hervorragende Eignung von CDs für den Wiederverkauf im Gebrauchtmarkt hinzu. Die dortigen Absatzzahlen werden von der RIAA-Statistik nicht erfasst.</p>
<h4>Schrumpfungsphase</h4>
<p>Die folgende Grafik zeigt, wie viele CDs pro Kopf der Bevölkerung in den USA von 1990-2007 verkauft worden sind.</p>
<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/approximate-cd-ownership-in-the-usa-1990-2007-15032009.png"><img class="size-large wp-image-1041 alignleft" style="border: 1px solid black;" title="approximate-cd-ownership-in-the-usa-1990-2007-15032009" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/approximate-cd-ownership-in-the-usa-1990-2007-15032009-1024x724.png" alt="approximate-cd-ownership-in-the-usa-1990-2007-15032009" width="553" height="391" /></a></p>
<p>Man erkennt eine S-Kurve, wie sie typisch für die Marktdurchdringung so genannter dauerhafter Güter ist. Das S kommt dadurch zu Stande, dass die Nachfrage kurz nach der Produkteinführung nur langsam wächst, mit zunehmender Popularität des Produkts schneller wächst, und schließlich wieder nachlässt, nachdem die Haushalte ausreichend mit dem Produkt versorgt sind. Seit 1990 hat jeder US Bürger mehr als 40 CDs neu gekauft. In einem vierköpfigen Haushalt haben sich also seit 1990 rund 160 CDs angesammelt. Selbst, wenn man 10 oder 20 Prozent davon als Verschleiß abziehen würde, verbliebe noch eine stattliche Zahl an CDs. Es ist also keineswegs verwunderlich, dass die Nachfrage nach neuen CDs in den vergangenen Jahren gesunken ist. Die Marktsättigung scheint schon eine Weile erreicht zu sein.</p>
<p>Diese Annahme erscheint umso plausibler, wenn man die folgende Grafik betrachtet. Dargestellt ist die Menge der in den USA seit 1990 verkauften, neuen CDs.</p>
<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/circulation-of-cds-in-the-usa-1990-2007-15032009.png"><img class="size-large wp-image-1048 alignleft" style="border: 1px solid black;" title="circulation-of-cds-in-the-usa-1990-2007-15032009" src="http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2009/03/circulation-of-cds-in-the-usa-1990-2007-15032009-1024x724.png" alt="circulation-of-cds-in-the-usa-1990-2007-15032009" width="553" height="391" /></a></p>
<p>Bis einschließlich 2007 wurden mehr als 12 Milliarden neue CDs verkauft. Selbst unter Berücksichtigung eines gewissen Verschleißes darf man wohl guten Gewissens annehmen, dass mindestens 10 Milliarden dieser CDs noch existieren. Ein nennenswerter Anteil von ihnen &#8211; genaue Zahlen existieren nicht &#8211; werden im Gebrauchtmarkt gehandelt werden. Die dort angebotenen CDs machen zwangsläufig in gewissem Umfang dem Handel mit neuen CDs Konkurrenz. Selbst, wenn nur 5 Prozent der gebrauchten CDs gehandelt werden, wären das immer noch rund 500 Millionen Stück. Das entspräche circa 50 Prozent der während der Konsolidierungsphase jährlich neu verkauften CDs.</p>
<p>Auf den Punkt gebracht, kann man folgende These formulieren:</p>
<blockquote><p><strong>Das Verhalten des Marktes für physische Tonträger in der Phase von 1990-2007 wurde maßgeblich durch die spezifischen Produkteigenschaften der CD geprägt.</strong></p></blockquote>
<p>Damit ist nicht gesagt, dass die Einführung von CD-Brennern, die Verbreitung der Musikkompression im MP3-Format oder das Aufkommen von Peer-to-Peer-Tauschbörsen gänzlich ohne Einfluss gewesen ist. Wahrscheinlich haben sie aber das Erreichen der Konsolidierungs- und Schrumpfungsphase lediglich beschleunigt. Auch ohne diese neuen Technologien hätte der Markt für neue Musik-CDs nicht ewig weiterwachsen können. Auch die Konsolidierungsphase musste irgendwann zu Ende gehen, da sich die gekauften CDs bei den Käufern langsam aber sicher stapelten.</p>
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		<title>eBuch-Handel in Deutschland: Drohen und Stümpern</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 08:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute geht die Leipziger Buchmesse zu Ende. Eines der wichtigen Themen auf der Messe waren eBücher, das heißt Buchtexte in elektronischer Form, und die dazugehörigen Lesegeräte. Denen soll nach Meinung von Fachleuten ein Teil der Zukunft gehören: Angeblich wollen noch in diesem Jahr 2,2 Millionen Deutsche eBücher kaufen. Das hat jedenfalls eine Forsa-Umfrage ergeben (via Golem.de).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute geht die <a href="http://www.leipziger-buchmesse.de/" target="_blank">Leipziger Buchmesse</a> zu Ende. Eines der wichtigen Themen auf der Messe waren eBücher, das heißt Buchtexte in elektronischer Form, und die dazugehörigen Lesegeräte. Denen soll nach Meinung von Fachleuten ein Teil der Zukunft gehören: Angeblich wollen noch in diesem Jahr 2,2 Millionen Deutsche eBücher kaufen. Das hat jedenfalls eine Forsa-Umfrage <a href="http://www.golem.de/0903/65785.html" target="_blank">ergeben</a> (via Golem.de).<br />
<span id="more-1018"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/5df0ca5eb26840aa880734558143f2f3" width="1" height="1" alt=""><br />
Die deutsche Buchbranche hat den Trend inzwischen auch erkannt &#8212; bisher waren eBücher oder englisch eBooks hierzulande eine Rarität &#8212; und reagiert. Die Reaktion ist fürwahr erstaunlich.</p>
<ol>
<li>Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, drohte anläßlich Eröffnung der Leipziger Buchmesse: &#8220;Wir werden in aller Schärfe gegen den illegalen Download, gegen den Diebstahl im Internet, vorgehen&#8221; und &#8220;die Gerichte mit Tausenden von Verfahren beschäftigen&#8221;. Skipis weiter: &#8220;Die Politik zwingt uns zu diesem Schritt.&#8221; In Skipis Augen würde dieses &#8220;organisierte Verbrechen&#8221; von der Politik nicht ausreichend bekämpft. Skipis scheint von der Musikindustrie gelernt zu haben. . .</li>
<li>Verlage und Buchhandel wollen zugleich Google mit seiner Buchsuche und Amazon mit seinem eBücher-Angebot bekämpfen. Ihre Waffe heißt <a href="http://www.libreka.de/" target="_blank"><em>Libreka</em></a> &#8212; &#8220;Der Volltext-Finder&#8221;. Wer dort eBücher kaufen will, braucht Geduld und Glück, wie Konrad Lischka für Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,613158,00.html" target="_blank">ausprobiert</a> hat. eBücher sind bei Libreka ungefähr so selten wie Austern in der Spree. Lischkas Fazit: &#8220;Darum floppt das E-Book-Portal des Buchhandels&#8221; (lesenswert!). Ich habe auf Libreka auch ein wenig herumgespielt und kann Lischkas Erfahrungen nur bestätigen. Wie eine Branche mit einem Jahresumsatz von <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/wirtschaftskrise-beruehrt-buchbranche-wenig;2198429" target="_blank">fast 10 Milliarden Euro</a> (via Handelsblatt) ein derart dürftiges Angebot machen kann, ist mir schleierhaft.</li>
<li>Die Buchpreisbindung. Nach <a href="http://leanderwattig.de/index.php/2009/01/31/der-anachronismus-buchpreisbindung/" target="_blank">revidierter Aufffassung</a> (Leander Wattig) des Börsenvereins unterliegen eBücher ebenso der Preisbindung wie gedruckte Bücher. Wer gedacht hat, mit eBüchern würde der Markt Einzug halten in der Buchbranche, kennt die Branche schlecht. Amazon dürfte es freuen. So sind hohe Gewinnmargen im Deutschlandgeschäft garantiert, wenn Amazon mit dem Kindle auch hier in den Markt einsteigt.</li>
<li>Der Preis für eBücher liegt derzeit etwa 10-20 Prozent unter dem für gedruckte Bücher. Dafür bekommt man eine Datei, aus der man unter Umständen noch nicht einmal ein Wort kopieren kann, um es zu zitieren oder anderweitig für den Privatgebrauch zu nutzen. Dann wäre Abtippen angesagt.</li>
<li>Google Analytics. Auch Libreka kann nicht widerstehen, Googles datenschutzunfreundliches Werkzeug zur Kundenbeobachtung einzusetzen.</li>
</ol>
<p>Klingt das alles wie ein Erfolgsrezept oder eher wie eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Grau- und Schwarzmarkt?</p>
<p>Geht es nicht auch besser? Ja, etwas. Bei Libri.de gibt es immer hin schon problemlos <a href="http://www.libri.de/shop/action/magazine/6/ebooks.html" target="_blank">1690 eBücher</a> zu kaufen (<a href="http://www.libri.de/shop/action/" target="_blank">geworben</a> wird allerdings mit &#8220;Tausende aktuelle Bestseller jetzt neu als eBooks&#8221;). Der Haken an der Sache?</p>
<blockquote><p>&#8220;Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub- und DRM-fähig sind. z.B. auf dem Sony PRS 505.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die eBücher kommen also mit digitalem Rechtemanagement und lassen sich nur auf einem Lesegerät nutzen. Auch nichts von der Musikbranche gelernt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>USA: ACTA bleibt unter Verschluß</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/03/14/usa-acta-bleibt-unter-verschlus/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 21:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitales Rechtemanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[nationale Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WIPO]]></category>
		<category><![CDATA[WIPO-Verträge]]></category>

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		<description><![CDATA[Der jüngste Versuch in den USA, Licht ins ACTA-Dunkel zu bringen, ist diese Woche gescheitert. James Love von Knowledge Ecology International (KEI) hatte Ende Januar unter Berufung auf die Informationsfreiheit Einblick in die Verhandlungsdokumente verlangt. SeinAntrag wurde abgelehnt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verhandlungen am geplanten Anti-Piraterie-Abkommen werden bislang konspirativ geführt. Die Parlamente der Verhandlungsparteien werden weitestgehend im Unklaren gehalten während unter anderem Film- und Musikindustrie am Abkommen mitschreiben. In dieser Woche appellierte das EU-Parlament erneut an die EU-Kommission, endlich die Verhandlungsdokumente auf den Tisch zu legen. Ob der Versuch erfolgreich sein wird, müssen wir abwarten.</p>
<p>Der jüngste Versuch in den USA, Licht ins ACTA-Dunkel zu bringen, ist diese Woche gescheitert. James Love von Knowledge Ecology International (KEI) hatte Ende Januar unter Berufung auf die Informationsfreiheit Einblick in die Verhandlungsdokumente verlangt. Sein Antrag wurde abgelehnt.</p>
<p>Die <a href="http://www.keionline.org/misc-docs/3/ustr_foia_denial.pdf">Antwort</a> (englisch, PDF, via KEI) aus dem Hause des US-Handelsrepräsentanten sinngemäß:</p>
<blockquote><p><em>Sorry, die Dokumente bleiben geheim, weil wir sie zum Staatsgeheimnis erklären. Wenn wir sie veröffentlichen würden, könnte das die nationale Sicherheit gefährden.</em></p></blockquote>
<p>Wie bitte? Nationale Sicherheit? Bei einem Abkommen, bei dem es angeblich nur um so Sachen wie Parfumfälschungen und DVD-Kopien geht?</p>
<p>Da wird es dann wohl doch um mehr gehen. Aber besser, die Parlamente und der Souverän &#8212; das Volk (?) &#8212; erfahren davon nichts, bis es zu spät dafür ist, Änderungswünsche anzumelden.</p>
<p>Das erinnert mich irgendwie an die WIPO-Verträge von 1996. Das sind die, die uns so geschäftsschädigende Erfindungen wie einen Sonderschutz für Digital Rights Management gebracht haben. Da gab es das böse Erwachen auch erst hinterher.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Buchvorstellung: Wem gehört die Welt? &#8211; Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/03/12/buchvorstellung-wem-gehort-die-welt-zur-wiederentdeckung-der-gemeinguter/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 17:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungshinweise]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeineigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Bütikofer]]></category>
		<category><![CDATA[Silke Helfrich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://irights.info/blog/arbeit2.0/?p=999</guid>
		<description><![CDATA[Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt am 23. März um 19:30 Uhr zur Buchvorstellung mit Silke Helfrich, Andreas Weber und Reinhard Bütikofer ein. Es geht um Eigentum und Allgemeineigentum, wie man der Ankündigung entnehmen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt am 23. März um 19:30 Uhr zur Buchvorstellung mit Silke Helfrich, Andreas Weber und Reinhard Bütikofer ein. Es geht um Eigentum und Allgemeineigentum, wie man der Ankündigung entnehmen kann:</p>
<blockquote><p>&#8220;Auf den ersten Blick haben Wasser und Wissen, Erbgut und Atmosphäre nichts gemeinsam. Was sie aber eint, ist, dass sie zum Nötigsten für ein menschliches Leben gehören. Doch sie gehen der Gesellschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen, missbraucht oder unbezahlbar werden. Die Welt gehört nicht mehr allen, sie wird eingezäunt und kommerzialisiert &#8211; zu unserem Schaden. Davon zeugen die weltweiten Konflikte über die Trinkwasserversorgung, den Zugang zu neuen Technologien oder den Umgang mit Regenwäldern. Wir stehen an einem Scheidepunkt, andem ein neuer Blick auf unsere gemeinsamen Besitztümer erforderlich ist.&#8221;</p></blockquote>
<p>Weitere Informationen finden sich <a href="http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=6041&amp;crtpage=1" target="_blank">hier</a>.</p>
<fb:like href='http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/03/12/buchvorstellung-wem-gehort-die-welt-zur-wiederentdeckung-der-gemeinguter/' send='false' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like>]]></content:encoded>
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		<title>Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen: Mehr Geld für tote Musiker?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 13:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzfristverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[Charlie McCreevy]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Kulturrat]]></category>
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		<category><![CDATA[Piraterie]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzfrist]]></category>
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		<category><![CDATA[Sound Copyright]]></category>
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		<description><![CDATA[Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten sprechen sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen eine Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen aus. Sie warnen vor einer Zunahme der Piraterie, wenn das Urheberrecht Lobbyinteressen geopfert wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten sprechen sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen eine Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen aus. Sie warnen vor einer Zunahme der &#8220;Piraterie&#8221;, wenn das Urheberrecht Lobbyinteressen geopfert wird.<br />
<span id="more-995"></span><br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/e6be939798b94e1f8a82ea9dfa2f2643" width="1" height="1" alt=""><br />
Am 23. März hat das EU-Parlament die Wahl. Die Parlamentarier können ihren Wählern einen Dienst erweisen &#8212; oder den vier großen Musikkonzernen. Am 23. März findet im Parlament die Abstimmung über eine EU-Richtlinie zur Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzfrist für Musikaufnahmen statt. Auf Initiative des irischen Binnenmarktkommissars Charlie McCreevy soll die Schutzfrist von 50 auf 95 Jahre verlängert werden.</p>
<p>Wissenschaftler aus mehreren EU-Staaten <a href="http://www.cippm.org.uk/downloads/Press%20Release%20Copyright%20Extension.pdf" target="_blank">warnen</a> (PDF) zum wiederholten Mal davor, die Schutzfrist zu verlängern:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine solche Verlängerung [...] wird der europäischen Kultur und Wirtschaft schaden. [...] Wenn Europa seine Innovationsfähigkeit behalten will, darf es nicht in einem Moment großer technologischer Umwälzungen die gegenwärtige Industriestruktur zementieren. Es darf die digitalen Schöpfer und Archive nicht an der Erforschung der Musik hindern, die ja schon längst bezahlt ist.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.cippm.org.uk/downloads/Studies_and_Signatories.pdf" target="_blank">Unabhängige Studien</a> (PDF) haben wiederholt belegt, dass eine Schutzfristverlängerung zu Lasten der Allgemeinheit gehen würde. Profitieren würden davon praktisch ausschließlich die vier großen Musikkonzerne Universal Music, Sony/BMG, EMI und Warner Music. Diese haben seit Mitte des 20. Jahrhunderts die ganz überwiegende Mehrheit der Rechte an den weltweit gemachten Musikaufnahmen aufgekauft.</p>
<p>Die Wissenschaftler glauben, vielen Musikern ist nicht recht klar, was die Schutzfristverlängerung bedeutet. Profitieren werden überwiegend die Musikkonzerne und ein paar wenige, noch lebende Musiker. Zahlen müssen das Publikum und die heute aktiven Musiker. Die Tantiemen für die Aufnahmen der toten Musiker fließen hingegen zum größten Teil in die Tresore der Musikkonzerne.</p>
<p>Viele Musiker, die in den 40er, 50er und 60er Jahren Plattenaufnahmen gemacht haben, sind bereits verstorben. Manche sind sehr reich geworden, andere haben mit ihrer Musik keinen Cent verdient. Die Rechte an ihren Plattenaufnahmen, die bei Universal &amp; Co. lagen oder liegen, sind überwiegend bereits abgelaufen, oder stehen kurz davor. Nach Ablauf der Schutzfrist darf im Prinzip darf jeder diese Plattenaufnahmen verwenden und verbreiten, gegebenenfalls gegen Zahlung von Urheberabgaben an eine Verwertungsgesellschaft. So wird mehr Musik zu günstigen Preisen verfügbar. Auch der Vertonung eigener Videos mit 50er-Jahre-Hits steht kein prinzipielles Hindernis mehr im Wege. Wird die Schutzfrist am 23. März verlängert, ist es mit dieser Freiheit vorbei.</p>
<p>Den Musikhörern wird das nicht egal sein, warnen die Wissenschaftler: &#8220;Das Publikum wird sich nicht für dumm verkaufen lassen. Wenn das Urheberrechtsgesetz zynischerweise seiner eigentlichen Bestimmung nicht mehr dient, wird Piraterie zu einer leichten Alternative.&#8221; Fast 16.000 Bürger haben bereits eine von Sound Copyright initiierte <a href="http://www.soundcopyright.eu/petition" target="_blank">Online-Petition</a> gegen die Schutzfristverlängerung unterzeichnet.</p>
<p>Die Schutzfristverlängerung für Musikaufnahmen wäre im Übrigen nur der Anfang. Der deutsche Kulturrat hat im September 2008 schon eine vergleichbare Verlängerung für Musikvideos <a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/10/09/kulturrat-bekraftigt-forderung-nach-schutzfristverlangerung/" target="_self">gefordert</a>. Dem haben sich die Filmschaffenden <a href="http://www.euronews.net/de/article/03/03/2009/europ-actors-call-for-equal-rights/" target="_blank">angeschlossen</a>.</p>
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