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	<title>Kommentare zu: Fachleute warnen vor Verlängerung von Schutzfrist für Musikaufnahmen</title>
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	<description>Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt</description>
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		<title>Von: Kulturrat will längere Schutzfrist auch für Filme auf DVD usw. usf.</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/06/21/fachleute-warnen-vor-verlangerung-von-schutzfrist-fur-musikaufnahmen/comment-page-1/#comment-183</link>
		<dc:creator>Kulturrat will längere Schutzfrist auch für Filme auf DVD usw. usf.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 06:39:35 +0000</pubDate>
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		<description>[...] verdoppeln. (Die mit dem Thema vertrauten europäischen Wissenschaftler waren wohl in der Mehrheit dagegen, aber welcher Politiker hört schon lieber auf Wissenschaftler als auf [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] verdoppeln. (Die mit dem Thema vertrauten europäischen Wissenschaftler waren wohl in der Mehrheit dagegen, aber welcher Politiker hört schon lieber auf Wissenschaftler als auf [...]</p>
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		<title>Von: hufi</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/06/21/fachleute-warnen-vor-verlangerung-von-schutzfrist-fur-musikaufnahmen/comment-page-1/#comment-101</link>
		<dc:creator>hufi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 10:15:16 +0000</pubDate>
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		<description>Nur einmal eine Nebenfrage: Wie sieht das eigentlich mit der Erbschaftssteuer aus. Gilt die auch für Einnahmen, die aus Urheberrechtserträgen der verstorbenen Rechteinhaber gewonnen werden?

Und ein Nachtrag: Ich habe mich durch die 24 Seiten des Entwurfs zwar recht schnell gewühlt, aber gewühlt. Manche Stellen lesen sich wie Kindergarten: Weil der Verkauf von CDs so schwierig ist und ein wirtschaftliches Risiko darstellt, muss der Musikindustrie auf diesem Wege geholfen werden. Ist aber das wirklich Aufgabe einer solchen EU-Kommission, oder überschreitet sie damit nicht ihren Auftrag?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nur einmal eine Nebenfrage: Wie sieht das eigentlich mit der Erbschaftssteuer aus. Gilt die auch für Einnahmen, die aus Urheberrechtserträgen der verstorbenen Rechteinhaber gewonnen werden?</p>
<p>Und ein Nachtrag: Ich habe mich durch die 24 Seiten des Entwurfs zwar recht schnell gewühlt, aber gewühlt. Manche Stellen lesen sich wie Kindergarten: Weil der Verkauf von CDs so schwierig ist und ein wirtschaftliches Risiko darstellt, muss der Musikindustrie auf diesem Wege geholfen werden. Ist aber das wirklich Aufgabe einer solchen EU-Kommission, oder überschreitet sie damit nicht ihren Auftrag?</p>
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	<item>
		<title>Von: Times: Schutzfristverlängerung ist innovationsfeindlich</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/06/21/fachleute-warnen-vor-verlangerung-von-schutzfrist-fur-musikaufnahmen/comment-page-1/#comment-100</link>
		<dc:creator>Times: Schutzfristverlängerung ist innovationsfeindlich</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 16:35:06 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Fachleute hatten gewarnt &#8212; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Fachleute hatten gewarnt &#8212; [...]</p>
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		<title>Von: Robert A. Gehring</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/06/21/fachleute-warnen-vor-verlangerung-von-schutzfrist-fur-musikaufnahmen/comment-page-1/#comment-99</link>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 07:12:12 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe nicht den Eindruck gewonnen, daß bei der ganzen Angelegenheit &quot;geistiges Eigentum&quot; -- um mal Urheber-, Patent- und Markenrecht unter diesem Schlagwort zusammenzzufassen -- großer Wert auf &quot;Rechtsempfinden&quot; gelegt wird. Es gilt die Regel: Wer die bessere Lobby-Arbeit verrichtet, gewinnt.

Natürlich verlieren einige Leute jetzt ihr Geschäft. Die haben zum Teil viel Geld und Zeit in die Restauration alter Musikaufnahmen zum Beispiel von Schellackplatten gesteckt, das Ergebnis auf CD gebrannt und die CDs mit wenig Gewinn verkauft. Das ist in Zukunft illegal.

McCreevy will ja ein Teil der neu generierten Einnahmen für Pensionen von Künstlern ausgeben. Da stellt sich natürlich auch die Frage, &lt;I&gt;an welche Künstler&lt;/I&gt;. Qui bono, wer wird profitieren? 

Ich vermute mal stark, die Einnahmen werden nicht gleichmäßig auf alle Studiomusiker, Sänger usw. verteilt werden sondern nach einem Verteilschlüssel, der sich nach der Anzahl der verkauften Musikaufnahmen richtet, an denen sie beteiligt waren. So ähnlich läuft das ja heute schon bei den Verwertungsgesellschaften. 

Wer wird also am meisten profitieren? Die (ehemaligen) Stars natürlich, die ohnehin mit ihren Musikaufnahmen schon sehr, sehr, sehr viel Geld verdient haben. Sir Cliff Richard, Roger Daltrey, die Beatles, Udo Jürgens, und so weiter und so fort. Verdienen werden auch noch ihre Kinder und ihre Enkel. 

Und verdienen werden natürlich auch die Plattenfirmen, bei denen die Rechte liegen: EMI, Universal, Warner, Sony-BMG. Die haben ja in den vergangenen Jahrzehnten alle in den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren erfolgreichen, kleineren Firmen geschluckt. (So sind sie zu ihrem Marktanteil von zusammen rund 80% gekommen.)

Und was ist mit den &quot;verarmten&quot; Session-Musikern, die in den späten 50er Jahren an zwei oder drei seit Jahrzehnten nicht mehr verkauften Aufnahmen beteiligt waren? Die haben ihre Schuldigkeit in der Lobby-Kampagne getan. Vom Tantiemen-Kuchen werden sie kaum ein paar Krümel abbekommen. Denen geht es nicht anders als den Bäckern, Buchhaltern oder Friseuren. Sie werden auch weiterhin arm dran sein.

Worauf wird sich die Musikindustrie wohl als nächstes konzentrieren? Meine Prognose: Den Handel mit gebrauchten Tonträgern verbieten zu lassen. In den USA versuchen sie das ja schon massiv -- bisher noch &lt;a HREF=&quot;http://www.irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=389&amp;cHash=9703fbaf61&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;erfolglos&lt;/A&gt;. Vielleicht finden sie ja bei Charlie McCreevy Unterstützung...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe nicht den Eindruck gewonnen, daß bei der ganzen Angelegenheit &#8220;geistiges Eigentum&#8221; &#8212; um mal Urheber-, Patent- und Markenrecht unter diesem Schlagwort zusammenzzufassen &#8212; großer Wert auf &#8220;Rechtsempfinden&#8221; gelegt wird. Es gilt die Regel: Wer die bessere Lobby-Arbeit verrichtet, gewinnt.</p>
<p>Natürlich verlieren einige Leute jetzt ihr Geschäft. Die haben zum Teil viel Geld und Zeit in die Restauration alter Musikaufnahmen zum Beispiel von Schellackplatten gesteckt, das Ergebnis auf CD gebrannt und die CDs mit wenig Gewinn verkauft. Das ist in Zukunft illegal.</p>
<p>McCreevy will ja ein Teil der neu generierten Einnahmen für Pensionen von Künstlern ausgeben. Da stellt sich natürlich auch die Frage, <i>an welche Künstler</i>. Qui bono, wer wird profitieren? </p>
<p>Ich vermute mal stark, die Einnahmen werden nicht gleichmäßig auf alle Studiomusiker, Sänger usw. verteilt werden sondern nach einem Verteilschlüssel, der sich nach der Anzahl der verkauften Musikaufnahmen richtet, an denen sie beteiligt waren. So ähnlich läuft das ja heute schon bei den Verwertungsgesellschaften. </p>
<p>Wer wird also am meisten profitieren? Die (ehemaligen) Stars natürlich, die ohnehin mit ihren Musikaufnahmen schon sehr, sehr, sehr viel Geld verdient haben. Sir Cliff Richard, Roger Daltrey, die Beatles, Udo Jürgens, und so weiter und so fort. Verdienen werden auch noch ihre Kinder und ihre Enkel. </p>
<p>Und verdienen werden natürlich auch die Plattenfirmen, bei denen die Rechte liegen: EMI, Universal, Warner, Sony-BMG. Die haben ja in den vergangenen Jahrzehnten alle in den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren erfolgreichen, kleineren Firmen geschluckt. (So sind sie zu ihrem Marktanteil von zusammen rund 80% gekommen.)</p>
<p>Und was ist mit den &#8220;verarmten&#8221; Session-Musikern, die in den späten 50er Jahren an zwei oder drei seit Jahrzehnten nicht mehr verkauften Aufnahmen beteiligt waren? Die haben ihre Schuldigkeit in der Lobby-Kampagne getan. Vom Tantiemen-Kuchen werden sie kaum ein paar Krümel abbekommen. Denen geht es nicht anders als den Bäckern, Buchhaltern oder Friseuren. Sie werden auch weiterhin arm dran sein.</p>
<p>Worauf wird sich die Musikindustrie wohl als nächstes konzentrieren? Meine Prognose: Den Handel mit gebrauchten Tonträgern verbieten zu lassen. In den USA versuchen sie das ja schon massiv &#8212; bisher noch <a HREF="http://www.irights.info/index.php?id=81&#038;tx_ttnews%5Btt_news%5D=389&#038;cHash=9703fbaf61" rel="nofollow">erfolglos</a>. Vielleicht finden sie ja bei Charlie McCreevy Unterstützung&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: hufi</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/06/21/fachleute-warnen-vor-verlangerung-von-schutzfrist-fur-musikaufnahmen/comment-page-1/#comment-98</link>
		<dc:creator>hufi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 06:24:30 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, Robert, offensichtlich hat sich da etwas zum Schlechten entwickelt; zumal damit die Sache viel komplizierter werden wird. Eine neue Schutzfrist mit einer neuen, dem Urheberrecht nicht identischen vermischt wird. Wenisgtens hätte man das harmonisieren können. Kann aber sein, dass das auch noch kommt und die Schutzfrist für Urheberrechte ebenfalls verlängert wird. 

Damit wird eine Entwicklung umgekrempelt, die einmal schon anders differenziert worden ist - und wenn ich es richtig sehe, sogar vom Bundesverfassungsgericht gebilligt wurde.

Was ich gar nicht verstehe, ist, dass das dann sogar rückwirkend gelten soll. Das macht ja aus legalen Verhaltsweisen mit einem Schlag illegale. Ist das  nicht dem Rechtsempfinden vollkommen entgegen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Robert, offensichtlich hat sich da etwas zum Schlechten entwickelt; zumal damit die Sache viel komplizierter werden wird. Eine neue Schutzfrist mit einer neuen, dem Urheberrecht nicht identischen vermischt wird. Wenisgtens hätte man das harmonisieren können. Kann aber sein, dass das auch noch kommt und die Schutzfrist für Urheberrechte ebenfalls verlängert wird. </p>
<p>Damit wird eine Entwicklung umgekrempelt, die einmal schon anders differenziert worden ist &#8211; und wenn ich es richtig sehe, sogar vom Bundesverfassungsgericht gebilligt wurde.</p>
<p>Was ich gar nicht verstehe, ist, dass das dann sogar rückwirkend gelten soll. Das macht ja aus legalen Verhaltsweisen mit einem Schlag illegale. Ist das  nicht dem Rechtsempfinden vollkommen entgegen?</p>
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	<item>
		<title>Von: Robert A. Gehring</title>
		<link>http://irights.info/blog/arbeit2.0/2008/06/21/fachleute-warnen-vor-verlangerung-von-schutzfrist-fur-musikaufnahmen/comment-page-1/#comment-97</link>
		<dc:creator>Robert A. Gehring</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 07:42:19 +0000</pubDate>
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		<description>So, Charlie McCreevy hat&#039;s getan. Die EU-Kommission hat auf seine Initiative hin &lt;a HREF=&quot;http://irights.info/index.php?id=81&amp;tx_ttnews[tt_news]=394&amp;cHash=380b603f85&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;beschlossen&lt;/A&gt;, einen Richtlinienentwurf zur Verlängerung der Schutzfrist für Musikaufnahmen in der EU von 50 auf 95 Jahre nach Erscheinen vorzulegen. Das bedeutet zum Beispiel (sollte der Richtlinienvorschlag angenommen werden) daß Sir Cliff Richard für seine frühen Aufnahmen &lt;a HREF=&quot;http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/music/article4347643.ece&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&quot;bis er 113 ist&quot;&lt;/A&gt; (Times) wird kassieren können. Und EMI, die Plattenfirma, bei der zum Beispiel die Rechte an den frühen Beatles-Aufnahmen liegen, wird noch in alle Ewigkeit dafür kassieren dürfen. Warum in neue Musiker und Musikerinnen investieren, wenn man doch von den alten leben kann? Abgesehen von der Innovationsfeindlichkeit ewiger Schutzrechte stellt sich aus ökonomischer Sicht auch die Frage, warum denn eigentlich Bäcker, Buchhalter oder Friseure nicht auch 95 Jahre lang Anspruch auf Vergütung für ihre jeweilige Leistung haben sollten? Ob wohl McCreevy auf diese Frage eine plausible Antwort hätte?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So, Charlie McCreevy hat&#8217;s getan. Die EU-Kommission hat auf seine Initiative hin <a HREF="http://irights.info/index.php?id=81&#038;tx_ttnews[tt_news]=394&#038;cHash=380b603f85" rel="nofollow">beschlossen</a>, einen Richtlinienentwurf zur Verlängerung der Schutzfrist für Musikaufnahmen in der EU von 50 auf 95 Jahre nach Erscheinen vorzulegen. Das bedeutet zum Beispiel (sollte der Richtlinienvorschlag angenommen werden) daß Sir Cliff Richard für seine frühen Aufnahmen <a HREF="http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/music/article4347643.ece" target="_blank" rel="nofollow">&#8220;bis er 113 ist&#8221;</a> (Times) wird kassieren können. Und EMI, die Plattenfirma, bei der zum Beispiel die Rechte an den frühen Beatles-Aufnahmen liegen, wird noch in alle Ewigkeit dafür kassieren dürfen. Warum in neue Musiker und Musikerinnen investieren, wenn man doch von den alten leben kann? Abgesehen von der Innovationsfeindlichkeit ewiger Schutzrechte stellt sich aus ökonomischer Sicht auch die Frage, warum denn eigentlich Bäcker, Buchhalter oder Friseure nicht auch 95 Jahre lang Anspruch auf Vergütung für ihre jeweilige Leistung haben sollten? Ob wohl McCreevy auf diese Frage eine plausible Antwort hätte?</p>
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