Das iRights.info-Blog entstand aus dem Projekt „Arbeit 2.0“, das von der preisgekrönten Urheberrechtswebsite iRights.info und dem Hartware MedienKunstVerein in Dortmund 2008 initiiert wurde. Wir untersuchten im Laufe des Jahres 2008 das Verhältnis zwischen kreativer Arbeit, Urheberrecht und Technik. Ein Höhepunkt des Projekts war die Ausstellung „Anna Kournikova Deleted By Memeright Trusted System“ in Dortmund im Sommer 2008 und die Tagung „Kreative Arbeit und Urheberrecht“ im September 2008.
Das Blog wird seit Abschluss des Projektes im Januar 2009 von der iRights.info-Redaktion weiter geführt und behandelt Themen rund um den Komplex Urheberrecht, Kreativität und Zugang zu Informationen.
Projekthintergrund Arbeit 2.0
Musiker, Filmemacher, Journalisten, Programmierer und andere Kreative stehen im Spannungsfeld zwischen Harz IV und Web 2.0, zwischen einem urheberrechtlichen Anspruch auf angemessene Vergütung und Beschäftigungsverhältnissen, die zunehmend unsicherer werden. Für die, die ihr Geld nicht mehr mit fassbaren Produkten verdienen, sondern mit immateriellen Werken wie Texten, Filmen, Musik oder Software, rückt das Urheberrecht ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die digitale Revolution führt zu neuen Chancen, aber auch zu Unsicherheit unter Kreativen. Arbeit 2.0 hat einen Ort der Information und Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Recht geschaffen.
Dabei fügte sich der neue Schwerpunkt nahtlos in das bisherige Online-Angebot von iRights.info ein und erweiterte es um Themen rund um Autorschaft, Digitalisierung, Veränderungen des Kunst- und Arbeitsbegriffs.
Im Dialog von urheberrechtlicher und medienkünstlerischer Sichtweise entwickelten der Hartware MedienKunstVerein und iRights.info gemeinsam Informationsangebote und moderierten Diskussionen mit den beteiligten Akteuren. Ein Höhepunkt des Projektes war die Ausstellung „Anna Kournikova Deleted By Memeright Trusted System. Kunst im Zeitalter des geistigen Eigentums“ im Sommer 2008 in der PHOENIX Halle Dortmund. Sie versammelte internationale Positionen zum Themenkomplex „Appropriation, Detournement und Remixing im Zeitalter digitaler Medien“. Im Rahmen der Ausstellung fand Ende September 2008 ein Symposium statt, in dem Künstler, Medienaktivisten und Urheberrechtler über die neuen Entwicklungen diskutieren werden.
Arbeit 2.0 entstand in Kooperation mit der AG Informatik in Bildung und Gesellschaft der Humboldt-Universität zu Berlin und mikro e.v. und wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Unterstützung kam von der Kunststiftung NRW, dem Kulturbüro Stadt Dortmund Kulturbetriebe, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Dortmund-Project, dem Kulturwerk der VG-Bild-Kunst, dem Ministerpräsidenten des Landes NRW, dem NRW Kultursekretariat Wuppertal, der Hans-Böckler-Stiftung und Ver.di.


